Ob es wirklich gegessen wurde, schildert der Film nicht.
Allerdings ist der ma Hot Dog Verkäufer mit in den ersten Szenen zu hören, wie er Lauthals Honigwein und Katzefleisch anbietet, sowie es vor dem Film der (immer nervende) Eisverkäufer getan hat, jedenfalls bei uns im Kino.
Sadistisch auf alle Fälle. Und an dieser Stelle wollen wir wieder gerne das alte Gerücht aufwärmen, dass Katze so schmeckt wie Kaninchen (daher der Begriff "Dachhase").
Nicht jeder, der Katzenfleisch ist, ist scheinbar Satanist. Obwohl, essen die das Fleisch oder meucheln die nur die Katzen?
Filmtechnisch lag die Assoziation an "wir essen gerade Katzenfleisch" schon sehr nahe.
Ich dachte bei den beiden Ereignissen an die "la ola" Welle und die fetende Menge bei "We will rock you", aber....
(und ich sach noch, damals im Kriech, da gob's jo nix, da ham' doch die Nachbarn meine Grosseltern und deren Kinder zum Kanink essen eingeladen, war nett und hat gut geschmeckt; und zwei Tage später fand meine Mutter denn das Fell ihrer Katze in der Mülltonne. Erdrückend war die Beweislage dadurch, dass die Katze in Persona nicht zurückkam)
Nicole
Nachdem innerhalb der ersten fünf Minuten über zwei Ereignisse klar ist, dass der Film keinen "A"nspruch hat, war's echt Kurzweil im mittelalterlichen Ambiente mit schön viel Blech...
Oder?
Nicole
der so gelobte Film heisst in Deutschland "Die Stunde des Schweins" und wurde mehrfach schon im Fernsehen gesendet. Auf Video ist er bei United Video (AVU-Video-Vertriebs GmbH in Konken)Nr. AV7181 erschienen, und immer wieder in einschlägigen Läden zu kriegen. Sehr guter Streifen...Oiiink!
Euer Haduwolff
Nach dem ich den Film über Weihnachten 5 mal gesehen habe (ich liebe Video), der Film heißt "Pesthauch des Todes" ist ein englischer Film spielt aber in Frankreich (15. Jhr.), der Englische Titel ist "The Hour of the Pig"
cu
EineReise mit der Liebe und dem Tod
nach einem Roman von Hans Koningsberger
USA, 1969
Länge: 85 min
Die Wanderung zweier Liebender durch die Wirren des mittelalterlichen Frankreich endet im Tod. Ein atmosphärisch dichter Bilderbogen der Grausamkeiten und Mißstände einer vergangenen Zeit, durchdrungen von romantisch-schwermütiger Resignation.
Hollywood-Altmeister John Huston variiert sein altes Thema vom würdevollen Untergang des Individualisten. Das Mädchen wird dargestellt von Hustons Tochter Anjelica, die sich später, ebenfalls unter der Regie ihres Vaters, in "Die Ehre der Prizzis" einen "Oscar" erspielte.
Leider wird der Film extrem selten gezeigt. Erinnert in seiner Schwermut an den Bergmann-Film.
Beste Grüße, HvE (Thomas)
Du meinst sicher den Film "The year of the pig", deutsche Übersetzung "Der Pesthauch des Bösen". Stimmt, der Film ist bösartig und anspruchsvoll zugleich. Was als skurriler Prozeß über ein Schwein beginnt, gipfelt in einer bitterbösen gesellschaftskritischen Abrechnung.
leider merke ich, daß ich noch jede menge an filmen verpaßt habe und mein Videoverleiher wird sich freuen.
Mal ne persönliche Einschätzung zu einigen Filmen ,die ich gesehen hab und die einen Eindruck hinterlassen haben.
- 1. Ritter (USA mein absoluter Haßflim wenn ich Leni Riefenstahl sehen will sag ich das!)
- hier fehlt mir der Titel , es ging um die Verurteilung eines Schweins (fanz. Film) unbedingt empfehlenswert
- Der Hofnarr (USA selten so gelacht, voll un"A", muß in diesen Fall auch nicht sein)
- Corona (dt. Studenten Film mit guten Kritiken - mir hat nur die Werbung dafür gefallen)
- Der Löwe von Flandern (bel. Film ist lang her, war aber tief Beeindruckt)
- Jan Hus, Zizka, und Gegen alle (cz. 60er Filme, habe leider nur die Originale sollte man unbedingt gesehen haben auch wenn man kein tschechisch versteht. Ausstattung von Wagner, daß sagt sicher dem ein oder anderen was (Tracht, Wehr und Waffen) diese Filme gibt es in cz zu kaufen zusammen ca. 50 DM)
- Die Kreuzritter (pl. Film, vergeßt die Rüstungen aber sonst ein Genuß)
Es gibt sicher gute Filme nur muß man immer was bemängeln, ein Filmteam ist keine MA-Gruppe von 5-10 Leuten, da sind Massen auszustatten. Film ist Kunst und keine Museumsveranstaltung.
Es gebe für die deutschen Filmemacher noch so viele Themen wo alles geboten wird was einen erfolgreichen Film ausmacht, Friedrich II, Ludwig der Bayer, Sigmund I, der Bauernkrieg 1525 und und und. Aber vielleicht ist es besser, daß die Typen die Finger davon lassen, denn entweder es kommt ein total überladener ich will Kunst machen Film raus oder "Unterhaltung" ala RTL.
Soweit dazu. (wollten wir selbst einen Film drehen, würden wir es sicher auch nicht besser machen)
Cu Holger
von Ingmar Bergman (hier auch als Autor tätig) von 1956, mit dem damals noch sehr jungen Max von Sydow als Ritter Antonius Block und der (auch noch sehr jungen) reizenden Bibi Andersson. Ganz bewußt setzt Bergmann alte Kirchenmalerei (sein Vater war Pastor) mit filmischen Mitteln um (z.B. die hinter dem Tod hertanzenden Menschen am Ende des Filmes). Der Ritter Block kehrt von einem Kreuzzug in das von der Pest heimgesuchte Schweden zurück. Doch am Strand erwartet ihn schon der Tod, absolut genial dargestellt von Bengt Ekerot. Doch Block hat die Fragen über die menschliche Existenz noch nicht für sich beantworten können, ist noch auf der Suche und überredet den Tod so zu einem Schachspiel um sein Leben. In der ihm verbleibenden Zeit wird er die Antwort finden und sich dieser zu liebe opfern. Vorher durchstreift die Kamera jedoch in einmaligen schwarz-weiß Bildern zusammen mit dem Ritter das mittelalterliche Schweden. Interpretationen über den Film gibt es tausende. Fest steht aber, daß man den Film nicht ohne bleibenden Eindruck sehen kann. Ein einmaliges Gesamtkunstwerk, meine absolute Nr. 1 in Sachen (Mittelalter)-Film, auch wenn er weit über dieses Thema hinausgeht. Dieser Film bewirkte sehr viel bei mir und ist mit Schuld, daß ich diesem kranken Hobby Mittelalter doch sehr intensiv nachgehe.
Nachhaltig beeindruckt verbleibt mit besten Grüßen
Joachim
PS
2 Auszüge aus Rezensionen, die ich im Netz fand und das Einmalige dieses Filmes viel besser wiedergeben, als ich es vermag.
Ingmar Bergmann erzählte einmal, daß er als kleiner Junge manchmal seinen Vater, einen protestantischen Pastor, begleitete, wenn dieser in den dörflichen Kirchen um Stockholm predigte. Er selbst war damals (als Kind) der Meinung, daß die Predigt eine Angelegenheit der Erwachsenen war. Während der Predigt beobachtete er konzentriert und aufmerksam die mittelalterlichen Malereien und Skulpturen an den Decken und Wänden: die Gaukler, die Flagellanten, den schachspielenden Tod, die Kreuzzüge, die Scheiterhaufen für die Hexenverbrennungen und die Pest. Von den Kirchenbildern inspiriert, wollte er, wie er es selbst ausdrückte, mit seinem Film "Das siebente Siegel" malen wie ein mittelalterlicher Maler, mit demselben Engagement, derselben Einfühlung und derselben Freude.
Inspieriert von der Malerei des Mittelalters hat Bergman, im ständigen Spiel mit der Kamera auf den Gesichtern der Schaupieler, einen eigenen Stil entwickelt, der mich an die expressionistischen Filme Murnaus erinnert.
Und zwar dadurch, daß der Tod, der von einem in schwarz gehüllten Schauspieler mit bleichem aufgedunsenem Gesicht dargestellt wird, der ähnlich aussieht wie dessen "Nosferatu". Ebenfalls an Murnau erinnert auch die Anfangszene, als der Ritter am aufgewühlten Strand des Meeres den Tod trifft, dessen schwarzer Mantel über die ganze Leinwand fegt, und ihm mitteilt, daß sein Ende naht. Hier setzt sich der expressionistische, ästhetische Eindruck in eine schwindelerregende Reflexion um. Das drohend bevorstehende Ende empfindet der Zuschauer zusammen mit dem Ritter. Diese Beklommenheit ist einer der stärksten Eindrücke, die uns der Film bis heute vermittelt, seit Murnaus "Faust", seit dem stummen Schrei des zum Tode verurteilten Gretchens, deren Stimme den Raum durchzieht, um den Geliebten zu erreichen, der sich am anderen Ende der Welt versteckt hat.
Hallo,
ich lass mich nur mal zu IMHO guten Filmen aus. Zu schlechten könnte ich tagelang schreiben.
Zu empfehlen ist auf alle Fälle "Der Löwe im Winter" über Henry II und Eleonore von Aquitanien.
Wer auch, außer bei der Ausstattung der Hauptdarsteller, recht gut ist, ist die Serie "Black Adder" mit Rowan Atkinson. Die Ausstattung der Hauptdarsteller ist übrigens gewollt schlecht (Satire).
Genannt wurden ja schon die Neuverfilmungen, aber ich denke einer Erwähnung wert ist doch die in Kriegszeiten (wenn ich mich recht erinnere 1942) gedrehte (und sicher auch patriotisch gemeinte) Verfilmung von Shakespeares's "Henry V" durch Lord Laurence Olivier (beginnt auf der Bühne des Globe Theater und geht dann über in die "Realität"); m.E. tief beeindruckend die Schlacht von Azincourt.
Beste Grüße Nikolaj
empfehlen kann ich die Serie "Bruder Cadfael", die -bis auf die üblichen gestrickten Kettenhemden- sehr bemüht ist, insbesondere im Bereich Bauten und Raumausstattung. Und das (doch sehr geschönte) Klosterleben ist auch nett dargestellt.
Die Kleidung ist auch gut recherchiert, und besonders gerne wird hier der Alltag gezeigt, so z.B. Märkte, Läden und so...schon arg anders, als die larifari-Märkte bei uns...
Ja, "Das Auge des Adlers" ist ein faszinierender Kinderfilm, auch wenn die Rüstungen nicht so ganz, naja...leider wurden die meisten Burgszenen auf dem durch Highlander und Co bekannten Eileen-Donnan-Castle in Schottland gedreht, was dem schönen Film keinen Abbruch tut.
Eine weitere "Perle" ist der "Hamlet" mit Mel Gibson, der auch nicht garso schlecht ausgestattet ist.
Polanskis "Macbeth" ist ebenfalls sehr liebevoll gemacht und sehenswert.
Allen Filmen eigen ist, daß es mit der Ausrüstung und Kleidung immer irgendwo hapert, aber wer sich auskennt, darf sich das Gesamtbild des Werkes nicht dadurch verderben lassen.
Und für die, die es nicht interessiert gibt es immerhin noch "Braveheart", hihi...
Euer Haduwolff
nachdem der "Lenya-Thread" etwas abgeglitten ist, nehme ich die Anregung doch gleich mal auf und beginne mit einer Auflistung guter und schlechter Filme.
"Film ab - Ton ab - und Äktschn"
Gute Filme:
"Die Wiederkehr des Martin Guerre" aber nur das Original mit G. Depardieu! Das Plagiat ist "Somersby".
"Ein Leben für Richard Löwenherz" mit Patrick Bergin, Jürgen Prochnow, Uma Thurman und Jeroen Krabbé. Kam zeitgleich mit dem Kevin Costner-Film raus und bemühte sich um authentische Ausstattung. Fazit: konnte natürlich nicht gegen die Konkurrenz ankommen, ist aber sehenswert.
"Das Auge des Adlers" (?) so hieß der norwegische Märchenfilm, der letztens im Nachmittagsprogramm lief - eine Geschichte, bei der auch die Hintergrunddaten (Thronstreitigkeiten, Namen der Rivalen, etc) stimmig waren.
Soweit ich mich auch erinnern kann "Kristin Lawranzdottir" aus Norwegen - ist aber schon 'ne Weile her, daß ich den gesehen habe.
Außerdem alle Shakespeareverfilmungen von Kenneth Brannagh, man sollte aber berücksichtigen, daß es sich um Theateradaptionen handelt.
Bedingt sehenswert: die alten Schinken "Ritter der Tafelrunde" mit R. Taylor und Mel Ferrer und "Ivanhoe" aus den sechzigern. Da hat man wenigstens bei den Klamotten halbwegs recherchiert. Gleiches gilt für "Die Wikinger" mit K. Douglas und T. Curtis - wenigstens keine Hörnerhelme.
Kategorie Fantasy - nicht historisch wertvoll aber unterhaltsam:
Dragonheart, Merlin, Kevin Costners Robin Hood, der 1. Ritter, Prinz Eisenherz aus den sechzigern, Der Schrecken der Nordsee (Wiki-Stummfilm aus den frühen dreißigern- erfüllt garantiert jedes Klischee) etc.