Beim Studium verschiedenster Bekleidungsvorschriften der Benediktiner ist mir gelegentlich der Begriff "Beinkleider" untergekommen, synonym auch als Femoralien bezeichnet. Die wurden den Mönchen nur auf Reisen ausgegeben (zusammen mit Reisemantel und manchmal einem besseren Habit) und mussten nach der Reise auch wieder in der Kleiderkammer abgegeben werden.
Ich habe aber nirgens eine nähere Beschreibung dieser Femoralien gefunden, um sie nachnähen zu können. Dem Wort nach müssten das Oberbeinhosen sein (von Femur = Oberschenkelknochen). Könnte damit eine Bruoche gemeint sein (obwohl ich mir kaum denken kann, dass Mönche ansonsten "frei schwingen" ließen)? Oder ggf. doch Beinlinge, die an eine vorhandene Bruoche angenestelt wurden?
Wer weiß näheres?
MfG
Frank
+Pax. Frater Hermann ab Monastre, Cellerar minor zu Werden
Kleiner Tip:
1. Geh auf www.ig-orden.de.tt
2. Dort auf IG-Orden
3. Dort klicke "Vorstellungen" an
4. Klicke dort "Benediktiner" an
=> da habe ich reingestellt, was ich bislang über
den Habit der Benediktiner herausgefunden habe.
Ist sicherlich nicht vollständig, da ich z.Z.
nur die Region nördlich der Alpen näher
untersuche. Wird aber noch vervollständigt und
kann dir ggf. weiterhelfen.
Grüße
Frank
+PAX! Frater Hermann ab Monastre (OSB), Cellerar minor ab Werden
@Uwe: Wie meinst Du das? Beziehst Du dich darauf, dass in den Ordensregeln steht, die Mönche hätten angezogen, was grad da war? Also ich deute das so, dass sie zwar wohl wirklich verschiedene Stoffe und Farben hatten, aber ein Teil der Kleidung war schon - wenigstens vom Schnitt - vorgegeben (Kukullen)...
Schließlich sollte man sie ja erkennen...
@Frank: Danke für den Buchtipp! Werds mir zulegen...
Und was die Frage nach der Dargestellten Zeit angeht: Italien (Raum Genua) Mitte des 13Jhd. (1240-1250)
Suche nach dem Buch "Klosterleben im Mittelalter" Insel-Taschenbuch.
Dort findest Du schon einmal für den Anfang die persönlichen Ausrüstungsgegenstände, die ein Benediktiner von seinem Abt zum Niesbrauch bekam. Bei dem Habit bestanden sehr deutliche regionale Unterschiede, so z.B. hatten die Mönche in den kälteren Regionen die Erlaubnis, sog. Femoralien (Beinhosen) anzuziehen, manchmal trugen sie auch Kukullen mit langen Krägen - Bekleidungsstücke, die ihren Brüdern im wärmeren Süden unsinnig vorgekommen wären. Clunanziesische Mönche trugen einen reicheren Habit mit weiter fallenden Ärmeln, als die anderen Benediktiner.
Auch musst Du die Zeit berechnen, in der Du den Mönch darstellst. Der Habitschnitt und die Farbe haben sich dabei ebenso verändert, wie der verwendete Stoff. Sobald ich meine Bücher in ca. 3 Wochen wieder ausgepackt habe (ziehe gerade um), krame ich nach einem Buch über klerikale Gewandungen, dann kann ich dir genaueres sagen.
MfG
Frank Dierkes frankdierkes@aol.com
+PAX! Fr. Hermann ab Monastre, Cellerar zu Werden
Hallo Micha,
schau doch mal unter www.benediktiner.de nach.
dort findest Du zwar kein schnittmuster, dafür aber die begründung, warum Du keins brauchst.
Gruß, Moses der Köhler
Super Idee! Möchte die Gelegenheit nutzen und auch nach dem Entsprechenden bei den Zistertiensern fragen......
Semper laetus sanusque! Wolf von Miroldes