Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Natürliche Färbemittel

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Eintrag #31 vom 10. Jun. 2003 08:56 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Braun färben

Hi,
wir haben am WE anläßlich einer Ausstellungseröffnung Kleidungsstücke mit Walnußschalen gefärbt. Das kam recht häufig bei den Textilien aus Haithabu vor, wenn ich mich recht entsinne.
Für andere Farben haben wir auch noch Rezepte rumliegen. Wir können uns ja mal zum Erfahrungsaustausch treffen.
Andreas

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Eintrag #30 vom 04. Jun. 2003 18:35 Uhr Dennis Klothen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dennis Klothen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Der Anfang

Ich wollte mir ein paar meiner Gewandungsstücke, vornehmlich reinweisse Tuniken, umfärben.
Jetzt würde ich halt gerne wissen welche Farben ich wie hinbekomme.
Dazu: Ich stelle Rus um 1000 dar. Vielleicht kennt da jemand spezifische Färbemethoden?
im voraus vielen Dank
www.storm-skelmir.de
Nikolai Storm Skelmir

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Eintrag #29 vom 29. Aug. 2002 11:19 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

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Henna
Pflanze: Lawsonia inermis L.
Familie: Blutweiderichgewächse (Lythraceae)
Die Henna ist ein 2 bis 6 m hoch wachsender Strauch mit weißlicher Rinde. Die kleinen, in Rispen stehenden Blüten sind weiß oder rosa gefärbt. Die 2 bis 4 cm langen Blätter sind ge-genständig angeordnet, die Kurztriebe z.T. verdornt.
Verwendet werden die getrockneten, pulverisierten Blätter, teilweise mit anderen färbenden Drogen vermischt. Man unterscheidet neutrales, rotfärbendes und schwarzes Hennapulver. Früher war für die Hennawurzel auch die Bezeichnung “Echte Alkanna” gebräuchlich, wobei die Wurzel der Alkanna tinctoria als “Falsche Alkanna” bezeichnet wurde.
Soviel als erster Anhaltspunkt.
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #28 vom 29. Aug. 2002 11:10 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Woher...?

Hi,
hat jemand eine Anhung, von wo eigentlich Henna kommt, bzw. woraus es hergestellt wird? Man kann damit färben, aber auch “a” Kannte man das schon im MA in Europa?
Außerdem - weiß jemand, woher der Essigbaum kommt, bzw. ob er erst in der Neuzeit gezüchtet wurde, oder ob es ihn im MA auch shcon gab. Denn mit den Blättern des Essigbaumes läßt sich ebenfalls eine tanninhaltige Beize für pflanzliche Fasern (Leinen) herstellen.
Grüße, Angy

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Eintrag #27 vom 03. Jul. 2002 08:09 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht es ist Färberkamille

Hallo Andreas,
ich habe inzwischen die Mitteilung von Traub, dass es sich bei seinem Angebot ebenfalls um Färberkamille handelt.
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #26 vom 18. Jun. 2002 15:39 Uhr Andreas Gellhaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Gellhaus eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Für Tee ist es zu heiß

Moin Ulrich
Nein nachgefragt hab ich noch nicht, aber von einer Freundin netter weise einen Link zu einem Händler der Färberkamille vertreibt geschickt bekommen.
www.dewullstuuv.de/index.html?[…]
Ich werd’s wohl einfach mal damit ausprobieren.
tschö
Andreas
www.volkelin.de

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Eintrag #25 vom 18. Jun. 2002 15:11 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Färberkamille

Da liegst Du völlig richtig.
Ich bin bisher (leichtsinnigerweise ?) davon ausgegangen, das es sich bei der von Traub und Spindel zu Färbezwecken angebotenen Kamille um Färberkamille handelt. Wir wollen ja keinen Tee kochen …
Hast Du dort schon mal nachgefragt ?
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #24 vom 18. Jun. 2002 14:32 Uhr Andreas Gellhaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Gellhaus eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kamille gleich Kamille ?

Moin Ulrich
Ich bin mir nicht ganz sicher aber Färberkamille ist nicht gleich Kamille. Oder lieg ich da falsch?
tschö
Andreas
www.volkelin.de

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Eintrag #23 vom 18. Jun. 2002 14:26 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kamillenblüten

Hallo Andreas,
Kamillenblüten zum Färben gibt es u.a. bei www.traub-wolle.de .
War es das, was Du suchst ?
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #22 vom 18. Jun. 2002 13:50 Uhr Andreas Gellhaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Gellhaus eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Färberkamille ?

Moin
Kennt jemand von euch eine Quelle für Färberkamille? Ich hab leider nicht den Garten um sie in ausreichender Menge anzupflanzen.
Danke
Andreas
www.volkelin.de

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Eintrag #21 vom 01. Jun. 2002 21:11 Uhr Christina Altenkirch   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Tee zum Färben

Seid gegrüßt!
Zum Thema färben mit Tee:
Wer im Mittelalter Schwarztee besessen hat, hat ihn MIT SICHERHEIT nicht zum Färben verwendet. Nur wenn man sich mal um das große A beim Färben kümmert (und darum geht es hier ja schließlich, denn sonst geht man einfach in den Supermarkt, und kauft sich die entsprechende Fertigfarbe…)
Elisabeth, Frau von Beorn, dem Schmied aus Brunswiga

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Eintrag #20 vom 23. Mai. 2002 15:13 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Und wer sich´s einfacher machen will...

…sörft nach
www.traub-wolle.de/faerben/weja.html
Gruß
Ivo

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Eintrag #19 vom 23. Mai. 2002 13:01 Uhr Birgit Küppers  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Küppers eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rezepte zum Pflnazenfärben

Salam Angy!
Ich bin sehr an Deinen Färberezepten interessiert. Könntest Du mir diese zukommen lassen?
Bisher habe ich erst mit Schwarztee (Hautton)und Kurkuma (sonnengelb) gefärbt. Ich habe auch ein mit Schwarztee gefärbtes Teil mit Kurkuma nachgefärbt. Ergebnis: Gold.
Masalam und 1001 Grüße
Dincer

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Eintrag #18 vom 25. Mrz. 2002 09:13 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nicht nur zum Würzen....

Hallo,
habe heute noch ein paar andere pflanzliche Farben gefunden:
Aus dem Gewürzregal: Kurkuma (wir erinnern und an die Iglo-Werbung: “..but a little bit more Kurkuma..”) - bekommt man z.B. auf Wochenmärkten am Kräuterstand. Gibt eine gold-gelbe Farbe.
Sandelholz - gibt rosarot.
Kokosfasern (= “Borsten” der Kokosnuß) = rosa
Koschenille - gibt ein Scharlachrot. Bei uns bekommt man das in einer ausgesuchten Apotheke (Tipp einer Freundin..) Evtl. muß man ein bißchen verhandeln, sie rücken es nicht so gerne raus (giftig?). Hat nicht jede Apotheke im Angebot.
Es wird Frühling - also raus in die Natur! :))
Birkenblätter, Schafgarbe, Heidelbeer-Zweige, Birkenrinden, …. zuhause habe ich mehrere Rezepte. Wenn jemand Interesse hat, kann ich sie gerne zuschicken (oder hier posten).
Grüße, Angy.

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Eintrag #17 vom 21. Mrz. 2002 23:54 Uhr Annett Prodöhl   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht eisenoxidbeize

Ich hab die besten Erfahrungen mit Eisenoxid als Beize gemacht. Zum einen wird die Färbung haltbarer, als z.b. mit Alaunbeize, zum anderen liebe ich intensive dunkle Farben, und ich habe mit nichts anderem so ein olivgrün hinbekommen, wie mit Rainfarn und Rost. (auch wenn überall beschrieben wird, Rainfarn färbt gelb, dies stimmt für Alaunbeize, aber durch das Eisenoxid wird es ein kräftiges oliv) Außerdem braucht mit dieser Methode das Färbegut nicht vorher gebeizt werden… ich schmeiße beim Färben einfach ein paar rostige Nägel oder ähnliches mit in den Topf.
liebe Grüße Annett

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Eintrag #16 vom 20. Mrz. 2002 09:59 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht oh

@ Alex
Danke für die Info. Da bin ich tatsächlich voll auf Brasilholz = brasilianisches Holz reingefallen und hab unverantwortlich herum polemisiert. Entschuldige mich hiermit bei allen, die sich als Indianer-Reenactor angegriffen fühlen. :-)
Dabei leuchtet das natürlich ein, was Du schreibst. Argentinien heißt ja auch nicht nach dem Herrn Argentino so und die Goldküste wurde nicht nach der Entdeckerfamlilie Gold benannt, sondern nach dem, was dort als wirtschaftliches Potential vermutet wurde.
Wieder was gelernt.
Stefan

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Eintrag #15 vom 19. Mrz. 2002 22:23 Uhr Alex Kraus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alex Kraus eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brasilholz

@ Stefan
Brasilholz (ich weiss jetzt nicht genau ob das Rot- oder Blauholz ist, jedenfalls eines von beiden - lat. Caesalpinia sappan) gabs keinesfalls nur in Amerika. Das Holz heisst nicht Brasilholz weils aus Brasilien kommt, sondern Brasilien heisst so, weil es da so viel von dem Holz gab. Brasil bedeutet “von der Farbe rotgluehender Kohlen”
Urspruenglich kommt Brasilholz aus Malaysia und Indonesien, kam von da nach Indien, von dort etwa 900 v. Chr. nach China und auch nach Arabien. Die Araber exportierten es im MA nach Europa. Es gibt eine Verordung des Schottischen Parlaments aus der Regierungszeit David I (1084-1153) die sich damit beschaeftigt. Urspruenglich hiess es Sappan-Holz. Allerdings wurde das irgendwann in Brasilholz geändert, jedenfalls wurde es unter diesem Namen im 13. Jh. in die Provence importiert. (alle Infos aus: John & Margaret Cannon, Dye Plants and Dyeing, London 1994)
Also nicht nur fuers Indianer-Reenactment.
Gruesse
Alex

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Eintrag #14 vom 18. Mrz. 2002 14:35 Uhr Martin Uhlig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Uhlig eine Nachricht zu schreiben.

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Meiner Meinung nach ist das Ammoniak für die indigo-Färbung verwantwortlich. Allerdings ist das nicht nur Beize, sondern Nachbehandlung. Das “Blaumachen” ist ja nun die aufwändigste Färbeart. Immerhin muss das Zeug dann noch oxidieren, bevor es auch wirklich BLAU wird!
Grüße, Konrad

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Eintrag #13 vom 18. Mrz. 2002 09:32 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Beize für Waid?

Hi,
kann mir jemand sagen, welches Beizmittel man für Waid verwenden kann, ohne in den Zuber pinkeln zu müssen…?
Grüße, Angy.

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Eintrag #12 vom 15. Mrz. 2002 21:34 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Alchemie !

Hi Uli!
Na, ZettBeh mit Tannin äh Gerbsäure äh eingeweichten zermatschten Galläpfeln, also säurereichen Blasen auf Eichenblättern als Reaktion auf Insekteneier. Belegt in allen Zeiten und Räumen, in denen mit Galltinte geschrieben wurde. Also FMA HMA SMA REN… bestimmt bis ins 20 Jh. Besonders für das Aufschliessen von Pflanzenfasern wichtig.
Oder Alaun. Ein Salz, das häufig natürlich vorkommt und schon in der Antike verwendet wurde. Mir fallen hier Anwendungen in der römischen Medizin ein. Oder zum Weißgerben, afaik belegt seit der Bronzezeit (Fund irgendwo S oder SO vom Mittelmeer). Wann immer weißes Leder im Spiel ist, ist wohl auch Alaun mit von der Partie. (Schwertgurt/Ritter/HMA?). Ist aber in der Literatur nicht gerade DAS Thema. Für Belege fürs
FMA bin ich immer dankbar.
Einen Versuch wert wäre bestimmt auch ein Fass voller Pi.. äh Harn/Urin, das zehn Tage im Sommer in der Sonne gestanden ist. Auch ein sehr wichtiger Grundstoff ma Produktionsweisen.
Genauso wären natürlich Experimente mit verschiedenen anderen unreinen Salzen, die im Salzbergbau anfallen, aber nicht lebensmitteltauglich sind, höchst interessant. Oder ein basischer Sud aus Buchenholzasche.
Vorsicht, manche Farben fallen je nach basischer oder saurer Behandlung ganz verschieden aus. (Bekannt ist im Chemieunterricht die Reaktion von Lacmus).
Ich bin jedenfalls überzeugt, das “(al)chemische” Stoffe eine wichtige Handelsware waren, und Färben als Beruf voller geheimer Rezepturen mehr als nur einen Topf mit heissem Wasser und eine Handvoll Blumen benötigte. Schon allein die Temperaturbestimmung! Ohne Thermometer. Nach dem Motto: nach dem Sieden des Wassers zehn Ave Maria, dann den Krapp hinzu, drei Paternoster und wieder aufs Feuer ….
Klingt alles kompliziert, aber versuch mal, Simplicoll mit Haushaltsmitteln und aus dem Garten nachzubasteln. Puh! UNSERE Chemie ist erstmal aufwendig!
Und der Wasserverbrauch. Die Umweltverschmutzung. Manchmal kommt es mir vor, als wäre der Abstand zwischen den Siedlungen entlang eines Flußlaufs gleich der Strecke, ab wann das Wasser wieder halbwegs ungiftig ist. Färben und Gerben - Fische sterben!
Schön bunt hier!
Stefan

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