für die, die sich etwas intensiver für die Abtreibung im Mittelalter interessieren, sei hier eine kleine Literaturangabe gegeben.
Ich habe mir vor kurzem Robert Jüttes "Geschichte der Abtreibung" (ISBN: 3 406 37408 5) angeschafft und den Abschnitt über das Mittelalter gelesen. Vorab sei gesagt, daß die "Geschichte der Abtreibung" nur ein kleiner Überblick ist und sein soll, von der Antike bis zur Gegenwart. Wesentlich interessanter ist die Literaturliste am Ende jeden Kapitels, die den Interessierten auf spezifischere Werke der verschiedenen Epochen hinweisen.
Das Kapitel über das Mittelalter ist von Günter Jerouschek geschrieben worden und folgende Bücher sind in der Liste vermerkt:
"Die Einstellung zum Kind im Mittelalter", und "Geburtenbeschränkung im frühen Mittelalter" aus "Mensch und Umwelt im Mittelalter" hrsg. von B. Herrmann
"Bemerkungen zur Abtreibung in Byzanz" von C. Cupane u. E. Kislinger
"Die Peinliche Gerichtsordnung Karls V", hrsg. G. Radbruch u. A. Kaufmann
"Mittelalterliche Volkskultur" von A. J. Gurjewitsch
"Lebensschutz und Lebensbeginn. Kulturgeschichte des Abtreibungsverbots" von G. Jerouschek
"Empfängnisverhütung, Abtreibung, Kindestötung und Aussetzung im frühen Mittelalter" vob A. Kammeier-Nebel
(aus: "Frauen in der Geschichte VII, hrsg. W. Affeld u. A. Kuhn)
"Die Abortiva in der römischen Kaiserzeit" von A. Keller
(Für die, die wissen wollen, was es so gab/gibt)
"Arzt und Heilkunde in den frühmittelalterlichen Leges. Eine Wort und sachkundliche Untersuchung" von A. Niederhellmann
Fremdsprachliche Werke und solche, die sich eher mit religiösem Blick auf das ganze befassen (2 Werke) habe ich hier weggelassen. Bei Interesse kann ich die aber auch noch auflisten.
Leider habe ich noch keines der spezifischeren Bücher und Texte gelesen, kann also dafür keine Wertung abgeben.
R. Jüttes Buch bietet aber einen schönen Überblick über die Geschichte der Abtreibung. Das Fazit, das mir hängengeblieben ist, war: Frauen hatten eigentlich zu jeder Zeit Mittel und Wege, ihrer ungewollten Schwangerschaft ein Ende zu setzen.
Liebe Grüße, Anna
ich hätt nicht gedacht, das meine Aussage so eine Welle auslöst ;-)
Ich züchte hobbymässig Zwergkaninchen und mir sind schon 2 Kaninchen an Petersiliengabe zugrunde gegangen. Das hat der TA festgestellt. Und auch meinem Grossvater, der den (allerdings Schlachtkaninchen) Ninchens Petersilie gegeben, damit das Fleisch besser schmeckt, auch ihm sind Ninchen gestorben innerhalb dieser Zeit. Es ist keine Behauptung das es so seo MUSS, ich bin halt einfach nur sehr vorsichtig was Kaninchen und Petersilie angeht.
Viele liebe Grüsse, Clodhild
Moin,
Petersilie ist reich an Vitamin A, C und E sowie den B-Vitaminen. Außerdem enthält sie viele Mineralien, vor allem Kalium. Kalium ist besonders für die Funktion der Nerven- und Muskelzellen wichtig. Darüber hinaus enthält Petersilie einen sekundären Pflanzenstoff, das Apigenin, aus der Gruppe der Flavone. Diese gelten u. a. als entzündungshemmend und antiallergisch.
Apiol, ein weiterer Wirkstoff der Petersilie, wirkt stimulierend und, allerdings erst in sehr hoher Konzentration, abortiv.
Für den Humanbereich hat das Bundes- gesundheitsamt am 06.05.1993 eine Aufstellung traditioneller Anwendungsgebiete für Kräuter veröffentlicht. Hier wird die Petersilie nach den Anwendungsgebiete n (Indikationen) "A" und "O" eingestuft. "A" steht dabei für: "Stärkung und Förderung der Verdauungs-funktion" und "O" für: "Unterstützung der Ausscheidungsfunktion der Niere".
Diese Wirkung lässt sich auch bei Kaninchen beobachten.
Immer wieder berichten Züchter davon, dass nach Einsatz von Petersilie Blähungen und Durchfälle zurückgehen.
Bei den getrockneten Stengeln für den Kaninchenzüchter genießt die grobe, rohfaserreiche Ware den Vorzug vor einer feinen Ware. Zum einen unterstützen die groben Stengel den Nagetrieb der Tiere. Und andererseits sind die Bröckelverluste bei grober Ware deutlich geringer. Meist genügt der Einsatz von wenigen Stengeln an einigen Tagen in der Woche, um die Verdauung deutlich zu verbessern.
Geschwächten Tieren können Petersilienstengel auch alleine verfüttert werden. Die Akzeptanz ist dann oft ein untrügliches Zeichen für die weitere Erholung der Tiere.
Quelle:
Wolfgang Herzog RCG Nordwest eG PM Kleintierzucht 02 11 - 989 22 90
Fachartikel erschien am 12. März 2004 in der "Kaninchenzeitung"
sag mal, woher stammt die Info, dass man Kaninchen keine Petersilie geben soll?
Nicht in Mengen, da kalziumhaltig (Blasensteine), Kaninks haben eher Probleme mit Magen und Blind- als mit Dünndarm, und wegen Blinddarmblähungen eher keine Kohlarten.
Und jedenfalls nicht ungewaschen, da Möglichkeit der Übertragung von RHD von Wild- auf Hauskaninchen (obwohl dagegen geimpft werden kann und sollte).
Die Wirkung der Petersilie (Blätter? Samen? Wurzeln?) ist direkt auf die Gebärmutter, und auch auf den Darm, (je nach Quelle) zusätzlich versehen mit einer hormonellen Wirkung. Allerdings ist die Dosierung, in der das Ganze abtreibend wirkt, schon wieder in dem Bereich, wo der Schwangerschaftsabbruch sehr endgültig auch über den Tod der Frau erfolgt....
Nicole
Petersilie wirkt abführend und Menstruationsbeschwerden, vor allem solche, die sich in Kreuzschmerzen äussern sich u. a. weil der Dünndarm aktiv wird (Darum soll man Kaninchen auch keine Petersilie geben, denen zerreist es den Darm !!!) und er sich im Leib bewegt und die schon schmerzenden inneren Geschlechtsorgane bewegt
Aber es stimmt, das es bestimmte Kräuter gibt die Menstruationsschmerzen lindern weil sie krampflösend wirken, es gibt aber Kräuter die ABTREIBEND wirken, dazu gehören Aloe, Angelica (Engelwurz), Bärentraubenblätter, Basilikum, Beifuss, Liebstöckel, Muskatnuss, Osterluzei , Raute, Thuja (Schwanger auch keine Thuja-Hecke schneiden!).
Viele liebe Grüsse, Clodhild
in einem kräuterbuch (schon etwas älter) wird petersilientee aus petersiliensamen als mittel bei menstruationsbeschwerden empfohlen. ich kann mir gut vorstellen, dass der tee bei entsprechender dosierung auch abtreiben wirken kann.
Marlen
Noch zwei verdächtige Kräuter:
Wermut und (weniger wirksam) Beifuß
Bei Wermut wird sogar heute in manchen Kräuterbücher gewarnt, dass seine Anwendung in der frühen Schwangerschaft fruchtschädigend sein könnte und zu Frühgeburten führen kann.
Bei einigen anderen der diskutierten Kräuter gibts die Warnungen nicht. Gehe mal davon aus, dass Wermut so wirksam sein könnte, dass man sogar bei normalen Gebrauch ungewollt abtreiben kann. Bei anderen Kräutern (Petersilie) wohl nur ganz bewußt und mit hohen Dosen
Die Tage lief eine Gartensendung im Fernseh über Kräuter und dort wurde gesagt das man im MA mit Petersilie abgetrieben hat. Natürlich nicht mit ein zwei Stängel sondern Frau mußte schon so einige Pfund davon verspeisen.
In der Sendung wurde auch gesagt das der heutigen Strassenname "Pertersilienstrasse" noch aus dem MA stammt und dort die Huren wohnten und arbeiteten
Hi Ingo,
war keine böse Absicht, habe deinen Beitrag wohl offensichtlich wirklich falsch verstanden.
Sorry, wird nicht wieder vokommen.
Hast du denn vielleicht irgendwelche Literaturtipps für mich zu dem genannten Thema ?
Offensichtlich sind wieder mal einige wenige nicht in der Lage hier die Texte richtig zu lesen und sind entweder gleich selbst persönlich beleidigt oder beleidigen andere im Forum.
Es ist schon seltsam, dass hier (von Regína einmal abgesehen) gerade einige Frauen mit Scheuklappen herumlaufen.
@Barbara:
Um es noch einmal zu wiederholen: Ich unterstelle hier im Forum weder Dir noch sonst jemanden, dieses Wissen bewußt gegen Leben oder Gesundheit seiner selbst oder anderer Menschen einsetzen zu wollen - ich möchte nur vor dem Mißbrauch durch andere warnen, die diese Information im Internet auch finden können.
@Suse:
"aber das kannst du als Mann vermutlich nicht wissen" - Warum immer so bissig?
Oft genug wird "den Männern" (zu Recht) vorgeworfen, sie würden sich nicht um die Belange der Frauen kümmern - Du scheinst dies aber ja auch gar nicht zu wollen, das einige es trotzdem tun.
tut mir leid, das du mich für ein so hirnloses Wesen hälst.
Ich beschäftige mich noch nicht sooo lange mit dem Mittelalter und wollte lediglich mein Wissen etwas ausdehnen.
Danke Ingo!
Dank deiner weitsichtigen Intervention wird uns die betreffende gefährliche Information hier wohl auf ewig verborgen bleiben! Naja, zum Glück gibt es ja das Internet, werd mal googeln ob ich was finde. Vielleicht solltest du ähnliche Interventionen in Zukunft auch bei gefährlichen Themen wie Schwertkampf, Jagd (besonders die auf Bären!), Waffen im weitesten Sinne, Keramik (wegen der Bleiglasuren!!) u.a. einbringen. Man weiß ja nie!
Zu deiner Information: Es gibt genügend illegale "moderne" Abtreibungspraxen, die mit wenig Schmerz und Blut verbunden sind, dazu kommen zig Legale (aber das kannst du als Mann vermutlich nicht wissen). Zumindest in Deutschland dürfte es niemand nötig haben, sich (auch in der Wirksamkeit) zweifelhafter "mittelalterlicher" Methoden zu bedienen.
Liebe Admins - sorry, das musste sein. Wenn ihr löschen müsst, dann machts! Aber ich versprech, ich bin gleich wiedr brav!
suse
familia ministerialis - Alltagsleben um 1280
Nur so zur Info: Diese "heimtückische Waffe" kann ich ab 18 in jedem Waffenladen legal kaufen. Da braucht man keine Bauanleitung. Heimtückische Waffen sind z.B. Stockdegen.
Lasst doch mal die Kirche im Dorf. Informationen findet man IMMER. Wenn nicht hier, dann woanders.
Olaf
ich habe soeben versucht über googel dieses Forum zu finden und es steht gleich ganz oben. www.google.de/search?[ ]
Es ist also in der Tat Vorsicht geboten. Denn leider gibt es mit Sicherheit Menschen die Verzweifelt genug sind um sich von eventuellen Konsequenzen nicht abhalten lassen diese Methoden zu wählen!? In diesem Falle sollte man eher Vorsichtig sein.
Viele Grüße, Ragna
schön, dass es noch Menschen gibt, die an das Gute im Menschen glauben (geht mir auch noch oft so).
Du scheinst aber dabei zu vergessen, das es bei nicht wenigen Menschen leider sehr viel kriminelle Energie gibt und das das Internet mittlerweile ein Informationsmedium geworden ist, wo Anleitungen nicht nur zum "perfekten" Mord, Selbstmord und auch zum Bombenbasteln zu finden sind.
Daran interessierte gehen nicht gezielt ins Forum von TV sondern einfach über Suchmaschinen wie z.B. Google und finden in der Regel was gesucht wird.
Ich unterstelle hier niemanden etwas, schon gar nicht, dass jemand, der hier eine solche historisch unzweifelhaft interessante Frage stellt, selbst an einer Abtreibung auf "mittelalterliche" Art interessiert ist. Ich wollte lediglich vor möglichem Missbrauch warnen.
Und wem bitte nützt eine Warnung "nachdem das Kind in den Brunnen gefallen" ist ("und wenn du in Zukunft Sicherheitsbedenken hast, poste sie doch bitte NACH einer Erklärung und schrecke nicht eventuell wissende im Vorfeld ab").
Steht soetwas erst einmal im Netz, wird es über Suchmaschinen überall auf der Welt gefunden auch von Leuten, die nichts mit historischen Dingen am Hut haben. Bisher findet man über diese Abtreibungsform noch nichts im Internet.
Du schreibst "Ich gehe davon aus, daß Menschen, die intelligent genug sind, das Internet zur Informationssuche zu nutzen, und die ihren Intellekt offensichtlich anregen (indem sie sich zum Beispiel mit der Diskussion historischer Themen befassen) mit Sicherheit nicht zu doof sind sich ggf. herkömmlicher Methoden (vor allem dem Besuch beim Arzt) zu bedienen."
Ich denke, dass das Internet von mehr Menschen als Infoquelle genutzt wird als vorher in Bücher geschaut haben oder gar in eine Bibliothek gegangen sind. Es ist soviel leichter und bequemer an Informationen zu gelangen, dass heute auch "weniger intelligente" Menschen den PC nutzen um sich in der rechten Szene zu organisieren oder sonst abartige Dinge tun.
Ich möchte damit keine Grundsatzdiskussion lostreten (jedenfalls nicht in diesem Thema), sondern nur anregen, darüber nachzudenken, dass manches Wissen auch missbraucht werden kann und das Internet leider keinerlei Kontrolle diesbezüglich ermöglicht. Ich vermute einmal, dass es aus genau diesem Grund z.B. nicht einfach ist, eine genaue Bauanleitung einer richtig gut funktionierenden Armbrust im Internet zu finden ist - sie gilt ja immer noch als "heimtückische Waffe" und wäre für jedermann ohne Waffenschein eine beeindruckende und tödlich einsetzbare Fernwaffe.
Trotzdem wünsche ich Dir und allen anderen im Forum einen schönen Tag
Gruß, Ingo
Hallo Ingo,
da schießt du wohl grad etwas übers Ziel hinaus. Anzunehmen, daß die Bitte um die Erläuterung einer nicht sofort verständlichen historischen Abtreibungsvariante einem Nachahmungswunsch entspringt ist ja wohl mehr als hahnebüchen! Ich gehe davon aus, daß Menschen, die intelligent genug sind, das Internet zur Informationssuche zu nutzen, und die ihren Intellekt offensichtlich anregen (indem sie sich zum Beispiel mit der Diskussion historischer Themen befassen) mit Sicherheit nicht zu doof sind sich ggf. herkömmlicher Methoden (vor allem dem Besuch beim Arzt) zu bedienen.
Ich möchte jedenfalls ganz gern erklärt haben, was es mit dem Seil auf sich hat, und wenn du in Zukunft Sicherheitsbedenken hast, poste sie doch bitte NACH einer Erklärung und schrecke nicht eventuell wissende im Vorfeld ab.
gruß suse
familia ministerialis - Alltagsleben um 1280
... hier sollen doch sicher keine Handlungsanleitungen für ungesetzliche und lebensgefährliche Praktiken erläutert werden - leider gibt es immer wieder Verrückte, die so etwas tatsächlich (in voller Verzweiflung) anwenden.
Für soetwas gibt es (trotz aller interessanten Aspekte - aus historischer Sicht) im Internet genug andere Foren wo Selbstmord u.ä. genau nach Anleitung beschrieben wird.
Gruß, Ingo
Stricknadeln halte ich auch für ziemlich unwahrscheinlich, ich halte eher Abtreibung durch Seil für möglich (wird heute übrigens noch von Frauen aus den Balkan-Ländern betrieben, von solchen, die wirklich zimelich mittelos sind, zum Besipeil Roma).
Katia