Das Lied aus dem ersten link heißt “Ormurin langi” und wurde um 1830 von Jens Christian Djurhuus geschrieben. Ich vermute, die anderen Balladen sind genauso “alt”.
danke für die Links, das ist schöne Musik. Ich mag skandinavische Folklore sehr gern.
Hast Du irgendwelche Informationen darüber, ob eines dieser Lieder wirklich auf die “Wikingerzeit” (ich sag mal vor dem Jahr 1100, das ist schon spät gegriffen) zurückgeht? Noten? Schriftquellen? Irgendwas?
Hallo an alle!Ich weiss ja - der Thread ist schon alt,aber als ich es jetzt las,wollte auch was dazu sagen.Falls jemand an der Musik der Wikinger interessiert ist - man verwies schon an die Sagas.Was ich bei YouTube gefunden habe:(es sind zwar Balladen,oder auch ein Paar Lieder von Faroer und Island,aber…Ich finde,ist nicht so unpassend)
Hallöle alle zusammen, Auch wenn viele Einträge schon etwas älter sind, hoffe ich das sich einiges getan hat. Sollte es tatsächlich sein das sich die Wikiscene nur mit “Sagen” beschäftigt? Ich hoffe nicht! Zum Heidentum möchte ich mal anmerken das sich die Wikinger mehr oder weniger flexibel durch das Leben schlugen und viele heidnische Rituale nicht nachweisbar sind. Es gibt aussagen von Opfertieren, Menschenopfer wurden eventuelle bei begräbnissen mit eingebunden, wo Sklavinen den Herren mit in das Jenseits begleitete (beruht sich auf eine schriftliche ßberlieferung, sollte man sie ernst nehmen?). Hier sollte man sich aber vorsichtig bewegen selbst die Archäologie geht dieses Thema sehr distanziert an. Auch sollte man sich überlegen was in den 350 Jahren Wikingerära passierte, es geht nicht allein darum eine Kultur auf zu zeigen wo es die blutrünstigsten Krieger gab, sondern es geht mehr um die Christanisierung der Wikinger über 350 Jahre. Schon 850 wurde die erste Kirche in Haithabu errichtet und zu dieser Zeit gab es schon Christen und Heiden in Haithabu, die zusammen lebten. Auch nahmen die Wikinger den Glauben in Fremden Ländern an, weil sie dachten dort hätten ihre Götter nichts zu melden. Also wir denken wer so flexiebel mit dem Glauben umgeht, kann nicht 100% überzeugt von einer Relligion sein sondern sie eher als zweckmäßig sehen. Also wir denken das mit den Heidentum sollte man bei den Wikis nicht so ernst nehmen oder besser gesagt vorsichtiger behandeln. Die Aussage das die Wikinger keine guten Navigatoren waren find ich ziemlich lächerlich, dafür das sie keine Modernen Geräte hatten konnten sie sich prima durch das Meer bewegen und Handel treiben. Tut mir leid aber da sollte man sich doch noch einmal das ein oder andere Buch vornehmen und sich auch mal die Seewege anschauen. Wie sollten den bitte Jahr für Jahr Handelsorte angesteuert werden wie z.b. Haithabu, wenn die Wikinger gar nicht wußten wie sie dahin kommen konnten? Zu Ralf sei gesagt: Ist uns nicht bekannt das die Wikinger die Leute Häuteten, solche aktivitäten sind auch schwer nach zu weisen, haben darüber auch noch nichts gelesen. Also am besten erst einmal vergessen oder vieleicht weiß jemand anderes hier darüber bescheid, dann möchte ich aber bitte den Nachweis auch mal wissen. Zum Abschluß sei gesagt, die Wikinger waren ein Volk die sich mit den Schwierigkeiten ihrer Lebensumstände bestens auseinander setzen konnten, sie waren sehr gute Seefahrer was ihren größten Erfolg ausmachte, darüber hinaus sehr gute Fischer und Handwerker und sie trieben Handel in ganz Europa. Man sollte einfach mal versuchen sich den Wikinger nicht immer als Superkrieger vorzustellen sondern als ein Mensch der aus der Not heraus sich so verhalten mußte um zu überleben.
Haette da eine Frage an Wikinger-Spezialisten: wer weiss etwas davon, ob Wikinger Toten die Haut von den Beinen abgezogen und diese ´neuen´ Beinkleider zu rituellen Zeremonien getragen haben? Wer kennt die entspr. Hintergruende, und wo gibt es Bilder/Ausstellungsstuecke dieser Geschichte? Beschaeftige mich gerade mit mesoamerikanischen Kulturen und dort besonders mit Häutungszeremonien und den entspr. kulturellen Mustern des Identitätstausches.
hej hej alle nordmänner,-frauen und vikings, ich freu mich, daß es diesen seiten gibt jedoch muss ich sagen, es were fiel schöner hier mehr neues zu zeigen und sagen was so gibt wan, wo es markt gibt oder aderes fest wo kan mann kämpfen lernen wie im MA wo kan man tunier mitmachen kan mann fieleich selber organisiren, was haben andre schon getan und können empfelen ? vir machen z.b. met selber trainiere mit schwert suchen infos und wollen wissen austauschen.
Salvete! Für alle die ein preiswertes(DM19,95) aber gutes Buch suchen: >Bildatlas der Weltkulturen: “Die Wikinger” <. ISBN 3-86047-789-7 ( am besten bei einem bekannten Online-Händler bestellen!) Dieses Buch bietet einen wirklich guten Einblick in (fast) alle Bereiche, die die Wikinger betreffen.
Solange man sich keine Hörner an den Helm schraubt kann man man nahezu mit allem als Wikinger durchkommen, die Jungs waren ja ganz schön flexibel, allerdings nicht besonders reich. Und kein Wikinger hatte Hörner an seinem Helm.
Hallo Christiane! Ich denke ich habe Deine Frage bereits beantwortet. Eintrag 32. Manche tun´s, manche nicht. Sowohl auf (öffentl.) Lagern als auch privat. Sir Henry
Hi Indi, So wie ich das sehe habt ihr mich und Udo nicht richtig verstanden. (Udo: Bitte korrigiere mich, wenn ich da falsch liege!) Zitat Udo: “Ist es jetzt so, das Ihr diesen im Rahmen Euerer Gruppen, auf Lagern und Wikingertreffen auch praktiziert? Oder ist es so, das Ihr sagt ”Wir sind Heiden“ und das war´s dann? ” Ich sehe das so, daß nicht die persönliche Einstellung (außerhalb des MA) gemeint ist, sondern ob auf den Märkten und Lagern Wikinger mit all ihren Gewohnheiten, Bräuchen und Riten dargestellt werden. Nicht daß man sagt: Wir sind Heiden, wir brauchen keinen christlichen Glauben, etc. Es geht darum, ob sich diese Personen mit der Geschichte und dem alltäglichen Leben der Wikinger auseinandergesetzt haben. Wie schon gesagt, was die Leute zu Hause anstellen ist natürlich Privatsache einer jeden Person, aber auf den Märkten sollte man schon wissen, was man darstellt und vor allem wie. Gruß Christiane
Eine kleine Einmischung vom Theologiestudenten: Was ist “heidnisch”, was ist “christlich” Allein im Christentum gab es im MA unzählige Strömungen und Ausrichtungen. Eine Frage von mir an alle “christlichen” Charaktere: Welcher Richtung gehört ihr an? Wie ernst nehmt ihr es mit der Darstellung eurer Religionszugehörigkeit im MA? Ehrlich, es interessiert mich echt, ob es Katharer, Arianer o.ä. in der Szene gibt. Zu der “Heiden”-Frage möchte ich sagen: Bitte lieber Udo, nimm´s nicht persönlich, wenn manche zwischen dargestelltem und wirklichem Glauben unterscheiden. Ich bin auch der Meinung, dß eine Diskussion über “meinen” Glauben nicht im Internet geführt werden sollte und könnte. Dazu bin ich aber jederzeit unter vier oder mehr Augen bereit. Auch ich bin mit Wikingern unterwegs, die dem “alten” Glauben anhängen. Ich habe schon sehr interessante Gespräche mit ihnen geführt und respektiere sie für eine Religiosität und einen Glauben, der vielen “Christen” verlorengegangen ist. Aber das gehört nicht hierher. Wichtig ist doch vielmehr, wie man seine Rolle auf Festen lebt. Ich halte aber auch da eine zu “echte” Verunglimpfung der “anderen” Religion für problematisch. Servus Indy
Hallo Thorsten! Und genau da beginnen die Geister sich zu scheiden. Regis Boyer sagt in seinem Buch Leben und Sterben als Wikinger ganz etwas anderes. Es wird sein wie so oft - die Warheit liegt irgendwo in der Mitte. Gruß, Jörn
Moin Jörn, auch wenn ich mich wiederhole (aus anderen Threads): Ich empfehle die Bücher von Aaron Gurjewitsch, der sich explizit auch mit den Isländer-Sagas auseinander gesetzt hat. Im Kopf habe ich als Titel noch “Das Individuum im europäischen Mittelalter”, “Mittelalterliche Volkskultur”, “Stumme Zeugen des Mittelalters” und “Das Weltbild des mittelalterlichen Menschen”. Alle sind - soweit ich weiß - im Beck Verlag erschienen. Nach Gurjewitschs Aussagen sind speziell die Isländer nicht weit vom “heidnischen” Weltbild entfernt. Es zeigt sich - speziell in den Königssagas - die Krise der nordischen Religion zum 11. Jhdt. hin, da es zu diesem Zeitpunkt ´ne Menge Leute gab, die weder Christen, noch Anhänger der alten Religionen waren, sondern “sich nur auf sich selbst verließen”. Ein bißchen wie heute die Krisen der “modernen” Religionen. Wie gesagt, für jeden, der sich mit den Weltanschauungen der Wikis befassen will, eigentlcih ein Muß. Bis dann Thorsten
Hallo Udo! Na, da bin ich wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen. Aber weißt Du, als Wikinger oder heidnischer Wikinger wirst Du oft in eine ganz bestimmte Ecke gerückt. Und das geht schon ziemlich auf die Nerven. Wenn es Rituale gibt, dann werden sie sicherlich nicht auf Märkten vollzogen, bzw. das ist dann zur Show ausgewallzt. Im übrigen gibt es nicht soviele schriftliche ßberlieferungen zu Ritualen. Es gibt eben kaum Schriften von den Wikingern selbst. Und die Texte, welche zu den Sagas niedergeschrieben worden sind, entstanden erst im 12-13 Jahrhundert, so das kaum noch ein heidnischer Einfluß da war. Denn zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Wikinger schon zum Christentum übergegangen. Es sind aber viele kleine Alltagssachen über geblieben, wie z.B. die Wochennamen. Donnerstag kommt von Donnar oder im nordischen Thor. Meine Uroma hat nie an diesem Tag Wäsche gewaschen um den Gott nicht zu verärgern. Und sie war nach eigenem Bekunden gläubige Christin.So, ich hoffe ich habe nun ein wenig wieder gutgemacht. Nochmal sorry. Gruß, Jörn
Ja, genau das befürchtete ich: Man stellt eine Frage die einen wirklich interessiert und wird sicherheitshalber erst mal angeranzt…danke Leute! Ist echt eine Basis, sich hinzustellen und zusagen “Geht Euch garnichts an!” Wo, bitteschön, habe ich mich lustig gemacht oder jemand verspottet? Aber ich seh´schon, das beste wir sein mal einen Wikinger live zu interviewen.
Hallo Udo, hallo Christiane! Ich versuche einmal Eure Frage möglichst knapp zu beantworten. Es gibt beide Fraktionen. Einige “spielen” nur die Heiden und tun dies natürlich hauptsächlich vor Publikum. Weil es ihrer Meinung nach einfach zu ihrer Rolle gehört. Im richtigen Leben sind sie entweder Christen oder wie viele moderen Menschen schlicht ohne Glauben. Und es gibt selbstverständlich die “richtigen” Heiden. Wikinger (aber auch Alemannen etc.) die wirklich dem alten Glauben anhängen. Sie praktizieren ihn. Ich habe viele Bekannte, die dies tun. Ein Beispiel: Sie heiraten heidnisch. Bei uns hat dies nur einen symbolischen Wert für das Ehepaar. Auf Island dagegen wir es per Gesetz anerkannt als “offizielle” Ehe. Und so heiratet so manch ein Päärchen hier standesamtlich und dann auf Island nochmal “richtig”. Dies nur stellvertretend für viele anderen heidnischen Riten/Feiertagen. Bei ihnen verhält es sich ähnlich. Sie werden, soweit bekannt, praktiziert. Und dann gibt´s natürlich noch Mischformen. Mancher findet “Heide sein” einfach cool, hat aber eigentlich keine Ahnung davon. Verspottet nicht die Menschen, die dem alten Glauben anhängen, ihnen ist die Sache wirklich ernst! Was ich glaube? Das geht Euch nichts an! Liebe Grüße Sir Henry PS: Ein Hoch-MA-Markt ist ein Schauspiel für Publikum. Dort sollte man immer einen Christen “spielen”. Den eigenen Glauben kann man ja auf passenden Veranstaltungen oder zuhause praktizieren.
Hai Jörn! Sag bloß nicht, daß es keine Gottesdienste gibt, denn die gibt es in der tat nicht. Das einzige, was wir bieten können sind christliche Andachten vor unseren Zelten, aber keine Gottesdienste (wer weis, ob es da nicht im realen Leben Probleme mit gewissen Institutionen geben könnte!!). Die Frage von Udo ist schon richtig gestellt. Ich würde auch gerne wissen, ob ihr einige Rituale auch praktiziert (z.B. vor Schlachten), feiert ihr denn auch heidnische Feste? Kennt ihr denn alle (bzw. einige) eurer Götter, falls mal jemand auf die Idee kommt und euch fragt? Du siehst: Fragen über Fragen… und alle ehrlich und ernst gemeint! Gruß Aislinn
Hallo Udo! Wird auf Euren Treffen immer ein Gottesdienst abgehalten? Die Wikinger waren mit ihrem Glauben wesentlich flexibeler als die Christen. Es wurde nicht im Namen der Götter getötet. Bei den Kreuzzügen und während der spanischen Inquisition sah es da schon ganz anders aus. Außerdem gehen viele christliche Feiern (z.B. Ostern) auf heidnische Feste zurück. Also noch Fragen??? Gruß, Jörn
Was mich als Darsteller eines hochmittelalterlichen und damit natürlich christlichen Ritters mal interessieren würde: Ihr Wikinger seid von Euerer Darstellung und teilweise auch von Euerem Selbstverständnis her - das entnehme ich u.a. Eueren ßußerungen auf Märkten - Heiden, bzw. Verteidiger/Anhänger des alten nordisch/germanischen Glaubens. Ist es jetzt so, das Ihr diesen im Rahmen Euerer Gruppen, auf Lagern und Wikingertreffen auch praktiziert? Oder ist es so, das Ihr sagt “Wir sind Heiden” und das war´s dann? Versteht mich jetzt nicht falsch, dies ist nicht als provokante, sondern als ehrlichem Interesse entsprungene Frage gemeint!