aber wer es unbedingt will kann das sehr gut mit Tannen saft machen
den kann man gewinnen indem man die rinde abzieht ,den saftaustritt sammelt (es ist sehr viel Baum noetig)
und die frische rinde ins wasser legt so ca 1-2 tage (die rinde darf dabei nicht schwimmen sondern nur so nass sein das sie gut im wasser liegt so ca 1 zu 1 volumen )
es klebt zwar bei jedem nass werden wieder ein bischen ,aber es verschliest die kleinen zwischenraeume beim leinen falls es welche giebt,,,
Also teilweise wurde es schon gesagt, aber da Wilfrieds Beiträge immer etwas wirr sind, nochmal klar gesagt:
- Leinenzelte gehören _nicht_ imprägniert, das ist kontraproduktiv. Sie sind selbstdichtend bei entsprechender Faserstärke, die sich in entsprechendem Gewicht (500-600g/qm) niederschlägt. Diese quilt auf, und dichtet; in der Folge zieht sich das Gewebe auch zusammen.
- Dort, wo Farbe darauf ist, geht das freilich nicht. Solange die Farbe dicht hält, dürfte das kein Problem geben, wenn nimmer, dann dürfte die Faser nimmer quellen können, abhängig davon, was ihr für eine Farbe benutzt habt
-Ergo: Imprägnierung raus, bemalte Stellen nachmalen. Und halt einfach mal mit Gartenschlauch auf Spürstellung testen.
Wenn schon den Fasern verboten wird, die Lücken zwischen ihnen, die Löcher vom Weben, selbst zu schließen, dann bitte selber zu schmieren!
Alle Imprägniermittel schützen die Faser vor Wasser, durch die kleinen Löcher vom Weben sprühts dann bei Platzregen wie aus der Sprühflasche, sammelt sich an den Stangen etc und “Dröppelt.Mein A-Zelt aus Baumwolle ist ”dicht“ ausser es liegt was direkt an der Plane, das wird dann nass. Solange nichts die Plane von unten berührt, tropft auch nichts.
Finger dran und der Sack, wenns denn mal einen beim ”Trocknen" gibt, tropft leer.
Allerdings sollte der Stoff schon Zeltqualität haben, also kein Ikealeinen
Räuchern bringt VIELLEICHT etwas. Wenn ihr sehr grünes Nadelholz nehmt, ruhig mit Grün dran. Der Russige Rauch setzt sich vielleicht noch in die “Poren” aber ich weiß nicht in wie weit er sich da noch halten kann mit der Farbe zusammen.
Hallo zusammen, hab eine sehr wichtige Frage an euch.
Mein Zeltmitbewohner war dieses Wochenende mit unserem Mittelalterzelt in der Schweiz. Es hat das ganze Wochenende durchgeregnet und scheinbar hat es in unserem Zelt kaum weniger geregnet als drausen :-( …
Wir haben unser Zelt schon desöfteren mit Imprägnierspray eingesprayt..
Außerdem achten wir auch immer darauf, dass es schön gepannt ist, damit sich keine Säcke bilden. Daran kann es also nicht liegen.
Allerdings haben wir vor ein paar Jahren das Zelt mit Farbe bestrichen..
Könnte es vielleicht sein dass es an der Farbe liegt? Dass die Farbe im lauf der Jahre porös wurde und deshalb das Leinen nicht mehr abdichtet?
Und wenn es an der Farbe liegt, was kann ich dann dagegen tun?
Nochmal streichen? Oder gibt es noch andere Tipps die wirklich helfen?!!
Ich bin echt ratlos.. Aber da wir dieses Wochenende wieder auf einem Markt sind und das Wetter sich kaum zu bessern scheint hoff ich dass mir jemand von euch helfen kann.
Also jetzt wissen wir ja, dass wir einfach nur einen genügend dicken Leinenstoff brauchen, der eine ausreichende Neigung besitzt. Wahlweise kann da Zelt von innen noch ausgeräuchert werden.
Aber wo bekomm ich genau einen solchen Leinenstoff her? Und zwar am besten zu einem halbwegs vernünftigem Preis.
Hier ham ja schon einige geschrieben, dass sie ihr Zelt mit einem solchen Stoff gemacht haben. Wo habt ihr den gekauft?
Unsere ersten 4 Zelte haben wir mit Segeltuchstoff aus Baumwolle gebaut. Ich glaub 400g/m² oder so in etwa. Dann noch mit imprägnierflaschen imprägniert. Hält ganz ok bisher, längeren starken Regen waren sie allerdings noch nicht ausgesetzt. Ich denke wir sollten sie auch mal von innen “ausräuchern”. Schaden kann es bestimmt nicht.
Du hast einfach den falschen - zu dünn gewebten - Stoff gekauft. Das bekommst Du nie dicht. Bevor Du Dein Zelt nun mit dilettantischen Imprägnier-Versuchen ruinierst und Dich “die Platze” ärgerst, solltest Du es an einen Schönwettercamper verkaufen und Dir ein Zelt mit hinreichend dicht gewebtem Stoff - am besten Leinen - und möglichst steilen Wänden kaufen. Mein Leinenkegel hat bisher sowohl jedem Sommerplatzregen als auch Dauerberieselungen standgehalten.
Also soviel ich weiß bruachst du Harziges Holz, eine Feuerstelle und einen Feuerlöscher, einem bekannten ist dabei das Zelt abgebrannt. Ich denke du brauchst keine Flamme sondern nur den Rauch. Achja viel zeit wirst du auch brauchen.
Hab mir letztes Jahr ein Zelt gekauft, das aber aus einem relativ leichten Stoff besteht. Selbst nachdem es imprägniert wurde, hat es noch durchgenieselt, wenn es stark geregnet hat.
Jetzt hab ich letztens das Zelt nachimprägniert (ich weiß nicht, wie das Mittel hieß, auf jeden Fall hat es Essig als Lösungsmittel benötigt). Ich hab das ganze Zelt 4-5 mal eingesprüht mit so einer Sprühflasche für Dünger und trotzdem hat mich ein leichter Nieselregen geweckt!
Jetzt hatte jemand den Tipp, das Zelt mit harzigem Holz auszuräuchern! Daher meine Frage:
Hat das schonmal jemand gemacht? Wie sind die Erfahrungen? Aber vor allem: Was brauche ich alles, wie gehe ich vor?
Ja, ich achte auf jeden Fall mal drauf daß alle Wände und das Dach genug Schräge haben und ich denke mal was auch irre wichtig ist, daß alles gut gespannt ist, also nichts durchhängen kann. Das mit dem Ausräuchern mit einem Feuer von harzigem Holz hatte ich mal überlegt. In der letzten Karfunkel war ja dazu ein lustiger Bericht in den Leserbriefen wo jemand sein Zelt damit abgefackelt hat, also ist dabei wohl Vorsicht geboten.
Zumindest habe ich mir für die “spoked Wheel”-Konstruktion jetzt mal aus dem Wald ein paar Holzstangen geholt und mit der Axt bearbeitet, schaut schöner aus als Baumarkt-Holzlatten. Allerdings werd ich die Nähte ned per Hand machen können (sind ja grad mal etwas über 100 m Naht), dafür hab ich ne Nähmaschine von 1900 rum, die auch den dicken Stoff packt ;-)
Ich hoffe ich werd diesen Herbst noch fertig damit…
Wenn Du wirklich 600gr Baumwolle hast, brauchst du im grunde nicht imprägnieren.
Das mit der Rutsche klingt gut(-:.
Aber auch bei leinen, wenn du eine wassersäule auf dem stoff stehen hast, tropft es durch. In der regel ist eine Zeltwand aber !schräg! und das wasser läuft ab und somit kann sich keine fütze(wassersäule) bilden worduch es tropfen könnte.
Baumwolle hat zwar nicht die quelleigenschafften wie leinen, aber bei dem schweren stoff dürfte es auch damit gehen.
WeDas mit der schmiere klingt komisch. Da scheint doch was drin gewesen zu sein!?
Wenn das zelt fertig ist, stell es auf und halten den wasserschlauch drauf und schau was passiert.
Der Stoff darf innen leicht nass sein, aber es darf nur nicht tropfen.
Also ich werde jetzt meinen Versuch starten. Ich habe Baumwollstoff mit ca 600g genommen (zu Leinen reichen meine Finanzen als arme Studentin nicht), der ist wirklich gut dicht. Leider war er wohl irgendwie vorbehandelt obwohl er nicht imprägniert gewesen sein soll. Jedenfalls kam etwas braunes klebriges raus als ich ihn gewaschen habe. Man konnte ihn im trockenen Zustand als Wasserrutsche benutzen - vollkommen dicht, aber nach ein paar Minuten wenn es Pfützen gab ging doch etwas durch. Ich werde die “spoked wheel” konstruktion verwenden, die erschien mir recht praktisch und plausibel. Wenn es fertig ist werde ich evtl noch den Tip aus diesem Thread aufnehmen und bei geschlossenem Zelt drinnen ein Feuer mit harzhaltigem Holz machen und hoffen daß es etwas zur imprägnierung beiträgt. Wenn das nicht hilft werde ich es mit Leinöl probieren, wobei das halt eine ziemliche Sauerei geben wird (und teuer ist).
Ich kann da Andreas (unbekannter weise) nur beipflichten. Ich baue schon seit 20 Jahren mal hier und da für gute Freunde ein Zelte. Seit 13 Jahren benutze ich immer denselben Baumwoll bzw. Leinenstoff. Und der ist nie Imprägniert gewesen. Selbst Zelte die schon mehrere Jahre auf dem Buckel haben sind noch Regendicht. Wichtig ist natürlich ein verhältnismäßig schwerer Stoff und der sollte dicht gewebt sein.. Ich verwende für Baumwollstoff ein Gewicht von mindestens 450 g pro m². Für Leinenstoff sogar noch ein wenig mehr, über 600g pro m². Nach meiner Erfahrung ist das das Optimale. Und solltet ihr euch mal nicht sicher sein. Lasst euch von eurem Zeltmacher oder Stofflieferanten ein kleines Stück geben und legt es in ein Küchensieb und füllt es mit Wasser. Ich lasse es meistens 48 Stunden drin und wenn kein Wasser durch geht, dann solltet ihr keine Probleme kriegen, und könnt den Stoff bedenkenlos nehmen.
Wenn das Zelt ordentlich aufgebaut ist, die Dachneigung stimmt, sich dann keine Pfützen bilden können, und man von innen nichts angelehnt hat, dürfte ein Zellt aus einem gescheiten Stoff, auch wenn es Baumwolle ist, schon eine Weile dicht sein. Was man da so alles auf manchen Märkten oder Veranstaltungen sieht läßt einem die Haare zu Berge stehen. Wenn der Swimmingpool erst auf dem Dach ist,brauch man sich nicht zu wundern, wenn es durchregnet.
Außerdem: Nach einem Dauerregen von mehreren Tagen Dauer oder in einer bestimmten Stärke fangen oft auch moderne Zelte mit modernen Imprägnierungen des Durchsiffen an.
also mit dem Met ist es so, dass der im Hochmittelalter sowieso sehr schnell an Beliebtheit einbüßt und im Spätmittelalter fast nur noch auf der adligen Tafel - selbst da nur noch selten - landet. Es gibt zwar noch einige Rezepte, die stammen aber meist aus dem Umfeld von Adligen und hohen Klerikern. Das sagt zwar über den Wert von Honig und Wachs nicht viel aus, da aber Wachskerzen eine teure Sache waren und der Preis sich wohl aus dem Wert der verwendeten Rohstoffe plus Arbeitsaufwand errechnet, dürfte auch Rohwachs teurer gewesen sein, zumindest teurer als die als Brennmaterial verwendeten Ersatzstoffe wie z.B. Rindertalg (auch in Kerzenform oder ähnlich wie ßl in napfartigen Gefäßen und Lampen verbrannt). Daher kann ich es mir auch nicht vorstellen, dass man Wachs zum Abdichten auf ein Zelt geschmiert hätte.
Zur kieselsauren Tonerde: ich kenne mich zwar nicht so mit kieselsaurer Tonerde aus, aber meinem Schulwissen, eigener Erfahrung und den Töpfern zufolge, quellen Tonerden selbst recht stark. Daher sind Tongefäße nach dem Trocknen und Brennen teils bis zu 20% kleiner als im Rohzustand. Daher nehme ich an, dass Tonerde eventuel die Quelleigenschaften von Naturfasern dadurch verstärken könnte, dass es sich in die nach dem Aufquellen noch vorhandenen Hohlräume setzt und selbst quillt, wodurch die Hohlräume noch abgedichtet werden dürften. Meines Wissens nach verwenden Pfadfinder und Bündische Jugend gerne kieselsaure Tonerde um ihre Jungenschaftsjacken und Kothen abzudichten und ich habe bisher noch keine Klagen über undichte JuSchas oder Zelte gehört. Man muss das Imprägnieren natürlich alle paar Jahre mal wiederholen und darf das Zelt auch nicht mit Hand oder sogar in der Waschmaschine waschen.
ßl scheidet wohl schon deshalb für Zelte aus, weil ßlfrüchte in Nordeuropa nur marginal, meist im Nebenerwerb, angebaut oder gesammelt wurden und Pflanzenöle wieder im Vergleich zu tierischen Ersatzstoffen teurer waren. Daher wird es auch vielen (teils sogar recht strengen) Klöstern erlaubt, überhaupt erst Schweineschmalz - tierische Produkte von Vierfüßern sind ja eigentlich tabu - selbst an Fasttagen zu verwenden um teurere Pflanzenöle, besonders Olivenöl aus dem Mittelmeerraum aber auch Lein-, Sonnenblumen- und Rapsöl, zu vermeiden. Diese Regelungen wurden nach erbitterten Diskussionen getroffen, um unter anderem übertriebenem Luxus oder gar dem wirtschaftlichen Ruin der Klöster vorzubeugen. Daher taugt ßl zwar schon zum imprägnieren, wurde aber wohl eher anderweitig verwendet. Das ßlzeug der Seemänner dürfte Spezialbekleidung gewesen sein, die auch preislich sicher teurer war als normale Kleidung.