leider können wir Ihnen nicht weiterhelfen. In unserem Haus befinden sich keine mittelalterlichen Gewebereste. Wir haben einige Textilien (Tischwäsche, Bekleidung usw-) aus dem 19 Jh.
Mit freundlichen Grüßen
XXXX
FK
Auf die Frage, ob und inwiefern es Funde und Ausstellungsstücke bzgl. Baumwolle gibt.
Damit dürfte klar sein, das Wilfried eine ganz ausgeprägte Phantasie hat, oder jemandem glaubt, welcher eine ganz ausgeprägte Phantasie hat.
der Sinn einer Quelle ist, dass sie für jeden zugängliche Informationen enthält.
Eine Primärquelle ist ein Buch, ein Bild, sprich ein “Original”. Jeder, der das Buch liest, das Bild betrachtet, kann die Informationen selbst finden.
Eine Sekundärquelle ist ein Werk, dass über eine Primärquelle verfasst wurde. Meist ein Text, den eine interessierte Person sich verschaffen kann, um sie selbst zu lesen.
Wenn du, Wilfried, den Museumsangestellten gefragt hast, gilt das als “mündliche Kommunikation”, und nur unter Nennung von Datum, Ort, Name und beruflichem Grad kann es auch nur ansatzweise als Nachweis gelten. D.h., jeder hier müsste die Möglichkeit haben, denjenigen zu kontaktieren und persönlich nachzufragen. Ansonsten ist das kein Nachweis, keine Quelle, sondern Gerücht.
den Museumsmitarbeiter (war’s der Nachtwächter? ;-)) genauer gefragt.
Lesefunde sind im Allgemeinen Bodenfunde. Du sprichst von “Grab”. Das ist kein Lesefund.
Die Begräbniskultur der Merowinger unterscheidet sich stark von der des 13. Jhdts.
Im 13. Jhdt wurden die Leute gemeinhin in einen Leichensack eingenäht (www.libnet.ulg.ac.be/enlumin/enl01.htm, ms. 431, la résurrection de Lazare). Da bleiben aufgrund des Fäulnisprozesses kaum/keine und schon gar nicht farblich per Augenschein zu analysierenden Reste übrig.
Also schon alleine die Art des Grabes würde einen Hinweis auf die zeitliche Einordnung des Stoffrestes geben. Zur genauen Bestimmung wird allgemein die Radiocarbonmethode verwendet.
Es bleibt von Deiner Aussage nichts übrig, was stichhaltig wäre oder sich als Beleg verwenden liesse. Nicht zum ersten Mal. Leider kann man’s nicht ignorieren, da sich doch der ein oder andere auf das verlässt, was auf TV steht.
MeineThese, es hätte Baumwolle in Mitteleuropa auch in feinster Qualität und unterschiedlichen Farben, einschließlich rot, gegeben,stützt sich auf etliche “Lesefunde” aus dem Salzgittergebiet von Baumwollstoffresten und Fäden, datiert von der Merowingerzeit bis ins 13. Jahrhundert. Ich habe sie nicht selbst geprüft, sondern mich auf die Aussage der Museumsmitarbeiter verlassen.Was für Kleidungsstücke das mal waren, ist in den meisten Fällen nicht mehr nachvollziehbar, ein Stoffrest war nach der Lage in einem Grab und der Aussage des Museums wahrscheinlich ein Hemd, von wann????
Wilfried, kannst Du nicht einfach weiterziehen, und dieses Forum nicht weiter mit deinen planlosen Beiträgen belästigen?
Woher nimmst Du z.B. wieder diese Thesen, Baumwolle hätte es in vielen Farben und in fein gegeben, ohne zeitliche Einordnung, nix?
Und wie kommst Du auf den Trichter, Baumwolle würde nicht dauerhaft diese Farben behalten, nicht, dass ich nicht insofern mit dir einer Meinung bin, als dass die bei den dargestellten Personen verwendeten Tuche sicher keine Baumwolle gewesen wären?Schonmal Baumwolle gefärbt? Anders als Leinen ist Baumwolle z.B. mit Beizenfarbstoffen färbbar.
Warum zum Teufel hältst Du dich nicht einfach aus Themen raus, von denen Du keine Ahnung hast?
Und welche Farbe zum Geier soll “Hellweinrot” sein?!
ja gab es in vielen Farben und in feinerer Qualität
Frage : Futterstoff aus Baumwolle für einen Surcot eines Ritters:
nein
Die vom Frager eingestellten Bilder zeigen nach meinen bescheidenen Kenntnissen keine Baumwollstoffkombinationen.
Begründung:
Gefärbte Baumwolle blutet immer etwas aus, die Farbkombination Hellblau Hellweinrot, Dunkelblau gelb würde ein Waschen, selbst kalt, schlecht überstehen.
Wilfried, es ist wirklich die Pest, sich ständig mit deinen Beiträgen auseinandersetzen zu müssen. Nix in diesem Thread begründet die Benutzung von Baumwolltuch für einen Surcot im späten 13ten.
Nein Wilfried, ich habe es _nicht_ überlesen. Nur pflege ich im Gegensatz zu dir auch zu verstehen, was da steht. Und da steht nichts, was die Verwendung von reinen Baumwolltuchen im späten 13ten bei einem Surcot rechtfertigt.
Und nein, Baumwolle der damaligen Qualität ist eben _nicht_ leicht zu bekommen, weil die heute merceresiert etc. ist.
Was den Surcot betrifft: wie kam ich jetzt auf einen Wappenrock? Ich weiss es ehrlich nicht ;)
Naja, egal, war ja nicht falsch, nur am Thema vorbei, entschuldigt. Bei einem zivilen Surcot ist wohl die Frage schlichtweg, um was für eine Ausführung es sich handelt, wie bei allen Kleidungsstücken. Wenn es eher einer “für alle Tage” sein soll, täte ich gute Wolle, Kammgarn eben z.B., nehmen, tendentiell eher mit feinem Wollfutter, denn mit Leinen, denn das ist recht eklig, wenn feucht, und ein Surcot zieht man dann doch ja eher bei weniger warmen Wetter an; soll es eher repräsentativ sein, sind wir wieder bei Seide. Soll es eher ein wärmender für Kalte Tage sein, dichtere, trotzdem gute Wolle, und ein mittelschwers Wollfutter, oder eben Pelz.
Dito wenn repräsentativ: Seide mit Pelz, bevorzugt Feh wäre da eine gute Wahl.
Ein Adeliger hatte ja auch mehrere Klamotten in der Kiste.
Zur Manesse: Vermutlich ist der Hinweis ob der Nachtragsmaler um 1340 unnötig, ich kann es mir dennoch nicht verkneifen; ansonsten wird die Manesse auch verschiedentlich gerne "Pariser Liederhandschrift genannt, und wurde vermutlich in Zürch von einer Patrizierfamilie bei Meistern oberrheinischer Tradition in Auftrag gegeben, einer Region also, die tradittionell auch mal französische Einflüsse verarbeitet. Das erkennt man auch an den klassischen Gugelhauben, die einige Damen dort tragen, die meines Wissens nach in sonstigen Bildquellen im Reichsgebiet des Zeitrumes nicht auftauchen. Oder um es klarer zu formulieren: ich persönlich denke, und damit bin ich nicht alleine, das Teil zeigt teils ein paar recht moderne Kleidungselemente für 1300, jedenfalls verglichen mit hiesiger Mode. Nix gewaltiges, aber man merkt es etwas. Schwierig wird es meiner Ansicht nach nur, wenn man jetzt als Darsteller im Reichsgebiet ettliche Jahre vor dessen Entstehung diese als Grundlage nimmt, ich täte da immer etwas die hiesigen Bildquellen mit flämischen etwa vergleichen, die in dem Zeitrahmen recht reichlich sind, um mich zu vergewissern, dass ich nix zu modernes mit reinnehme, denn das Reichsgebiet war stellenweise ziemlich altbacken, was die Kleidung betrifft, als Adeliger mag das teils weniger greifen, aber trotzdem. Sicher kann man es nicht auf jeden Fitzel runterbrechen.
Frank sagt das aber halt schon richtig: Handschriften ein paar Jahre davor aus der gleichen Ecke sind weniger modern.
Und um nochmal zum Surcot zu haben: sofern Du dich an verlinkten Bildern orientiertst, hast du imho aber deutlich die Antwort: dort trägt man changierende Stoffe, Fehpelzfütterung, repräsentative Mode. Ob das Alltagskleidung ist, ist eine eine Frage, aber sollte das dein Vorbild sein, dann wirst Du tiefer in die Tasche greifen dürfen.