Kaum ein anderes Thema fasziniert kleine und große Museumsbesucher mehr als Abenteuergeschichten wie zum Beispiel die der raubeinigen Wikinger. Doch die Wikinger waren nicht nur Plünderer und Brandschatzer, sondern auch geniale Schiffsbauer und Seefahrer, Gründer neuer Reiche in Ost und West, wagemutige Entdecker und Besiedler neuen Landes. Daneben waren sie versierte Händler, die Handelsbeziehungen von Bergen bis Bagdad und von Irland bis Taschkent unterhielten und nicht zuletzt geschickte Kunsthandwerker, die die kraftvolle Vitalität ihres Volkes in eine überbordende Ornamentik umzusetzen wussten.
Das Historische Museum der Pfalz trennt in seiner Sonderausstellung "Die Wikinger" die historischen Fakten vom Mythos. Die Ausstellung stellt die Kultur und Gesellschaft der skandinavischen Länder und die Verbindung mit Europa in der Zeit von etwa 800 bis 1100 nach Christus dar. Dabei bezieht die Ausstellung auch die neuesten Forschungsergebnisse mit ein, beispielsweise der Siedlungsgrabungen in Haithabu und neue Erkenntnisse der experimentellen Archäologie, wie die jüngsten Seereisen auf rekonstruierten Wikingerschiffen.
Die Exponate - Runensteine, Waffen, Schmuck, Silberschätze, Münzen, Schiffsteile, heidnische Gräber und vieles mehr - kommen aus Museen, Sammlungen und Instituten aus den skandinavischen Ländern selbst sowie aus den Regionen, mit denen die Wikinger in Kontakt waren.
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