Als Darstellungsutensil muss ein Dolch mitnichten scharf ausgeschliffen sein, wir reden hier nicht von einer Schlagkante von 2 mm für den “Schaukampf”.
eine Aussage über heutiges Waffenrecht gilt ja prinzipiell, nicht nur für die 1250 Darstellung, und so hatte ich das als allgemeinen Hinweis aufgefasst und mit “es gibt Rollen” (also nicht zwingend die hier angesprochene) ebenso allgemein geantwortet.
Wenn das Stück nicht in die Rolle gehört , ist das Gesetz, das es verbietet ja eh irrelevant.
aber, in Ermangelung an Quellen und Belegen, gehört ein Dolch nicht zur zivilen Ausrüstung für Deutschland 1250. Ob er militärisch dahin gehört, ist wieder eine andere Frage, aber da muss er ja wieder stumpf sein. Dazu sollte ich ihn aber dann zumindest im Schaukampf oder wie auch immer einsetzen. Das hatte ich aber oben ausgeklammert.
Darstellen, so wie mit einem stumpfen Schwert, einer ungeladenen Büchse, mit Ersatzstoffen für Bleiweiße und andere Gifte, uva.?
Es gibt Rollen bei denen gehört ein Dolch zum Gesamtbild, und wenn das Gesetz oder andere zwingende Notwendigkeiten (Gift) da einen Riegel vorschiebt, braucht man eine Alternative. Ich kenne ausländische Darsteller, die haben eine komplette Dolchattrappe, eben einfach, weil das Teil an der Hüfte da hin gehört.
Das nur zur Sinnfrage.
Die Frage, was und ob das WaffG denn nun erlaubt, verbietet, unter Umständen dann wieder doch nicht, und wenn dann nebenan… oder der Polizist einen schlechten Tag… *seufz*
Wenns wirklich sein muß, bitte im entsprechenden Thread.
Die letztes Beiträge waren von 2008, sind keinesfalls als Vorlage zu betrachten.
Ein Dolch ist über 12cm, er hat zwei geschliffene Seiten, und Stopper, damit die Hand nicht über den Griff auf die Klinge rutschen kann.
Damit hast du eine Waffe. Damit hast du nicht auf einer Veranstaltung rumzulaufen.
Mit irgendwelchen Spitzfindigkeiten ala Brauchtumspflege, brauchst du gar nicht anfangen. Dazu kann der Dolch nämlich stumpf sein. Womit wir uns im Kreis drehen → was will ich mit nem stumpfen Dolch?
Womit du noch Glück haben könntest, darfst aber nicht auf einen Polizisten mit schlechter Laune treffen, ist ein einseitiger Schliff. Dann kannst du wenigstens Brot schneiden…
Ich persönlich, in meinem Geiz, gebe aber keine 100 Euro aufwärst für eine Replik (von mir aus dieser Schweizer Nierendolch) aus, damit ich damit Brot schneiden kann.
links im Menu findest Du ein Suchfeld für´s Forum, ich traue Dir einfach mal zu, daß Du als Internetnutzer mit den Funktionen eines solchen vertraut bist. :)
In der ganzen Diskussion sehe ich einen Punkt überhaupt nicht beachtet.
Was will ich mit einem stumpfen Dolch? Wenn wir mal von Schaukampf und solchen Dingen absehen. Was bringt mir ein stumpfer Dolch?
Der hängt rum und ich kann überhaupt nichts damit anfangen. Er darf wegen des Waffenrechtes nicht scharf sein… ich kann also nicht mal nen Kanten Brot bschneiden…
die Diskussion ist, basierend auf den vorliegenden Fakten, müßig.
Du willst es tragen, und hast erklärt, wieso.
Die anderen haben erklärt, warum sie das nicht als ausreichendes Fundament für eine historische Darstellung ansehen.
Du kannst nun weiter deine Gründe und Überlegungen, sowie solche Argumente wie Handel und Wallfahrten anführen, allein, sie ersetzen keine Belege und werden somit nicht die Meinung derer ändern, die sich bislang dagegen ausgesprochen haben.
Was am Ende bedeutet:
Es kann dir eh keiner verbieten, zu tragen, was du willst. Aber du wirst in einer belegorientierten Diskussion keine Zustimmung ernten, solange die passenden Belege fehlen.
… dem Patrick voll und ganz zu, diese Quelle lässt sich in Deinem Kontext wohl leider eher nicht verwenden. ;)
Und was unsere neuzeitliche “Logik” angeht… die vergiss lieber mal ganz schnell, denn das sind alles vage Eigeninterpretationen die meist jeglicher Grundlage entbehren. Was heute für uns logisch erscheint muss damals noch lange nicht Tatbestand gewesen sein. Wenn Du eine ernsthafte, fundierte historische Darstellung anstrebst, dann stütze Dich auf Sachen die wissenschaftlich belegt sind. Alles andere wäre halbgares Rumraten und im Zweifelsfall einfach falsch und im Kontext unmittelalterlich. ;)
Wenn Du also keinen Dolch anhand der Quellen in Deinem Kontext nachweisen kannst, dann vergiss das blöde Ding doch einfach. Hol Dir ´nen schönes Essmesser. ;)
Bei den dargestellten, mit Dolchen bewaffneten Menschen handelt es sich laut Begleittext um “rustici”, also Bauern, und zwar aus San Germano in Mittelitalien. Ob das als Vorlage für die Darstellung eines adeligen aus Norddeutschland taugt, würde ich bezweifeln. Und den einen Dolch als Messer zu interpretieren finde ich auch etwas gewagt, die Qualität des Bildes scheint mir zu schlecht, um das eindeutig sagen zu können.
Also ich hatte leider keinen wissenschaftlichen Beleg für meine Aussage, Jonas.
Ich bin nur mit Logik an die Sache gegangen und probiere z.B. hier meine Logik zu fundieren.
Da Benedikt jetzt aber diesen tollen Beleg in Form eines Bildnachweises geliefert hat, denke ich, ich werde meinen Weg fortsetzen und mit einem Sachs oder Sachs-ähnlichen Dolch meine Gewandung komplementieren.
Ich dachte allerdings an eine senkrechte Anbringung am Gürtel mit Scheide!