ich habe die Stifterfiguren des Naumburger Domes sowohl persönlich als auch auf vielen Abbildungen angeschaut, dabei fiel mir allerdings bei keinem ein Wappen auf Cotte oder Surcot auf…. kann es sein, daß Du das verwechselst?
ist auf dem Naumburger Dom nicht der Herr Eckhardt mit Wappen abgebildet? Und wenn ich mich recht erinnere mit Wappen auf der Surcot (also in zivil!) und das Ganze vor 1250??
Korregiert mich, wenns nicht stimmt. Und unser beliebter J. Bumke spricht auch schon in literarischen Quellen um 1200 vom Durchbruch der Wappen (auf Kleidung?).
Ich hoffe das richtig wiedergeggeben zu haben. Für weitere Info´s bin auch ich dankbar, da ich mir auch noch ein Wappen suchen will, aber noch etwas unschlüssig bin.
sich auf Mittelaltermärkten zu informieren ist schon mal der falsche Weg, es sei denn, Du willst neudeutsches Marktmittelalter darstellen.
Schaffe Dir lieber ein x-beliebiges Heraldik Buch an. Da findest Du jede Menge Vorlagen.
Wie Hudu schon richtig bemerkte, alles bitte in die richtige Zeit packen. Das “Design” der Wappen änderte sich im Laufe der Zeit übrigens erheblich. (Wenn ich nur daran denke, wie der arme Berliner Bär im MA noch auf allen Vieren rumkrauchen mußte und eher einem Wolf ähnelte). Also mußt Du Dir schon Vorlagen aus “Deiner” Zeit suchen.
Weiterhin ist es höchst öde einfach ein Wappen abzukupfern, es sei denn, Du stellst die Person dar, die dieses Wappen so verwendete. Besser ist es einen persönlichen Bezug in das ganze zu bringen und sich von alten Wappen inspirieren zu lassen.
Forsch lieber eine Weile, bevor Du überschnell was zusammenschusterst. Und die heraldischen Grundregeln dabei bitte nicht außer acht lassen!!!
Die Tavernensuchmaschine einfach mit Begriffen wie “Wappen” oder “Heraldik” füttern, eigentlich gibt es schon unzählige threads zu diesem Thema, von daher sehe ich den Sinn dieses neuen nicht ganz ein. Vielleicht kann man ja verschieben.
Seit geraumer Zeit suche ich nach vorlagen von Wappen, in etwa wie Schablonen.
ich habe mich bereits auf Mittelaltermärkten informiert wie es allgemein um Wappen steht:
Solange ich das Wappen privat und nicht gewerblich nutze, sei es egal für welches Wappen ich mich entscheide. Meine Vorstellungen an das Ausehen des Wappens richten sich in etwa in Richtung des Hessischen Wappens. Insgesamt aber auch nach dem Aufwand.
Das Wappen soll auf ein Wappenrock bzw. ein Soikot (falls man das so schreibt) an welchem ich mich mit einigen groben schwarzem Leinen versuchen wollte. Soviel zu meinem Vorhaben.
Falls irgendeiner Vorschläge für die Erstellung von Wappen oder Tips im Bezug auf Wappen allgemein hat oder mir vielleicht sogar sagen könnte wo es Bilder oder Schablonen für Wappen gibt wäre ich sehr erfreut. Ich hoffe Ihr könnt mir helfen!
ich hoffe ich bin jetzt im richtigen Forum gelandet. Letzter Versuch:
Ich suche dringend Informations-/Bildmaterial zur Heraldik der katharischen Adelsgeschlechter(z.B. Trencavel)in Südfrankreich. Hat da jemand ‘ne Quelle ?? Wäre sehr erfreulich ! Danke :)
Wie waren denn diese Kriegsdienst leistenden Ritter unterwegs? Auch mit soviel Zeugs wie der normale, erstgeborene Ritter, oder nur mit Schildknecht und einigen Gefolgsleuten? Und, trugen die Gefolgsleute eines Ritters nicht auch verkleinert dessen Wappen, um die Zugehörigkeit deutlich zu machen? Ich hab dazu nur ein Bild aus dem 13. Jh. gefunden, das einen Herold zeigt. dieser trägt das Wappen seines Herrn im KLieinformat auf der rechten oberen Schildecke.
Wie wars mit Reisigen, Kriegsknechten u.ä. bei Rittern und dienstleistenden Rittern?
…ja, das ist etwas ganz anderes. Die zweiten und folgenden Söhne eines Adelshauses waren meist gezwungen, im eigenen Hause Dienst zu nehmen, oder gingen zu einem anderen Dienstherren in der Hoffnung auf Gunst, Lehen und -Heirat!
Für die Bezahlung hat sich wohl im Laufe der Zeit der Begriff “Besant-Lehen” (vom Gold-Byzantiner) aus den Kreuzfahrerstaaten eingebürgert.
Also erst mal vielen dank für die vielen Informationen.
Ich möcht einen Ritter darstellen der wie gerade geschrieben für entlohnung für andere Herren in den Krieg zieht soweit ich bis jetzt belesen war ist das auch üblich gewesen in der damalgen Zeit.
Vielleicht sollte der Begriff Söldner in diesem Zusammenhang definiert werden.
Wie Sascha schon schreibt, haben sich auch Ritter (für gutes Geld) verpflichtet, für fremde Herren zu kämpfen. Ihr Wappen führten sie natürlich weiterhin. Dem gegenüber stehen andere (nichtadlige) Söldner, z.B. ein angeheuerter Armbrustschütze schleppte kein eigenes Wappen mit sich rum.
So weit ich informiert bin, war das Wappen im HMA an eine Person/ Familie gebunden. Nicht etwa an ein Territorium oder Herrschaftsgebiet. Ein Familienmitglied zeigte sein Wappen auch dann, wenn es nicht mit Lehen ausgestattet ist, was in der Praxis meinte, nicht erbberechtigt war. Söldnerwesen hat mich bislang nicht interessiert. Sollte sich allerdings ein (niederer) Adliger als Söldner verkauft haben, dann hätte er trotzdem weiter sein Wappen zeigen können. Fraglich, ob dass der Standesdünkel zugelassen hätte? Und wie wäre dann gekämpft worden? Schließlich brachte man sich ja in der Verwandtschaft der Ritterlichkeit nur angelegentlich um.
Wobei grundsätzlich die Frage bleibt, wie viele “Söldner” es gegeben haben mag. Zumeist kann man wohl eher von Burgmannen ausgehen, die sich aus den niederen Adelsfamilien rekrutierten. Die waren zwar etwas entfernt von der Heimat, hatten aber keine Probleme sich im ritterlichen System zurechtzufinden. Aus westfälischen Strünkede (Herne) gibt es das Beispiel, dass sich 41 niedere Adelige gegenüber dem Grafen von Kleve 1300 als Burgmannen verpflichteten und fürderhin in der strünkeder Burg lebten. Wohlbemerkt 1300, nicht 1250.
eine weitere interessante Abteilung ist die der städtischen Aufgebote, die -teils unter den Farben -(Zeichen und Zunftsymbole)- ihres Stadtviertels bzw. der Stadt aufgestellt wurden.
Vor alem Zunft- und Viertelszeichen sind ein von uns kaum beachteter Bereich.
Ebenso sind im 13. Jhdt. die reichen Patrizierfamilien in den Städten (z.B. Köln, Lübeck) ebenfalls zu eigenen Wappenformen übergegangen, teils, um den (is ja schick) Adel nachzuäffen (is ja Geldadel), teilweise um Symbole für ihre Handelshäuser zu verbreiten.
Aber -immernoch- im HMA wurden diese Zeichen nicht als Wappen auf der Kleidung getragen, bestenfalls auf Schilden , aber auf jeden Fall auf der Fahne, die den Truppen vorausgetragen wurde, um einen Sammel-und Identifikationspunkt zu haben. Das alles änderte sich im 14. Jhdt…
Nun kann man gemeinsam angeschaffte Waffenröcke usw. nicht ausschliessen, eine Familie wie z.B. die Overstolzens , oder reiche Gilden konnten sich das sicher leisten, und das in den Farben ihrer jeweiligen Truppen.
Setz Dich mal ein wenig mit dem Söldnerwesen selbst auseinander. Abgesehen davon waren Söldner recht unbeliebte Zeitgenossen, insofern sie “frei” waren, d.h. keinen Herren und kein Zuhause hatten, und somit eine ständige Bedrohung darstellten.
Angeheuerte Kriegsknechte waren gebunden, und standen in festen Diensten, wobei sie selten “solo” auftraten, sondern ihren Dienst in ihren Einheiten taten, und an den Fleischtöpfen ihrer Dienstherren hingen…
ßbrigens wäre es kontraproduktiv, als Söldner mit einem Wappen rumzurennen, denn bei einem Jobwechsel symbolisiert das die Anhängikeit zu einem festen Herren - und das ist u.U. politisch nicht sinnvoll. Es bedeutet ja “besetzt”…
Tja, Sir Christian, vergeßt aber bitte dennoch nicht, was Hadu schrieb: “Wappen für einen Söldner entfallen!”. Da nutzt das best recherchierte Wappen nichts, wenn es nicht zur Rolle paßt. Das (mittelalterliche) Leben kann so hart sein.
Hier noch was “Südländisches” für Deine Sammlung. Ein Wappen mit “ganzem Wolf” ist in das von Peine eingegangen. Die Ursprungsform war wohl ein schwarzer Wolf mit aufgesperrtem Rachen im weißen Feld.
Die Stadt Peine informiert über ihr Wappen und seine Geschichte unter
Ich habe mich also in die Uni-B. gesetzt und gesucht und gesucht Bücher gelesen und Mikros durch geschaut und tatsächlich ich habe was gefunden in dem Werk Wappen und Siegel Regensburger Bürger tauchen doch min. 2 Wappen mit einem Wolf auf das eine erstellt am 8.12.1467
(Fam. Paller)und das andere 1359(von Friederich.
Leider habe ich kein möglichkeiten an frühere Wappenrollen zu gelangen. Ich bin aber davon überzeugt das es um 1250 änliche wappen gab. Das ist zum mindest meine schlussfolgerung meiner “Studie”!
Da in keinem Buch das ich gelesen habe der Wolf als Wappentier für meine Zeit ausgeschlossen wurde. In den bücher werden leider immer nur die wichtigsten tier formen behandelt sollte ich doch noch über unseren Geschichts-Lehrstuhl an ältere Wappenrollen bzw. beweise kommen werde ich mich natürlich melden
…ja, u.A. meines. Tiere werden in der Heraldik gerne genommen, ich würde an Deiner Stelle in die Bücherei gucken.
Allerdings: Wappen für einen Söldner entfallen! Entweder Du stellst einen Ritter, Adligen oder Angehörigen eines Haushaltes, bzw. im Dienst eines solchen Herren Dienenden dar, oder Du hast kein Recht auf ein eigenes Wappen.