Daß die Stämme der Krilden im Matriarchat lebten, läßt sich nicht nur an den von Torben gestgestellten Grabbefunden nachweisen. Sprachwissenschaftliche Untersuchungen lassen den Befund zu, daß die Krilden bereits VOR der Wanderungszeit diese Gesellschaftsform gewählt hatten.
Hier die Herleitung:
Die letzte nachgewiesene Schriftform für krildisch Göttin lautet "krithur".
Herkunft= altindogermanisch *krivuya = himmlisch
indogermanisch = *krias = himmlisch, göttlich
etruskisch = *kriu = ein Gott/eine Göttin
altkrildisch = *krithu bzw. *kritha (diese Frage ist etymologisch noch nicht abschließend geklärt. Berücksichtigend, daß bei den Krilden das weibliche Königtum vorherrschte, wäre Femininum *kritha die korrekte altkrildische Form.
Gegelentlich findet sich auf Urnensteinen auf das Maskulinum *krithu. Hiervon scheint sich das spätere französische Cretin abgeleitete zu haben; was wiederum von der Geringschätzung des krildischen Amazonenkönigtums gegenüber ihren männlichen Zeitgenossen spräche.
Eine neuer Untersuchung zur Sprache der Urnensteine steht noch aus. Hilfreiche Hinweise liefert jedoch bereits der Aufsatz von Hilmur
Afersteinson, Der Urnenstein von Sleafold. Bildsprache und religiöse Aussage. In: Jahrbuch für krildische Philologie 275, Seite 68-95, 1964.
Erik Sigurdson
Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da die Literaur- und Quellenanlage aufgrund der beständig sich ergebenden neuen Forschungsergebnisse und aufgefunden Fälschungen ebenso beständig im Fluß ist.
Eine Korrektur muß ich noch anbringen: natürlich beschreibt das eben genannte Rezept die Herstellung des bei Rötendorf genannten Krildenblutes. Über die Fefak-Bohnenkrautröstung hüllte sich lauterhofen-Traunfeld bei meinem Besuch in St. Veit van der Gölsen süffisant in Schweigen.
Eine vorläufige Bibliografie meiner Forschungsliteratur findet Ihr unter www.sigurdson.de in der Abteilung Krilden-Forschung.
Dort findet Ihr auch meine Aufsätze "Über das Schöteln" und eine kurze Etymologie des krildischen Wortes für *krithur= Göttin.
@Torben: Soweit ich weiß, hat man in den letzten Jahren am Lehrstuhl für Krildologie in St. Veit van der Gölsen, von der Öffentlichkeit fast unbemerkt Versuche zur Fefak-Bohnenkrautröstung durchgeführt, die besonders für Krildenreenactors interessant sein dürften.
Hier nun eine Anleitung, die mir dankenswerterweise der Lehrstuhlinhaber, Professor Karl von Lauterhofen-Traunfeld, zur Verfügung gestellt hat:
Fefak extrahiert man, in dem die Kräuter zunächst neun Tage an der Luft getrocknet werden. Hernach kocht man die getrockneten Kräuter in Wasser. Wichtig ist dabei, daß dieses vorher durch das Blatt eines Damiana-Strauches in den Topf geseit wird. Dadurch erhält der Fefak-Extrakt eine stimulierend aphrodisierende, ja fast berauschende Wirkung, die nach den Auskünften der Sagaliteratur von den Hüterinnen des Fefak überliefert wurde (siehe Rötendorf). Die auf diese Weise in Damianawasser eingekochten Fefakkräuter werden solange gekocht, bis nur noch eine dunkle, breiige Masse im Topf ist. Der darf nicht anbrennen, weil sonst die heilende Wirkung verloren geht. Diesen Extrakt löst man im Braskrereidfoss auf und läßt ihn weitere neun Tage in der Sonne stehen.
Ich habe bei meinen jüngsten Recherchen noch einige Literatur gefunden, die ich Dir für die Fefak-Forschung unbedingt empfehlen möchte.
Literatur:
- Kvisla Jammerdal, Die Hüterinnen des Fefak während der jüngeren Telefönbakkzeit, Statensuniversitat Skasenden, 2005
- Tom Flowers, Ewige Blütenkraft: Die Geheimnisse des Fefak. Anbau und regressfreier Genuß, 1765 (leider nur fragmentarisch in der Universitätsbibliothek von Lindenblüten erhalten)
- Franjo Groetenhörmen, Ein praktischer Ratgeber zur Anwendung von Fefak und Dronabinol, Verlag Cannabis Sativa, erscheint zur Frühernte 2006
Vielleicht ist auch diese weiterführende Literatur hilfreich:
- Karl von Lauterhofen-Traunfeld, Experimentelle Krildologie, Universität St. Veit van der Gölsen, unveröffentlichtes Typoskript 2005
- Karl von der Lauterhofen-Traunfeld, spirituelle Fefak-Bohnenkrautröstung und ihre soziokulturellen Folgen für die Entwicklung der krildischen
Urnensteinkultur, Habilitationsschrift Universität St. Veit van der Gölsen, 2005
- Stepan Steganowitsch, Schöten und Fefak. Eine meditative Reise zu den frühen Urnensteinen, Verlag Nochnoj Dozor, Soljanka 1979
Krildic Showfighting, ein Leitfaden für Krilden Reenactment. Hrsg. von der crildic dark age reenactment association (CriDARA) mit Sitz in Gyrorik, Molwanien.
- Hilmur Afersteinson, Der Urnenstein von Sleafold. Bildsprache und religiöse Aussage. In: Jahrbuch für krildische Philologie 275, Seite 68-95, 1964.
Wo ich schon mal dabei bin, rege ich an, dringendst an einer zusammenfassenden Bibliographie der Forschungsliteratur zu arbeiten. Hinweise bitte an meine E-Mail-Adresse, die Ergebnisse stehen dann auf meiner Homepage zum Download zur Verfügung.
Erik Sigurdson
Krildische Schleudergeschosse aus Glas der Telefönbakkstufe
Ein kurzer Überblick, den ich aus dem 1966 erschienen und viel zitiertem "Die Krilden und der Fefakkrieg im Tiefland während der Telefönbakkzeit" (Rokvo Sorehnbo S. 66-177, Lutenblag, zentrales Tiefland, Molwanien) hier für den Bezirk Cuxhaven gekürzt entnehme.
Vor allem gekürzt, da dieses umfangreiche und imposante Werk sehr viele Theorien und unbegründbare Lösungsansätze aufstellt, die ursprünglichen Fragen und Widersprüche werden in keiner Weise aufklärt oder stichhaltig beantwortet oder gar klärt.
In den mehr als 7kg Glasmasse des Schlachtfeldes bei Cuxhaven fanden sind
Eine Typ 13 Splitter-Schleuderperle (das zerplittern ist beim Aufprall garantiert), 3 Windungen, dieses transluzend blau
Eine Typ 38 klein, dreieckförmige Schleudergeschosse, mit eingedrückter Punkteverzierung, blau auf gelb
Eine Typ 97d Schleuderperle, ringförmig, dieses Exemplar amethystfarben, transluzend
Dazu kommen eine gesicherte und eine vermutete Gürtelschließe
Gürtelschließe, ohne Nadel, transluzend, grün, mit Wickelspuren,
Gürtelschließe, ohne Nadel, translzuzend, blau, D-förmiges Profil, glatt
(es könnte sich aber auch eine Schleuderperle Typ 99f.b. handeln, wobei sie dafür nicht gleichmäßig genug geformt ist)
3 Gewandärmelschliessen, kreuzförmig, Glas
- 2 transluzend grün, eine mit gelbeln Endpunkten
- 1 opak gelb, leicht angeschmolzen, die Länge der Schliessenarme lässt sich nicht mehr sicher feststellen, der Körper mit sich kreuzenden opak-roten Fadenauflage.
Zum Befund des Kampffeldes
Es scheint also wie bereits durch den Ober-Elbe-Polovzen-Gelehrten Krapkak Sil Elma Cey ein krildischer Entscheidungskampf in gesichertem Terrain gewesen zu sein.
Krapkak Sil Elma Cey beschrieb das Ritual wie folgt:
3 Tage stampften die Krieger unter Aufsicht der Hüterinnen des Fefak (verdorbene Ausgeburten und Hüterinnen der stimulierenden Tränke) das ausgewählte Areal (der Sieger eines não se irrite-Kampfes bestimmte das Gelände, die hinterhältigen Krilden verschmähten bereits jetzt jede Ehre und betrogen auch in diesem Kampf).
Nachdem der Boden gesichert und die Opfer vollbracht waren, trafen sich die bis auf ein Leibtuch bekleideten Kampfesführer, teilten den Fefak und sprachen dann zu ihren Kriegern.
Anschließend bezogen beide Seiten Stellung, auf ein Zeichen stürmten die stolzen Krieger der Ober-Elbe-Polovzen auf die Krilden, ihr Siegesgesang den Stimmen von Engeln gleich, aber die Krilden setzten ihre geächteten Schleudern ein und die ersten stolzen Polovzen stürzten mit verletzten oder gar eingeschlagenen Schädeln zu Boden, ihr edles Blut tränkte den Boden, der ein Feld der Ehre hätte sein sollen. Die ihnen nachfolgenden Krieger traten in die Splitter der Geschosse der Krilden, sie stürzten oder versuchten Stolz mit blutigen Fußes bis zu den feigen Krilden vorzudringen, diese jedoch warteten ab um schließlich die letzten stehenden Krieger abzuschlachteten.
Der Kampf war kurz, nicht ehrreich wie er hätte sein sollen, dennoch wurden die Krilden von beiden Herrinnen ihrer Tat und Kampfes gelobt."
Krapkak Sil Elma Cey, in der 7. Übersetzung des 98. Kapitels aus stupido racconti del bambino S. 99-229.
Die Schilderung eines Kampfes zwischen Krilden und Polovzen widerspricht der von Andrew vermerkten Ansicht der Historiker über Verwandtschaft dieser beiden Seiten, denn die Krilden hätten nie das Blut eines Verwandten verschüttet.
@Autorenkollevtiv: eine DNA -Analyse der Knochen scheint das fortgeführte Matriachart in der der Telefönbakkstufe zu begründen. Alle bestatteten waren ausschließlich männlichen Geschlechtes.
@Sascha: nun, wenn wir uns auf dem nächsten Krilden-Event irgendwie treffen können, können wir gerne ein paar Geschosse testen, meine Gewandung werde ich noch nicht mitbringen, da sie überhaupt noch nicht dem geforderten Maß an historischer Korrektheit entspricht.
@Erik: Sag mal, ich weiß ja das man Fefak-Kräuter röstete und dann aufgekocht hat, aber wie wurden denn die Extrakte gewonnen? Mir liegen bisher auch keine Unterlagen zum Anbau vor, leider. Hast du da ggf. weiterführende Informationen zu diesem Thema?
Wie bereits 1964 Prof. K. Rötendorf in seiner Dissertation über die Bildung der älteren Krildensagas im Lichte der archäologischen Zeugnisse richtig feststellt, ist das Schöteln, nicht zu verwechseln mit dem Schöten, der Sagas die krildische Bezeichnung für das Werfen von Schädeln gegen andere am Boden liegende Schädel, ein besonders im 7. Jh während der Krildenwanderung beliebter Zeitvertreib. Jungmänner brachen zu sogenannten Schötelfahrten aus, bei denen unterwegs das Krildenblut getrunken wurde, ein berauschendes Getränk aus dem Extrakt des Fefakkrautes.
In den Krildensagas wird dabei zwischen dem Hochseeschöteln und dem Ackerschöteln unterschieden. Hinzu kommt das Klootschöteln mit unterschiedlich schweren Schädeln. Der Schötler benutzt für seinen Wurf die sogenannte Schötelschleuder, ein durch neuere Funde im Gräberfeld von Cuxhaven-Wiesenhain belegtes Wurfinstrument. Runensteine, die Krilden mit empor gereckten Armen darstellen, sind in der Vergangenheit häufig als Betende dargestellt worden, die neuere Fundlage läßt jedoch die Vermutung zu, daß es sich hierbeit nicht um religiöse Tätigkeiten handelte, sondern vielmehr um Darstellungen der Körperhaltung der Schötler kurz vor dem Abwurf seines Schädels.
Literatur: K. Rötendorf, Über die Bildung der älteren Krilden-Sagas im Lichte der archäologischen Zeugnisse, Microfiche, 780 Bl., Dissertation Freie Universität Kinsarvik 1964
Erik Sigurdson
"insbesondere die weit über das Gebiet verstreuten Schleudergeschosse aus Glas, vielfach zersplittert, sich einwandfrei in die Telefönbakkusstufe einordnen lassen"
Da ich momentan mit diversen Schleudern übe, würde mich eine Kleinserie der Geschosse interessieren.
Mann könnte ein wenig über das Ballistik dieser interessanten Geschosse erfahren.
Auch über die Streuwirkung der Splitter gegen den Gegner, die ja immens gewesen sein muss...
Bedauerlichwerise darf die Fundstelle noch nicht näher genannt werder, vor kurzem wurde jedoch bei der Neuanlage eines Akkerfeldes ein höchst bemerkenswerter Fund gemacht.
Nach Pressemitteilung "handelt es sich um ein Schlachtfeld der Krilden der Telefönbakkusstufe."
"Zahlreiche zersplitterte Schleudergeschosse bezeugen einen erbitterten
Kampf, aus dem die Krilden siegreich hervorgegangen sind wie ein großer
Scheiterhaufen unter einem künstlich angelegten Hügel belegt, in dem die
Überreste der Kämpfenden und einige im Feuer nicht vollkommen
vernichtete Ausrüstungsgegenstände nach krildischer Bestattungssitte
niedergelegt worden sind."
Es könnte sich um ein Indiz der sehr vielfach diskutierten Krildenwanderung unter der Königen Kinoa IX. von Krotschtoyk nach Irland handeln, da die Befunde, insbesondere die weit über das Gebiet verstreuten Schleudergeschosse aus Glas, vielfach zersplittert, sich einwandfrei in die Telefönbakkusstufe einordnen lassen. Ein weiteres Indiz sind die 3 Gewandverschlüsse aus Glas für Kleidungsärmel (eigentlich ist es überflüssig zu erwähnen, dennoch merke ich an dieser Stelle das interessante Detail an das es ein wichtiger Bestandteil der Tracht der königlichen Familie und der Königingetreuen war, die Ärmeloberseite nicht zu vernähen, sondern die Säume auf der Armoberseite zu überlappen und mit Knebeln elegant zu verschliessen (als eingehende Literatur zu diesem Thema empfehle ich Nebrot Bryggarson, die Tracht im Wandel der Krildischen Wanderungen, 1953, Ghana, derzeit vergriffen).
Für mich war das natürlich die Gelegenheit einige Repliken
zu fertigen, Bilder folgen in kürze.
Sehr interessant ist dabei die gesprungene Gürtelschnalle, wobei der Originalfund bedauerlicherweise kein Schötenmotiv auswies, denn dann hätte man auch den Nachweis eines männlichen Thronfolgers (und Hüter der Geheimnisse der Eisenkrautverhüttung & FeFak-Bohnenkrautröstung) im Gefolge gehabt, aber auf jeden Fall ist dieses schöne Stück hervorragend erhalten.
Es wäre von großem Interesse gewesen ob neue Erkenntnisse zum Fefak-Anbau gibt, aber diese Erkenntnisse wurden noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Gelegentlich tauchen noch Dokumente aus den Archiven der Deutschen Universität Danzig auf; diesmal aus dem Fachbereich Religion die Dissertation eine GUstav Theodor Glaub mit dem Titel:"Eine moraltheologische Betrachtung des Lebens und Wirkens des hl. Dementius" (*)
Der hl. Dementius (610-655) empfing der Legende nach 28 Visionen, die ihn immer dringlicher aufforderten, dem Volk der Krilden den wahren Glauben zu bringen. Doch die Krilden brachten seinem Missionswerk wohl nicht den nötigen Respekt entgegen, so daß der erfolglose Missionar nach seiner Heimkehr ins griechische Bergkloster Koprolithera den berüchtigten "Brief an die Krilden" verfaßte. In diesem leider nur fragmentarisch erhaltenen Brief heißt es: "Hütet Euch insonderheit vor dem Verderben und der Narretei, die aus Eurer Verehrung der Schöten erwächst. Wer sich weise dünkt und die Schöten als Wahrhaftigkeit verehrt, der wird sich als Narr erweisen, und Hohn und Spott sollen sein Lohn sein" (Krilden 3, Vers 10-11).
Allerdings ist fraglich, ob der Brief jemals die Krilden erreicht hat, oder ob der hl. Dementius schlicht und einfach vergessen hat, ihn abzuschicken.
(*) Die moraltheologische Betrachtung befaßte sich kritisch mit der Legende, die sich um den hl. Dementius (andere Schreibweise: Dementios; bis heute ist unklar, ob er Grieche oder Römer war)rankt. Nach der missglückten Krildenmission entschloß sich St. Dementius, sein Leben der Suche nach dem Heiligen Gral zu widmen. Aufgrund eines Schreibfehlers bei den Reisevorbereitungen landete er aber nicht in Palästina beim Heiligen Gral, sondern auf der Insel Mykosia, wo die "Abtrünnige Kirche des Hl. Phalloidos" den Heiligen Pfahl verehrte. Als Dementius seinen Irrtum und das Ausmaß der dortigen Ketzerei und Verderbtheit erkannte, ergriff ihn heiliger Zorn, und er entweihte den Heiligen Pfahl auf nicht näher beschriebene Weise. Daraufhin erlitt er durch die aufgebrachten Gläubigen unter Führung der Priesterin Chlamydia den Märtyrertod - ebenfalls auf nicht näher beschriebene Weise. Im Jahr 1302 erfolgte seine Heiligsprechung - entweder durch Papst Inkompetenz IV. der römisch-katholischen Kirche, oder durch Patriarch Imbecilios der griechisch-orthodoxen Kirche. Beide Kirchen leugnen bis heute die Verantwortung für seine Heiligsprechung.
Der heilige Dementius gilt heute als der Schutzheilige emeritierter Professoren, die - ähnlich wie die beiden erwähnten Kirchen - standhaft behaupten, sich nicht an einen solchen Heiligen erinnern zu können.
Dr. Heide Christensen
Universität Neu-Altenstadt
FB Vergleichende Religionswissenschaften und Irrlehren
Bei einem Besuch im Freilichtmuseum Groß Raden entdeckten wir bei der Nachfragen nach DDR-Veröffentlichungen auf einen dicken Band über die Kultur der Nordwest-Krilden!!
Sensationelle Erkenntnisse über den Exodus der Krilden im späten 7.Jh. auf der Flucht vor der Christianisierung durch die Byzantiner und die Ankunft im Jahre 739 im Gebiet des heutigen Groß Raden wurden darin publiziert.
-- Wer nachlesen möchte, Lit._Angabe siehe unten.
Besonders faszinierend ist die darin aufgestelte These, daß die sog. "Tempelburg" der krildischen Gründung (!) Groß Raden eine Spätform der schon im Ursprungsland der K. verbreiteten Amphitheater ist! Darin wurde zu Ehren des heiligen Baums (siehe frühere Einträge über den Baumkult)von den jungen Männern des Volkes ein Wettkampf zweier Mannschaften ausgetragen, bei dem eine aufgeblasene Schweinsblase in einen Korb an dem in der Mitte aufgestellten heiligen Baumpfahl geworfen werden mußte. Die Zuschauer dieses Rituals durften übrigens nur Frauen sein, da die Nordwest-Krilden das Matriarchat hatten und ausschließlich Frauen heilige Handlungen überwachen durften.
Hat jemand vielleicht Informationen über das Matriarchat im Ursprungsland oder ist es vielleicht erst bei der krildischen Völkerwanderung wieder aufgetreten ??
Hoffen auf neue Erkenntnisse,
Autorenkollektiv S.Crumbach, A. Klockenberg & C. Wenzel.
Lit.: "Das Bild der werktätigen Frau im frühen Mittelalter - Erkenntnisse über das Matriarchat der Nordwest-Krildinnen."
Amalie-Augusta Blaustrumpf, verlegt beim Suffragetten-Kombinat Leipzig, DDR 1956
(leider keine ISBN ...)
P.S.: Wir werden morgen mehr zum Thema in der Bibliothek des Landesmuseums in Hannover recherchieren...
Hallo Sylvia Mit der Agro-Metallurgie sprichts du ein gutes Thema an. Ich habe irgendwo tief in meinen Unterlagen noch einen alten Artikel von Prof. Alan Chain-Mail aus London gefunden, der die Südkrildische Verfahrensweise der Verhüttung von Eisenkraut, des Eisenwollespinnens und Strickens von Kettenhemden beschreibt. Diese Kettenhemden haben dann die Kelten gesehen und, in Ermangelung der technischen Kenntnisse, das heute übliche Kettenhemd erfunden. Hilmar --- Literatur Prof. Alan Chain-Mail, Southern Crildic Culture, Agri-Culture and Social Life, London, neunzehnhundertwasweißich
Definitiv NEIN! Denn das kommerzielle Nutzen der Bäume steht in direktem Widerspruch zu den Glaubensgrundsätzen der Krilden! oder würde ein Christ aus dem Bahrtuch Christi Stofftaschentücher machen?
Udo
Hat in diesem Zusammenhand schon jemand von den neuen Forschungen zur Agrometallurgie in im ausgehenden PMA gehört? Gerade die Verhüttung von Eisenkraut ist ein hochinteressantes Thema. An neueren Angaben kann man in diesem Zusammenhang von ganz besonderen Damannzierungstechniken ausgehen. Wer weiß genaueres? Sylvia
Zwei Buchtitel, die ich empfehlen kann: "Die Geschichte der nordastoriansichen Schöten", Prof. Dr. A Ahtz, Uni Tirana 1956 und "Baum- und andere Vegetabilkulte der Krilden im vorderen Orient" Heninng B. Stech-Lich, Nürnberg 1935
Udo
Mir ist letztens ein schonm etwas älteres Buch (leider ohne ISBN) in die Hände gefallen. Der Titel war "Ackerland und Gewässergrund - Zeugen verganger Zeiten" In dem dort enthaltenen Bodenfundarchiv sind einige Stücke aus Mitteldeutschland aufgeführt, die man stilistisch auf die Krilden zurückführen könnte. Auch und grade das Schötenmotiv ist in der Fundbeschreibung des öfteren enthalten. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob die Datierung der Funde in den Übergang FMA/GMA so korrekt ist.
Gruß, Ivain
Hadd, das ist mal wieder typisch für Dich und Deine Denkensweise...Du glaubst, nur weil Du in der sog. "Schöten-Szene n Licht bist ("Ich mach das seitahren un Ihr seid allet kleine Kackers), Schöten- und seit kurzem auch (als Trittbrettfahrer eines neuen Trends?) Kilden-Events von sehr zweifelhaftem Ruf organisierst kannst Du hier einen auf dicke Hose machen...SO NICHT KAMERAD! Was Deine sogenannten Theorien wert sind haben wir ja schon seinerzeit bei dem monatelangen Disput zwischen Dir und Prof. Dr. Dr. Dr. Lauhe-Lufth erkennen können*! Ich finde, bevor wir jetzt ins dilletieren kommen, sollten wir zunächst einen Orag-Ausschuß bilden in dessen Unterausschüssen darüber debattiert werden muss, ob wir A. Abstimmen und B: Eine Mailingliste ins Leben rufen. Und wenn Ihr meinen Vorschlag nicht gut findet, dann ziehe ich mich unter Androhungen von strafrechtlicher Verfolgung des Vorgangs laut zeternd zurück...jawohl! *Entwicklung der spätpomodorianischen Senkgruben im ausgehenden Frühbarock unter Berücksichtigung des chinesischjapanischen Krieges auf den norditalienischen Weinanbau..
Udo
Nach meiner Information befasst sich die Mittelaltergruppe "miles rediculat" mit dem Reenactment der krildischen Kultur. Besonders mit dem Aufstand der Krilden gegen die Römer im ersten Jahrh. u.Z.. Aus einem Aquäduktfund ist das Banner der Aufständischen mit der Stickerei (Goldlahmgarn auf Seide, pink und grün) bekannt. Die Aufschrift lautete "Romanus ite Domus". Leider ist dieses frühe Stück außergewöhnlicher, fast schon industrieller Textilherstellung, wie so viele andere Funde im 2. Weltkrieg verloren gegangen und wurde seit dem nicht mehr pupliziert. Quelle Trotz Sturm und Blitzschlag - Klassenkampf in der Archäologie S. Schönwitz und Autorenkollektiv UDSSR 1969