Historienspiele auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz:
Die Kelten (475 – 370 v. Chr.)
Nach dem Betreten der Festung durch das Feldtor tauchen Sie im Eingangsbereich des Hauptgrabens in ein keltisches Handwerkerdorf ein. In diesem Jahr sind zum ersten Mal die Hochwaldkelten zu Gast auf der Festung Ehrenbreitstein. Die Gruppe zeigt Handwerkstechniken und das keltische Leben von der Zeit von 450 bis zur Niederlage der Treverer unter Julius Cäsar um 50 v. Chr. Hierzu gehören eine Eisenschmelze, Spinn- und Webtechniken, Holzverarbeitung, Keramik- und Lederarbeiten sowie die Herstellung von Waffen. ( )
Die Römer (500 v. Chr. – 500 n. Chr.)
Im Hauptgraben angekommen betreten Sie das Lager der Kohorten. Zuerst die COHORS VII RAETORVM, die schon in de vergangenen Jahren römische Handwerks- und Waffenherstellung zeigten. Direkt daneben stehen die Auxiliare von CLASSIS AVGVSTA GERMANICA.
Schneider und Schuster stellen nicht nur Sandalen und Uniformen her, auch Brotnetze werden geknüpft. Mit einer römischen Handmühle können Sie helfen Mehl herzustellen. Dies wird in der Garküche gleich zu leckeren Speisen der Römerzeit weiterverarbeitet.
Dreimal pro Tag ziehen die Hilfssoldaten dann ihre „Rüstungen“ an und begeben sich auf die benachbarte Wiese des Hauptgrabens, wo die LEGIO I MINERVIA PIA FIDELIS ihr Lager aufgeschlagen hat. Hier erleben Sie gladius (Schwert), scutum (Schild) und lorica hamata (Kettenhemd). Die Legion zeigt dreimal täglich zusammen mit den Auxiliaren von CLASSIS AVGVSTA GERMANICA warum Rom zu Weltmacht wurde.
Ansonsten ist auch das Lager der Legionäre zum Eintreten und Schnuppern geöffnet. Auch hier finden sich Handwerker, die im Tross der Soldaten für deren Ausstattung und Wohl sorgen.
Die Wikinger am Rhein (800 – 1200 n. Chr.)
Am Ende des Hauptgrabens hat sich Besuch aus dem hohen Norden breit gemacht. Die Wikingergruppe VARGAR.
Typische Zelte, Holzstämme und kräftige Männer verraten mehr über die Faszination der einst mächtigen Krieger und Seefahrer. Hier wird vor allem Holzverarbeitung gezeigt, aber erstmalig auch gekämpft.
Die Ritter (1000 – 1500 n. Chr.)
Vorbei an hohen Mauern gelangen Sie in den retirierten Graben.
Dort haben die Herren verschiedener Adelsgeschlechter ihre Lager aufgeschlagen. Die prächtigen Zelte sind wahrhaft edel ausgestattet und die Damen gewähren Einblick in ihre Gemächer. Schwerter, Schilde, Kettenhemden und Helme werden gezeigt. Auch können Sie sich hier im Bogenschießen und Axtwerfen üben. Dreimal pro Tag wird Marktgericht gehalten, wo es regelmäßig zu kämpferischen Auseinandersetzungen kommt.
Mittelalterlicher Handwerkermarkt (1100 – 1500 n. Chr.)
Von den Lagern aus betreten Sie einen großen mittelalterlichen Handwerkermarkt. Hier herrscht reges Treiben um Bäcker, Bräter, Tavernen und allerlei Gaumenfreuden, die feilgeboten werden. Ein großer Biergarten ist vor der mächtigen Kulisse der Kurtine aufgebaut, der zur Erholung und Verweilen einlädt. Auf dem Markt zeigen rund 80 Händler und Handwerker ihre Künste und Waren, u.a. Töpfer, Lederer, Schmiede, Gold- und Silberschmiede, Drechsler, Korbflechtern, Tuchern, Schneidern, Kräuterhexen und eine Wahrsagerin.
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