ebendrum hat der Überwurf auch keinen hochstellbaren Kragen ;)
Schade, aber ich habs mir fast gedacht, hätte schön warm werden können.
Naja, obwohl ne Haube aus Wolle; und da du sagst “Maria”-Look meinst du wohl eine, die nicht nur auf dem Kopf sitzt, sondern hinten länger ist, nur halt vorne offen, gell?
Gugel (ohne Zipfel?) bei Darstellung einfacher Frau in Deutschland um 1280- Ja oder Nein ?
Beziehungsweise, würdet ihr aufgrund eures Wissens es eher ausschließen oder doch zulassen?
Ich trage momentan auf dem Haupte nur eine Haube (zum Binden), was mache ich denn, wenns kälter wird? Einen Kragen zum Hochstellen hat mein Überwurf nämlich nicht…
Du hast eine Gugel und eine Kappe, bist also für schlechtes Wetter gerüstet, und suchst weitere Alternativen.
Auf die Frage nach diesen kamen keine Antworten.
Und das kann eben daran liegen, dass es in dem Zeitrahmen nicht so viele gibt. Vereinzelt gibt es sicher noch Variationen, ich kenne durchaus auch noch vereinzelte bloße Filzstumpen usw.- nur eben sind die vereinzelt.
Eine wirkliche Kopfbedeckungsvielfalt- auch wenn es sicher noch Varianten von Kopfbedeckungen im 13ten gibt- kenne ich eben erst von später.
Die normale kleine runde Kappe, die man eher an niederen Personen sieht, habe ich schon. Eine rein Gugel für den Kopf habe ich ja auch.
Nun suche/suchte ich noch etwas anderem…
Und wie wir nun sehen, gibt es da wohl nicht viel, wenn man deutsche Bildquellen nimmt. Bei Funden wäre mir auch nix bekannt. Daher war auch der eigentliche Sinn der Frage, ob nicht jemand doch noch was wüsste.
Vielleicht hätte ich das deutlicher schreiben sollen.
Das nennt man dann “Der Wunsch ist Vater des Gedanken”.
Wenn es einfach nur darum geht, dass Du einen Hut _willst_, dann mach/kauf dir halt einen, von denen, die du belegen kannst, was erwartest Du denn sonst noch als Input?
Wenn es wiederrum darum geht, dass Du deinen Kopf vor Regen und Wetter schützen willst, es aber insgesamt nicht so viele Darstellungen davon gibt, vlt. sollte man dann den Gedanken in Erwägung ziehen, dass eher was anderes benutzt wurde. Was nicht die Existenz und Nutzung von Hüten negiert, nur in Bezug auf die Häufigkeit und das Ausbleiben von Reaktionen auf deine Frage vlt. die Erklärung liefert.
Zum Thema Filzen würde ich nen seperaten Thread machen bzw. gucken, ob es das nicht schon gibt. Aber kurz: ja.
Ich muss also davon ausgehen, das ich mich aus meinen o.g. Formen entscheiden muss…
Dann komme ich zur Materialfrage: gefilzte Wolle?
Ich bin da nicht der Spezialist, aber es sollte doch auch damals möglich gewesen sein, die Wolle auch mit Indigo oder Krapp zu färben, und dann zu filzen? Oder?
Nun Frank, das 13. ist nicht ganz mein Fokus, deswegen kenne ich mit Sicherheit nicht alle Optionen, aber wenn ich deine Frage so lese, kommt es mir so vor, als hättest du schlicht den Großteil der bekannten Hutformen bereits genannt und verworfen.
In dem Fall würde ich schlicht annehmen, daß Schweigen soviel wie “nein, keine Ahnung” bedeutet.
Die Quellen geben nur das Käppchen, den Robin Hood Hut, eine Kopfbedeckung für hochgestellte Personen (Kappe mit Bobbel) und die von mir erwähnten spitzen Kappen her. Ich muss ich je nach Stand zu einer passenden Kappe entscheiden. Mehr gibt es nicht (nach heutiger Erkenntnis).
Vlt. liegt es eher an dem Mangel an allzugroßer Vielfalt an Hüten in Quellen des 13ten? Was sollen wir Dir denn sagen? In der Masse der mit bekannten Quellen stellen sie gegenüber dem späteren Jahrhundert die Minderzahl dar, und in der mir bekannten kostümkundlichen Literatur geht man von einer “Hutmode” erst ab ca. Mitte des nächsten Jahrhunderts aus.
Was nicht die Existenz im 13ten negiert, nur nicht die Breite an Befunden und Darstellungen einnimmt.
Ich suche aber noch etwas anderes, und bin nicht so richtig zufrieden mit dem was ich gefunden habe.
Im Mainzer und Goslarer Evengeliar ist nicht viel drin. Auch nur diese Kappen, aber dann eher bei niederen Darstellungen. Z.B. Pilger im Mainzer Evangeliar.
Der welsche Gast ist da schon besser. Da findet man auch einiges. Mützen, die stark an Zipfelmützen oder an die Hüte der preußischen Grenadiere unter F. II erinnern.
Das will ich nicht.
Dann sind bei hohen Persönlichkeiten dieser Hüte abgebildet, welche oben mittig nen Bobbel haben.
Beide Arten sind mir auch aus franz. und engl. Quellen bekannt.
Kennt jemand noch was anderes?
Danke und Gruß
Frank
P.S. wenn jemand mal eine komplette Übersetzung des welschen Gastes (am besten der Heidelberger Ausgabe von 1256) finden sollte, soll er bitte ganz laut nach mir schreien.
Hallo Jens, der Sitz ist nicht mein Problem. Das bekomm ich hin, auch wenn man bei der zweiteiligen aufpassen muss.
Ich mag das rustikale, vorallem altes Bauernleinen und die alten Betttücher meiner Uroma/Oma.
Naja seis drum…
Ist es möglich, dass dies vielleicht gar kein Streifen Stoff ist, sondern das der Rand einfach doppelt eingeschlagen ist, und zwar durchaus breiter, und dies nur so aussieht?
Innen wird er dann einfach mit ßberwendstich oder auch Stepstich vernäht?
Das wären meine Worte, für das was du beschreibst?!
@ Claudia
Ja, in englischen Quellen habe ich sowas auch schon gesehen, dass sieht dann recht faltig aus und erinnert mich an Frauenhauben aus dem 18. Jh.
Aber immer an den Grundsatz denken… Babyhaube schützt vor Haarausfall…!
Ich habe auch schon Bilder mit solchen Randeinfassungen gesehen. Teilweise war dabei sogar zu erkennen, daß der Stoff der Haube etwas gerafft war, das Einfassungsband also etwas kürzer. Sieht niedlich aus :-)
Meiner Erfahrung nach sitzt die Bundhaube vor allem dann, wenn der Stoff nicht zu steif und dick ist, die Rundung hinten sauber ist, nicht zu tief sitzt hinten, und der Stoff etwas dehnfähig ist (ich empfehle Leinen in Köperbindung). Eine Randverstärkung habe ich nicht, der Rand ist umgeschlagen, und mit ßberwendstich vernäht. Gibt teils ein ähnliches Bild.