Naja, als “Sehr stabil” würde ich diese Angelkonstruktion lieber nicht bezeichen. Die Schweißung sieht aber ganz gut aus.
Für diese Art der Konstruktion scheint sich übrigens derzeit die Bezeichnung “Rattenschwanz” zu etablieren.
Du hast allerdings noch andere Probleme bei diesem Schwert:
erstens das Gewicht, welches nunmal relativ hoch ist.
Zweitens könnte ich mir vorstellen, daß hier die Parierstange aus Zinkdruckguß gefertigt ist, der sehr Bruchempfindlich ist. Die klinge so weit auszutesten, war mutig! ich bin ehrlich überrascht, daß sie das ausgehalten hat. Dummerweise ist das eben nur einer von vielen Punkten, die für die Funktion eines Schwertes von Bedeutung sind.
Ich würde dem Schwert einen Einsatz im historischen Fechten zutrauen, allerdings eben mit den besagten Bedenken wegen Parierstangenbruch und viel zuviel Gewicht im Hinterkopf.
Kann man schon machen wenn er richtig gehärtet ist und auch sonst alles stimmt. Im Prinzip kann man mit St 37 Fechtschwerter bauen. Ist halt die Frage, ob man das haben will…
Das mit den konisch dünner werdenden Klingen ist so eine Sache bei der es, wie meistens, mehrere Möglichkeiten gibt:
Am einfachsten ist es, bei einfach nur Flachen Klingen (z.B. “Federn” oder Klingen für Frei- und Schaukampf), den Verlauf zuerst zu Schmieden und anschließend zu Schleifen. Bei den federn ist das auch die historisch korrekte Lösung.
Bei aufwendigeren Klingen (z.B. Fechtschwerter oder einfach gehaltene, historisch orientierte Klingen) schleife ich fast alles von Hand, zunächst mit der Flex, dann per Bandschleifer. Stimmt die Geometrie, ergibt sich dabei der konische Stärkenverlauf von selbst.
Historisch ganz richtig wäre es, zuerst “grob” vorzuschmieden, dann mit Schabemessern und Feilen zu glätten und anschließend mit Schleifsteinen zu schleifen und zu polieren.
Alle schleifarbeiten mache ich mit Flex und Bandschleifer, wobei ich hierfür eine Stationäre Maschine aus dem Holzverarbeitungsbereich benütze. Die haben ausreichend breite Bänder (z.B. 150 mm) und große, plane Auflageflächen.
Für alle Schleifarbeiten dieser Art braucht man aber vor allem eines:
ich arbeite in einer Firma für Reumwerkzeuge in der wir fast ausschlieslich pm stähle verarbeiten , diese stähle lassen sich durch ihr homogenes gefüge und die gleichmäßige Karbidverteilung besser schleifen als alles andere . auch wenn sie hohe festigkeiten haben .
-aber diese stähle kommen für so etwas wie ein schwert nicht in frage ,da zu spröde (wir härten auf min 64Hrc,weich hat der stahl ca 1200N/mm²),ich kenne eine große anzahl von pm stählen die alle so ca
1,8 bis 2,2 % Kohlenstoff haben , ich weiß nicht ob es hersteller gibt die pm stähle mit geringerem kohlenstoffgehalt herstellen, die vorteile wären die selben.
Durch die entwicklungsgeschichte der Pm stähle ,die hauptsächlich als schneidstoffe eingesetzt werden ,gibt es fast kein anderes anwendungs gebiet(außer MIM) und dadurch auch keine entsprechenden legierungen. SCHADE
-ich habe noch eine frage an den Traumschmied :
ich habe auf deine HP deine Produkte gesehen (großes lob ).
du läst die Rohlinge lasern ,ok aber wie schleifst du die verjüngung zum ort hin ?
spannung auf flächenschleifmaschine per magnet ,
scheint mir schwierig ,wegen dem klingen querschnitt. oder benutzt du große Bandschleifer ???und führst die klinge von hand ?
Ich habe mir schon gedacht, das mich jemand auf die neue Stahlnorm hinweist…Mein Fehler. Da aber St 37 vermutlich als Handelsbezeichnung noch die nächsten 10 Jahre verstanden werden wird, bin ich jetzt einfach mal so frech und bojkottiere die neue Norm - ist eh umstritten.
Was z.B. pulvermetallurgische Werkstoffe angeht:
Zu teuer und zu schlecht zu verarbeiten.
Die Ansprüche sind i.d.R:
- Billig
- Authentisch
Am besten beides!
Also: Vergiß es.
Dasselbe gilt m.E. für die hochlegierten Stähle. Material teuerer, Verarbeitung teurer, Wärmebehandlung teurer…Das kann gut 30 % Mehrpreis für ein Schwert bedeuten.
Für Pulvermetallurgische Materialien (die übrigens im Prinzip die “alten” Raffinierstähle immitieren…) habe ich mich noch gar nicht getraut, zu kalkulieren…
ganz abgesehen vom “A” - Faktor.
ich bleibe also beim Raffinierstahl, der ist gleichzeitig authentisch und gut (wenngleich teuer) und Federstahl, der für fast alles taugt und bezahlbar ist sowie sich gut verarbeiten lässt.
Hochlegiert gibts in Ausnahmefällen, muß halt bezahlt werden und ist dabei nicht “A”, was allerdings eignetlich Niemand sieht.
Sind aber nach unserer Erfahrung generell nicht gut zu Schaukampfzwecken (Stichwort Kerbschlagempfindlichkeit durch Chromkarbide u.ä.).
aus dem vorherigem eintrag übernommen ohne ihn nachzuschlagen.
-es wird beim C60 immer noch unterschieden (klar Ck60 iat allte Norm), mag sein das dein stahlkocher wo du bestellst einen sehr hohen reinheitsgrad liefert ,müßte mann dem datenblatt entnehmen. das ist aber laut norm nicht vorgeschrieben für den C60 ,und wird auch nicht von allen firmen so gehandhabt.Es gibt auch stahl kocher die noch eine menge andere stoffe hinzufügen die die eigenschaften verbessern , aber nicht aufgeführt werden ,um sich von der konkurenz abzusetzen .
wenn der stahl einen besonders niedrigen schwefelgehalt(verantwortlich für schlechte Kerbschlagarbeit)haben soll bekommt er als zusatzsymbol ein E angehängt (DIN EN 10027)
zb C60E(alter Ck60) .oder bei stählen die für die flamm oder inducktionshärtung vorgesehen sind ein f ,zb der C70f .
-st für baustähle ist alte norm seit 4 jahren nicht mehr aktuell der alte st37-2 heist jetzt
S235JR .
also mit dem S alleine kann mann den allgemeinen Baustahl mit dem Hss Oder SS leicht verwechseln. die schreibweise alleine des Hss macht den unterschied. zb der Hss 10-4-3-10 .
Sicherlich lässt sich aus einem C60 ein gutes schwert machen,ihre erfahrung zählt.rein technologisch sind die eigenschaften bei sehr geringem phospor und schwefel gehalt besser .und warum nicht auch mal einen hochleistungsstahl verwenden ,wie pulvermetalurgisch hergestellte stähle ??? die haben auf grund ihrer herstellung wesendliche vorteile was kerbschlagarbeit und festigkeiten angeht.(bessere eigenschaften als ein 0,8 eutecktischer stahl da keine streifen perlitbildung durch hochdrucksintern fast keine seigerungen !keine korngrenzen wie bei langsammer erstarrung .
Oder hochlegierte Federstähle X12CrNi177K (emodul nur 185000)oder x5CrNiMo1810K?????
is zwar was ärgerlich beim schmieden aber verspricht gute eigenschaften nur so ne Idee .
Leider muß ich Dir widersprechen, was den C 60 angeht. Dieser Stahl ist sehr wohl für eine Wärmebehandlung geeignet und auch gedacht. Laut Hersteller wird inzwischen nicht mehr nach C oder ck unterschieden, da der Reinheitsgrad dank moderner Fertigungsmethoden inzwischen allgemein sehr groß ist.
Ich habe mehrfach Klingen aus C 60 hergestellt. Bei richtiger Härtung und 55 HRC kann man sie genauso um 90 Grad oder mehr biegen, wie auch Klingen aus Federstahl, ohne bleibenden Verzug oder Bruch.
Nochwas:
X 55 Si 7 gibt es nicht. Wie Du schon ganz richtig sagst, steht das X bei hochlegierten (nicht unbedingt rostfreien) Stählen als Kennzeichen für den 100fach angegebenen Kohlensoffgehalt.
55 Si 7 ist aber nicht rostfrei und auch nicht hochlegiert, sondern ein niedriglegierter Qualitätsstahl mit 0,55 % Kohlenstoff und Siliziumzusatz.
Faustregel:
Fängt die Bezeichnung mit “ST” an: Allgemeiner Baustahl (nix für Schwerter).
Steht ein Buchstabe oder eine Zahl am Anfang: Niedriglegierte oder unlegierte Kaltarbeitsstähle (z.B. C 60 oder eben 55 Si 7)
Ein X kennzeichnet wie gesagt hochlegierte Stähle (mehr als 5 % Zusätze).
Ein S kennzeichnet Schnellarbeitsstähle (auch als “HSS” bekannt).
da für Uns fast ausschließlich die niedriglegierten Stähle von Belang sind, kann man sich die Regel ganz gut merken, denke ich.
Ich empfehle jedem, der sich mit der Stahlnormung noch näher befassen möchte dringend das “Tabellenbuchg Metall” oder das “Handbuch Stahlschlüssel” (bin mir nicht ganz sicher, ob das wirklich so heißt). letzteres ist eine gekürzte Ausgabe des “großen” Stahlschlüssels für um 200.- EUR, die lediglich etwa 20.- EUR kostet.
Passt bitte ein Bischen mit den Bezeichnungen auf! Ich habe in den 10 Jahren, in denen ich mich inzwischen mit Metall beschäftige, schon so viele Mißverständnisse wegen falscher Bezeichnungen aufklären müssen (und auch selbst darunter gelitten), das ich inzwischen sogar die “Normungswut” verstehen kann…Zumindest bei solchen Sachen.
der x42Cr13 ist ein stahl mit 0,42%kohlenstoff und 13%chrom . ein sher einfachter stahl der gut härtbar ist und gerade so rostfrei.bei allen stählen wo ein x vorsteht ist dienachfolgende zahl der kohlenstoff hunderstel , dann die angsabe über legirrungsbestandteile mit vollen % angaben . ich empfehle ihnen für alle schlanken und langen waffen einen federstahl zu nehmen . (sind stähle mit si drin )wie der x55si7 . diese stähle sind flexiebel .
vom c60 rate ich ihnen ab außer für messer . dieser stahl ist ein einfacher stahl mit 0,6 % kohlenstoff ,der komplett durchhärtet aber sehr empfindlich ist ,bei wasser abschreckung reißst er sofort .er ist nicht für eine wärmebehandlung vorgesehen . fals sie ihn dennoch nehmen wollen nehmen sie die wariante für die wärme behandlung .zb ck60 k steht für edelstähle mit sehr niedrigem phospor und schwefel gehalt .oder einen c60 w3 . wenn du feilen must glühe den stahl vorher weich ,sonst fiel spaß .
Seyed gegrüst. Ich,habe als Hobby Schmied,die erfahrung gemacht ,daß sich CrMo42v4(glaube ist die Nr 1.4469)(oderC60,C95etc) sehr leicht verarbeiten läst sowie auch in einem “Grill” notfals gehärtet werden kann.Dieser Stahl sollte natürlich auch noch angelassen werden,da er bei einer partentiellen härtung im schnitt ca65HRC aufweist was einer Sprödigkeit von Glas gleicht. Fals der Stahl unbedingt Rostfrei sein soll empfehle ich 1.4111 1.4112 oder1.4113 diese stähle werden haptsächlich in der Fleischindustrie verwand sind aber nicht so flexibelwie CrMo42V oderC60.
Die dort angebotenen Stähle halte ich maximal bedingt für tauglich.
Ein Stahl mit 0,2 % Kohlenstoff lässt sich nicht besonders hoch vergüten. Vielleicht was für Leute, die entweder Scharten akzeptieren oder deren Härterei daraus durch Randschichtbehandlung noch was machen kann.
Der Zweite angebotene Stahl ist schon besser. Den kann ich mir für schaukampfzwecke vorstellen.
Bei beiden ist zwar eine Analyse vorgezeigt, aber kleine Normbezeichnung oder Werkstoffnummer. Das macht auf mich einen unschönen Eindruck. Jeder, der sich mit Stahl beschäftigt, kennt normalerweise diese Kurzbezeichnungen und fängt damit letzlich mehr an. Der Vergleich wird so erschwert.
Wenn man sich aber die Parierstangenrohlinge anschaut, wird deutlich, wie dick die Rohlinge sein müssen (Langloch).
Das gäbe in beiden Fällen die berüchtigten “Eisenbahnschienen”, also viel zu schwere und dahere gefährliche Prügel (es sei denn, man schleift recht viel weg).
Nochmal:
Egal, was Ihr für einen Stahl verwendet (da soll ruhig jeder eigene Erfahrunmgen sammeln), wichtiger ist einen brauchbarte Härterei.
Erfahrungen mit den Beiden zur Diskussion gestellten Stählen habe ich keine!
Ich berufe mich lediglich auf mein metallurgisches Grundwissen.
Leider kenne ich auch niemanden, der mit diesen Rohlingen schon gearbeitet hat.
Unter www.schwertform.de bietet eine Familie Kindermann Bausätze für schaukampftaugliche Schwerter an. Weiß jemand von guten oder schlechten Erfahrungen bezüglich der Klingenqualität zu berichtn?
Da ich zu lesefaul bin will ich mal eben beschreiben was ich so für stahl zum schmieden/schleifen für Schaukampfwaffen nehme….
Für geschmiedete Waffen nehme ich sehr gerne 42CrMo4 (ein sehr netter Stahl der nach dem schmieden und härten etwa auf 50-58HRC ) kommt
(alles über diesen wert, würd ich nicht mehr zum schaukampf nehmen (Bruchgefahr))
Weiterhin “bau” ich in meine Waffen (aus 42CrMo4) die kleine sicherheit der japaner ein (die Hamonline) um einen bruch des schwertes zu vermeiden.
für geschliffene Schwerter nehme ich XAR320
dieser stahl ist relativ weich, läßt sich randschichtenhärten, und ist in einem gewissen maß flexibel, danach aber plastisch (was weitaus besser ist als spröde)
naja….
die angeln:
die klinge und angel werden gehärtet, danach wird die angel wieder angelassen um sie weicher zu machen, damit hier das schwert nicht bricht (wie bei einer feile)
BUCHTIP:
es gibt ein buch names: die japanische Schwertschmiedekunst (ich würde sagen ein MUß für jeden)
in diesem buch steht im übrigen auch das härteverfahren der japaner drin …
… und prinzipiell würde der Eintrag 4 jetzt gelöscht werden, da die Absenderangaben unvollständig sind. Da aber jetzt schon eine Antwort erfolgt ist, sehe ich ausnahmsweise einmal davon ab.
Ich bitte eindringlich darum, in Zukunft Postings nur mit vollständigen Absenderdaten einzustellen.
Erstens ist das ein hochlegierter Stahl, der zum verbiegen und anschließend zum Brechen neigt, und zweitens kann es sich dabei ja fast nur um eine billige Dekowaffe handeln, da kein vernünftiger Schmied dieses üble Material verwenden würde…
ßbrigens:
420 ist eine amerikanische Normbezeichnung. Bei uns heißt das Zeug X 40 Cr 13 und hat die Werkstoffnummer 1.4034
Prinzipiell eignen sich hochlegierte und/oder rostfreie Stähle nicht gut zu Schaukampfzwecken.