Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Schach um 1300

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Eintrag #14 vom 22. Apr. 2002 11:47 UhrHilmar Becker Profil

nach oben / Zur ÜbersichtNochn Buch

H.F. Massmann, "Geschichte des mittelalterlichen, vorzugsweise des deutschen Schachspieles".
Reprint der Originalausgabe von 1839.

Erschienen 1983 im Zentralantiquariat der DDR, Ausgabe für Fourier Verlag Wiesbaden.

230 Seiten nebst 14 beigefügten aufklappbaren Falttafeln zu historischen Schachfiguren.

Gebunden (Fadenbindung) mit stabilem Pappeinband.

Zur Zeit in rauen Mengen im Ebay

Hilmar

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Eintrag #13 vom 16. Apr. 2002 20:17 UhrHilmar Becker Profil

nach oben / Zur ÜbersichtHabe mal im Web gesucht

Hallo

So wie es mir scheint heißt der Herr "von Ammenberg" ;-)

Links:

www.verwaltung.uni-wuppertal.de/[…]/schachspiel.ht[…] , Suchwort "Schachzabelbuch"


Gruß

Hilmar

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Eintrag #12 vom 16. Apr. 2002 20:04 UhrKaren Thöle Profil

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Zu meinem Eintrag (Nr. 3): Hat alles etwas länger gedauert, aber jetzt habe ich es endlich geschafft, zumindest im "Lexikon des Mittelalters" nachzuschauen (Artikel "Schachspiel", Abschnitt "Literatur"). Ergebnis: Das "Schachzabelbuch" des Konrad von Ammersberg ist 1337 geschrieben worden, also noch relativ dicht an der von Euch geplanten Zeit. Ich hoffe, ich hab nichts durcheinandergebracht, weil es schon ein paar Stunden her ist, daß ich in der Bibliothek war.

Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #11 vom 16. Apr. 2002 19:07 UhrHilmar Becker Profil

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Hallo

Ich habe gerade im Ebay ein Buch gefunden:
"Die Steine der Weisen - Von den Quellen in die Zukunft" Gerhard Josten 1992

Gruß

Hilmar

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Eintrag #10 vom 13. Apr. 2002 20:45 UhrAlexander Mucke Email

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Hallo Coco,

ganz interessant dürften für Dich auch die "Charlemagne chessmen" sein. Man findet sie unter:

chez.com/cazaux/charlemagne.htm

Offenbar wurde das Schachspiel stark mit der Ritterkultur identifiziert und die Figuren auch bildlich als "Heer" gestaltet.

Die "Lewis chessmen" enthalten übrigens noch keine Dame. Die Figur ist eindeutig männlich gestaltet.
Gruß Alexander

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Eintrag #9 vom 12. Apr. 2002 20:49 UhrUli Gasper Profil

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Moin!

Habe kürzlich bei Philip Vandenberg, "Der Fluch der Pharaonen" gelesen, das die beliebte Radiocarbonmethod nicht immer zu zuverlässigen Ergebnissen führt. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, mit dem Museum in Kontakt zu treten und näheres über Fundsituation und auch die Datierung zu erfahren. Vielleicht sind auch richtige Archäologen unter uns, ich bin eher lesend geschichtlich interessiert...

Die bildliche Darstellung von Menschen oder Tieren ist strenggläubigen Muslimen übrigens immer noch verboten. Aktuelles Beispiel: die afghanischen Taliban, die genau aus diesem Grund die historischen Buddhastatuen sprengen ließen und auch überall auf importierten Umverpackungen derartige Darstellungen übermalen ließen.
gruß, uli

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Eintrag #8 vom 12. Apr. 2002 13:48 UhrCorinna -Coco- Vigier Profil

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Danke erstmal für die vielen Zuschriften bis dato!

Mir macht dabei nur eines zudenken: Wenn - wie Falka sagt - das Schachspiel von den Arabern nach Spanien und dann erst im 12 Jhdt nach England kommt, wie erklärt sich dann die Form der Figuren der Isle of Lewis?
Den Arabern war die bildliche Darstellung von Personen&Tieren religionsbedingt zu der Zeit verboten, weswegen sowohl im Alfons-Spielebuch als auch in der Manesse (wahrscheinlich) abstrakte Schachfiguren abgebildet sind. Erst später kam der Trend auf, die Figuren wieder bildlich darzustellen - den König als menschlicher König, den Springer als Reiter oder Pferd etc.

Auch wenn das Schachspiel über die Wikinger oder die Kreuzritter nach Europa kam ändert das wenig an den abstrakten Spielfiguren.
Sicherlich wurden die Figuren regional angepaßt, nur irgendwie sind mir die Isle of Lewis Figuren "ihrer Zeit weit voraus", da sie dem Standard von 1500 entsprechen, jedoch aus dem 12.Jhdt stammen sollen...

Hat da irgendjemand eine Idee/Erklärungsmuster?

Thanx!
C.K.V.
aka Yrmengard von Behrendt

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Eintrag #7 vom 12. Apr. 2002 13:37 Uhr Email

nach oben / Zur ÜbersichtGeschichte des Schach

Hi Yrmengard!
Hab mich mal ein wenig über die Geschichte des Schach umgehört, folgendes ist dabei herausgekommen:
Von den Persern, die das Spiel ihrerseits von den Indern übernommen hatten, kam das Spiel zu den Arabern, die es auf Sizilien und Spanien einführten (9. Jh.) Das Schach breitete sich weiter über Süd-und Mitteleuropa aus und gelangte im 12 Jh. nach England. Die Älteste ausführliche Schilderung des Spiels schrieb der pers. Dichter Firdausi (ca. 1000?) in seinem >Königsbuch
Falka

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Eintrag #6 vom 12. Apr. 2002 08:05 UhrJoachim Meinicke Profil

nach oben / Zur ÜbersichtManesse

Hallo Coco,
ich vermute mal die Schachabbildung aus der Manesse kennst Du(?). Dort (Tafel 6) sieht man den Markgrafen von Brandenburg Otto IV mit seiner (?) Dame beim Schachspiel, die Figuren sind einigermaßen zu erkennen. Entstanden ist diese Liederhandschrift um 1300, würde für Dich also passen. Vielleicht hilft es Dir ja ein wenig weiter.

Grüße

Joachim
Marca brandenburgensis AD 1260

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Eintrag #5 vom 09. Apr. 2002 23:56 UhrCorinna -Coco- Vigier Profil

nach oben / Zur ÜbersichtInterpretationen des Läufers

Hoi!

Habe heute auf irgendeiner Seite gelesen, daß Europäer und Skandinavier mit dem stylisierten Elefanten wenig anfangen konnten. Das Erkennungsmerkmal der Figur - 2 Stoßzähne - wurden, zumal man das Tier nicht kannte, angeblich in England als nach vorne gerutschte Mitra eines Bischofs, in Frankreich als Narrenkappe gedeutet, woher sich die landestypischen Bezeichungen abgeleitet haben sollen.
Das würde zwar den Bischof bei den Isle of Lewis Figuren erklären, nicht jedoch die Dame...

Bis denne!
C.K.V.

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Eintrag #4 vom 09. Apr. 2002 19:27 UhrKaren Thöle Profil

nach oben / Zur ÜbersichtUps!

Muß heißen "...Erlernen von Spanisch..."

Karen

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Eintrag #3 vom 09. Apr. 2002 19:26 UhrKaren Thöle Profil

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Soweit ich weiß, ist das Schachzabelbuch noch mittelalterlich oder zumindest Renaissance. Ich muß morgen mal in der Bibliothek meines Vertrauens nachschauen, dann kann ich Genaueres sagen. Könnte einem dann ja das Erlernen von Spanien ersparen, und man wäre näher am dargestellten Ort...

Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #2 vom 09. Apr. 2002 11:20 UhrCorinna -Coco- Vigier Profil

nach oben / Zur ÜbersichtSpielebuch von Alfons X. dem Weisen

Hoi nochmal!

Wer Interesse hat (und Spanisch kann); das Spielebuch ist auch im Internet zu finden:

games.rengeekcentral.com

Es gibt wohl auch eine deutsche Übersetzung ("Das Schachzabelbuch" oder sowas) aus dem letzten Jahrhundert (19XX), die aber nicht mehr lieferbar ist.
Gibt es zufällig jemanden der diese hat oder weiß wie man daran kommt?
Bis denne!
C.K.V.

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Eintrag #1 vom 09. Apr. 2002 11:07 UhrCorinna -Coco- Vigier Profil

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Hoi allesamt!

Ich versuche zur Zeit das Schachspiel um 1300 zu rekonstruieren. Bis dato weiß ich von folgenden Veränderungen im Gegensatz zu der heutigen Version:

- Die Dame war noch der Wesir und konnte nur ein Feld diagonal laufen. Ein Quelle besagte, daß er/sie beim ersten Zug bis zu zwei Felder gehen konnte, auch horizontal oder vertikal.

- Der Läufer war der Elefant. Er ging genau 2 Felder diagonal, konnte dabei jedoch über eone Figur springen

- Rochade und en passant gab es noch nicht (kamen etwa 1500 auf)

- Doppelzug des Bauern beim ersten Spielzug war ebenfalls unbekannt

- Der Turm war häufig als Streitwagen dargestellt


1283 wird in dem Spielebuch von Alfons X. von Kastillien die obere Variante beschrieben. Die Spielsteine sind in diesem Buch noch abstrakt dargestellt, da den Arabern/Mauren (die das Spiel ja nach Spanien brachten) die Darstellung von Figuren zunächst verboten war.

Vor ein "kleines Problem" stellen mich die Schachfiguren, die auf der Isle of Lewis gefunden wurden und auf 1100-1200 datiert werden, da bei ihnen schon die Dame, sowie der Bischof als Läufer auftaucht.

Letztendlich habe ich zwei Fragen:
- Kennt sich jemand mit der Geschichte des Schachs aus und kann mir weiterhelfen?
- Hätte jemand Lust auf einem der kommenden Märkte bei einem Schachturnier nach den alten Regeln (von 1300) mitzumachen?

Das wäre's für's erste
C.K.V.
(Yrmengard von Behrendt)
besunder volc - besunder zît

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