die Elbensprache im Herrn der Ringe wurde von Tolkien selbst entwickelt. Der gute Mann war Sprachwissenschaftler (und Mediävist) und hatte wohl eine unheimliche Freude daran, sich selbst neue Sprachen auszudenken.
Soweit ich weiß, gibt es im HdR sogar gleich zwei versch. Elbensprachen...eine davon nannte er "Sindarin", den Namen der Zweiten weiß ich leider nicht mehr.
Jedenfalls existiert eine ganze Menge an Informationen über die von Tolkien entwickelten Sprachen auch im Netz.
Liebe Grüße, Stella (bekennender Fantasyfan)
Wenn im Vorfeld nicht so sehr von der originalgetreuen Umsetzung gesprochen worden wäre, wär's halbwegs okay.
Hat jemand eine Ahnung, was das für eine Sprache ist, die die Elben sprechen oder aus welchen Sprachen die sich zusammensetzt (Buch und/oder Film)?
Nicole
Also aus der Sicht von Tolkien Fans die das Buch gelesen haben sind in der Tat einige fatale Fehler gemacht worden. Aus der Sicht von Leuten die die Story vorher nicht kannten dürfte es allerdings ein braubarer Fantasyfilm sein.
Also ich fand die Besetzung der Rollen sehr gut ausgesucht und die meisten Handlungsorte sind so dargestellt, wie man sie sich auf Grund des Buches vorstellen kann. Gerade Hobbingen und die Mienen von Moria fand ich sehr schön umgesetzt.
Schlecht war, das man alles zu früh erfährt. Im Buch entwickelt sich alles von einer harmlosen Geschichte zu einem spektaklärem Abenteuer mit einem ungeahnten Ausmaß an Hintergrundgeschichte. Im Film tauchen Isengart, die Orks, Sauron und alles einfach viel zu früh auf. Aber das liegt wohl daran, das man nur so das heutige Kinopublikum vor der Leinwand halten kann.
abgesehen davon, daß J.R.R. Tolkien im Grabe rotieren muss ob des Machwerkes, war es ein mittelmässiger Fantasyfilm, der meine Erwartungen in fast allen Punkten enttäuschte.
Selbst der alte Zeichentrickfilm von S. Bakshi war da besser, wesentlich werkgetreuer und auch liebevoller gemacht.
Ich glaube, daß das Ding ebensoschnell in der Schublade verschwinden wird, wie Episode 1 und mühseelige andere Versuche.
Euer Haduwolff
Moin!
Nein, Du brauchst Dich keinen Ketzer zu schimpfen wenn Du anderer Meinung bist.
Fakt ist nur, das alte Mythen, Heldensagen, Märchen etc. von der boomenden Fantasyindustrie verwurstet werden und zwar möglichst einfach, spektakulär und publikumswirksam.
Und da "Touris" oft nur mit Produkten der Traumfabrik in Kontakt gekommen sind macht es Durchaus Sinn über diese Produkte auch zu reden, damit man weiß, welche Klischees uns warscheinlich nächste Saison erwarten.
also- Warum nicht Harry Potter?
Denn schöne und interessante Mythen, wie z.B. das Personal eines normalen Fantasyfilms entstanden sind gehen bei dieser Verwurstung verloren.
Es sieht doch so aus: Feen und Elfen sind schöne, ätherische WEsen die im Verborgenen leben, Zwerge sind kleinwüchsige Bergabeiter und Schmiede mit einer Vorliebe für Gold, Trolle sind böse und fressen Menschen, ein gutes Schwert muß von einem Zaunberer oder so geschmiedet sein...
Im Fantasy ist das so- warum?
Einige Anregungen:
Aus Island:
Eines Tages kam der liebe Gott überraschend bei Adam und Eva zu Besuch und wollte die ganze Familie begutachten. Eva hatte aber noch nicht alle ihre Kinder gewaschen, schämte sich deswegen und zeigte Gott nur die, die sie schon gewaschen hatte. Der lebe Gott durchschaute diesen Betrug natürlich, weil er ja bekanntlich alles sieht, und sprach: "Die Kinder, die Du vor mir verborgen hast, sollen auf ewig vor den Augen der Menschen verborgen sein." So geschah es, und so entstand das Feenreich. Vielleicht wegen dieser Verwandtschaft helfen Feen den Menschen manchmal aus der Patsche. Was sie allerdings vom lieben Gott halten, weiß ich nicht.
Ein alter weit (bis China und Afrika) verbreiteter Glaube ist das glauben an die mütterliche ERde, die, befruchtet, alles hervorbringt. Dies geschieht nicht nur in Flora und Fauna, auch die geologie ist diesem Prinzip unterworfen. Die Metalle beginnen im Bauch der ERde mit dem unreinsten Metall (Blei) und wandeln sich wie ein Embryo zum höchsten Stadium, dem Gold. Im Endstadium würde das Metall dann wohl den Schoß der ERde verlassen.
eine Wichtige Aufgabe von Bergleuten, Schmieden, unterstützt teils von SCHamanen oder Alchimisten (kommt drauf an, wann und wo), war es diesen Prozess zu beschleunigen wozu spezielle Rituale, Opfer oder Katalysatoren wie der Stein der WEisen, auch roter Löwe genannt wurden. Mythische Vorväter der menschlichen Metallurgie waren gottähnliche WEsen, die in den Tiefen der Berge ihre Arbeit betrieben. Es sei nur an den Vulcanus der Römer erinnert. Der Mythos der göttlichen/ gottartigen Schmiedes im Berg zieht sich durch viele Kulturen.
Letztlich haben wir im 21.Jh. durch unseren Bildungsstand einigen Abstand zum Weltbild der Vergangenheit gewonnen, was es wiederum schwer macht in die damalige Gedankenwelt einzusteigen obwohl diese recht lohnend ist. Fakt ist doch, das selbst im Hochmittelalter noch ein teilweise animistisch-heidnisches WEltbild vorherrschte, das nur teilweise vom Christentum ersetzt, öfter aber nur übertüncht wurde (Statt Baum- und Quellenverehrung des alten Glaubens wurden dort Heiligenbilder aufgestellt, statt heidnischer Schutzzeichen wurden nun Kreuze verwendet, manches alte Ritual wurde mit christlichem Inhalt gefüllt unverändert ausgeführt...)
Fazit: es gibt ein riesiges Resevoir an überlieferten Mythen, die sich durch die Jahrhunderte erhaslten haben und auch heute noch spannende Recherche ermöglichen. Die Gemeinplätze diese Mythen werden jedoch oft schlecht recherchiert von Fernsehn und Kino abgeschöpft und enden als wirre Klischees in den Köpfen der Zuschauer. Da viele der Mythen auch mit der von uns dargestellten Zeit zu tun haben halte ich eine Beschäftigung sowohl mit Fantasy als auch mit Mythen für sinnvoll.
Puh! Riesenposting, aber über Weihnachten habt ihr ja Zeit zu lesen, HOHOHO!
Gruss, Uli das Rudel e.V.
Ich überlege gerade, ob ich einen Threat mit dem Thema Harry Potter aufmache. Die ham da zwar keine Schwerter, ist aber auch so irgendwie mittelalterlich, so urig halt.
Timm der Ketzer
Ich schliesse mich meinem Vorredner an. In der heutigen FAZ steht ein sehr gut geschriebener Kommentar, der dies exakt beschreibt.
Aber im Ernst, der arme Regisseur!
Eine "Bibel" zu verfilmen, bei der die Zuschauer auch auf die Übersetzung der Dialoge achten werden, ist keine einfache Aufgabe.
Problem Nr.1:
Das Medium Kinofilm (Sparte abendfüllend)lässt es nicht zu am Rande der zu erzählenden Geschichte nach links und rechts zu schauen, wie es Tolkien so schön vermochte.
Problem Nr. 2:
Der Regisseur wusste, das er quasi gekreuzigt wird, wenn er den Stoff für das Kino umarbeitet (Einige Sachen lassen sich nur lesen - nicht verfilmen). Dadurch wurde IMHO der Film etwas starr und blutleer, also eine pure Nacherzählung ohne das der Regisseur seine Kunstfertigkeit einbringen konnte.
Und eins HAT MICH GEÄRGERT!
Elrond wirkte auf mich, wie eine abgehalfterte Version eines MC Gyver mit Drogenproblemen und Autoritätsfetisch. Von der Lichtgestalt eines der letzten Hochelben war nichts zu spüren....
Die Verfilmung war teilweise eine Enttäuschung. Trotz der drei Stunden Länge wirkte der Film wie mit der Bullenpeitsche durchgehetzt. Stellenweise fehlten mir gewisse Szenen, die im Buch gut beschrieben waren und eigentlich zu den Schlüsselszenen gehörten, zum Beispiel der Alte Wald oder die Hügelgräberhöhen, wobei letztere ja wenigstens kurz angedeutet wurden. War aber das Beste, was diesem fast unverfilmbaren Buch in Hinsicht auf Verfilmung hätte passieren können. Der Bakshi-Zeichentrick war um so vieles schlechter, daß ich ihn nicht weiter erwähnen will.
Seid Ihr glücklich, Bürger?
Wenn ich meinen vorherigen Beitrag lese, muss ich mir ernsthaft die Frage stellen, wie ich seinerzeit im Fach Deutsch mein Abitur bekam. ;) :p
Euer Olli, Deutschordensnase
Alles in allem muss ich sagen, dass die die so ziemlich beste Buchverfilmung war, die ich jemals gesehen habe. (Wenn ich an dieser Stelle einmal an die überaus schlechten Steven King Verfilmungen erwähnen darf ;) )
Eine Bilderflut in einer Qualität, die ihres gleichen sucht, gepaart mit einer überzeugenden kompositorischen Leistung von Howard Shore, erfüllen alle meine Ansprüche an einen gelungenen, fantastischen Film.
Den Patzer mit Arwen hätte man sich allerdings wirklich erspaaren können. Ich bin mal gespannt, wie sich dieser Fehler auf die zwei Nachfolger auswirken wird. :(
Auch die Geschehnisse im Zauberwald, usw. wären durchaus in einer kurzen Rückblende einbaubar gewesen.
Aber trotz einiger Schwächen, bin ich mehr als begeistert und sehe ihn mir wieder an, und wieder und noch ein mal... :D
Euer Olli, Deutschordensnase
Alles in Allem ein gelungener Fantasyfil mit fantastischen Bildern. ... ein richtiger Fan ärgert sich (ein wenig) über Ungenauigkeiten, aber trotzdem... hat meine (tief gesteckten) Erwartungen doch übertroffen...
Geändert wurde einiges, zum Teil deutlich erkennbar aus dramaturgischen Gründen (Hollywood-Heldenposen, etc) zum Teil um die Story vereinfacht an die "nicht-Leser" zu bringen.. zum Teil aber auch aus völlig uneinsehbaren Gründen...
das sind dann die Stellen wo man sich ärgert (sind auch meisstens bezeichnenderwise die Schwachstellen)...
Aber: Prädikat sehenswert!
Moin!
Hört ihr Leut und last euch sagen
mit dem Herrn braucht ihr euch nicht zu plagen
denn wenns euch nach dem Filme giert:
es dauert lang bis was passiert.
Also, ich war net so begeistert.
Frodo spielt so als wüsste er garnicht wo er überhaupt ist, und der Plot erstickt in etwas zu reißerischer Musik und massiv eingesetzter Computertechnik. Ich denke, weniger Animation wäre mehr gewesen.
Ansonsten hat sich Peter Jackson, der mir eher aus dem Splatter Genre bekannt ist, echt Mühe gegeben.
Fazit: nettes Fantasy Filmchen, aber den Rummel nicht wert, der drum gemacht wird.
Gruss, Uli das Rudel e.V.