Ja eben! Mir gehts aber um die Ringform und eher sekundär um die Nieten und ich war mir da nicht sicher, welches von beiden du in deinem Post nun meinst.
angucke, scheine ich mit Ringen mit rundem Querschnitt auch in meiner Zeit nichs falsch zu machen. Mich würd nur mal interssieren, ob es eine “allgemeine” Meinung darüber gibt, wann denn nun die flachen Ringe aufgekommen sind, da die Datierung eins Kettenhemdes ja wie schon öfter geschrieben recht schwierig ist.
wie gesagt, sorry, wenn ich mich da missverständlich ausgedrückt hab oder zu blöd bin, den andern Thread zu kapieren, aber Daniel erkundigte sich nach der Form der Nieten, ich mich nach der der Ringe (bzw deren (der Ringe) Querschnitt). Teilweise wird in den Antworten(z. B. Jens’, Nr. 117, “linsenförmig bis runden…”) auch von Querschnitt geredet, nur war/ist mir unklar, ob es da um Ringe oder um die Nieten geht, da die Ausgangsfrage von Daniel sich wie gesagt auf die Nietenform bezog.
Hach, ist dass kompliziert. Hoffe, du/ihr könnt mir folgen oder mich auf meinen Denkfehler hinweisen.
Die Ausgangsfrage in diesem Thread betrifft den Ringdurchmesser, da dachte ich mir, würde der Querschnitt doch sicher auch passen. Außerdem war dieser Thread bei meinem ersten Post der Kettenhemdthread am weitesten oben im Rüstungsindex.
Tut mir leid, wenn ich da falsch gedacht habe, aber die gleiche Frage nun noch einmal woanders zu posten macht in meinen Augen auch nur begrenzt Sinn.
dass die flachen Ringe im SpäMi gebräuchlich waren und auch besser schützen, ist mir schon klar. Stutzig gemacht hat mich allerdings, dass in diversen Kettenhemdforen/-bauanleitungen meist nur mit den “runden” gearbeitet zu werden scheint und die flachen einzig am Rande als “deluxe”-Variante erwähnt werden.
Kann man überhaupt konkrete Angaben zu dem im Vorpost genannten Zeitraum machen wenn, wie in Thread 84 geschrieben, die meisten gefundenen Hemden erst aus dem 15. Jahrhundert oder einem noch späteren Zeitraum stammen?
Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt…
Ich wüsste gern, welche Sorte Ringe für Kettenzeug zwischen 1189 und ca. 1230 gebräuchlich waren: Die mit rundem oder flachem Querschnitt?
Ja, ich habe die Suchfuktion benutzt, aber nichts 100% Zufriedenstellendes gefunden (Verweise auf Funde o. ä.). Falls ich doch was übersehen habe, sorry.
Ich spiel gerade mit dem gedanken mir ein kettenhemd zu basteln und da sind mir folgende fragen gekommen:
Sieht nicht rostfreier federstahl “a” aus , (also ähnlich wie eisen)? Hat jemand schonmal versucht offene Ringe in einer schraubzwinge einzuklemmen und diese dadurch zu schliessen?
Ich hab nur mal eine Hälfte mit 2mm gemacht und das war schon viel zu schwer. Und ich kenn nur erhaltene Kettenhemden die eher 1-1,6mm haben und 8mm Innendurchmesser(und natürlich nur vernietet). 11mm sind ja Riesenlöcher und 2,2mm wird vieeel zu schwer.
Mmmhhhh 2.2mm geglühten draht?? Das hemd wird schwer. selbst bei einem innendurchmesser von 11mm. wenn vernieted wird, wird es leichter da stabieler und man braucht dann halt nur dünneren draht. 2.2 mm- wie stehts da mit dem tragekomfort was das gewicht angeht??
Ich habe vor einer Woche im Museum von Carnuntum(nahe Petronell in ßsterreich) ebenfalls ein ganzes Gewebestück aus Messingringen gesehen. (Das war allerdings auf die hohe Kaiserzeit datiert also circa 2.Jhdt n Chr)
Eine Alternative zu Bronze wäre Messingdraht. Z.B. verschiedene Kettenhauben bei den Wisby-Funden hatten eine Reihe von Messingringen in dem Stirnbereich. Dies jedoch nicht aus dekorativen Zwecken, sondern zum Schutz von Bändern, mit denen die Haube am drunter liegenden Polster befestigt wurde.
…ich hoffe, Du vernietest die Ringe. Geglühter Draht ist sonst nämlich zu weich, auch, wenn er etwas dicker ist.
Bronze ist das, was Du suchst. Es gibt solche Drähte auch in kleineren Mengen bei der Firma Haecker Metall in Pforzheim. Ich würde da die härteste, verfügbare Qualität nehmen (wenn unvernietet), sonst eine weiche bis mittlere. Alle Qualitäten lassen sich aber noch gut “wurmen”. Für Messingdrähte gilt im Prinzip das Gleiche, nur ist Messing etwas spröder, so dass es bei einer vernieteten Konstruktion gewisse Probleme geben kann. Mit etwas Glück bekommst Du bei der genannten Firma ein paar kostenlose Muster zum Ausprobieren.
Bevor die Bronze grün wird, rostet Dir der Stahl zusammen, die ist nämlich deutlich korrosionsbeständiger. Außerdem hoffe ich mal, Du willst das Hemd auch Tragen und ein wenig pflegen.
Ich denke, dass das hier in deisem Thema recht gut aufgehoben sein wird…
Bin gerade dabei mir ein schönes Kettenhemd aus 2,2mm geglühtem Eisnedraht bei nem Innendurchmesser von 11mm zu bauen.
Da ich dem guten Stück auch ne persönliche Note geben will,würd ich das gerne mit ein paar Farbakzenten verzieren. Da ja bei geglühtem Eisendraht schon recht klar wird, dass ich eben keinen verzinkten Draht nehme, fällt das schonmal weg. Fraglich ist dann nur, welchen Draht ich dann für die Akzente benutze. Es sollte eben nicht zu weich sein wie Kupfer und außerdem am Besten keinen Grünspan ziehen.
In der Bibliothek steht was von Bronze. Ich frage mich gerade, wie schwer (oder leicht)Bronzedraht in dieser Stärke zu bekommen ist und wie teuer das Ganze dann wird. Gäbe es noch andere Metalle, die in Frage kähmen?
Das kann ich Dir leider nicht beantworten, da die Datierung von Ringpanzern ja auch nicht so ganz unproblematisch sind.
Ich beziehe mich auf Fremdinformationen über einige Ringpanzer des 14ten und 15ten Jahrhunderts, sowie Beschreibungen von bei Auktionen versteigerten Ringpanzern ohne genauere Datierung.