Das Aufsplittern des Bambuses kannst Du relativ einfach verhindern - einfach die Enden mit Textilklebeband / Panzerband / Paketklebeband (was halt grad da ist) umwickeln. Und muss halt hin und wieder erneuert werden. Sieht zwar Sch… aus, ist zum üben ja aber egal. Wie gesagt, ich nehme es ja allerdings auch nicht zum “Stoßen” …
Um Risse im Bambus selbst zu verhundern, hilft es, ihn ab und zu mal zu ölen. Wenn Dich der Geruch nicht stört, geht dazu einfaches Speiseöl, optimal ist meiner Meinung nach Ballistol (geht für Metall, Holz, Leder, Hufe, als Handcreme … ;) )
Ich hab’ jetzt ein Angebot bekommen, mir aus Spanien eine Garrocha mitbringen zu lassen. Kostet dort nur etwa 60 - 90 Euro und hat Metallenden … Ich bin echt am überlegen :)
Und was das weit weg wohnen angeht - die Postleitzahl klingt nach tiefem Süden, oder? Vielleicht haben wir ja mal nen Kurs oder ne Show in Eurer Nähe ;)
könntest du mir das dann weiterleiten? Ich mein, ich könnte zwar mich auch selber dort melden, nur ist es manchmal nicht ganz so sinnvoll die Geduld anderer Leute überzustrapatzieren….
Warum sind eigentlich alle Leute, die irgendetwas mit Pferden zu tun haben so weit weg…?
Nochmal zu den verflixten Lanzen. Wir haben bei uns zwar `ne Menge Stangenholz, aber-
entweder viel zu schwer auf eine bestimmte Länge oder die blöden Teile tun uns nicht den Gefallen und wachsen gerade.
Das mit dem Bambus hatte ich auch schon im Auge, aber Bambus splittert längs auf, das scheint mir doch etwas gefährlich.
Danke für den Tip … ich werd versuchen, ihn mal zu kontaktieren …
Und was das Bogenschießen zu Pferde angeht - Mach ich schon ;) Vereinzelt treff’ ich sogar ;) Wir sind hier einige, die da Interessa dran haben, und ne gute Lehrerin kommt auch manchmal. Wir bringen ihr was über Pferde bei und sie lehrt und Bogenschießen .. passt gut :)
dann ist es ja zum Berittenen Bogenschießen nicht mehr weit ;-)
Roland:
Fragt doch mal beim Hessischen Ritterbund nach, genauer beim Bruno Jung, wie dort der Roland gebastelt wurde. Das Ding ist genial konstruiert, stabil, mit einer leichten “Ratsche”, die den Schwung bremst (d.h. das Ding eiert nicht ewig).
Wegen einer Lanze bin ich auch am überlegen. Eschenstäbe ausreichender Länge sind ja sauteuer. Aber zum üben muss es ja nicht gleich alles “authentisch” sein. Von Garrocha-Reitern hab’ ich erfahren, daß die zum Training 4-Meter-Bambusstäbe nehmen. Die sind schön leicht und stabil genug, sich nicht durchzubiegen. Ich werde wohl vorerst auch sowas machen. Die “echten” Garrochas sind aus Kastanie, also auch unbezahlbar … Bisher mach ich aber eh nur Bogenschießen und Schwert …
Zum Roland: Das einzig “brauchbare” Modell, was ich mir mal angesehen habe war:
- Im Pfosten ein senkrechter Metallbolzen
- Darauf eine Hülse, an der 4 ßsen angeschweißt sind
- daran an 4 Ketten ein Rad (das dann auf dem Pfosten steckt)
- Daran das Kreuz …
Funktionukkelt, ist aber … naja, ich weiß nicht … deswegen such’ ich ja :)
Wir sind gerade auch am Basteln für einen Roland. Die bisherige Lösung mit Metallhülse und Schraube war absolut nicht befriedigend, das Ding wackelt wie ein Lämmerschwanz…
Und wenn wir gerade dabei sind: wie macht ihr eure Lanzen? Rundhölzer sehen ziemlich bescheiden aus, der Tipp mit den Bohnenstangen war auch nicht so toll- die laufen am Ende viel zu dünn zu, jedenfall die, die es bei uns gibt. Was also machen?
Ich selbst habe eine Stute vom “Cob-Typ” (siehe viiiel weiter oben), genauer genommen einen Tinker, bin jetzt mit der Grundausbildung halbwegs durch und will jetzt endlich mehr in Richtung Schaukampf / Show weitermachen. Interessant wäre für mich persönlich als nächstes, wie ich mir z.B. einen Roland herstellen könnte, speziell wie die Lagerung des Kreuzes aussehen könnte. Hat da irgendwer eine Bauanleitung bzw. einen Tip, wo man eine bekommen könnte?
Dixon, Karen R. und Southern, Pat: The Roman Cavalry. London 1992.
ISBM 0-7134-6396-1
Letzteres hat gegenüber den Junkelmannschen einige Nachteile:
-englische Sprache (das geht ja noch)
-keine Farbfotos von Rekonstruktionen
-keine (oder weniger) praktische Erfahrung ist eingeflossen
Aber vielleicht haben die ja zu einigen Sachen andere Theorien, die man berücksichtigen muß - kann ich nicht sagen, kenn ja Deine Arbeit nicht und hab auch Dixon/Southern nicht ganz gelesen.
genau die Bücher, die Pierre genannt hat, hätte ich Dir auch empfohlen.
Von einer echten “Rassenselektion” kann man in dieser frühen Zeit noch nicht reden. Es wurde auf Charakter und Eignung für bestimmte Aufgaben gezüchtet. Also z.B. der etwas schwerere Schlag für Zugaufgaben, die wendigen, kompakten Pferde für die Kavallerie.
Den Pferden auf den meisten Abbildungen aus der römischen Kaiserzeit kommen die heutigen Camarguepferde am nächsten.
Aber lies Dich einfach bei Prof. Junkelmann ein, da bekommst Du alle Infos, die Du brauchst.
Welche Eigenschaften (das meint vor allem sein Temperament etc.) ein im Krieg eingesetztes Pferd haben sollte, werden Dir vermutlich einige der hier schon vertretenen Reiter besser auseinandersetzen können als ich. Von mir nur ein Buchtip:
Junkelmann, Marcus: Die Reiter Roms. Mainz 1990-1992.
Das sind drei Bände, in denen auch auf die jeweiligen Pferdetypen (von “Rassen” kann da noch keine Rede sein) eingegangen wird, sowie auf Ausbildung, Ausrüstung,…
nach kurzem Rumgoogeln habe ich als Infos zu den Polizeipferden gefunden, dass sie:
- im Dienst bleiben, so lange ihr gesundheitlicher Zustand das zulässt und im Anschluss Unterbringung auf einem Gnadenhof üblich ist (das dienstälteste Pferd ist/war anscheinend 25 Jahre alt)
- man versucht, dunklere Wallache mit einem Stockmass von 1,65 m zu haben, das Riesenbaby in München ist 1,92 m hoch, also gibt’s Abweichungen, wahrscheinlich nach oben und unten.
- die Pferde werden im Alter von 3 bis 4 Jahren erworben und sind nach ihrer Ausbildung 5000 bis 6000 Euro wert.
- Quarter horses haben ein durchschnittliches Stockmass von 1,55 m.
Ja, die Reiterstaffel in Düsseldorf ist aufgelöst worden und an die Pferde war kein rankommen, da es wohl von vielen Seiten Interessenten gab.
Nach meinen Informationen werden im Polizeidienst nur Pferde mit Stockmass 1,70 und größer eingesetzt, da sich herausgestellt hat, dass Demonstranten und Hooligans vor kleineren Pferden keinen Respekt haben.
Es hat da mal in einem Bundesland einen Versuch mit Quaterhorses gegeben der eben wegen der zu geringen Größe gescheitert ist.
Aber das Training kann man ja auch mit seinem Pferd zu Hause durchführen.
Nur leider kann man dann nicht mal einfach in einer Demo mitreiten, um zu testen ob das Pferd ausreichend abgehärtet ist. (Grins)
Ganz im Gegenteil, die Pferde werden eben aus Kostengründen abgegeben, wobei ich Pferdestaffeln sehr sinnvoll finde und denke das es vertretbare Kosten sind, aber mich fragt ja keiner!
Meines Wissens nach wollte man sogar all Polizeireiterstaffeln in NRW auflösen, da kam mal was im Fernsehen. Aber ganz billig sind die nicht, das stimmt. Und sie werden auch oft von ihren Reitern gekauft, was die Sache auch nicht einfacher macht.
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen, namentlich in Düsseldorf, hat sich von ihren Pferden getrennt. Berlin wollte sie haben. Ich weiß nicht, was draus geworden ist. Und die waren weder alt noch “abgenutzt” sondern einfach zu teuer :-(
Polizeipferde sind Warmblüter und davon hat’s größere und kleinere (kleiner als Friesen z.B.), die Wendigkeit brauchen die Polizeipferde ja nun auch, wenn die ihre Hinterhand in einer Demo nicht rechtzeitig auf Seite kriegen, ist auch das ein Problem. Allerdings versuchen die Polizisten in der Reiterstaffel ihre Dienstpferde häufig zu kaufen (da war doch letztens sogar noch etwas in den Medien - Düsseldorf oder Berlin). Ob die Pferde altersabhängig oder abnutzungsabhängig in Pension gehen, müßte man in Erfahrung bringen, denn dass Pferde, die topfit sind, aus dem Dienst entlassen werden erscheint mir unlogisch - kostentechnisch.
Leider sind Polizeipferde ja immer ziemlich groß und dadurch nicht unbedingt wendig genug. die Ausbildung ist aber mit Sicherheit sehr sinnvoll, um ein Pferd auf solche Veranstaltungen vorzubereiten.