hab mir den Beitrag grad durchgelesen und nochmal geschaut.
Elohim kommt von El, ist aber männlich.
Elohim kann im Singular wie im Plural den einen Gott bezeichnen, aber auch fremde Götter, was hier wohl eher nicht greift.)
Und Schamajim bedeutet (die) Himmel. Da hast du völlig recht.
Schamajim kommt allerdings in der Hebräischen Bibel niemals im Singular vor, sondern nur im so genannten Dual, also alles was 2mal vorkommt. Augen, Hände und dann für die Hebräer der Himmel)
Welche Mythologie allerdings dahinter steckt, kann ich dir nicht sagen.
Hallo, herzlich eingeladen ist jeder Engel-Interessierte zu einer Ausstellung in Wildberg/Nagold (Liebfrauenkirche) mit zehn Künstlern/Künstlerinnen aus der Region Stuttgart-Tübingen-Pforzheim, die mit verschiedenen Materialien schwere und leichte Engel geschaffen haben - Begleitprogramm gibt es unter info@kbw-kreis-calw.de
..wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, ist das hebräische “elohim” plural feminim, d.h. der Beginn der Schöpfungsgeschichte beginnt mit “Im Anfang schufen die Göttinnen die (pl) Himmel und die Erde…”
Der in USA lebende jüdische Autor, Zecharia Sitchin, befaßt sich in diversen Werken, welche die Bibel ganz wörtlich nimmt, wie z.B. “Stufen zum Kosmos” (ßbersetzung Knaur-Verlag) mit den Nephilim und den Elohim (Elohim ist im Hebräischen die Mehrzahl von EL, also Götter!!!). Sitchin faßt die Nephilim als Raumfahrer von einem anderen Stern auf.
Zu Sitchin: er ist ein hervorragender Kenner der alten und modernen vorderasiatischen Sprachen, auch des Bibel-, Israel-Hebräischen (Ivrit) wie auch des Jiddischen. Die von ihm gebrachten Argumente mit Abbildungen muß man durchaus ernst nehmen.
Noch´n Buch: Das “Populäre Lexikon religiöser Bräuche und Gegenstände” enthält einen 38-seitigen Beitrag zum Thema “himmlische Heerscharen”, in dem in knapper, übersichtlicher Form die Erwähnungen von Engeln in Altem und Neuem Testament, deren Ursprünge in anderen Religionen und die heutige Einstellung des Islams und der christlichen Kirchen geschildert werden. Aus der Sicht des Reenactors sind dabei vor allem die Abschnitte über den Mönch Dionysius Areopagita interessant, der im 6. Jhdt. zwei theologische Werke mit den Titeln “ßber die kirchliche Hierarchie” und “ßber die himmlische Hierarchie” verfasste. In letzterem schildert er das Jenseits als eine stark an der gesellschaftlichen Struktur seiner Zeit orientierte Welt, in der es Engel in neun “Dienstgraden” gibt. Hier eine knappe Zusammenfassung. Erste Hierarchie: Die Getreuen - “Seraphim” bilden den höchsten Rang. Aufgabe: Ständige Lobpreisung Gottes - “Cherubim”. Aufgabe: Lobpreisung Gottes und Bewachung des “Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse”. - “Ophanim”, die in Form von Flammen erscheinen. Aufgabe: ßber die Einhaltung der Himmlischen Ordnung wachen. Zweite Hierarchie: Diener und Helfer - “Herrschaften”. Aufgabe: Organisation der himmlischen Arbeiten und Kontrolle der Dritten Hierarchie. - “Kräfte”. Aufgabe: Sondereinsätze auf der Erde, zum Beispiel Heilung von Kranken, die in Gottes Heilsplan noch eine Rolle zu spielen haben. - “Mächte”. Aufgabe: Reguläre Kampfeinsätze gegen die Höllischen Heerscharen. Die Zahl der “Mächte” nimmt im Laufe der Zeit durch die Verluste im Kampf stetig ab. Dritte Hierarchie: Sendboten - “Fürsten”. Aufgabe: Schutz von gottgefälligen Nationen und Städten. - “Erzengel”. Aufgabe: ßberbringen göttlicher Botschaften an einzelne Menschen. - “Engel”. Aufgabe: ßberwachung der Menschen, ßberbringung von menschlichen Gebeten an Gott. “Engel” halten sich überwiegend unsichtbar auf der Erde auf, während alle anderen nur bei einem konkreten Auftrag vorübergehend den Himmel verlassen. Das Buch ist über die Engels-Thematik hinaus auch in vielen anderen Aspekten interessant, vor allem zu empfehlen für Leser, die sich für Darstellung von Klerikern interessieren und eine leicht verständliche und gleichzeitig fundierte Einführung in das Gebiet gebrauchen können. Charles Panati: Populäres Lexikon religiöser Bräuche und Gegenstände. Piper Verlag, München, 2. Aufl. 2000. ISBN 3-492-22795-3 Auf Xuntheit! Gustav der Bär
Hallo Joachim, als halber, nicht-katholischer Theologe kann ich Dir nicht alle Fragen beantworten, aber Du hast nach der Hirarchie gefragt und dazu hat die Bibel selbst ein paar Hinweise … Engel sind Boten im Auftrag Gottes. Sie sind üblicherweise nicht Teil unseres Raum-Zeit-Kontinuums, denn sie können in geschlossenen Räumen erscheinen (Dan.6,18-23), im Feuer stehen (Dan.3,28) usw. Aber sie treten in unserer Welt manchmal für uns sichtbar in Erscheinung (Dan.6,23). Es gibt Engelsfürsten, einen Erzengel (1.Thess.4,16; Jud.9) und einfache Engel. Manchmal weden Namen genannt meist aber nicht. Der Höchste Engelsfürst ist nach Dan. 10,13+21 MICHAEL. Dieser Name bedeutet auf hebräisch: “Wer ist wie Gott”. Das wird üblicherweise so verstanden, daß MICHAEL, der Engelsfürst des Volkes Israel oder der Menschen schlechthin, mit dem präexistenten Jesus gleichzusetzen ist. Aus Dan.10,13 kann man auch ableiten, daß die von Gott gesandten Engel Gegner haben. Diese werden an anderen Stellen als Dämonen bezeichnet. Die Bibel unterstützt keine spezielle “Engel-Lehre” mit militärischer Hirarchie oder besonderen Zuständigkeiten, aber sie setzt eine Realität jenseits unserer üblichen Wahrnemung voraus, die sowohl Engel als auch Dämonen enthält. Die Bibel legt auch keinen Wert auf eine “Engel-Lehre”, denn die biblische Botschaft soll nicht die Paranioker unterstützen sondern die Menschen aufrufen sich erlösen zu lassen. Dämonen habe sich Jesus gegenüber IMMER unterworfen oder unterwerfen müssen! (Mk.5,6ff). Engel haben übrigens immer entschieden und konsequent die Anbetung ihrer Person abgelehnt und auf den allein Anbetungswürdigen hingewiesen. Mir ist nicht bekannt ob die mittelalterliche Kirche sich daran gehalten hat oder nicht, denn auch die Heiligenverehrung ist biblisch gesehen ein offenkundiges sakrileg (2. Gebot! 2.Mose 20,3-6). Für ausführliche Informationen zum biblischen Selbstverständnis stehe ich gerne direkt zur Verfügung.
Habe gestern beim Stöbern in Bildquellen aus dem 13. Jahrhundert zufällig mehrere Darstellungen von Engeln gefunden. Sie wurden alle barfuß dargestellt und mit großen, weißen Flügeln. Ferner tragen sie ein weites, weißes, etwas knöchellanges Gewand ohne Gürtel. Sitzende oder stehende Darstellung. Das eine Bild zeigt wohl die Vertreibung aus dem Paradies, dabei hält der eine sogar ein Schwert in der Hand. Gruß Joachim
Hallo, Martin! Danke für Deine Antwort! Inzwischen habe ich auch einen Text des Thomas - Evangeliums bekommen! Ich habe zu dem Thema bislang darin auch nichts entdecken können. Entweder kann ich nicht zwischen den Zeilen lesen, oder ich bin einem Irrtum aufgesessen!
Hallo Zusammen:-) Ich stieß damals bei meiner Suche nach Engeln auf einen Menschen namens Emanuel Swedenborg ( *1688, +1772) Der eigentlich Wissenschaftler und Naturphilosoph schrieb Bücher wie zum Beispiel die “Arcana Coelestia” in der er in acht Quartbänden das erste und zweite Buch Mose quasi “auseinandernimmt”. Desweiteren schrieb er Sachen wie “Die wunderbaren Dinge”, “Apocalypsis expliticata”, “Die Weisheit der Engel”, “Jenseitsschau”…….um nur ein paar zu nennen. Es dürfte für Euch mit Sicherheit interessant sein, mal in seine Werke reinzuschauen - ich war ziemlich beeindruckt. Wer möchte, dem kann ich gerne die “ Jenseitsschau” in einer Mail zukommen lassen. In diesem Text behandelt er u.a. die gesellschaftliche Ordnung im Himmel, sprich die “Regierung” im Himmel, die Tätigkeiten der Engel,bis hin zu Themen wie “ Der Herr wirft niemand in die Hölle, sondern der Geist sich selbst”. Auch “Die wunderbaren Dinge” kann ich gerne weiterleiten. Ansonsten findet man im Netz auch recht viel von und über ihn - einfach in der Suchmaschine Emanuel Swedenborg eingeben. Viel Spaß beim Lesen :-)
Hallo Carsten, es gibt einen Text aus Nag Hammadi, der Thomas-Evangelium genannt wird. Dieser ist jedoch eine reine Spruchsammlung (“Jesus sagt…”), von gefallenen Engeln o.ä. habe ich da nichts gefunden. Nachzulesen in “Gnosis - Das buch der verborgenen Evangelien”, Werner Hörmann, Pattloch-Verlag, ISBN 3-629-00643-4 Grüße Martin
Zu Joachim Naja, schließlich nimmt der Prophet Mohammed für sich in Anspruch, den KORAN vom Erzengel Michael persönlich diktiert bekommen zu haben! An alle: Hat jemand Zugriff auf das apokryphe “Thomas - Evangelium” ? Dort soll mehr über den Engelsturz zu lesen sein. Und vielleicht ist daraus ja auch etwas über “Angehörige der Luzifer - Partei” zu erfahren. Leider ist es mir nie gelungen, einen Abdruck des Thomas - Evangeliums zu finden.
Gott zum Grusse ! Hat einer vielleicht Informationen über “Nephelins” ? Nephelin = Kind von Engel und Menschentochter vergleiche Genesis 6,1. Gruss Ulrich
Hello again! Also die Namen der Engel sind nicht von der christlichen Kirche “erfunden” worden, sondern stammten aus der bekanntlich sehr viel älteren jüdischen Tradition. Christen sind halt doch nur jüdische Sektierer ;o) Die Juden machen allerdings nicht den Fehler sich nur auf die “positiven” Engel zu beschränken. Bis auf Lucifer als Antichristen hat das Christentum versucht die negativen einfach unter den Teppich zu kehren - warum sollte sich irgenwer damit befassen dürfen und womöglich noch über die Hintergründe Informationen haben wollen ums zu verstehen (welche in der Kabbala zu finden sind), das würde ja u.U. bedeuten das die Menschen zu selbtständig und “wissend” würden was natürlich dem Einfluss der Kirche nicht grade entgegenkäme…….
Hallo Gabi, Deine Anfrage verwundert mich ein wenig (Literatur über Engel, die nicht esoterisch ist). Erwartest Du im Ernst, dass es wissenschaftliche Literatur über die Kommunikation mit Engeln gibt? Denn zu diesem Thema findest Du natürlich nur “Eso-Engel-Quatsch”, denn jeder, der über Engel schreibt, landet nun mal in der Schublade “abgefahrener Eso-Guru” … Ich weiss nicht recht, was Du Dir an Informationen erhoffst. Gruß, Hauke
Thorsten, Deine Aufzählung deckt sich 100% mit meiner bescheidenen Recherche zum Thema. Interessant auch der Verweis von Gabi auf diese Gralsbotschaft von Abd-Ru-Schin, also tauchen so etwas wie Engel anscheinend auch in anderen Religionen auf - ein Thema, mit dem ich mich zugegebenermaßen noch nicht beschäftigte. Joachim