… der bestgewandete lächerlich bleibt, wenn er seine Rolle nicht ausfüllt.
Bsp.o.O.o.Z.: als Dominikaner Gewandeter spaziert an einem Lager vorbei; auf die Anrede “Dominus vobiscum” erfolgt ein “Ja, Du mich auch…” - klasse, oder?
… langjährige “Szene”-Zugehörigkeit kein Siegel für A sein muß.
Bsp.o.O.o.Z.: Darsteller eines Ritters meint “Na ja, so genau nehmen wir das mit den historischen Quellen nicht. Wir machen das da und dort wie wir denken; das paßt dann schon…” - der Typ gehört seit ca. 5 Jahren dazu…
Sorry, ich wollte mich hier nie einmischen, aber das mußte ich einfach noch loswerden!
Die “Szene” fährt mit dem auto zur Veranstaltung, kommuniziert über Handy und Internet und macht sich mausig wenns um irgendwelche Kleinigkeiten wie Rückzüchtung etc geht. Fakt ist, das Mittelalter ist unwiederruflich vorbei, alles was wir bieten und leisten können ist eine Annährung nach bestem Wissen und Gewissen. Daran sollte man denken bevor man jemand kritisiert.
Viele Funde die für uns wichtig sind wurden noch nie gemacht und werden vielleicht nie gemacht werden. Alles was wir haben ist ein kleines Fenster in die Vergangenheit.
Was bringt die tollste Kostümierung, wenn der Träger seine Rolle nicht auszufüllen vermag? Ich denk nur an heidnische Ritter und ähnliche Stilbrüche… Dann lieber ein Bauer in Baumwollleggins, der seiner Rolle gerecht wird.
Auch wenn es gerne dafür genommen wird- langjährige Szenezugehörigkeit ist kein Gütesiegel per se.
Verlangt denn irgendwer etwas von einem Anfänger? Woran erkenne ich denn einen Anfänger? Mich hat keiner erkannt, wenn ich ihm nicht auf’s Auge gedrückt habe, daß ich noch nie dies oder noch nie das … Als ich vor Urzeiten zufällig auf einem MA-rkt ausgeholfen habe, in Leggins und Winterstiefeln und Synthetik-ßberwurf, hat’s keinen interessiert, wenn ich heute handgewebt und mundgespuckt herumeiere, kommt auch keiner und sagt: herzlichen Glückwunsch zu deiner Optik. Die Typen mit der miesesten Kostümierung machen seit langen Jahren Marktelalter, niemand hat ein Schild auf dem Kopf, auf dem steht “Anfänger - bitte helft mir”
Diese Szene ist für mich vor knapp drei Jahren ausgerechnet durch die wunderschönen “A”-Debatten hier in der Taverne erst ineressant geworden. Davor hab ich es nur für Karneval gehalten, Leute, die aus netten Motto-Parties kommerzielle Veranstaltungen machen. So konnte ich entdecken, daß es fast so abgeht wie zu meinen besten WG-Zeiten. Und ausgehend von langjährigem Interesse an Archäologie und Frühgeschichte, hätte mich diese “Szene” nie interessiert, wenn dauernd signalisiert würde: macht es euch möglichst leicht, verkleidet euch ein bißchen und trinkt mit uns! Je oberflächlicher um so netter!
Und der eigene Traum, der uns vorantreibt, ist doch viel unbarmherziger als jede online-Kritik im anonymen Netz. Meine Klamotten mögen allen TV! Ansprüchen genügen, das Niveau eines MA-rktes von alleine schon um 10% heben, und trotzdem genügt es MIR nicht. Ich würde gerne rückgezüchtete Schafe mit Raseneisen handfärben, arbeitsteilig mit richtigen Eisenverhüttern und Köhlern den Schmied bestechen, damit seine Töchter mir ein Garn spinnen, überhaupt kein Thema. Und der Anfänger auch.
Ich würde auch eine Zeitreise ins echte wahre Mittelalter riskieren, nur um es erlebt zu haben. Vorausgesetzt die hatten Internet. Und der Anfänger auch. Es schreckt doch nicht ernsthaft jemanden ab, wenn man ihm erzählt, daß sein Hobby ausbaufähig ist?
Und wenn hier in der Taverne ein schärferer Wind weht als draußen im Freestyle-Country, das finde ich wichtig und gut, weil ich tatsächlich Einsteiger kennengelernt habe, die das Schnürhemd-Leggins-Stadium einfach ausgelassen haben. Dank TV!.
ewige FrüMi-Baustelle, sogar zu alten Hasen freundlich, umsomehr zu Anfängern, wenn er welche erkennt …
ich glaube wenn man von Anfängern verlangen würde handgesponnenen/gewebten Stoff für ihre Kleidung zu benutzen, dann würde man es ihnen wirklich schwermachen.
Aber für den Anfang sollte es reichen Stoffe zu nehmen die in ihrer Webart den mittelalterlichen Stoffen gleichkommen und vor allem so aussehen. Beim Anfang kommt es erstmal aufs korrekte Aussehen an.
Sicher kommt man da nicht dran vorbei gewisse Arbeitsschritte mit der Hand zu machen (z.B. nähen)aber die Handweberei von rückgezüchteten Schafen aus Wiesenerz halte ich für übertrieben. (jedenfalls für den Anfang)
Das sollte aber niemanden davon abhalten Schafe rückzuzüchten und mir von diesen Viechern von Jungfrauen handgesponnenes Garn zu schenken!!!
“Wer näht sich denn seine Gewandung nicht aus Stoffen aus dem Supermarkt oder Stoffladen, sondern züchtet selber Schafe, schert deren Wolle, spinnt diese zu Fäden um daraus Stoffe zu weben, zu färben und letztlich daraus Gewandung zu nähen??? Oder wer schmiedet Waffen aus selber verhüttetem Eisenerz??”
Diese Frage hatten wir hier auch schon öfter. Und sie wird durch ständige Wiederholung nicht sinniger.
Auch im Mittelalter hat der Schmied kein Eisenerz abgebaut und verhüttet. Und der Weber hat auch nicht zwangsläufig Schafe gezüchtet, sondern Garn gekauft. Das Prinzip der Arbeitsteilung ist keine Erfindung der Neuzeit.
Der Kauf von fertig gewebten Stoffen ist insoweit doch kein “A”-Problem. Der Mangel liegt doch viel eher darin, dass die Gewinnung und Verarbeitung der Rohstoffe meist mit modernen Maschinen und Werkzeugen erfolgt. Damit müssen wir leben und dazu müssen wir stehen.
Womit wir aber nicht leben müssen ist, vermeidbare Fehler zu machen. Und darüber muss auch weiterhin geredet werden. Finde ich.
…werden auch nur Stoffe und Wolle verwendet die von Frauen gebt und gesponnen wurden. Gewänder aus diesen Materialien dürfen auch nur von Frauen Handvernäht werden.
Denn sonst ist das Rollenverständniss auch nicht “A”. >;o)
Ich züchte zwar die Schafe nicht, sondern habe einen Schafhalter meines Vertrauen. Dort war ich im Frühjahr bei der Schur, hab mir massig Wolle mitgenommen, mittlerweile gewaschen, getrocknet, gekämmt, sortiert, gesponnen… Für’s Weben fehlt noch der Webstuhl, dann soll’s wenigstens einen selbstgewobenen Mantel geben.
Aber beim Leinen z.B. streike ich auch. Da wird genauso gekauft. Das war das mit den Kompromissen. Jeder muß für sich selber entscheiden, wieviele Kompromisse er eingeht. Leinen selber weben, handgewobenes Leinen kaufen, oder doch aus dem Supermarkt nehmen? Pflanzenfärben, chemisch färben, oder chemisch gefärbten Stoff kaufen. Jedes einzelne Teil der Kleidung ist ein neuer Kompromiss - mehr oder weniger. Und ob man seinen persönlichen Kompromiss gegenüber andern vertreten kann, das ist auch ein bißchen Persönlichkeit :)
Dem guten Ivo kann ich nur zustimmen. Die Szene ist groß genug, um für jeden Platz zu haben. Was mich - ganz persönlich- nervt, ist dieses ewige Gerede über ´Authentizität` und ´alles original`; letztlich ist gar nichts authentisch oder original. Wer näht sich denn seine Gewandung nicht aus Stoffen aus dem Supermarkt oder Stoffladen, sondern züchtet selber Schafe, schert deren Wolle, spinnt diese zu Fäden um daraus Stoffe zu weben, zu färben und letztlich daraus Gewandung zu nähen??? Oder wer schmiedet Waffen aus selber verhüttetem Eisenerz?? Ist doch irreal. Wir leben im Jahr 2002 und nutzen auch die Möglichkeiten.
Insofern empfehle ich etwas mehr Ehrlichkeit, sowohl sich selbst gegenüber, wie auch gegenüber Neulingen.
Tja, sowas wirds leider nicht geben. Nie. Man muss schon selber auf den Trichter kommen was man haben will, und die meisten geben bei diesem Weg tierisch viel Geld aus.
Naja, ich hab als uriger Depp angefangen und mich mühsamst in die Richtige Richtung vorprobiert bis ich endlich auf den Trichter gekommen bin das ich die ganze Sache doch ernsthaft machen könnte und so nen viel besseren Film fahren kann als in Barbarenklamotte mit Bierdosen und Omas Wurzelholzkorkenzieher.
Naja, diesen Jahrelange Ausflug in die Mittelaltermärkte möchte ich dennoch nicht missen, auch wenn es mich viel Geld und Mühe gekostet hat. Im Endeffekt weiss ich jetzt genau was ich machen will und was nicht.
-die reinen kostümierten Dengelclubs aufhörten, ihr Flachstahlgedengel als historisch rekonstruierte Kampftechniken zu annoncieren.
-die trial-and-error-Pfuschbastler von dem Begriff “Experimentalarchäologie abstand nähmen.
und jeder zu dem stünde, was er tut und was ihm Spaß bringt.
Dann könnten die Ritterromantiker ein höfisches Fest nach dem anderen zelebrieren.
Dann könnte die urige Fraktion sich in uriger, nicht so detailverliebter Klamotte auf dem Zeltplatz am Ende der Welt treffen und in Ruhe am Lagerfeuer Met aus dem Horn trinken.
Dann könnten die Flachstahlleute ohne Interesse an historischen Zusammenhängen in der Klamotte ihrer Wahl die Waffen ihrer Wahl schwingen.
Dann könnte jeder, der sich als Ritter fühlt, anziehen, was er will.
Dann könnte die beinharte Fraktion über ihr Hobby auskunft geben, ohne ständig ausschweifend den Unterschied zwischen Geschichte und Markt-Szene-Mittelalter erklären zu müssen.
Dann könnte sich der geneigte Anfänger selbst entscheiden, was er wirklich will, ohne den teuren Umweg nehmen zu müssen und ohne erst in den Glauben zu kommen, Rittercamping wäre gleich Reenactment.
Dann könnte er sich entscheiden, ob er in familiärer Athmosphäre urige Abenteuer erleben will- oder in mindestens ebenso familiärer Athmosphäre und mit mindestens ebenso viel Spaß recherchieren und basteln will, um möglichst originalgetreu MITTELALTER für sich zu erfahren.
Und falls ich nicht den richtigen Ton getroffen haben sollte: Auch die ”urige Abteilung" hat meine volle Sympathie und kann jederzeit mit einem Besuch von mir rechnen- nur soll sie endlich aufhören, sich selbst und andere zu belügen und Anfänger zu versauen.
Aber bis wir soweit sind, wird noch viel Wasser den Rhein runterfließen- für solche Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber sind einfach zuviele Egos uhd Illusionen in Gefahr.
Also, überspitzt könnte man sagen, es gibt zwei Wege, um vom absoluten Anfänger zum A-Papst zu werden (natürlich gibts das nie so in Reinform):
1. Man möchte möglichst bald einsteigen, baut sich irgendwas zusammen, geht auf Märkte, spricht mit Leuten, liest Bücher, findet immer mehr Fehler in seinen Anfängerklamotten, ersetzt eins nach dem Anderen, spricht mit noch mehr Leuten, liest noch mehr, fängt nochmal an, seine Klamotten zu ersetzen…
2. Man liest, sucht sich die richtigen Belege, und fängt nicht an, sich ein Kleidungsstück oder Accessoire zu machen, bevor man nicht den 100%igen Beleg für die eigene Zeit, die eigene Region, den eigenen Stand hat…
Beide Methoden haben Nachteile. Bei der zweiten Methode kann es sein, daß man nie fertig wird. Bei der ersten Methode kann es sein, daß man richtig viel Zeit und Geld verschwendet für Ausrüstung, die einem nach einem halben Jahr nicht mehr gefällt. Oder es kann sein, daß man so stolz ist auf seine Sachen, daß man aufhört, sich weiter zu informieren, daß man es bei einem schlechten Kompromiss beläßt und es vielleicht noch nicht einmal merkt.
Und natürlich gibt es das nicht in Reinform. Niemand wird einfach ohne jede Informationsquelle einfach drauflos schneidern, auch wenn diese Informationsquelle vielleicht nur ein mittelmäßiger Film war. Und ich lese hier immer wieder, daß die sog. “A-Päpste” offen zugeben, daß auch bei Ihnen nicht alles 100% “A” ist, “A” sein kann, und sie gehen trotzdem damit aus dem Haus.
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.
Ich kenne beides. Mein erstes Kleid gefällt mir immer noch. Ich habe ganz zu Anfang Glück gehabt und gleich einen belegten Schnitt gefunden und danach gearbeitet. Es ist inzwischen mehrfach geflickt worden, Knöpfe und Kaufhausborte sind inzwischen ab, und diese blöden Flecke gehen einfach nicht mehr raus, aber grundsätzlich gefällt es mir. Dann hab ich noch ein Kleid, da mußte es schnell und billig gehen, denn ich war verabredet. Ich habe an diesem Wochenende viel Spaß gehabt, aber das Kleid möchte ich trotzdem ersetzen, weil ich weiß, was an diesem Kleid nicht stimmt.
Wissen verändert den Blick. Mir passiert es manchmal sogar, daß ich durch Kaufhäuser gehe (auf der Suche nach Zeug, das ich zu Ausrüstung verwenden kann), und dann da eine Zeltausstellung sehe, und beim Anblick des Iglu-Zeltes denke: “Das ist nicht A!” Wer viel weiß, dem wird das auch auf beliebigen Mittelalter-Veranstaltungen beim Anblick von gutgemeinter, aber nicht ganz richtiger Ausrüstung passieren. Und je nachdem gibt es dann unterschiedliche Dinge, die er denken kann:
- beleidigt: “Der hat mich aus meinem Traum geweckt!”
- pädagogisch 1: “Der arme Kerl! In einem halben Jahr wird er sich ein neues Zelt/neue Schuhe/ein anderes Schwert wünschen!”
- pädagogisch 2: “Ach du Schreck! Kein Wunder, daß mich dauernd die Leute fragen, warum wir nicht alle Hörner auf dem Helm tragen!”
—
Fazit:
Langer Rede kurzer Sinn:
Wer zuerst recherchiert, spart Geld.
Wer zuerst näht, hat früher Spaß am Lagerfeuer.
Spaß in Bibliotheken solltest Du aber auf jeden Fall mitbringen, denn Du solltest nicht aufhören, Dich zu informieren.
Und wenn Du bei Tempus-vivit den richtigen “A-Papst” triffst, sparst Du dabei vielleicht sogar Zeit und Geld.
Sorry, langes Posting, aber ich hab Semesterferien und ganz viel Zeit…
Leider gibt es immer wieder Szenen, wo der Blick geht “…das nicht A”, “… das nicht A”, “… das nicht A” etc. - und das am besten noch mit lautstarker Untermalung.
Das sind natürlich bedauerliche Einzelfälle, aber es gibt sie, und damit kann man Einsteiger schon verprellen.
Aber wie gesagt: das sind Einzelfälle, und wenn Du es besser erlebt hast: Kompliment an die Leute, die Dich sachlich weitergebracht haben!
Alsoo, mal abgesehen von dem manchmal etwas mißverständlichem Ton im TV ist das ware MA Aktivisten Leben doch garnicht soo schlimm. Ich bin noch nie groß angemacht worden wegen Klamotten oder anderem in den 2 1/2 Jahren die ich jetzt so unterwegs bin. Und das liegt bestimmt nicht an meiner von Anfang an perfekten Klamotte (die ich auch garnicht hatte) sondern an der Hilfsbereitschaft der anderen MA`ler. Wir haben durch Gespräche, Erklärungen und auch Zusammenarbeit mit anderen Gruppen sehr viel gelernt, was uns gut weitergebracht hat. Ich muß sagen, der Einstieg war recht leicht.
Es kam viel Kritik, aber die war eigentlich fast immer konstruktiv und nicht beleidigend.
Außerdem: Die Erde ist weder rund noch flach sondern ein Rotations-Elypsoid
das kenne ich [schmunzel] - man geht nach wochen-, was sag ich, monatelanger(!) Arbeit stolz auf seinen ersten Event - und wenn man es wagt, jemanden um seine Meinung zu fragen, wird man systematisch niedergemacht.
“Was ist`das für’n Stoff, die Knöpfe sind aber nicht A, ist das pflanzengefärbte Wolle? Andere Schuhe musst Du haben…” uswusf.
Nicht daß ich jetzt behaupten will, das wären alles Punkte, auf die man pfeifen könnte. Himmel bewahre!
Nur muß man immer wieder feststellen, daß man hier und da Kompromisse eingeht. Sei’s langfristig oder als Notlösung, bis sich was besseres ergibt. Man sollte sich einfach jede Notlösung reiflich überlegen. Besorge ich mir ein Teil, das ein Kompromiss ist? Oder warte ich ab und verzichte vorerst darauf? Da hat jeder seine eigene Vorstellung….
Was ich eigentlich sagen wollte - andere “zerreißen” und nach Fehlern zu suchen, ist einfach. Wer mal eine zeitlang TV liest und sich in Sachen MA ein gutes Grundwissen angeeignet hat, für den ist es ein leichtes, einem Anfänger Fehler an seiner Ausrüstung aufzuzählen.
Eine gute Ausrüstung braucht Zeit, und wird auch nie richtig fertig, weil sich immer wieder neues auftut.
Als Anfänger sollte man halt wirklich auf die offensichtlichen Fehler verzichten. Pannesamt, Turnschuhe, Bortenmeterware aus’m Kaufhaus….
Daß einem dann noch dummerweise immer noch Fehler unterlaufen können, davor ist man halt nie gefeiht. Lernen, fragen, lesen, verbessern, dran arbeiten…..
Schade finde ich immer, daß manche, wenn sie eine gewisse Zeit in der MA-Szene sind, nicht mehr wissen, wo ihre Wurzeln sind, wie sie angefangen haben. Da hift manchmal ein Blick nach unten zu den Füßen und die Feststellung, daß man noch immer auf dem Boden steht (hoffentlich…)
Wie gesagt - die schlimmsten Fehler vermeiden, bekannte Fehler nicht schönreden (“beweis mir, daß es nicht A ist…”), immer fleißig die Augen und Ohren für neue Infos offenhalten - und bevor Du dann irgendwann einen anderen Anfänger mit Deiner Erkenntnis “niedermachst” die Worte abwägen und überlegen, daß man Kritik so oder so rüberbringen kann. Und immer mal wieder schauen, wo die Füße stehen… ;)
der Einstieg in dieses Hobby, wie auch in alle anderen ist schwer.
Wenn einer Modellfliegen will, wird er bei einem Semi-Scale Wettbewerb (Maßstabsgetreu) mit seinem Graupner Amigo furchtbar auflaufen.
Motorradfahren ist teuer, macht aber keinem was aus.
Mittelalter soll für 100 Euro im Jahr zu haben sein und hier beginnt der Trugschluß.
Den Einsteigern kann ich nur sagen, vor zwei Jahren sagt mir ein deutschlandweit bekannter Reenactor, dem ich Stolz meine Ausrüstung präsentierte. Oh, gehen wir in den Garten und machen ein Feuer.
Also man muß auch mal den einen oder anderen Schmähruf abkönnen. Die meisten sind nicht böse gemeint.
Vielleicht geht es den meisten Newbees auch so, dass sie keine vernünftigen Antworten auf Ihr Fragen bekommen. Das ist ganz einfach. Die meisten Fragen sind zu allgemein gehalten. Ich hatte vor zwei Jahren das gleiche Problem.
Vielleicht kennt Ihr das noch aus der Schule, der Lehrer: “ Noch Fragen….” aber wenn ich nicht weiß wovon er redet, kann ich keine Fragen stellen.
Was man den Einsteigern auch vorhalten muß, das ist jetzt meine persönliche Erfahrung.
Die meisten kommen und fragen ob Ihre Ausrüstung passt. Sie wollen hören Du bist klasse toll und traumhaft. Eine ehrliche Antwort will fast niemand.
Kurze Rede langer Sinn…….
Es empfiehlt sich, zuerst zu lesen. Dann nach Gruppen zu schauen und Leute die das Hobby schon länger machen zu nerven und auszuquetschen.
Dann zu Mathias, nachdem ich doch schon etwas mit Raumfahrt zu tun habe, die Ere ist definitiv eine runde Scheibe, Fotos lügen nicht. Der Rest ist eine Propagandalüge. Die Erde ist keine Kugel, war es noch nie und wird es auch nie nicht sein.
Ich glaube genau das ist der Punkt: Jeder muss für sich entscheiden was er macht. Der Uli sagte ja auch schon etwas ähnliches. Im Prinzip sagte ich mal kommt es wirklich darauf an was ich mir selber von diesem Hobby vorstelle und verspreche, aber auch wie ich es vertrete.
Wenn ich mir sage: Ich möchte mit dem Hobby einen “Lehrauftrag” verbinden, nämlich Kindern oder normalos, das Mittellalter erklären und darstellen wie es wirklich war. Oder ich möchte es wirklich für eine bestimmte Zeit mal am eigenen Leibe erfahren. Dann setze ich mir natürlich andere Ansprüche als derjenige der nur mal das nachspielen möchte was er aus Romanen, Funk und Fernsehen kennt.
Die Frage ist natürlich inwiefern die zweiteren (völlig wertfrei), auch dazu stehen und dies auch dem unbefleckten Neueinsteiger auch vermitteln.
Vieleicht wäre wirklich mal ein “Qualitätssiegel” angebracht. Z.B. die Homepagebewertung in TV ist ja schonmal ein erster und sehr guter Schritt.
Ob es da tatsächlich mal eine unabhängige Bewertungskomission geben wird die Gruppen nach A und nicht A bewertet wage ich zu bezweifeln, ist auch utopisch.
tatsävchlich habe ich schon verstanden das man sich nur selbst da helfen kann, da einem ja bekanntlich dann auch Gott hilft. Oder man fragt einfach mal nach!