| Achtung: Dieses Buch befindet sich noch im Aufbau und kann falsche und/oder unvollständige Informationen enthalten! Der Inhalt wird in der Taverne im Thread Lebensmittel im MA diskutiert. |
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Mittelalterliche Lebensmittel
Für jeden mittelalterlichen Darsteller ergibt sich früher oder später die Frage “Welche Lebensmittel gab es schon zu meiner Zeit und in meiner Region?”, “Darf ich dieses Lebensmittel im Lager benutzen?” oder “Woher kam dieses oder jenes Lebensmittel ursprünglich und wann war es zu welchem Preis in Europa verfügbar?”. Dieser Artikel fasst den Tavernenthread Lebensmittel im MA zusammen, indem eine Liste von Lebensmitteln erstellt wird und bei jedem Lebensmittel versucht wird, folgende Fragen zu klären:
1 Früchte des Waldes und des Gartens
1.1 Waldfrüchte
1.1.1 Walderdbeere
Walderdbeeren (Fragaria vesca) werden bereits in der Antike durch die römischen Dichter Ovid, Plinius und Vergil erwähnt. Auch in der germanischen Mythologie und als Verzierung in mittalalterlichen Büchern tritt die Walderdbeere in Erscheinung. Sie wächst an Waldrändern und in lichten Mischwäldern und bevorzugt einen humusreichen Boden.
Im Vergleich zu der heutigen Erdbeere, die durch die Kreuzung der großfrüchtigeren Chile-Erdbeere (Fragaria chiloensis) mit der amerikanischen Scharlach-Erdbeere (Fragaria virginiana) enstand, ist die Walderdbeere deutlich kleiner und bitterer. Die Walderdbeere wurde ab dem 14.Jhd auch kultiviert, jedoch sie durch Züchtung nicht vergrößert werden. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde die Kultivierung fast vollständig aufgegeben.
Heutzutage hat die Walderdbeere in Südwestdeutschland eine sehr starke Verbreitung, in der norddeutschen Tiefebene wegen des Sandbodens nahezu keine Verbreitung. Achtung: Viele Gebiete, wo die Walderdbeere gefunden wird, sind kontaminiert vom Fuchsbandwurm!
(Dank an Bettina Drexler, Elisabeth Otte-Witte, Thorsten Piepenbrink)
1.2 Zusammenfassung
2 Lebensmittel vom Tier
2.1 Milchprodukte
2.1.1 Schimmelkäse (Roquefort), Blauschimmel Roquefort-Käse ist ein grün-blau mamorierter Schimmelkäse aus Schafsmilch, der aus den Hölen um Roquefort-sur-Soulzon stammt. Im Jahre 79 n. Chr wird ein Blauschimmelkäse aus den Hölen von Roquefort-sur-Soulzon erstmals von Plinius dem Älteren erwähnt. Die erste Erwähnung unter dem Namen Roquefort findet sich um 1060 in Klosterbüchern.
Bei der Produktion wird der Käse, der aus Schafsmilch stammt, zum Reifen in den Hölen von Roquefort-sur-Soulzon aufgehängt. Dort wird er von Blauschimmel besiedelt und bekommt seinen charakteristischen Geschmack. Der Produktionsaufwand ist selbst nach mittelalterlichen Verhältnissen gering. Trotzdem ist davon auszugehen, dass der Käse nur regional zu erschwinglichen Preisen verfügbar war. Es liegen jedoch keinerlei verifizierte Informationen vor.
Heutzutage wird der Roquefort-Käse gerne zu Roquefortsauce oder für Rinderfiletsteak mit Roquefort gereicht (Datierung der Rezepte unbekannt). Ein beliebtes Begleitgetränk ist Portwein.
2.2 Zusammenfassung
3 Gewürze
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