Die Holzstatur ist sehr detailliert gestaltet und ich kann mich weder an Bundhaube, noch Reif noch Baseballkappe erinnern.
Und wenn ihr mal auf www.brandenburg1260.de/naumburgerdom.html geht, werdet ihr noch viel mehr adlige Kerle ohne Kopfbedeckung, dafür aber mit modischen HMA-Frisuren sehen. Der Thimo von Kistritz hat z.B. eine vergleichbare Frisur wie besagte Holzstatur.
Mann mußte nicht unbedingt eine sofort sichtbare Bedeckung tragen.
So wurden dieser Adelsreif (richtiger Name entfallen) auf hohen Festen/Besuchen getragen. Es gab ihn in Gold, Silber, Bronze und Eisen, je nach Rang des Adligen. Abbildungen davon findet man auch auf der Manesse.
Also ist es durchaus möglich, daß Joachim einen Herrn sah mit scheinbar unbedeckten Haar.
Joachim, für mich klingt das eher wie Wolfgang Petri… Bist Du sicher, das die Figur keine Bändchen am Arm trägt? Klingt nämlich fast so.
Aber ernsthaft: wenn Du die Frisur so genau erkennen konntest- trug die Figur kene Kopfbedeckung? Das wäre doch, zumindest für eine Adlesdarstellung interessant, oder?
Grüß Dich, Patrick! Ich muß Dir aufs Heftigste widersprechen: Haare wachsen lassen kann leider nicht jeder (Mann).
Wir bekamen z.B. neulich endlich einmal eine zeitgenössische märkische Holzstatur zu sehen, die vermutlich einen niederen Adligen zeigt. Der Kerl trug doch anno 1260 fast schulterlange Haare, hinten und seitlich noch mit Löckchen (Brenneisen) versehen, der Pony vorne kurz und gerade geschnitten. Das sieht nicht nur blöd aus, was schlimmer ist, ich bekomme solche Haartracht nun im fortgeschrittenen Alter einfach nicht mehr hin (da Ruth mich so ungesund ernährt : -) ), obwohl ich mich für meine Darstellung genau an dieser Frisur orientieren müßte. Und nu? Gewisse subversive Elemente in meiner Gruppe wollen mir jetzt eine Markgrafenperücke andrehen, vielleicht funktioniert das ja auch mit einer modifizierten alten Beatles-Perücke, aber deren Sammelwert ist inzwischen zu hoch zum Zerschnippeln.
Also lieber hätte ich mehr Haare, die ich (gerne) opfern würde. Gibst Du mir ein paar Meter von Deinen ab?
Also Haarzucht hin oder her…. Die einen tun es sich an, die anderen sind (vielleicht) klug genug das nicht zu tun ;o)
Ich fass mich mal kurz:
Auch wenn es so schön heisst die Haare ja schön unter den Schleier verstecken?! muß man sie trotz alledem irgendwie etwas zusammen binden…damit sie nicht jedesmal vorn rausrutschen. So ist es jedefalls bei mir der Fall!!
Ich habe schon das Internet durchforstet um irgendwie an schöne Steckfrisuren zu kommen, aber das war wohl nichts. Und das ich mir tausende von Zeitschriften kauf, wo doch nur eine einzige Frisur darin zu finden ist, sehe ich nicht ein (genauso wenig mein Geldbeutel:o().
Also, kennt einer von euch vielleicht ein Buch oder doch eine gute Zeitschrift in der man schöne Hochsteck- und/oder Flechtfrisuren findet?
MfG
Marie
(in der Hoffnung das ihr die Rechtschreibfehler ignorieren könnt ;o))
Ich sollte allerdings auch mal etwas mehr pflegen damit das Zeug auf meinem Kopf unten nicht so ausgefranst aussieht und vielleicht auch mal über die 60 cm hinauskommt.
laßt Euch nicht unterkriegen, bei mir hat’s von kinnlang bis auf “Allerwertestenlänge” knapp 7 Jahre gedauert, incl. zweimal im Jahr Spitzen um eine halbe Handbreit kürzen. Allerdings habe ich meine Haare sobald es ging zu einem Zopf gebunden. Sonst werden die Spitzen nämlich schnell splissig, wenn sie dauernd auf den Schultern aufliegen. Allerdings habe ich die Haare nicht für’s Hobby gezüchtet, sondern einfach weil ich es so wollte ;-).
Mit langen Haaren gibt es aber auch andere Probleme: zum Knoten stecken muß ich jetzt auf Gewandnadeln ausweichen, da die herkömmlichen Haarnadeln meist zu kurz geworden sind um meinen Knoten zu halten. *seufz* wenn man sonst keine Probleme hat…. ;-)
Aber mal ehrlich, nicht jedem/r stehen lange Haare und nicht jede/r hat die Haarqualität zum wachsen lassen.
……auf viel Haar zu stehen, sowohl bei Männlein als auch bei Weiblein, und darum züchte ich jetzt auch…. ein Problem sehe ich aber auch darin, daß manche Leute einfach nicht die Haarqualität für langes Haar haben und im Alltag mit langen Haaren ungepflegt und verzippelt aussehen (weswegen ich mich selbst auch lange gegens wachsen-lassen gewehrt habe). Andererseits ist es im Hobby dann wieder o.k., denn kaum was ist so deprimierend wie von einer sorgfältig geföhnten und gestylten Kurzhaarfrisur abends Kopftuch/Gebende/Haube abzupflücken und darunter auszusehen als hätte man gerade einen Eimer Wasser über den Kopf bekommen….
Und dann noch die elende Problematik des Haarewaschens und Föhnens auf Märkten/Lagern: kurze Haare sehen einfach vergammelt aus nach einem Tag ohne Wäsche (jedenfalls bei mir!), lange pfriemelt man in einen Zopf und hält damit noch einen Tag durch.
Also, wenn ich das alles so bedenke….ich versuch noch eine Weile durchzuhalten.
…habe letztens auf der Arbeit eine ältere Dame (schätze so 70J.) getroffen, die ihre silbergrauen, langen Haare zu einem ziemlich eindrucksvollen, gepflegten Knoten frisiert hatte. Meine eigene Uroma trug ihre Haare bis ins Alter lang, meistens mit einem Schlohweissen zweifingerdickem Zopf!
…und für die ersten häßlichen grau-Einschläge gibts Polycolor!
ein guter Einwand ist ja auch: “In DEM Alter trägt man doch keine langen Haare mehr!” :))
Wenn man mal ein gewisses Alter (jammer… ich glaub das war bei 30…) überschritten hat, sehen lange Haare irgendwie langweilig (Zitat…) oder “altbacken”… oder was meint Ihr?
Beim Vergleich mit den Schuhen meinte ich eher die große “a-Gewissensfrage” als die Kosten. Klar spar ich den Frisör, aber ob ich soweit gehen würde, nur fürs Hobby eine heutzutage eher langweilige Frisur in Kauf zu nehmen, damit ich alles komplett habe. Bzw., ob ich mir die feinen Bürohände beim Schuhebasteln (oder meinen Kontostand) verhuntze…
Wenn man einmal die “ßbergangsfrisuren” hinter sich hat, ist alles halb so wild!