Die Ausstellung beleuchtet das Thema Richtstätten aus archäologischen, anthropologischen, historischen und volkskundlichen Blickwinkeln.
Die archäologischen Untersuchungen erschließen die Abfolge der Bestattungen und die Reihenfolge der Richtstättenbauten, wie etwa Erneuerungen oder Reparaturen an den Hochgerichten. Die anthropologischen Untersuchungen an den Skeletten geben Auskunft über Sterbealter, Geschlecht, Hinrichtungsart, Ernährungszustand und Krankheiten der Verurteilten. Selten greifen Archäologie, Anthropologie und historische Schriftquellen so ideal ineinander wie an der Fundstelle Emmenbrücke bei Luzern in der Schweiz. Hier konnten mehrere der freigelegten Skelette nach eingehender Untersuchung durch Archäologen und Anthropologen in den historischen Quellen überlieferten Personen zugewiesen werden.
m Begleitprogramm gibt es folgende Vorträge:
24.02. Hexen im Rheinland (Dr. Thomas Becker, Universität Bonn)
17.03. Von Macht und Mord: Friedrich von Isenberg und der Kölner Erzbischof (Dr. Stefan Leenen, wiss. Projektleiter der Ausstellung “AufRuhr 1225!”, Herne)
28.04. Mit den Waffen der Justiz: Strafe und “arme Sünder” in Mittelalter und früher Neuzeit (Dr. Stephanie Marra, Universität, Dortmund)
Beginn: 19 Uhr, Eintritt je 5 Euro
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