Soweit ich weis hatten Bogenschützen ein kleines Seitengewehr, sowas wie ein Falchion, dabei??. Da sich die Bogenschützen aber eigentlich immer als erstes vom Schlachfeld verpi... haben, wenn der erste anritt kahm, denke ich mal das das eher ein gebrauchtmesser war um fieleicht neue ruten für Pfeile zu schlagen. Aufgrund einer gewissen selbstndigkeit der Bogenschützen dürften mitgeführte Messer eher als praktische Werkzeuge angesehen werden.
Mit vielen Bogenschützen ging man eher Taktisch vor und schoß ballistisch. Also mit einem riesigen Pfeilregen(da ist Hollywood mal nicht so unrealistisch) von oben in den Gegner um ihn zu schwächen und vieleicht auseinander zu treiben. Wenn dann die Reiterei in´s spiel kahm war der Job der Bogenschützen getan. Denn man wollte nicht umbedingt die eigenen Leute treffen. Deshalb vermute ich mal das die Bogenschützen eher selten in einen direkten zweikampf kahmen wo sie Nahkampfwaffen gebraucht hätten.
Das läßt sich vieleicht auch aus der Stoffrüstung(Gambeson, aceton ect.ect.)schließen. Die Bogenschützen wollten sich vornehmlich erstmal gegen die feindlichen Pfeile schützen, sie wissen ja was die anrichten, und da ist eine Stoffrüstung immer noch das Beste. Kette wurde sellten getragen, weil sie warscheilich eben selten´in direkten Kontakt mit dem Feind kahmen. Und für einen Bogenschützen ist ein Kettenhemd eh eigentlich nur eine ansammlung von Löchern! und taugt somit nicht als schutz vor Pfeilen.
@Haddu?
Was ist den unter dem üblichen Bogen zu verstehen?? Ich denke der sieht vieleicht nicht aus wie ein Englischer Langbogen?! Und in der Mac Biebel haben die Bogenschützen auch keine Langbögen sondern eher kleinere Recurvbögen.
Kann denn jemand mit Informationen über diesen Bogentyp weiter helfen. Ich weis es gibt die TschechenBögen, aber die sind alles andere als A.
ähh... *schüchtern dreinblick* ... wollte eigentlich was über Nahkampfwaffen wissen, also in Form von Kurzschwertern, Messern, Äxten, meinetwegen auch Handarmbrüsten *autsch! nicht schlagen ;o)*
siehe Eintrag Nr. 7.
Danke
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis
...bei Schmitthenner und anderen wird erwähnt, daß im Reich Bogenschützen durchaus in Gebrauch waren.
...erst mal definieren...der "Englische" Langbogen, das Instrument von fast Mannsgrösse...?
...oder der übliche Bogen, der hier zumeist benutzt wird?
Dieser Bogen ist wohl nichts aussergewöhnliches, und sowas hielt ich aus dem frühen 14. Jhdt. schon auf Burg Eltz in der Hand, vom Kustos als der übliche Bogen hierzulande benannt, der in Unmengen zur normalen Ausrüstung der Bogner auf der Burg gehört hat, in Krieg und Jagd...
miles roma - miles imperatore! Euer Haduwolff
wieso passt denn der englische Langbogen nicht ins 13. Jahrhundert? Ich meine doch, die Armee Edwards I. von England hat bei der Eroberung von Wales (bis 1284) unliebsame Bekanntschaft mit den Walisischen Bogenschützen gemacht und in Folge diese dann, später mit Kußhand als "Artillerie" vor allem gegen die Frogs eingesetzt.
Oder wie? ;-)
@Joachim
Wenn du schon bei der Nahkampfausrüstung bist hast du doch mit Sicherheit Material über das Fernkampfwerkzeug, also den Bogen, eines deutschen Bogenschützen oder?
Wenn dem so ist reich doch bitte mal was rüber. Ich würde gerne von meinem englischen Langbogen runter kommen. Er ist zwar schön aber passt halt nicht ins 13. Jahrhundert
Tag auch,
gibt es Belege - schriftl. wie blidl. - zur Nahkampfausstattung von Bogenschützeneinheiten? Hier nun speziell spätes 12. bis 1. Hälfte 13. Jh., Mitteldeutschland (Rheinland und Franken).
Beste Grüße
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis
Und nicht mit gespannten Bogen durch den Wald reiten, sonst steht man unter Verdacht der Wilderei. Kleines wissenswertes Detail kurz am Rande aus dem Sachsenspiegel, das Ruth mir gerade zeigte.
ganz neu auf dem Markt "Der gefiederte Tot"
Verlag Angelika Hörnig ISBN 3-9805877-6-2.
Hier wird nicht nur auf die Ausrüstung eingegangen, sondern auch der taktische Einsatz der Waffe im Laufe von 500 Jahren erklärt.
Sehr guter geschichtlicher Überblick.
Wenn auch schon in einem anderen Thread genannt, darf ich auch hier noch einmal auf die beiden "Klassiker" zum (englisch-walisischen) Langbogen verweisen:
Jim Bradbury, The Medieval Archer, Boydell Press, Woodbridge 1995 (ISBN 0 851115 194 9)
Robert Hardy, The Longbow - A Social and Military History, Patrick Stephens Ltd., latzte Aufl. 1992 (ISBN 1 85260 412 3).
Robert Hardy dürfte übrigens den meisten weniger als der hervorragende Langbogenspezialist, der er ist, bekannt sein als vielmehr als Schauspieler, besonders durch seine Verkörperung des Tierarztes Dr. Siegfried in "All Creatures great and small" (dt. "Der Doktor und das liebe Vieh").
Beste Grüße Nikolaj
wie üblich kommen erst mal wieder ein paar Fragen, die Du Dir zuerst stellen solltest, bzw. über die Du Informationen einholen solltest. Ohne die können wir Dir schlecht erschöpfende Auskunft geben ...
Frage 1) Welche Zeit willst Du darstellen?
Frage 2) Welche Region willst Du darstellen?
Frage 3) Willst Du einen militärischen Bogenschützen oder einen Jagdbogenschützen darstellen?
Wenn Du das weißt wird es um einiges einfacher Dir zu helfen. Ein Großteil der Szene hier im TV macht Hochmittelalter mit starkem Akzent auf deutsches HMA. Hier in Deutschland waren militärische Bogenschützen ab dem 12. Jhdt. eher unterrepräsentiert, man benutzte lieber die Armbrust. Später sieht es hier ähnlich aus.
Vor dem 12. Jhdt. - also der allgemeinen Einführung der Arbrust - waren Bogenschützen in fast allem mittelalterlichen Armeen vertreten, wenn es auch Unterschiede in der Wertung gab (z.B. die Angelsachsen hatten wenig Schütze, da dort diese Waffe als unehrenhaft galt, bei den Wikis war sie weitverbreitet und vor Hastings haben Schützen wohl mit zum Erfolg der Normannen beigetragen.
Populär wurde der Kriegsbogen zum Ende des 13. Jhdts. in England durch die Erfahrungen im Kampf gegen die Waliser, die den Langbogen effektiv gegen die Engländer einsetzten. Danach wurde er in England bis zum Ende des 15. Jhdts. zu einer der wichtigsten Waffen, blieb jedoch auf dem Kontinent nie so prominent. Man nahm lieber englische Söldner ;-)
Man kann davon ausgehen, daß der Bogen durch das Mittelalter vom einfachen Volk weiterhin für die Jagd verwendet wurde aber auch hier ist eigentlich die Armbrust - mit der man auf Lauer liegen konnte - eine verbreitete und beliebe Waffe gewesen.
Ich hoffe ich konnte Dir zumindest schon mal bei der Zeit- und Regionszuordnung helfen. Details können wir ja gerne ausklambüsern wenn Du was Genaueres weißt.
Ein guter Buchtip wäre der "English Longbowman 1330-1500" von Gerry Embleton, Osprey Publishing, wo speziell auf diesen Typ Schützen und seine Ausrüstung, Ausbildung, etc. eingegangen wird.
ich würde gerne nächstes Jahr in die MA-Szene einsteigen und suche noch Grund-Infos über das Alltagsleben, Handwerk und Ausrüstung von Bogenschützen und Bognern.
Ich hab zwar schon einige Infos in der Bibliothek gefunden, aber grad zum Thema Alltagsleben war
eher wenig zu finden.
Würde mich freuen, wenn jemand ein paar Links wüßte, die mir weiterhelfen könnten.