das selbstanfertigen von Ausrüstung scheidet i.d.R. nur dann aus, wenn es sich um handwerklich komplexe Dinge handelt.
Eine Grundausstattung für eine einfache Darstellung als Knecht/Bauer/Leibeigener evtl. auch Handwerker ist nahezu von jedermann/-frau zu bewerkstelligen.
Als “Landadliger” einzusteigen (und das, ohne auf historisch nicht nachweisbare Dinge zurückzugreifen) fällt da schon erheblich schwerer und ist - so es denn historisch haltbar sein soll - mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden.
Die notwendige Austattung ist hier in der Taverne in verschiedenen Threads schon mehrfach genannt worden, aber um einen Adligen darzustellen bedarf es sicherlich Deiner eigenen Recherche.
Nicht für den Zeitraum 1150, sondern hundert Jahre später (1250) gibt es unseren Klamottenzettel hier, ähnliches sollte für den Zeitraum 1150 auch bei entsprechenden Gruppen zu finden sein:
für Eure Tips. Zwischenzeitlich haben viele Pergamente meinen Drucker verlassen und ich bin wirklich erstaunt welche Fülle von Informationen hierbei zu Tage tritt.
Ich habe schon früher sehr viel über Burgenbau und deren Baugeschichte gelesen, aber mein Augenmerk nicht auf die ehemaligen Bewohner gerichtet, so daß ich hierbei einen großen Nachholbedarf habe.
Meine Anfängliche Frage zielte im Grunde nicht darauf ab, wo man die billigsten Ausstattungsstücke und Materialien beziehen kann, sondern ich dachte, daß es unter den Mittelalter-Interessierten eine Liste mit Grundausstattungsgegenständen (welch ein Wort) mit einer Mittelpreisangabe und einem Händler und Lieferantenverzeichnis gibt, wo man akzeptable Ware zu einem akzeptablen Preis erstehen kann.
Gerade der Beginner steht einem Riesenangebot im Internet gegenüber und soll auf Grund eines kleinen Bildchens und einer mehr oder weniger ausführlichen Beschreibung eine Entscheidung treffen. Hinzu kommt die Schwierigkeit der Einordnung in die jeweilige Zeitperiode, auf Grund des relativ bescheidenen Wissens und in Anbetracht dessen, daß viele Händler sich auch an andere Interessensgruppen wenden. Man kann ein Schwert ab 80 oder auch für 600 Silberlinge erwerben um nur einmal ein Beispiel zu nennen. ßhnliches gilt für Gewandung, Schuhe und sonstiges Zubehör. In Anbetracht dessen dürften sich Fehlkäufe kaum vermeiden lassen.
Sicherlich kann man auf Märkten und im Gespräch mit Darstellergruppen hie und da zusätzliche Informationen erhalten. Gerade was Gewandung anbetrifft, war auf den von mir besuchten Märkten kaum ein reichhaltiges Angebot vorhanden, so bleibt es letztendlich beim Kauf über den Versandhandel oder bei der Selbstanfertigung, wenn man über das entsprechende Wissen und die handwerkliche Fertigkeiten verfügt und das dürfte im seltesten Falle für Beginner zutreffen.
vielleicht habt ihr es schon getan, aber der Tipp von meinem Vorredner ist gut: Schaut euch erstmal hier im Forum um und schnuppert ein bisschen. Es gibt auch unter Szene » Einsteiger ein paar spezielle threads, wo ich Hilfe zu ganz praktischen Problemen wie “Wo gibt es billigen Stoff?” etc bekommt.
Ansonsten gibt es auch einen Einsteigerhandzettel, auf dem Tipps notiert sind.
Bestimmt bekommt ihr auch bald Lust am Selbermachen (auch wenn ihr das jetzt noch ausschließt ;-) ), deshalb würde ich euch zu ein paar auf eure Wunschzeit und -region passenden Büchern raten. Denn was ihr braucht, hängt auch von eurer Darstellung ab. Meistens kriegt man durchs Lesen ein ganz gutes Gefühl, was man unbedingt haben möchte und was noch warten kann.
Was ich meine, ist: legt man Wert auf eine militärische Darstellung, stehen Waffen weit oben auf dem Wunschzettel, bei einer rein zivilen Darstellung liegt das Gewicht eher auf Alltagsgegenständen etc… Also müsst ihr selbst entscheiden, was bei euch Priorität hat.
Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß im 12. Jh. -
Durchstöbert einfach mal das Forum, da gibts eine Menge Tipps. Sicher auch zu dem was ihr darstellen wollt. Onlineshops gibts wie sand am Meer, da kann ich euch leider nicht sagen welches der günstigste ist.
Liess Dir am besten diesen Thread mal in Ruhe durch.
Dann wirst Du den Tipp bemerken, eben nicht als hohes Tier, sprich in dem Falle “Landadliger” (was nicht gerade ein fassbarer Begriff ist) einzusteigen.
Hallo Leute, wir sind Neueinsteiger und hätten gerne einige Tips zu preisgünstiger Gewandung/bzw.Bezugsquellen für(Zeit um 1150), sollte möglichst authentisch sein, für Landadligen nebst Gattin. Vielleicht kann uns ja jemand, der ehemals vor ähnlichen Problemen stand, uns einige Tips und eventuell eine Liste von Gegenständen mitteilen die man unbedingt benötigt. Die Ausstattung könnte im Laufe der Zeit sicherlich ergänzt werden. Die Selbstherstellung von Gegenständen und Gewandung scheidet jedoch aus.
werd ich dann wohl mal versuchen, hoffe mal sie ahlten, kenn mich mit der starpazierfähigkeit von Stoffen ja auhc ncit so aus.
Mit euch meine ich die vielen leute die leuten wir mir helfen wollen und mit rat zur seite stehen. Was ich ziemlch gut finde. Ich hab nur halt leider nicht die zeit mich durch büchern voll von informationen zu wälzen.
Hmm.. einen buer oder dergleichen darzustellen hätt ich nix, dagegen, das problem ist nur, das wir davon ganiemand haben, und auhc cniht so im geschehen ist damit, und der schwertkampf gefällt mir sehr gut, kann mich da sehr gut einbringen, und das ganze soagr anspruchsvoller gestalten.
Nur ich glaube nicht das ein bauer oder ähnliches das geld für ein schwert hatten.
Naja aber wie gesagt ich versuchs so gut wie ich kann möglichst kein flasches bidl von mir zugeben, naja und vielleicht, mal sehen vielleciht siehts ja nächstes jahr auch schon iweder ganz anders aus, so das ich den geschichtlichen vorgaben die einen zu verfügung stehen enstspreche.
Ein Kämpfer ist jemand der kämpft. Mit einer Waffe, oder Händen. Egal was er anhat. Ein _Soldat_ oder _Söldner_ oder wasauchimmer ist z.B. auch ein einfacher Sonstwas, dem man ne Pike in die Hand drückt. D.h. einfache Rolle+Waffe=Kämpfer.
Rüstung etc. sollte man nur dem Schutzaspekt folgen lassen, ein Kettenhemd bringt im Schaukampf garnix, ein Wappenrock behindert nur.
Ob der Publikumswirkung: ein gut inszenierter Kampf ist 1000mal besser als müdes Gekloppe in zusammengewürfelten Eisenteilen…
Sprich: lös dich am besten völlig vom Gedanken irgendwas, ausser sagen wir mal handschutz, für Schaukampf anschaffen zu müssen. Der Kampf folgt deiner Rolle, nicht umgekehrt.
Ich kann aus Erfahrung sagen, dass historisch korrekt angefertigte Beinlinge im Kampf exzellent halten-sogar nicht nur in einem historischen Umfeld, sondern auch in einem gänzlich unhistorischen Schaukampf mit Akrobatikeinlagen. Prämisse ist allerdings dass sie Wolle sind. Keine billige Baumwolle, Leinen oder sonstwas. Gleichfalls halten handgefertigte Nähte wesentlich besser als Maschinennähte.
Das gleiche gilt für Schuhe. Ledersohle, historisch gefertigt: null Problem. Keine Gefahrenquelle, strapazierfähig und sehr bequem- bequemer als moderne oder halbhistorisierte “Stiefel” mit denen ich leidlich Erfahrung habe.
Fakt ist: Mach’s wie damals und es funktioniert. Sie haben damals damit auch gekämpft- nur wohlgemerkt um ihr Leben.
um sich gegenseitug zu helfen un Erfahrungen auszutauschen. Ich finde es völlig in Ordnung wie du an die Sache rangehst. Du sagst wir machen das so, und uns gefäält es. Aber wir wissen auch das es primär nichts mit der mittelalterlichen Realität zu tun hat.
Wenn man´s so macht ist es ok. Wir müssen ja ncht alle den selben Ansatz haben.
Andererseits find ich schade das du sagst: “euer Niveau werd ich nie erreichen”! Wer ist denn mit “euer” gemeint? Eine historisch korrekte Bekleidung muss nicht teuer sein. Für die Darstellung eines Knechtes oder Bauern benötigst du nur etwas Natufarbene Wolle/ Leinen. Das wars bis auf einige Assesoires (Messer etc.). Wer allerdings gleich einen Kämpfer darstellen möchte zäumt das Pferd von hinten auf.
Zu mienem Verein, wir machen kein Fantasy/Larp das interessiert mich auch nicht. Und diese 50 man sind auch cniht alle aktiv, wir haben eine 6 man starke schwertkampf truppe und tänzerinnen auch ca. 10 - 12 sprich wenn es 20 aktive leute sind dann sinds viel.
Nur autentisch ist unser verein wohl nciht, daher kann cih mich nciht vergleichen oder ratschläge bekommen, da dadrauf leider nciht viel wert gelegt wird, was ich auch etwas schade finde. Nur möchte wenigstens ich für eminen teil einigermasen gescheit auftreten. Ich hab an veriene leider nciht große alternatven, und verstehe mich mit den eluten auch super, daher werd ich wohl auch dort blieben. Ka, ich glaub hier wird sowas als grobmittelalter bezeichnet?!
Sich manche werd nun die nase rümpfen ok, aber ich bin wohl auf den entschkuss gekommen, das ich auf den level wie ihr wohl nie erreichen werde. Sei es aus geld oder zeitlichen gründen. So versuch ich mein menschn mögliches, vielleicht finde ich ja einen weg irgendwann bei uns soviel einfluss auszuübern das unser verein sich mit der zeit etwas gescheiter gibt.
Auf jeden fall vielen dak für die zeit die icr euch hier genommen habt.
Für die Beinlinge wurde in der Regel Wolle (Schaf, nicht Baum) verwendet. Die Farbe richtet sich wiederum danach, welchen Standes du bist. Je höher je kraftiger im Farbton. Blau war schon recht aufwendig zu färben, also nichts für ne einfache Darstellung. Die Beinlinge sollten möglichst enganliegend geschneidert werden. Um das hinzubekommen muss der Zuschnitt diagonal zum Fadenverlauf erfolgen (ca. 45°), so ist der Stoff sehr dehnbar.Schon das setzt Wolle als Material voraus, Leinen ist nicht so elastisch. Das Bein genau ausmessen und zuschneiden. So wird`s was.
Aber eines noch. Vieleicht solltest du dir überlegen unter welcher Prämisse du das Hobby betreiben möchtest. Welchen Ansatz hat dein Verein? Bevor du hier mit Details “bombardiert” wirst, die dich in deiner Gruppe nicht weiterbringen. Wenn du zufrieden bist mit dem was deine Leute machen und es sich mit deinen Vorstellungen vom Hobby deckt, dann frag doch einfach dort nach und lass dich “vor Ort” beraten. Was tragen den deine Mitstreiter? Alles Ritter?
Im übrigen ist ein Verein mit 50 Mitgliedern in unserem Hobby alles andere als klein. Für mich persönlich wäre es wesentlich zu gross. Es gelingt selten so viel Menschen zusammen zu bekommen die alle die selben Vorstellungen haben.
Für mich hört es sich stark nach Fantasy/Larp an.
Wenn du tatsächlich Interesse an der möglichst authentischen Darstellung hast, glaube ich nicht das du in deiner jetzigen Gruppe glücklich wirst.
In dem Fall solltes du dir bewusst sein das es schon ein Stück “Arbeit” (Handnähte, Recherche etc.) und Aufwand bedeutet Kleidung zu rekonstruieren.
Wünschenswert wäre diese Zielsetzung natürlich.
Das bedeutet: vergiss die Reitstiefel, es gibt ne Menge belegte Schuhschnitte. Deine Stiefel sind nicht nur “nicht so 100% authentisch” sondern gar nicht. Vergiss vorerst die Kämpfer/Ritter- Darstellung, sehr aufwändig teilweise sehr teuer. Fang klein an, stell einen Bauer oder Handwerker dar. Vergiss das Wappen trara.
Solltest du diesen Weg einschlagen wollen, was ich dir durchaus empfehlen ( macht auch ne Menge Spass!) kann, kannst du die Tipps meiner Vorposter als Zündung zur eigenen Recherche sehr gut verwenden.
Solltest du aber eher Spass und Interesse an Larp/ Fantasy haben, kannst du getrost deine “guten Kompromisse” weiter benutzen, und ne Menge Geld sparen. Sei dir allerdings immer bewusst das das KEIN Mittelalter ist.
Also denk mal drüber nach, und mach was DIR Spass macht.Gib der Sache den richtigen Namen und ab geht die Sause.
wollt mich anch länger zeit nochmal zur wort melden. Und zwar werde ich mir jetzt endlich erstaml eine Tunika nähen. Als farbe dachte ich entweder ein braunton, oder ien nicht so ganz kräftiges rot. Darüber habe ich einen waffenrock Weinrot/schwarz mit enem heraldisch korrekten wappen. Da ich auch von der schürlederhose*g* wegkommen möchte wollte ich mir beinlinge nähen. (Evtl. blau?) Allerdings gibt es dabei ein größeres problem, da wenn ich mich beim schwertkampf zu boden schmeiße die schnell im eimer sind! Was das thema schuhe betrifft, hab ich eine vermeindliche lösung gefunden. Und zwar reiterstiefel. Diese wollte ich dann hinten auftrennen, evtl. auch ein keil heraus nehmen und schnüren, weiter werde ich am rand stulpen anbringen. Natürlich ist dies nicht 100% tig autentisch, gerade wegen der verabeitung und der sohle. Aber och halte das für einen guten kompromiss. Oder ernte ich jetzt wieder nur ein stirnrunzeln ? Was haltet ihr von dem was ich vorhabe, und kann mirjemadn einen tipp wegen den beinlingen geben ?
menno, ich vergesse immer, dazu zu schreiben, daß sich meine Aussage auf´s 13. Jhd. bezieht. Naja, Du weißt das (danke für die Ergänzung!) und auf unserer HP sollte das auch ersichtlich sein. Daß der Surkot später “normales” Kleidungsstück und auch von einfacheren Leuten getragen wurde, war mir bekannt. Aber wie gesagt, das ist nicht so meine Zeit, dafür gibt´s ja Dich ;-)
denke, das hängt mit der markt(magd)üblichen Verwechslung von verschiedenen Zeiten zusammen. Ab Anfang 14. Jhdt. kenne ich den Surcot auch durchaus für einfachere Darstellungen (Dienerinnen in der Manesse), später sogar für Bäuerinnen (1340 - Lutrell-Psalter). Kann sein, daß da mal wieder was in den falschen Hals gelangt ist ;-).
Hallo Marcel,
was den Unterschied angeht: der Surcot war eigentlich ein ßbergewand, kann auch durchaus ßrmel gehabt haben und hat nichts mit dem Waffenrock, der dazu dient die Rüstung vor Sonneneinfall zu schützen und das Wappen zu zeigen, zu tun.
Guter Link für Anleitungen für Anfänger: www.flinkhand.de Doch je aufwendiger die Darstellung um so sicherer kannst Du davon ausgehen, daß Du einen Spezialisten (sei es Schneider, Schuhmacher, Gürtler oder was auch immer) dazu ziehen mußt. Eine vernünftiger Abfolge, wie man sich Kleidung anschaffen sollte, findest Du bei dem von Steffi genannten Link oder im Anfängerhandzettel.
Als Schüler ist vielleicht eher eine einfache Darstellung angebracht, so daß Du nicht den ganzen Rüstkram brauchst. Als einfacher Fußsoldat benötigst Du neben Deiner Kleidung eigentlich nur Schild, Helm und Waffe (die Dir ja von der Gruppe erstmal geliehen wird). Und denke immer dran: erst Schuhe, dann Schwert, wenn Du ernstgenommen werden willst ;-)
Fußsolfat sowiso, reiten kann ich nciht, und hab auch nicht das bestreben es zu erlernen. Also schuhe für 200 - 300 -, wie sie auch bei www.historische-lederarbeiten.de angeboten werden, werd ich sowiso nicht ausgeben können und dazu noch “lediglich” für ein hobby. Für das geld bekommt man immerhin ein ganzen haufen neuer klamotten.
Ich fänds halt nur schön wenn mein Wappenrock/Sucot (wo liegt eigebtlich der unterschied?) ich am sa fertig hätte da wir dann bei einer veranstaltung auftreten. Fänds halt schön wenn ich da mit meinem eigenen gewand auftauchen könnte. Der rest kommt halt nach und nach. Bin ja im moment noch schüler, danach student, und da sitzt das geld halt nicht so locker. Wenn denn überhaupt mal da ist *g*
Als Schwertkämpfer must Du nicht gleichzeitig ein Ritter sein! Das ist viel zu teuer, außerdem hast Du doch kein Pferd. Wie wäre es denn mit Fusskämpfer? Der klann durchaus auch einen Surcot tragen, denn es war ja durchaus üblich das der Lehnsherr an seine untergebenen Kleider verschenkt hat!
Aber wie gesagt, besorge Dir erstmal vernünftige “Hosen”, bzw Leinen (bei IKEA z.B) und nähe diese Dir selber!! >:o)
Schuhe sind in dieser Jahreszeit und bei diesem Wetter noch nicht so wichtig, >:o) Damals lief man ja auch sehr häufig Barfuss herum, außer Du willst wirklich ein Ritter sein, dann rechne allein für die Schuhe mindestens 250-300 -! Da ist Barfuss laufen dann doch erstmal gesünder!