Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Gewandung in lila?

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Eintrag #34 vom 08. Jun. 2007 19:24 Uhr Merle Kirsch   Nachricht

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Ich weiß das der Thread schon recht alt ist. Allerdings habe ich was gefunden und erinnerte mich hier an die gestellte Frage.
“Nym himper und alawn und laz daz wol sieden, so ist die varb güt”
Rezept zu violett Färbung von Textilien, oberdeutsches Färbebüchlein um 1450
Gefunden hab ich das im Buch von Harry Kühnel “Alltag im Spätmittelalter”.
Ich weiß jetzt nicht wie sehr man auf das Buch zurück greifen kann, da ich nicht weiß inwiefern das Buch als Nachschlagewerk anerkannt ist. Oder sagen wir mal empfehlendswert.
Naja vieleicht ein Hinweiß für den Nächsten der hier stöbern sollte.
Grüßle Merle

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Eintrag #33 vom 12. Okt. 2004 12:57 Uhr Hans-Christoph (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Hans-Christoph eine Nachricht zu schreiben.

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…ich habe vor einem Jahr Holunderbeersaft gekocht und ein Reinleinentuch zum abseihen benutzt; unbeabsichtigtes Ergebniss: ein schöner Fliederton der sich seitdem auch durch Licht nicht verändert…
Gericheim

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Eintrag #32 vom 12. Okt. 2004 12:35 Uhr Annette Imort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Annette Imort eine Nachricht zu schreiben.

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Also, ich hab letzten Sommer etwas Wolle mit Holunderbeeren gefärbt (Wolle mit Alaun gebeizt, Holunderbeeren samt Stengel über Nacht in Wasser stehengelassen, aufgekocht, durchgesiebt, Wolle zwei Stunden drin gekocht) und dachte, es müßte nun das berühmte “Holunderblau” rauskommen. Das Ergebnis war aber ein kräftiges Auberginelila. Wie lichtecht es ist, weiß ich noch nicht, da ich die Wolle noch nicht verarbeitet habe, und es ist auch unklar, ob ein potentielles Lebensmittel (der gesunde Holundersaft, brrr…) zu Färbezwecken genommen wurde, aber … im Prinzip scheint Lila auch mit einfachen Mitteln möglich zu sein.
Annette

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Eintrag #31 vom 11. Okt. 2004 10:50 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Nachtrag:
zum eigentlichen Thema wollte ich noch Bemerken, daß Lila wunderbar mit Alkanna zu färben ist.
Allerdings ist der Farbstoff nicht wasserlöslich, und muß erst mittels einer Lauge und Alkohol in den Farbsud überführt werden.
Wenn alles klappt wird es ein herrliches Lila, davon konnten wir uns in Quedlinburg bei der I.G. Wolf überzeugen.
David
fm

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Eintrag #30 vom 11. Okt. 2004 10:44 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
der echte Indigo ist (laut Schweppe) der älteste Farbstoff der Menschheit. Erhaltene Fasern des Kleides einer ägyptischen Prinzessin (1000 v.Chr.) war Indigogefärbt, in der Antike benutzten Römer und Griechen Indigo zum herstellen von Malerpigmenten. Auch in dem von Klaus erwähnten Werk ist von echtem Indigo die Rede.
Die sehr preiswerte Blaufärbung bei Arbeitsklamotten (und Jeans) geht m.W. auf die Synthese des Farbstoffes durch Basf im Jahre 1897 zurück. Der Preis des synthetischen Indigos sank bis 1907 bis 7 DM/ Kg. Damit war es unschlagbar preiswert.
Im Vergleich zu Färbungen mit dem echten Indigo war Waid natürlich billiger. Aber dennoch nicht für jeden erschwinglich, schließlich gab es im 13.Jhdt. schon professionelle Färber. Der Aufwand blau zu färben scheint mir für den mittelalterlichen Hausgebrauch auch etwas zu hoch.
Gruß,
David
familia ministerialis

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Eintrag #29 vom 11. Okt. 2004 07:31 Uhr Claus Winhard   Nachricht

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Der einzige mir bekannte Beleg für das Färben von Stoff mit Lapislazuli stammt aus dem “Innsbrucker Manuskript” (ca. 1330 entstanden), wobei angesichts der vielen unglaubwürdigen Rezepte darin auch das zur Färbung mit Lapislazuli fragwürdig ist. (Alle Rezepte unter costume.dm.net/~drea/dyes

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Eintrag #28 vom 11. Okt. 2004 02:43 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Nein.
Blau färbt man im Mittelalter mit Waid, später mit Indigo.
Selber chemischer Wirkstoff nur in Indigo stärker konzentriert.
Waidfärbung ist im übrigen recht günstig, hält auf Leinen unter den Pflanzenfarben am besten und farbintensivstem.
Bei einer musealen Textilausstellung wurde dies mit als Grund dafür genannt, daß Arbeitsanzüge heute noch die sogenannten Blaumänner sind.
Der Lapislazuli ist in seiner Verwendung ein Pigment, daß mittels einer Trägerflüssigkeit aufgetragen wird.
Er färbt also nicht, sondern bildet eine Farbschicht auf dem Grundstoff.
Was bei ßl- und Wandputzgemälden, in der Kosmetik oder an anderen Stellen ,wo eine Deckfarbe aufgebracht werdne soll, gut und schön ist, wage ich für Kleidung doch zu bezweifeln.
Schließlich hätte ich immer noch naturfarbenen Stoff, der mit blauem Staub durchsetzt ist.
Dürfte nicht sonderlich waschecht sein, und von der Deckkraft bin ich auch nicht so überzeugt.
Desweitereren kenne ich keine Belege zum Stoffärben mit dieser Methode.
Sollte ich einen Denkfahler in meinen Schlußfolgerungen begangen haben, oder jemand mir ungekannte Quellen kennen, nur zu.
Nur war es mir bislang nie vergönnt, die vage dahergebrachte These mit dem Färben durch Lapislazuli irgendwie zu untermauern.
Gruß, Ivain

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Eintrag #27 vom 10. Okt. 2004 22:45 Uhr Esther Klein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Esther Klein eine Nachricht zu schreiben.

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Ich weiß, daß blau ganz früher sehr, sehr teuer war und deshalb nur selten getragen wurde, weil es aus Lapislazuli gefärbt wurde.

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Eintrag #26 vom 20. Apr. 2001 13:47 Uhr Alexander Melis  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Melis eine Nachricht zu schreiben.

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Schrammt zwar leicht am Thread vorbei, da Lila nicht explizit angesprochen wird, aber hier zwei Links über das Färben, leider in Englisch, aber der zweite hat den Original Text aus dem “Innsbrucker Manuskript” von ca. 1330 www47.pair.com/lindo/Dyes.htm www.dnaco.net/~aleed/dyes P.S.: Hier wird auch beschrieben wie ein Edelgothic seine Sachen schön schw-A-rz färben kann. Alex

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Eintrag #25 vom 15. Apr. 2001 20:17 Uhr helmut gans   Nachricht

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hallo.in meinen büchern steht zu haltbaren lilafärbungen nur eine kombinationsfärbung von cochenille und dann mit indigo.es wird beschrieben ,dass alle anderen färbungen nicht tauglich oder und haltbar sind.literaturhinweise sind“Kurt Hentschel,Wir färben mit Pflanzen”,Wolfgang Metzner Verlag,Frankfurt/Main 1949,und “Esther Nielsen,Natürlich färben”,ISBN3-924624-15-1.wer andere infos hat maile mir doch bitte
strega

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Eintrag #24 vom 22. Feb. 2001 20:35 Uhr Udo Brühe  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Udo Brühe eine Nachricht zu schreiben.

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Wie definiert Ihr eigentlich “lila” Rot-Violett? Blau-Violett? Genauere Farbangaben bitte! Ausserdem: Die schönsten Staufer SIND Lila…ist so!"!
Alaaf!

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Eintrag #23 vom 22. Feb. 2001 09:41 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen. Jeder, der auch nur daran DENKT, mit meiner Mitwirkung Pottasche zu gewinnen, wird von mir solange gewürgt, bis sein Gesicht ein zartes Lila zeigt……
Dietrich Pott

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Eintrag #22 vom 21. Feb. 2001 19:54 Uhr Martin Uhlig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Uhlig eine Nachricht zu schreiben.

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nochwas: scheibar wird Krapp-Gefärbte Wolle nach einer Behandlung mit Pottasche Blaurot… Martin
Konrad, Spielmann vom Hohen Hause

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Eintrag #21 vom 21. Feb. 2001 19:52 Uhr Martin Uhlig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Uhlig eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, da hier gerade Krapp erwähnt wurde… wie kriege ich den Leinen damit gefärbt, damits gefärbt bleibt? Soll relativ schwierig sein. Danke, Martin
Konrad, Spielmann vom Hohen Hause

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Eintrag #20 vom 21. Feb. 2001 19:27 Uhr Jutta Richter   Nachricht

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Hallo, Ihr Experimentierfreudigen, versucht doch mal folgendes, um ein A-lila hinzukriegen: erst rot mit Krapp (oder Rotholz) färben und dann noch mal mit Waid. Je nachdem, ob pflanzliche oder tierische Faser - das macht schon einen großen Unterschied im Ergebnis - und je nach Menge und Qualität des Farbstoffes und der Beize müßten die unterschiedlichsten lila/violett-Töne dabei herauskommen.
Verdande von Luothera

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Eintrag #19 vom 17. Jan. 2001 12:47 Uhr Knut Schneider   Nachricht

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Hallo Leute, zum Thema Holunderbeeren: Die Graufärbung trat bei mir auch nach Beize mit Alaun auf. Selbes Ergebnis hatte ich auch beim Versuch, mit Rotwein zu färben. Holz läßt sich mit Holunder dagegen prima lila färben.
Schönen Gruß Knut, der wandernde Söldner

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Eintrag #18 vom 17. Jan. 2001 09:45 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Angharad: Nur Kunstfaser ? Oha, darüber würden sich einige Edel-Gothiks ganz schön beschweren…. Also eine Bekannte von mir macht Seidenmalerei, und es war kein Problem, die Seide wirklich schwarz zu kriegen. Das das schwarz nicht sehr satt ist, wenn der Stoff halbtransparent ist, ist klar.
Gruß, Ivain

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Eintrag #17 vom 16. Jan. 2001 19:58 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, Krebskraut mit Asche und Urin gibt violett von fast blutrot purpur bis tieflila. So gewisse Zelte waren machbar, also auch Klamotten, und das alles ohne Purpurschnecke…
Euer Haduwolff

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Eintrag #16 vom 16. Jan. 2001 17:37 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

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Hallo Christoph, die Gothics tragen aber bestimmt keinen Seidensamt und auch keine echte Seide, sondern Kunstfaser, die sich selbstredend supertiefschwarz färben läßt! Mirjam sprach von Reiner Seide, das Zeug von den Schmetterlingen ;-)
Richildis de Schwerdtlauken

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Eintrag #15 vom 16. Jan. 2001 11:49 Uhr Frank   Nachricht

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Tach Ihr, ich hab´ mal irgenwo gelesen daß blau (warscheinlich auch eher blau/violett) mit Heidelbeeren gefärbt wurde. Wie das dann fixiert wurde ist mir nicht bekannt, ebensowenig wie sich das dann im Laufe der Zeit ver- bzw. entfärbt hat. Zum Blau mit Färberwaid hab ich mal ´ne Frage: Wie sieht das Zeug aus, wo wächst es und wie wird es verarbeitet? Bitte um sachdienliche Hinweise (ggf in einen anderen Thread falls da was steht) Danke
Frank

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