Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Damaszierter Stahl

Einträge 21 bis 40 (von insgesamt 58 Einträgen)

1 2 3

Eintrag #38 vom 30. Jun. 2005 23:26 Uhr Atir Kerroum  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Atir Kerroum eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damaszierter Stahl

Ich schätze mal, das Geheimnis des Stahls ist verloren gegangen, weil es nicht mehr benötigt wurde.
Raffinierstahl herstellen und zu Schwertern verarbeiten zu wollen halte ich für ökonomisch sinnlos.
Die Herstellung von Do-it-yourself-Stahl selbst bei Verwendung einer Hammerschmiede ein kaum vorstellbarer Aufwand, aber das erläutert besser jemand, der mehr davon versteht als ich.
Selbst wenn man das Geheimnis des Stahls (immerhin mehrtausendjährige Erfahrung) ergründen könnte: Die Schwerter würden so viel kosten wie ein japanisches Katana, wären aber vermutlich nur etwas besser als ein 300-Euro-Schwert aus der Tschechei…
Gruß

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #37 vom 30. Jun. 2005 22:59 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aber auch nicht soooo schwierig....

Hallo Frank
Punkt 1:
Im Großen ganzen: Ja, nur, damit es gut aussieht.
Hat man allerdings zusätzlich noch hochleistungsfähige (z.B. Moderne) Stähle miteinander kombiniert und viel(!!!) Sorgfalt in die Wärmebehandlung gesteckt, holt man auch mehr raus.
Punkt 2:
Gibt `s noch nicht, u.A. weil ich noch keine Zeit hatte, sowas zu schreiben ;-) Wobei ich mich hier jetzt speziell auf die Raffiniergeschichte beziehe. Schmieden für Anfänger: Da lässt sich schon was finden.
Punkt 3:
Hast mich soweit richtig verstanden, Wobei ich sehr vorsichtig bin mit “besser” und “schlechter”. Ein gut raffinierter, reiner Kohlenstoffstahl (z.B. Renneisen) ist nicht unbedingt “besser” als ein moderner Stahl, der auf hohe Lagenzahl gefaltet wurde. Die Güte des endproduktes hängt nämlich noch von vielerlei anderen Dingen ab (allen Voran Härten, aber auch Geometrie, ausgewogenheit, proportionierung etc.)
Sooooooo Kompliziert ist die Gewinnung und verarbeitung (Raffinierung) von Renneisen nicht, vorausgesetzt, man probiert nicht einfach so ins “Blaue”, sondern macht sich vorher schlau, wie `s geht. Es gibt nämlich inzwischen schon ziemlich viele Leute, die die Erfahrungen und Fehler bereits geamcht haben. Die hatten aber bisher auch noch keine Zeit, ein Buch zu schreiben…
Das das mit modernen Mitteln nicht geht, stimmt so nicht ganz. Es ist aber nicht wirtschaftlich. Es geht also rein ums Geld, das ist aber auch schon alles.
Ganz verlorengegangen ist das Wissen übrigens nicht. Besonders in japan gibt es, bekanntermaßen, noch einige, die diese Techniken zur Perfektion beherrschen und hierzulande geben sich einige wenige die größte Mühe. Oft auch mit guten Ergebnissen!
Punkt 4:
Jau, wie gesagt: Vorher fragen, wie genau das geht und dann einfach machen. So schlimm ist es nicht (der Arbeitsaufwand ist weit größer, als das benötigte Grundlagenwissen!)
Also: Wenn Du das machen willst: Mach einfach!
Die wichtigste Grundlage zum Raffinieren ist sauberes Beherrschen des Feuerschweißens, und auch das ist, unter Anleitung, kein Hexenwerk. Ich selbst habe lange dazu gebraucht, hatte aber auch kaum Anleitung. Heute stelle ich immer wieder resignierend fest, wie unter meiner Anleitung selbst blutige Anfänger saubere Scheißungen beim ersten Versuch hinkriegen…
Euer Traumschmied

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #36 vom 30. Jun. 2005 21:03 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damaszierter Stahl

Oh weh Oh weh das war ein Patzer.
Natürlich, sonst hies es ja auch nicht STEINzeit.
Hallo Claudia,
daß es sooo einfach ist mein’ ich ja garnicht. Aber in die Richtung in der der diese Versuche gehen hab’ ich schon auch gedacht. Und mit 2,5 KG lässt sich doch schon was anfangen, oder nicht:-)
Gruß aus Franken
Frank

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #35 vom 30. Jun. 2005 19:36 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Renneisen

Zu Deinem vierten Punkt:
Steinzeitlich ist ein Rennofen ganz sicher nicht mehr, bei Eisengewinnung haben wir Eisenzeit :-)
Aber zu den Schwierigkeiten: Die liegen weniger im direkten Bau des Ofens, sondern in der Auswahl des Erzes, dem Rösten, dem Einschichten in den Ofen, (wie viel Kohle mit wieviel Erz, wie schichtet man), den eventuellen Zuschlagstoffen, der Feuerführung, Belüftung, etc. pp.
Ich habe vor ein paar Jahren mal jemanden gesehen, der jahrelang probiert hatte. Laut seiner Aussage waren sie am Anfang froh, wenn sie mal ein kirschgrosses Stück Eisen rausbekamen. In dem Lager, wo ich war, hat er zwei Wochen lang jeden Tag eine Charge gemacht. Die Ausbeute ging von 3,5 kg Luppe (ausgeschmiedet 2,5 kg Eisen) aus 10 kg Erz bis zu ein paar Schlackebrocken bei der gleichen Erzmenge. Und das nach mindestens 2 Jahren ßbung!
Also alles nicht soooooo einfach :-)
Gruss, Claudia

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #34 vom 30. Jun. 2005 19:05 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damaszierter Stahl

Hallo zusammen,
ich hab’ nach langer Abwesenheit hierim Forum wieder mal ein paar doofe Grundsatzfragen:
1. Was bringt mir ein damsziertes Messer? _ Ist doch nur damit’s gut aussieht, oder?
2. Ich komme mit dem Unterschied Renneisen, Raffinierstahl usw noch nicht ganz zurecht. Gibt’s sowas wie “Schmiedetheorie für Anfänger” in Buchform? Damit ich irgendwann vielleicht auch mal mitreden kann und nicht nur Fragen stelle.
3. Wenn ich davon ausgehe das - wie Arno sagt- (wenn ich’s jetzt richtig interpretiere) moderner Stahl qualitativ, wenn auch nur zum scherterschmieden, schlechter ist als der alte, dann muß ich mich doch fragen, wie das Wissen verloren gehen konnte und vorallem: (… und das ist jetzt die eigentliche Frage) Was ist soo kompliziert Eisenerz zu schmelzen und dann solange zu falten bis Raffiner(ter) -Stahl draus wird, daß man es mit heutigen Mitteln nich nachahmen oder zumindes ergründen könnte?
4. Kann man nicht (vorallem im Hobbybereich wo ‘sichs ja nicht unbedingt rechnen muß) entsprechende Versuche machen? Ist das soo aufwändig? Ich meine wir haben (fast) alle in der Schule gelernt wie man, im Prinzip, einen steinzeitlichen Hochofen zur Eisengewinnung baut. Für Kleinstmengen bis zu ein paar Kilo sollte das doch im theoretisch machbar sein, oder liege ich da komplett daneben??
Ich meine ja nur, da gehts ja dann nicht ums Geld, man will ja nicht reich werden.
Sorry für diese Fragen, aber das sind so Gedanken die mich beschäftigen. Schmiede verzeiht mir;-)
Gruß aus Franken
Frank

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #33 vom 14. Jun. 2005 21:34 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damaszierter Stahl

Spekulation und Kombination von Hinweisen gehört nun mal auch zum Geschäft in der Archäologie (auch wenns nur hobbymäßig betrieben wird). Man darf nur nicht im Umkehrschluss eine These als Wahrheit verkaufen.
Und ein scheinbarer Hort von mehreren beschädigten damaszierten Messern ist gerade für das HMA mehr als ungewöhnlich.
…und für die Diskussion ist ein Einwurf alá “Wir waren nicht dabei, könnens daher nicht wissen, also ists auch egal!” nicht gerade produktiv.
Pax, Timm

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #32 vom 14. Jun. 2005 16:44 Uhr Oliver Höfgen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver Höfgen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damaszierter Stahl

>Ich finde es durchaus Interessant, wie die
>Gegenstände dorthin gelangt sind…
>…und von den 1000 Möglichkeitem sind
>eben nicht so viele wahrscheinlich.
Das Problem ist, dass wir das ohne eine Zeitmaschine nicht werden ergründen können, somit bleiben 1000 Möglichkeiten, egal wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich uns das erscheinen mag.
Es ist auch unwahrscheinlich in Lotto zugewinnen trotzdem passiert es immer wieder. Aber wir können ja ein paar Geschichten dazu erfinden, jede genauso wahrscheinlich wie die andere, nur mal mehr und mal weniger unterhaltsam :-)

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #31 vom 14. Jun. 2005 13:51 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ?!?

Ich finde es durchaus Interessant, wie die Gegenstände dorthin gelangt sind… …und von den 1000 Möglichkeitem sind eben nicht so viele wahrscheinlich.
Weniger interssant finde ich hingegen wie die Eisenreste die Jahrhunderte überstanden haben, denn sowas ist kein großes wissenschaftliches Geheimnis. Eisenmetalle werden unter Wasser deutlich besser konserviert, da sie im Wasser nicht so viel Sauerstoff ausgesetzt sind. Insbesondere wenn sie in eine besonders Sauerstoffarme Schlickschicht sinken, sind die Substanzverluste vergleichsweise gering.
Pax, Timm

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #30 vom 14. Jun. 2005 11:16 Uhr Oliver Höfgen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver Höfgen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damaszierter Stahl

Kennst du den Film Johanna von Orleans mit Milla Jovovich?
Als der Teufel ihr zeigt wie das Schwert auf die Wiese gekommen sein könnte(die einzig wirklich gut Szene in dem ganzen Film)?
Es sind unzählige Wege denkbar wie die Gegenstände in den Fluss gekommen sind. Interessanter ist die Frage wie die Eisenreste die Jahrhunderte überstanden haben.

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #29 vom 14. Apr. 2005 09:35 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rheinfund

Könnte es nicht sein, daß der “Rhinfund” aus einem gekenterten Boot stammt oder irgendwie über Bord gefallen ist?
Bis denn
Karen

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #28 vom 13. Apr. 2005 20:34 Uhr Michael Leprich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Leprich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht K100

Nochmal zu dem Thema
Ich hab mir mal die Werkstoffeigenschaften und alle Festigkeits und Bearbeitungstafeln angesehen, und du könntest wirklich recht haben, damit dass es kein K100 ist.
Wir habe nämlich alte und bereits beschädigte Präzisionswinkeleisen wie du sie für die Fräserei brauchst verwendet…
Nach dem Nachlesen und meinem eigenen Wissen denke ich nun auch, dass es kein K100 sein kann…
MFG
Mike

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #27 vom 13. Apr. 2005 20:16 Uhr Michael Leprich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Leprich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht K100

Hallo Arno
Ich bin mir ziemlich sicher, ich habe das Material in der Schule besorgt (HTL wenn dir das was sagt) und unser Schmiedemeister hat den Werkstoff ausgewählt….
Er hat sich sehr gut verschweißen lassen, keine Gefügefehler oder ähnliches….
Unter Normalbedingungen glaube ich, dass dieser Stahl nicht sehr gut schweißbar ist, aber zum Feuerverschweißen geht er offenbar….
Es ist doch nur wichtig, dass man nicht über 1,6%Kohlenstoff kommt, denn dann kann man Schweißen völlig vergessen, ebenfalls wenn er Chrom oder ähnliches beinhaltet.
Zur Info: unser Schmiedemeister hatte zunächst auch Bedenken ob er sich verschweißen lässt, aber wir haben es ausprobiert und es hat funkioniert.
Ich schicke dir gerne ein Bild von der Klinge (noch nicht poliert und geätzt).
MFG
Mike

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #26 vom 13. Apr. 2005 10:09 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hm...

Hallo Timm
Das wäre auch eine Möglichkeit. ich werde bei Gelegenheit mal hinterfragen, ob das ggf. in Frage kommt.
Ebenfalls sorry für O.T. ;-)
Euer Traumschmied

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #25 vom 13. Apr. 2005 09:36 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damaszierter Stahl

Mein Gedanke ging auch eher in Richtung einer Wüstung o.ä., die zwischenzeitlich vom Fluß überdeckt wurde.
Und die Schrottkiste finde ich immer noch logisch, da brauche ich nur in meine Schmiede zu gucken. Da steht auch eine Kiste, in die der Ausschuß fliegt und in der ich wühle, wenn ich etwas wiederverwenden kann. Ich schmeiß auch kaum was weg… ;o)
Wenn nun aber morgen die Bude abbrennt oder die Oste spontan ihren Lauf ändert, würde man in späteren Zeiten evtl. auch eine komische Kiste mit gemischtem Inhalt finden.
So, sorry für OT, zurück zum Thema. *g*
Pax, Timm

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #24 vom 13. Apr. 2005 09:09 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ausschusskiste

Hallo Timm
Kann ich mir nicht vorstellen, denn:
Noch der Großvater meines Lehrmeisters hat wohl vollkommen “ohne Schrott” gearbeitet. Jedes noch so kleine Fitzelchen Material wurde aufgehoben und bei Bedarf wiederverwertet.
Ich denke eher, es handelt sich tatsächlich um Material, das von “Endkunden” ausgesondert wurde, die entweder recht wohlhabend waren, oder zu faul, zum Schmied zu gehen. Auch denkbar wäre, das das Material eben doch nicht soooo wertvoll war, dass sich das “recycling” kleinerer Gegenstände lohnte. Aber offen gestanden, ich grüble selber noch drüber nach.
Besonders erstaunlich war, dass z.B. auch Hufeisen dabei waren, die gegenüber den Messern eine weit größere Materialmenge darstellten. das könnte wieder für die Ausschusskiste eines Schmiedes sprechen, wäre der Fund nicht im ehemaligen Wasserlauf des Rheins gemacht worden, eine denkbar unpraktische Schrottkiste für die Wiederverwertung…
Eine zeitlich jüngere “Entsorgung” des Materials ist wegen eben dieser Lage auch sehr unwahrscheinlich, wenngleich nicht ausgeschlossen.
Euer Traumschmied

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #23 vom 13. Apr. 2005 08:30 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damaszierter Stahl

Moin Arno,
wäre es nicht möglich, dass da die Ausschußkiste einer Schmiede zu Tage gekommen ist?
Das würde dann auch nicht der These wiedersprechen, dass das Material teuer war und weiterverwendet wurde.
Pax, Timm

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #22 vom 13. Apr. 2005 07:53 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht K 100

Hallo Mike
Bist Du sicher, dass es ein K 100 war???
Zur Erklärung:
K 100 ist eine Werksbezeichnug von Böhler (Stahlerzeuger). Dahinter verbirgt sich ein Hochlegierter Stahl mit der Werkstoffnummer 1.2080. Dieser Stahl dürfte eigentlich nicht schweißbar sein!
Euer Traumschmied

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #21 vom 13. Apr. 2005 07:47 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zu Eintrag 19 und 20

Hallo Ihr:
Inzwischen bin ich schlauer ;-)
Letztes jahr hatte ich die Gelegenheit, einige “Lesefunde” (also solche, die nicht aus einer Archäologischen Grabung stammen), von “Gebrauchsmesserklingen”, die sich morphologisch etwa ins 13. bis 15. Jhdt. einordnen lassen, untersuchen zu dürfen.
Die ßberraschung:
Die etwa 15 Klingen waren ALLE aufwändig Damsziert! Sogar so aufwändig, das ich bis jetzt noch keine Zeit zum Nachschmieden hatte…
Die zweite ßberraschung:
Die Klingen wurden sämtlich in einem versandeten Flußbett gefunden, neben einigen anderen, eisernen “Abfällen” und waren meist beschädigt (abgebrochene Spitze, Bruch in der Mitte, Risse). Es ist also gut möglich, das man diese schönen Stücke einfach weggeworfen hat. Hätte ich nicht gedacht, denn es steht nicht recht im Einklang mit der gängigen Ansicht, Stahl wäre sehr teuer gewesen.
Euer Traumschmied

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne

Arrow_upNeue Einträge oberhalb dieser MarkierungArrow_up

Eintrag #20 vom 12. Apr. 2005 21:52 Uhr Michael Leprich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Leprich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damaszierter Stahl

Hi nochmal
Mir ist es inzwischen gelungen ein Damastmesser herzustellen.
Verwendet hab ich dazu einen K100 (zb in meinem Fall alte Winkeleisen) und einen gewöhnlichen Baustahl.
Hat sich auch recht gut Verschweißen lassen mit Quarzsand, und das Ergebnis nach dem Schleifen war auch zufriedenstellend…. hatte nur noch keine Zeit zum ßtzen….
Die Maserung kann man bereits bei 45 Lagen gut erkennen, obwohl er noch nicht geätzt wurde.
Als dann
Viel Glück :)
Mike

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #19 vom 03. Feb. 2005 16:06 Uhr Michael Leprich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Leprich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Welche Stähle braucht man für Damaststahl?

Hallo….
Ich will mal einen Damaststahl erzeugen, und weiß aber nicht, welchen Stahl ich neben dem gewöhnlichen Schmiedestahl verwenden muss, um beim ßtzen einen Schönen Kontrast erzielen zu können…
Wär echt super wenn jemand eine Antwort weiß, nach Möglichkeit auch mit der genauen Stahlbezeichnung.
Thx
Mike der Mächtige
Mike

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne

1 2 3