Hallo Christoph, genau das will ich doch herausfinden, wo sitzen die einzelnen Gruppen, Vereine oder Einzeldarsteller im Lande, was tun diese und ist es möglich sich auszutauschen. Ich möchte den Konflikt Welfe contra Staufer als historischen Anlaß nehmen, gemeinsam einen Teil unserer Geschichte darzustellen. Meine Gruppe, Die Dorrenberger zu Suntraha e.V., stellt Teile einer Burgmannschaft der Reichspfalz Boyneburg dar, dessen Burgvogt möglicherweise direkt durch Barbarossa eingesetzt wurde, das aber ist bis jetzt nur Vermutung, wir forschen noch und arbeiten an uns. Gruß Ariweyet
Die Dorrenberger zu Suntraha
Hallo zusammen, aufgrund der besonderen regionalen Lage meiner Heimat Nordosthessen zwischen Tannen- und Boyneburg an der hessisch/thüringischen und etwas weiter auch der niedersächsischen Landesgrenze und damit fast identische nordöstliche Trennlinie des welfischen und staufischen Machtgebietes während der Herrschaft Friedrich I. Barbarossa und darüber hinaus sowie seine mehrfach nachgewiesene Anwesenheit in der ehem. Reichspfalz ?Bemelburg? heute Boyneburg (s.h. Gelnhäuser Urkunde v. 1180 n.Chr.), interessiert mich die Geschichte der Staufer, besonders der frühen Staufer, und die Auswirkungen ihres Schaffens auf die Entwicklung der einzelnen Regionen Deutschlands und speziell auf Nordosthessen und Thüringen. Grenzgebiete haben ihren Reiz und vielfach eine bewegte Vergangenheit, man muss nur einfach suchen und auch in die regionale Geschichte eintauchen. Doch das ist nicht mein Anliegen, sondern mich würde viel mehr interessieren, ob es unter den vielfältigen Hochmittelalter-Gruppen, die mit ihrer Darstellung zwischen dem beginnenden 12. und ausgehendem 13. Jh. angesiedelt sind, so etwas wie die Reflexion der andauernden Auseinandersetzungen der beiden um die Macht kämpfenden Geschlechter der ?Welfen? und ?Staufer? gibt? Gibt es Gruppen, die sich aufgrund ihrer regionalen Geschichte und Lage oder auch biographischen Legende der ein oder anderen Seite oder einer anderen staufischen Konfliktpartei (z.B. Normanne oder Italiener) zugehörig fühlen und dies in ihrer Darstellung aufarbeiten? Wenn ja wie geht Ihr damit um, wo setzt ihr Schwerpunkte, wie bringt ihr das zum Ausdruck? Gibt es Kit-Guides für Staufer oder Welfen etc.? Gibt es Lager, Märkte, Veranstaltungen in denen diese Thematik eine Rolle spielt? Gibt es darüber hinaus Kontakte deutscher Gruppen nach Norditalien oder Nordfrankreich, die ebenfalls 12.-13. Jh. darstellen und ähnliche Ansätze aufweisen um ggf. auch mittelalterlich Interessierten aus anderen Regionen Europas aber hier lebend, eine Möglichkeit der Darstellung innerhalb einer geschichtlich und regional festgelegten Gruppe zu geben und über den Tellerrand hinaus Erfahrungen anderer einzubeziehen? Kann man z.B. auf der Basis dieses uralten Zwistes, gerade in Regionen in denen ein ?Hastingsremake oder -Abklatsch? ziemlich albern erscheinen würde, Veranstaltungen eine historische Identität verleihen, ein gemeinsames Rollenspiel entwickeln sowie regionale und europäische Geschichte darstellen? Das sind zwar Fragen über Fragen, die mir aber zur Entwicklung einer persönlichen mittelalterlichen Identität und der unserer Gruppe z.Zt. auf der Seele brennen. Ich brauche für die glaubhafte geschichtliche Darstellung einer Person und einer größeren Gruppe eben nicht nur die richtige Gewandung sondern auch die ethnischen und kulturellen Wurzeln, die die weitere Entwicklung entscheidend beeinflussen und bestimmen. Darüber hinaus ist es mir zu langweilig ein Eremitendasein zu fristen und isoliert mit der Gruppe zu arbeiten sondern mich interessieren schon die Erfahrungen und der Austausch mit Anderen. Was denkt ihr darüber oder habt ihr möglicherweise einige Antworten für mich? Gruß Ariweyet
Die Dorrenberger zu Suntraha