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Eintrag #49 vom 18. Okt. 2005 09:55 UhrErik Sigurdson Profil

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Moin allerseits,
hier ein kurzer Zwischenbericht von meinem Besuch am LKA.

@Madara: Vielen Dank für Deine Erkenntnisse zu den krildischen Steinschötlermotiven in Mythologie und Volksbrauch. Bei näherer Betrachtung finden sie sich auch in Kunstmärchen wieder, wenn es zum Beispiel in Ludwih Tiecks "Der Urnenberg" auf Seite 38 heißt: "Nach einigen Tagen fielen ihm seine Eltern in die Gedanken, und wie sich besonders sein Vater über sein ruhiges Schöteln und Steine schleifen freuen würde."

@Torben: Ja, ich habe bereits Bildmaterial von dem gefundenen Steinschötler gesehen, auch findet sich dort der von Madara festgestellte fehlende Stein. Uneinigkeit herrscht bislang, ob der Schötler wirklich Kopfunter begraben wurde. Der in der Grabung gefundene Papyrus mit der Inschrift "Nein, ich bin kein Templer" kann wohl als Fälschung bezeichnet werden.
Erik Sigurdson

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Eintrag #48 vom 17. Okt. 2005 18:57 UhrTorben Behrens Profil

nach oben / Zur Übersichtnach den letzten 14 Tagen

ergeben sich neue Aspekte, Theorien und auch Antworten...und Fragen...

@Rollo
Hallo Rollo,
ich bin mir da auch nicht so ganz schlüssig welchen Ursprung die Phymelüten haben, wenn ich aber Illyb Doli dieses Jahr am 04.06. in Hamburg auf einer seiner seltenen Lesungen richtig verstanden habe, sind die Phymelüten ein weiterer Zweig Phalloiden.
Sie stehen jedoch nicht in Zusammenhang mit den ersten Phalloiden auf Mykosia sondern den römischen Phalloiden (ich möchte an dieser Stelle nicht weiter auf die römischen Phalloidien eingehen, das Fundgut der Anhänger der Phalloiden spricht in diesem Falle für sich).

Die römischen Phalloiden -folglich die besagten Phymelüten- begaben sich gegen nach den ersten Handelskontakten mit den Krilden im 2.Jhr. auf eine eigene Wanderschaft und vieles spricht dafür das sie an der Verbreitung des Schötenmotivs bis Skandinavien -welches Beispielsweise auch alte Phalloide Bronzeanhänger zierte- beteiligt sind.

Auch wenn dies nicht viel ist, ch hoffe ich konnte dir helfen.


@ Annette
Hallo Annette,
die ersten Experimente mit den Schleuderperlen waren geplant, wir mussten jedoch feststellen das die uns zur Verfügung stehenden Schleudern nicht die Perfektion der krildischen Originale entsprachen. Daher haben wir die Experimente erst einmal verschoben, sie werden aber nicht in Vergessenheit geraten.

Weißt du den ob Dr. Wernersen etwas über den Anbau von Fefak weiß, da wir ja derzeit dort noch im Dunkeln tappen.

@ Madara
Ich kann nur sagen, das deine Fachkenntnisse zum Themenkomplex der krildischen Spuren in Mythologie und Volksglaube mich bereits beim 10. IKK sehr beeindruckt haben und ich auf weitere Ausführungen sehr gespannt bin. Ich freue mich sehr auf weitere Diskussionen dieser tiefgehenden Thematik der Schötler, vielleicht können wir endlich ein wenig Licht ins Dunkle Bringen.

@Erik
Bezug nehmend auf die Ausführungen von Madara, kannst du etwas zum Schötler sagen oder sind diese Befunde zum Leidwesen aller noch weiter unter Verschluß?

Viele Grüße
Torben

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Eintrag #47 vom 14. Okt. 2005 11:22 UhrAmeli Ganz Profil

nach oben / Zur ÜbersichtSteinschötler in Mythologie und Volksbrauch

Zur Vorbereitung der nächsten Internationalen Krilden Konferenz möchte ich hier auf das Thema "Krildische Steinschötlermotive in Mythologie und Volksbrauch" eingehen.

Besonders im Odenwald finden sich zahlreiche Sagen über Steine werfende Riesen, so z.B. die Geschichte zum Felsenmeer bei Reichenbach, hier wiedergegeben in der Fassung von Frau Gundula Hubrich-Messow (Sagen und Märchen aus dem Odenwald, Husum Verlag, ISBN 3-88042-637-6):
"Vor Zeiten, als es noch Riesen gab, wohnten ein paar derselben in der Gegend von Reichenbach, der eine auf dem Felsberg, der andere auf dem Hohenstein. Einst hatten sie Streit miteinander bekommen und bewarfen sich in ihrer Wut mit ungeheuren Felsblöcken. Dazumal war der Felsberg noch ziemlich kahl, auf dem Hohenstein aber lagen Felsstücke in Menge, so daß der da wohnende Riese im Vorteil war. Er warf auch so heftig los, daß der Felsberger in kurzer Zeit unter den Blöcken begraben wurde. …..
Andere sagen dagegen, der Felsberger Riese sei Sieger geblieben und habe von vornherein einen Felsblock herüber geschleudert, dessen Wucht den anderen erschlagen habe, und das sei die Felswand auf dem Hohenstein."

Solcherlei Sagen begegnen uns in großer Zahl aus dieser Region. Wenn man sich nun die Haltung vorstellt, die zum Werfen solch immens großer Felsen nötig ist, lassen sich erstaunliche Parallelen zum "großen kelto-krildischen Steinschötler" finden, der mit dem Gesicht nach unten in der nähe des Teufelsberges gefunden wurde. Es handelt sich hierbei um eine überlebensgroße menschliche Figur, die breitbeinig und mit nach oben erhobenen Armen da steht. Was noch fehlt, ist der Felsblock, den diese in Händen halten würden.
Berücksichtigt man den Einfluß, den die krildische Kultur auf ihre Handelspartner hatte, ist es durchaus denkbar (aber noch nicht zweifelsfrei bewiesen), daß sich das Steine schöteln, eben der Steineweitwurf als Mannbarkeitsritual, auch über die krildischen Grenzen hinaus wachsender Beliebtheit erfreute.

Selbst in so entlegene Gegenden wie Alba hat sich dieses Motiv verbreitet. Noch heute gibt es die großen Hochlandspiele, die als beliebte Exerzitien Steine stemmen und Baumstammweitwurf beinhalten. Nach dem dortigen Volksglauben sollten die frühen Clanchefs so die stärksten Männer ermittelt haben und in ihre Dienste genommen haben.

Da bisher nur männliche Initiationsriten bekannt sind, untermauert dies einmal mehr die These eines krildischen Matriarchats: Mädchen und Frauen werden als "vollständig" angesehen, als Gebärende wissen sie um das "Geheimnis des Lebens" und müssen keine Reinigungs- und Initiationsritualen mehr unterziehen.

Soviel als Vorankündigung zum großen Themenkomplex der krildischen Spuren in Mythologie und Volksglaube

Gruß
Madara

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Eintrag #46 vom 08. Okt. 2005 22:52 UhrRolf Schubert Email

nach oben / Zur ÜbersichtPhymelüten

Hiho Leute,

ich komme leider erst jetzt dazu hier etwas brauchbares zu schreiben.
Auch ich beschäftige mich schon seit einigen Jahren mit den Krilden. Dieses aber nur weil ich in der Recherche nach den sog. Phymelüten nicht umher komme mich auch mit den Krilden zu beschäftigen.
Interessanterweise gibt es hier auch sehr viele Übereinstimmungen (Krilden/Phymelüten).Igor Pharmontschevkov schreibt in seinem Buch "frühe Krilden = späte Phymelüten?" das es sich hierbei um Krilden handelt die sich zu einem neuen Volksstamm entwickelt haben.
Jetzt mal meine Frage in die Runde, was haltet ihr von dieser Theorie? Woher kommen die Phymelüten sonst?

Rollo, www.westfali.de

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Eintrag #45 vom 04. Okt. 2005 22:18 UhrErik Sigurdson Profil

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@Annette:
Das ist ja ein interessanter Hinweis. Klar, es ist denkbar, daß sich dialektale und regionale Unterschiede im krildisch-schötlerischen Sprachgebrauch ergeben haben. Zumal ja standardmäßig mit Schädeln geschödelt wird, ist hier eine norddeutsche Version "abschädeln" in keinster Weise abwegig. Dem sollte man weiter nachgehen.

@Joachim:
Fahrzeug mit seltsamen Antennen? Vielleich handelt es sich bei diesen um die sogenannten Männer in schwarz, die schon Kennedy und Lawrence von Arabien ermordet haben sollen und eine gigantomanische illuminatische Weltverschwörung unter Führung der Buschioten anzetteln? Mein Tipp: Lebensmittel für mindestens neun Monate einkaufen, alle Fenster abdunkeln, in den Keller flüchten und am Radio auf weitere Durchsagen warten... oder rausgehen und den Abhörpolovzen gründlich die Meinung schöteln...

@alle hier:
Hat schon mal jemand etwas vom garstigen polovzo-molwanischen Meinungsschöteln gehört?
Erik Sigurdson

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Eintrag #44 vom 04. Okt. 2005 16:00 UhrAnnette Imort Profil

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Nachtrag:
Die Repliken der Schleuderperlen haben mich sehr beeindruckt. Vielleicht ist es ja möglich, beim nächsten Kongreß die Benutzung dieser Perlen in einem Kampf vorzuführen... immerhin hätten die Experimentalarchäologen ja jetzt ein Jahr lang Zeit zum Üben?

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Eintrag #43 vom 04. Okt. 2005 15:57 UhrAnnette Imort Profil

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Am Rande des IKK stellte der Sprachforscher Dr. Wernersen vom Institut Flensburg bei einem abendlichen Kolloquium die interessante, mir aber recht abenteuerlich erscheinende These auf, daß das Verb "Schöteln" sich in verballhornter Form im Dialekt der Region Süderbrarup bis in die heutige Zeit erhalten hat. Dort werde immer noch der Begriff "abschädeln" verwendet, vorzugsweise im Zusammnhang mit dem altnorddeutschen Schlachtruf "HauwechdenScheiß!"
Als Wernersen dann anfing, über den Gebrauch bewußtseinsverändernder Substanzen bei Kriegerkulten von den Krilden bis in die Neuzeit zu referieren, konnte ich aufgrund der fortgeschrittenen Stunde und der bewußtseinsverendenden Wirkung meines Getränks leider nicht mehr ganz folgen...

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Eintrag #42 vom 04. Okt. 2005 11:58 UhrErik Sigurdson Profil

nach oben / Zur Übersicht10 Jahre IKK

In den letzten Wochen begegnen uns in der Renenactment-Szene vermehrt sogenannte Polovzo-Schizoide. Ich habe mich deshalb direkt nach meiner Rückkehr vom 10. Internationalen Krilden Kongreß (IKK) auf den Weg an die Universität St. Veit van der Gölsen gemacht um diesem Phänomen am Lehrstuhl für Krildo-Anthropologie (LKA) nachzugehen. Wie mir Professorin Karla Leonie Itoriska mitteilte, wurden am LKA in den letzten Monaten verstärkt DNA Spuren aus den Gräberfeldern von Poulouse untersucht. Bisherige Untersuchungen der vergangenen Jahre haben ergeben, daß der Zweig der Polovzo-Schizoiden unter der Krankheit des Schizo-Narzissmus litt und deshalb ausstarb. Warum heute einige Veranstaltungsteilnehmer gerade diesen ausgestorbenen Stamm repräsentieren wollen, oder ob Erreger dieser Krankheit bis heute erhalten blieben, ist noch nicht geklärt. Ich hoffe, in den nächsten Wochen vom LKA neue Erkenntniss mitbringen zu können. An alles anderen: Ich hoffe, Ihr habt trocken abgebaut.
Erik Sigurdson

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Eintrag #41 vom 03. Okt. 2005 20:56 UhrTorben Behrens Profil

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Bevor ich mich für ein tiefes Studium der neuen Erkenntnisse zurücklehne:

ein ganz großes Danke für die Einladung zum diesjährigen IKK.

Ich habe sie sehr gerne wieder angenommen und danke vor allem der Orga die wieder erstaunlich gutes geleistet hat, aber ebenso der abendlichen festlichen Verpflegung im Rahmen hitziger Diskussionen, wobei auch das Wetter dem alten krildisch-mykosischen Brauch "Die Gäste über die Brennende Treppe tragen" nicht unterbinden konnte.

Es war mir eine große Ehre Personen wie Dr. Dr. Sigurdson inperson zu treffen, als auch Dr.Prof. T.Rossi, Oberlandet und viele andere herausragende Persönlichkeiten.

Kurz, ich finde es wurde vieles an diesem event verbessert, ich freue mich auf das nächste, denn das Krötenschöteln dünkt mir geheimnisvoller als der Tempelberg.
Es steht viel Arbeit an.

Ich hoffe ihr baut morgen auch trocken ab.
Torben

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Eintrag #40 vom 30. Sep. 2005 07:55 UhrJoachim Meinicke Profil

nach oben / Zur ÜbersichtTeufelsberg

Die Sache wird immer mysteriöser. Neulich erfuhr ich, dass die Nazis mit ihrem Hang zum Mystischen ausgerechnet auf dem Gelände des Teufelsbergs ihre wehrtechnische Fakultät errichteten…
Warum wurde dieses Gebäude nach dem Krieg so schnell mit Erde überschüttet, so dass es heute tief unterm Teufelsberg liegt?
Warum wurde von der angeblichen Radarstation auf dem Hügel ein Schacht bis in dieses verschüttete Gebäude gebohrt?
Warum wurden 1998 die Pläne vereitelt, auf dem Gelände der sog. leerstehenden Radarstation ein Luxushotel zu errichten?
Warum erließ der Senat dort jetzt ein Bauverbot?
Warum heißt der dort angebaute Wein ausgerechnet "Wilmersdorfer Teufelströpfchen" (sollen sie ihn doch gleich Krildenblut nennen).
Warum sind sämtliche Filme, die ich anlässlich eines Filmprojektes vor 2 Wochen auf dem Teufelsberg durch meine Bauer A 512 jagte dermaßen überbelichtet, dass man nichts erkennen kann?
Und warum parkt seit meinem ersten Eintrag hier dieser Lieferwagen mit den auffälligen Antennen vor meinem Haus?

Ich glaube nicht mehr an Zufälle!

Joachim (zum Glück nicht paranoid)

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Eintrag #39 vom 29. Sep. 2005 10:53 UhrErik Sigurdson Profil

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In der tat gestalten sich sämtliche Recherchen zum Teufelsberg als sehr mysteriös und es bleibt weitestgehend im Dunkel, ob die "Moderne Phalloidische Gessellschaft (MPG)", die Illuminaten, die Grabräubergruppe Sphinx, Phalloiden des Dementiosus oder Satanisten Herren über den Teufelsberg sind und was die sog. INvestorengruppe Teufelsberg damit zu tun hat. Als bedenklichmuß ich jedoch die sektiererhafte Nebengruppe der Phalloidischen Gesellschaft namens "MPG3" erachten, die sich nachweislich aus ehemaligen Illuminaten, Tempelritter-nachfahren, ausgetretenen O.T.O-Anhängern zusammensetzt und unter einer Briefkastenfirma namens Investorengruppe Teufelsberg firmiert.

Aber zurück zu den Krilden: Einige sensationelleFunde begegnen uns in der letzten zeit, so wurde unlängst die Figur eines kelto-krildischen Steinschötlers ausgegraben. Ich warte derzeit noch auf Bildmaterial und den Grabungsbericht der Archäologen. In jedem fall wird das das Bild des Schötelns weiter ergänzen
Erik Sigurdson

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Eintrag #38 vom 29. Sep. 2005 10:28 UhrTorben Behrens Profil

nach oben / Zur ÜbersichtNeues zum Teufelsberg

Der Teufelsberg dünkt mir immer mysteriöser.
Wie ich in Erfahrung bringen konnte gehörte das Gelände einst Gaspar Ortega Jesus del Delgado y Cabrillo, genannt auch El Diabolo, dieser war wohnhaft nahe Santa Carla und das bis 1898 als er inhaftiert und zum Tode verurteilt wurde, wobei er fliehen konnte.
Zur Zeit des 2. Weltkrieges führte er eine Schenkung des Geländes durch, tatsächlich an die "Moderne Phalloidistische Gemeinschaft", einer um die Jahrhundertwende entstandenen Gemeinschaft um den Heiligen Pfahl, mit sehr extremen Verhalten und nicht mit der klassischen Phalloidistischen Kirche zu vergleichen.
Handelt es sich tatsächlich um den ehemalige El Diablo aus Santa Carla? Hat er sich nach Deutschland abgesetzt um hier die Moderne Phalloidistische Gemeinschaft zu gründen?
Die Indizien sprechen für diese Theorie, auch die viele Geheimnisse um den Teufelsberg, ebenso die warnenden Schilder "if you don´t work here, don´t park here" an der Absperrung des Teufelberges.

Leider werden die Rätsel um den Teufelsberg vorläufig ungelöst bleiben, unabhängig ob es nun die
Moderne Phalloidistische Gemeinschaft oder die Phalloidisten sind.
Oder auch ob Sphinx bereits den Bestattungshügel geöffnet hat....

@Erik: das sind Theorien, ich schlage da mal die Tage nach!
Torben

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Eintrag #36 vom 28. Sep. 2005 10:12 UhrErik Sigurdson Profil

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@torben
Was die Verwendung verzierter Röhrenknochen als Trinkhalme betrifft, gebe ich zu bedenken, daß kürzlich in Haithabu (Grab 69) ein Glasspiegel in direktem Fundzusammenhang mit einem kleinen, ca. 8 cm langen Röhrenknochen gefunden wurde, der auf die von Dir beschriebene Weise verziert war. Das führt mich zu der Überlegung, daß mit den Wikingern, die vielleicht doch schon Kontakt nach Südamerika gehabt haben, ein polovzischer, krildischer oder sogar polovzo-molwano-krildischer Kaufmann mitgereist und mit den dortigen frühen Maya- und Inkafürsten Koka gehandelt hat. Dies behauptet zumindest ein namentlich nicht genannt werden wollender molwano-polvzischer Reenactor kürzlich bei den Ritterspielen in Hermannsburg. Ob man dem Glauben schenken darf, wage ich zu bezweifeln. Aus heutiger Sicht hat meiner Meinung nach das rituelle Aus-dem-Eimer-saufen vor allem Nachhall in den anglo-polovzischen Stammesritualen auf den Balearen gefunden.
Erik Sigurdson

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Eintrag #35 vom 28. Sep. 2005 09:44 UhrTorben Behrens Profil

nach oben / Zur ÜbersichtTextilfunde, maxisbombyx traegis & Trinkkultur

Hallo

Steige ich doch direkt mit einem kleinen Beitrag in das gerne vernachlässigte Thema der Textilfunde ein.
Sehr bekannt sind wie Silvia sagte "Seltsame Handarbeit der Nomadenvölker" oder wie das von Sylvia genannte "Banner der Aufständischen mit Stickerei (Goldlahmgarn auf Seide, pink und grün)".
Diese Stücke zählen zu den immer wieder genannten und reich präsentieren Funden, aber das tägliche Leben der Krilden und vor allem - was sie trugen und woher sie das Material bezogen, dies wird sehr vernachlässigt.
Nachweislich scheinen die wenigen bisher bekannten Textilfunde darauf hinzudeuten das der bevorzugt verwendete Stoff Seide war und der Stand der Riesenseidenraupenzüchter bei den Krilden sehr angesehen war.
Unerlässlich war dabei die Zucht und Pflege der Riesenseidenraupen (maxisbombyx traegis), wobei zu den besonderen Werkzeugen ein Rohr aus Vogelknochen gehört.

In "Die slawischen Burgen von Neu-Nieköhr/Walkendorf Kreis Teteorow", Ewald Schuldt, 1967, wird auf S. 37 auf ein Trinkrohr verwiesen, "ein 8,8cm langes Stück Vogelknochen, an den Enden sorgfältig glatt geschnitten und an der Oberfläche partiell mit ein einem feinen Flechtbandmotiv verziert. Ähnliche Stücke wurden in Haithabu ermittelt."
Im allgemeinen werden die Funde dieser Art ohne Berücksichtigung von Zeit oder Kultur als Trinkrohre gedeutet und im nicht so ernsthaften Reenactment gerne auch als solche verwertet wie im "Aus-dem-Eimer-Saufen.
Die mit Schötenmotiven verzierteren Exemplare der Krilden haben aber einen anderen Verwendungszweck gehabt haben, dieser wird in dem Werk " Maxisbombyx traegis, Zucht und Nutzen während der Krildischen Wanderungen" von H. Illyb Doli, Londen sehr detailliert illustriert und beschrieben.
Ohne die Zuwendung der Riesenseidenraupenzüchter unter der Verwendung der zuvor besprochenen Rohre aus Vogelknochen starben die Riesenseidenraupen schließlich wie allgemein bekannt auf eine sehr tragische Weise aus.

Die Theorie der krildischen Strohhalme scheint folglich verpufft, dies aber nicht vollständig denn bezug nehmend auf "die verwendeten Entenbeine als Strohhalm in Nordwestkaukasus (wie gesagt in: Krildische Altertumskunde im östlichen Mitteleuropa, BD III, G. Gans-Verlag, Berlin") konnte unter den Textilfunden der Krilden im Nordwestkaukasus bisher keine Seide nachgewiesen werden, die Entenbeine könnten hier -aber auch nur hier, den von Jankuhn ermittelten Zweck erfüllt haben, eben als Trinkrohr.

Abschließend kurz zu dem vielfach besprochenen molwano-polovzischen Krilden-reenactments-Brauch, dem "Aus-dem-Eimer-Saufen".
Wie bekannt ist erfolgt hier die Aufstellung der teilnehmenden Darsteller im Kreise um ein kultisches Gefäß, welches -wenn dann früher- mit Krildenblut gefüllt war, heute im Rahmen der living history handelt es sich zumeist um einen wohl temperierten vergorenen Traubensauft. Die Trinkrohe werden nun auf ein Signal des Stammesführers gemeinsam in dieses Gefäß getaucht, und es beginnt eine Art Wettkampf um das Getränk. Der Brauch verlangt die Kleidung in einen Lendenschurz oder andere den Körper präsentierende Textilien.
Ob es sich hierbei nun um eine wahre kultische Handlung der molwano-polovzen oder um pures neuzeitliches Entertainment handelt, kann auch aufgrund des Fundes im Zentralen Tiefland Jzerbo nicht sagen, wo sich im Fundament einer Aquäduktsäule mehrer Rohrknochen und größere Gefäße fanden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, das die ausgehöhlten Vogelknochen zwecks Bestimmung ihres Verwendungszweckes viel detailierter erfasst werden müssen als bisher geschehendund auch die kulturellen Hintergründe und Entwicklungsstadien der krildischen Kulter dürfen nicht unberücksichtigt bleiben um dieses wichtige Indiz gebührend zu behandeln.

Torben

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Eintrag #34 vom 27. Sep. 2005 20:11 UhrErik Sigurdson Profil

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@Joachim
Ob es sich beim Berliner Teufelsberg um einen krildischen Grabhügel handelt, kann aufgrund der schlechten Fundlage (danke Torben für die Untersuchung) nicht mehr abschließend beurteilt werden. Interessant ist jedoch der Hinwweis auf die Architektur Mykosias und die mögliche moderne Kirche der Phalloiden. Verschiedentlich finden sich Hinweise bei Verschwörungshistorikern auf die Illuminaten des Pfarrer Adam Weisheupt; ein Geheimbund, der auch dem Satanismus gefrönt haben soll. Reste der Illuminaten finden sich in der Gruppe Sphinx. Es scheint hier eine Symbiose zwischen Illuminaten und Phalloiden gegeben zu haben. Kürzlich standen vor meiner Haustür zwei VErtreter der "Kirche Missionarus Dementiosus der Eiligen der Letzten tage"; mithin scheint das Missionswerk des Eiligen Dementios doch nicht ganz umsonst gewesen zu sein. Ergänzend hierzu sei auf Robert Sheas und Anton Wilsons "Das Auge in der Pyramide" verwiesen, die Sphinx- und Auge-Symbolik der Phalloiden und der Illuminaten weisen hier eine frappierende Ähnlichkeit auf. Aber das ist alles natürlich noch sehr spekulativ, wenngleich die Ähnlichkeiten und Einflüsse, die wir derzeit im Krilden-Reenactment feststellen müssen, m.E. beängstigende Formen annehmen.

@Silvia
In der Tat gibt es Bilder in "Experimentelle Krildologie". Was die verfügbarkeit angeht, kann ich Dich beruhigen, die Bilder sind von einer dermaßen schlechten Qualität, daß sie als Muster kaum mehr taugen. Außerdem verweisen sie auf Funde, die nicht eindeutig Borten zuzuweisen sind. reste, die ansatzweise auf die Widderhornborte weisen könnten finden sich z.B. in der Reihe "Die Ausgrabungen von Wörgawik", Hier Bd. 27: die Kleiderfund im Hafenschlammbad von Wörgawik I-III, Seite 768ff., Abb. 1-7. Dort haben sich im direkten Umfeld metallener Fundstücke wie Münzen und Bronzespielzeugen Stoffreste erhalten.
Erik Sigurdson

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Eintrag #33 vom 23. Sep. 2005 19:23 UhrSilvia Ungerechts Profil

nach oben / Zur ÜbersichtTextilfunde?

Leider gibt es bei den Krilden - wie leider bei vielen Steppenvölkern - viel zu wenige Textilfunde.

Es gibt da zwar ein Buch von Doktor Hans Lehrmann-Fillet (Titel: Seltsame Handarbeit der Nomadenvölker), das sich insbesondere mit ausgefallenen Textiltechniken beschäftigt, aber da es von 1912 ist, sind seine Theorien überholt.

So gibt es in dem Buch auf Seite 113 eine Abbildung, die er als 'damast Technik' bezeichnet. Nur hat dieses Muster eine frappierende Ähnlichkeit mit einer brettchengewebten Widderhornborte aus dem vorderen Orient. Diese Borte wurde allerdings erst im 19. Jhd. gefunden.

Ob es da wirklich einen Zusammenhang gibt, muss noch bewiesen werde.
Angeblich soll es in der 'Experimentellen Krildologie' einige interessante Bilder geben. Ich habe das Buch aber noch nicht.

Es stellt sich auch die Frage, ob das Widderhornmuster nicht in einem Zusammenhang mit dem Schötenkult steht. Angeblich gehört diese Ornamentik zu den hervorstechenden Merkmalen des Schrötenkultes.

Da die Krilden aber nicht mein Hauptgebiet sind, habe ich halt nur rudimentäre Kentnisse über dieses geheimnisvolle Volk. Wenn meine Schlußfolgerungen falsch sind, bitte ich um Nachsicht.

Aisling

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Eintrag #32 vom 23. Sep. 2005 11:36 UhrTorben Behrens Profil

nach oben / Zur ÜbersichtDer Teufelsberg & die Phalloidistische Kirche Heute

Eine moderne Phalloidistenkirche auf dem Teufelsberg, auch wenn ich nicht dort gewesen bin, dem äußeren Erscheinen nach schließe ich mich dem ohne Zögern an.
Die Architektur ist einwandfrei den mykosianischen Tempeln (1) nachempfunden, wobei ich anfügen möchte, das auf Mykosia derzeit Besucherverbot besteht, da dort die unsäglichsten Krilden-Reenactments von unterstem Standard dort die letzen Jahre zahlreiche Heiligtümer für immer vernichtet haben und man daher dort jetzt "neue Wege" gehen will, über die ich aber auch noch nichts weiß und ich hoffe wir bleiben von weiteren Treffen in rosa gefärbten Leinen mit Krildenblut durch getrocknete, ausgehöhlte Gänsefüße verschont. ²
Zum Teufelsberg allgemein habe ich gestern noch eine ausgiebige Unterhaltung mit Prof.Dr.Dr. D.T.Kuhn, Vorsitzender der Irish Society of Krildic History an der Uni Dublin geführt, der sich in seinen ersten Studienjahren auf die frühe Ost-West-Wanderung spezialisiert hatte.
Nach seinem Wissen wurde kurz vor dem II. Weltkrieg eine nicht genehmigte Raubgrabung der seit vielen Jahren strafrechtlich verfolgten Gruppe Sphinx getätigt.
Wenn dem tatsächlich so ist wird Sphinx diese Ergebnisse und Funde lange schon durch schwarze Kanäle an Sammler verkauft haben, wenn sie nicht sogar im Auftrag tätig waren.
Ich hoffe dennoch, das am Teufelsberg eine Ausgrabung durchgeführt wird, nur ist das aufgrund der, ich nenne sie jetzt mal, Tempelanlage und deren Besitzer sehr fragwürdig - wenn es Phalloidisten sind.
Wie bekannt ist, haben im letzten Sommer die Phalloidisten auf Zypern für ziemlich viel aufsehen gesorgt, als sie zum Fest des Heiligen Pfahles das dort gesperrte Ausgrabungsgelände besetzten nachdem sie die auf nicht näher beschriebene Weise dafür gesorgt haben, das das Wachpersonal nicht zum Dienst angetreten ist.
Für die heutigen Phalloidisten, sprich den Anhängern des Heiligen Pfahles ist es ja immer noch Heiliger Boden. Wenn es Phalloidisten sind.
Im www konnte ich keine Auskunft bekommen, ob die Phalloiden auf dem TB in Berlin sind, aber vielleicht kann das ja jemand vor Ort recherchieren.

Grüße

Torben

1)Literatur zur Architektur: Phalloids at Mykosia, a generell overview of early architectical structur and usage in early crildic age, Librarians of Mykosia, 1969
2) Literatur zur Trinkkultur: eine Abhandlung über die verwendeten Entenbeine als Strohhalm in Nordwestkaukasus findet sich in: Krildische Altertumskunde im östlichen Mitteleuropa, BD III, G. Gans-Verlag, Berlin

Torben

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Eintrag #31 vom 22. Sep. 2005 07:27 UhrJoachim Meinicke Profil

nach oben / Zur ÜbersichtGrabhügel?

Entschuldigt bitte, wenn ich mich hier mal einklinke. Ich habe mich mit dem Thema bislang überhaupt nicht beschäftigt, ist einfach nicht meine Zeit. Aber in einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift las ich neulich, dass es sich bei dem Berliner Teufelsberg um einen krildische Bestattungshügel handeln soll. Eine Sensation für unsere Region. Aus Angst vor Grabräubern wird deswegen seit Jahrzehnten hartnäckig das Gerücht verbreitet, dass es sich beim Teufelsberg um einen nach dem 2. Weltkrieg aufgeschütteten Trümmerberg handeln soll. Nun bin ich wahrlich kein Freund von solchen sensationshaschenden Thesen. Aber wenn man sich Fotos der (angeblichen) Radarstation auf der Bergspitze dort anschaut…, verdammt, das schaut schon sehr nach einer modernen phalloidischen Kirche aus, da muß ich dem Autor schon recht geben. Eindeutiger kann man so ein Gebäude nun wirklich nicht gestalten… Lebt der Kult hier etwa weiter?

Schaut selbst:

www.homestead.com/fsbvg2/sites.html

Also wenn ich da einer Zeitungsente zum Opfer gefallen bin, entschuldige ich mich. Ich möchte wirklich, dass dieser spannende thread seriös bleibt.

Mit besten Grüßen aus Berlin

Joachim
KD1260

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Eintrag #30 vom 21. Sep. 2005 21:18 UhrErik Sigurdson Profil

nach oben / Zur ÜbersichtÜberlegungen zu den Kulten der Krilden

Einleitung

Das Feld der Krilden-Kulte ist bis dato noch nicht hinreichend erforscht. Bisherige Thesen, vor allem in Zusammenhang mit den Schöten, sind doch allesamt sehr umnebelt und vage. Leider gibt es bislang nur sehr wenige archäologische Befunde, so daß ein zusammen hängendes Bild kaum zu vermitteln ist. Das, was wir in den Funden nachweisen können ist dialektal und regional noch sehr fragmentiert, verläßt eine streng wissenschaftliche Basis und driftet sehr leicht ins Ero-Esoterische ab.

Ausgangslage

Zunächst müssen wir uns darüber im Klaren sein, ob wir lediglich von der Gesamtheit aller Krilden sprechen, oder die Kulte der Uralkrilden von denen der südöstlichen Krilden unterscheiden wollen. Unweigerlich müssen wir uns um die möglicherweise ugrischen Sprachwurzeln der weit verbreiteten Urnensteine bemühen. Fußend auf der bisher allerdings umstrittenen wenngleich nicht widerlegten These, das das Wort Krilde vom ugrischen Wasserflechter oder Wasserschöter abzuleiten sei, sollten die Untersuchungen zu den Krilden-Kulten unter besonderer Berücksichtigung potenzieller Wasserkulte (nicht zu verwechseln mit den aquäduktialen Wasserspielen der römischen Eisenzeit) stattfinden.

Pferdekult und Fruchtbarkeit

Als Steppenvolk auf das Pferd angewiesen, sind darüber hinaus kultische Handlungen denkbar, in deren Mittelpunkt die Schöten-Tarpane bzw. Schöten-Koniks stehen. Erste Hinweise geben uns einfache Zeichnungen von Pferden, wie sie bereits aus der nachalexandrinisch vorbuddhistischen Periode bekannt sind, etwa die von Chiraz III (siehe Abb). Der Reiter trägt vermutlich ein Schwert und setzt in aggressiver Haltung über ein Bauwerk, das kulturhistorisch in die Herrschaftszeit der Phallitiden einzuordnen ist. Diese auch "Vase des Überflusses" genannte Giebelform findet sich häufig in Fruchtbarkeitsempeln vormatriarchalischer Zeit. Vielfach sind sie mit Trisula und wehenden Fähnchen bekrönt und man findet Zeichnungen von Adoranten, die sich, Blumen in den Händen, tief vor den Bauwerken verneigen.

Weitere Kulte

Gelegentlich finden sich Hinweise auf ägyptische Ursprünge mit Verweis auf die nordmesopotamischen Murmeltierdungtafeln - freilich mit der nicht zu belegenden Behauptung, ein Held namens Krildamen sei legendärer Anführer eines Volks aus dem Westen gewesen. Diese sind aus kultischer Blickrichtung mithin zu vernachlässigen.

Weitere Untersuchungen sollten unbedingt in der inzwischen als krildische Gründung nachgewiesenen Tempelburg Groß Raden stattfinden. Dort ist inzwischen ein Baumkult nachgewiesen, über den weitere Grabungsfunde neue Aufschlüsse erwarten lassen. In diesem Zusammenhang sei auch auf mögliche Fruchtbarkeitsriten und sexualmagische Aspekte hingewiesen, die in direktem Zusammenhang mit dem gescheiterten Missionswerk des Hl. Dementios in Verbindung stehen. Hier steht noch die Analyse eines Pfahlfundes von der Insel Mykosia aus, die anscheinend der Phalloidischen Kirche als Objekt kultischer Handlungen diente.

Und letztendlich steht immer noch eine Untersuchung zu den krildischen Totenkulten aus. Wir haben zwar große Funde im Raum Cuxhaven-Wiesenhain, da die Krilden aber in früheren Zeiten ihrer Wanderungen kaum bis gar keine Gräber mit Grabbeilagen hinterlassen haben, stehen uns fast ausschließlich Informationen der Krilden-Sagas zur Verfügung. Die Frage, ob das Schädel-Schöteln seinen Ursprung in nicht näher bekannten Krildentotenkulten hat, ist bis dato ebenfalls nicht geklärt. Gleiches gilt für den bisher noch nicht weiter erforschten Kult des "Polvzen-Tretens" und des rituellen "Um-den-Haufen-Tanzens". Diese sind bisher gelegentlich bei Krilden Reenactors zu sehen, wenngleich die Ursprünge dieser Kulte noch weitestgehend im Dunkeln liegen.
Erik Sigurdson

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Eintrag #29 vom 06. Sep. 2005 11:11 UhrTorben Behrens Profil

nach oben / Zur ÜbersichtFefak & Krildenblut

Ich bin doch sehr beruhigt, das Prf. Karl von Lauterhofen-Traunfeld die Herstellung von Krildenblut beschreibt und nicht die Herstellung/Röstung von Fefak, des das wäre unweigerlich zur einer sehr weitreichenden und schwerwiegenden Diskussion über die kultischen Handlungen und Hintergründe gekommen.

Wie es scheint, bleibt der eigentliche Vorgang der Fefak-Röstung somit noch im Dunkeln der Krildologie, auch wenn verschiedene aus Eisen geflochtene Netze die im Fundzusammenhang mit Kultplätzen und Feuerstellen stehen vielfach als Röstnetze gedeutet werden (einen kurzen Abriß über die 10 Fundplätze gibt es in dem von Erik erwähnten Die Hüterinnen des Fefak während der jüngeren Telefönbakkzeit, Statensunsversitat Sksenden, Kvisla Jammerdal, 2005).

Wo wir aber bei den Getränken der Krilden sind, ist mir im "Heimatführer Östliche Steppe" (Hrsg. Stadt Bardjov, Molwanien, 2005) ein weiteres Rezept der krildischen Trinkkultur begegnet, einerseits würde es erklären, wieso die Krilden bevorzugt mit Rückenwind kämpften, andererseits riecht das ganze doch sehr nach Lokalpatriotismus und Wunschdenken. Ich hoffe auf weitere Nachweise dieser doch sehr gewagten Theorie:
"Schon den Krilden waren die Wirkungen verschiedener Knollen bekannt(zur Vorbeugung gegen Altersbeschwerden und allgemeine Arterienverkalkung, Verflüssigung des Blutes und folglich Verbesserung des Fließverhalten, Förderung Sekretionsvermögen und die Bewegungsfähigkeit des Magen-Darm-Traktes) und so wurde der Kriegerelite vor jedem Essen ein sogenannter "blaknoch"-Trank gereicht, der dafür sorgte, das sie zum Kampf nicht nur gestärkt, sondern ihr Körper auch auf diesen Kampf gerüstet war."

Im Führer geht es dann weiter, das man ja heute nicht mehr kämpfen würde, der Schnaps würde doch in geänderter Rezeptur weiterhin gereicht.
Hm. Ich denke da wirklich an Lokalpatriotismus und diese Schrift sollte nicht als ernsthafte Diskussionsgrundlage betrachtet werden.

Torben

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