@Georg:
Du bist "Fechtmeister"?
Und was bedeutet "ADFD" und "AAI"?
@Timo:
Warum ist es "klar", daß Ihr "das Stechen nicht anwendet"? Stechen ist für uns selbstverständlich...
Könnte es daran liegen, daß wir unterschiedliche Baustellen haben?
@Fritz:
Reenactment ist schon der richtige Begriff. Oder Schaukampf. Von mir aus auch Schaukapfschlacht. Wobei wir m.E. da über nichtexistente Dinge reden...
... richtig Thorsten!
Würde mich aber auch nicht verwehren das unter Schaukampf zu stellen.... choreographiert (mehr oder minder), für einen Betrachter vorgeführt, also zur SCHAU. Vielleicht würde ich dann noch von "Schlachtendarstellung" reden.... aber ich denke das wird eh im Gespräch klar..
Euer Hlorridi
dafür gibt´s schon nen Begriff: das nennt sich reenactment ... daraus ist nämlich der ganze Krempel entstanden - aus dem Nachstellen historischer Schlachten des amerikanischen Bürgerkrieges.
Und wenn man unbedingt einen Begriff für Schlachtennachstellung braucht: die Briten nennen das "Military Display" und auch da ist das die Wurzel des Reenactments.
wie Frei-, Schau- und Fuchtelkampf definiert sind ist nun klar...
Aber, wie würdet ihr eine durchchoreographierte Schlacht nennen, die nicht zur filmisch mitreißenden Äktschen gedacht ist, sondern im Sinne des Schlachtenreenactments einen Lehrauftrag verfolgt (gibts sowas überhaupt fürs Mittelalter? Ernsthafte Darstellungen in diesem Sinne kenne ich eigentlich nur aus anderen Zeiten)?
Sowas wäre vielleicht auch mal ernst zu nehmen und nicht immer nur von allen als "Freizeitspaß" belächelt...
vielleicht sollte ich noch sagen, dass meiner Meinung nach alle drei Dinge (fuchteln also doch nicht) gleichberechtigt nebeneinander stehen! Allerdings grundverschiedene Dinge sind!
Ich will also keinen Schukampfstuntman hören der was von Talhofer erzählt und keinen Fechter der sich beklagt dass die Freikämpfer eh nicht A seien....
Euer Hlorridi
Freikampf: Wettkampf nach best. Regeln mit stumpfen Stahlwaffen, zur eigenen Erheiterung
Schaukampf: Darstellung mitreissender Kämpfe, u.U. vorher mehr oder weniger eingeübt zur Erheiterung des Publikums
historisches Fechten: Versuch mittelalterl. Kampfkunst zu rekonstruieren und zu trainieren, mit dem THEORETISCHEN Ziel jemand schnell und sicher um die Ecke zu bringen
und last but not least:
fuchteln: sein Schwert und sein Handgelenk und das Gesicht seines Gegenübers möglichst dusselig kaputt machen zur allgemeinen Erheiterung aller die es besser wissen, egal ob Sportler, Darsteller oder Fechter...
Euer Hlorridi
Und dabei ist dies auch noch ein halbwegs ernsthafter Thread...
Vielleicht sollten wir uns mehr Gedanken darüber machen, das "Hauen & Stechen" (so hieß es nämlich damals wirklich) möglichst glaubwürdig darzustellen, als uns daran zu reiben, wie wir es denn nennen wollen.
Naja, bei meiner Fechtmeisterausbildung (bin Prevot der ADFD, von der AAI anerkannt, hurra *g*)nannte (und nennt) man das ´Szenisches Fechten`. Dies, sowie den Begriff ´historisches Fechten` halte ich meiner persönlichen Meinung nach für sehr geeignet und treffend.
Giraut le Noir
Für *was* suchst Du eigentlich einen Begriff? Die Leutchen, die sich in TV so rumtreiben, machen nämlich ganz unterschiedliche Sachen mit ihren Waffen...
"unser im Gelände ausgeübtes Hobby" ist sehr vielgestaltig. Deshalb nochmal: Was machst Du ?
Dengeln ist meines Wissens ein Wort aus der Schmiede Terminologie und bezeichnet die Verdichtung des Materials (meist an der Schneide) durch hämmern auf deren Schmalseite. ZUm Sensenschärfen z.B. gibt es dazu spezielle Dengelhämmer und -ambosse. Andererseits- Materialverdichtung durch draufhauen entspricht partiell schon dem was unter Schaukämpfen so gezeigt wird.
Wie wärs noch mit
Medieval Sword carrying fürs bloße präsentieren einer Waffe
Extrem auffe Finger hauing für mißlungene Übungen und Hardcore Waffenständering für nicht authentische Präsentationen?
gruß, uli
Wenn Carsten sein "Dengeln" anders nennen will, soll er doch.
Wenn er allein damit in weiter Flur bleibt, ist die Angelegenheit sowie bald schon vergessen.
Macht sie Schule, dann nennen eben bald alle ihr Waffengefurchtele auf diese Weise.
Warum wird über sowas eigendlich diskutiert?
Einziger und letzter Eintrag in diesem Thread von
v. Arlen
...tritt Mir ins Gesicht.Welch einfache Frage doch zu solch unterschiedlichen Antworten und Interpretationen führen kann. ;-)
@ Andrew: Ich weis ja nicht was DU an Intimitäten mit deinen Waffen austauscht. *lol*
@ Haduwolff: Ist es eh nicht schon längst zu spät??? Sinnlos sich darüber auszusprechen.
@Bernd:Es WAR ja auch nur eine Überlegung!Und Ich gehöhre zu den 0,26% (Woher bekommst du diese Zahlen.Grübel...)die es nicht verwenden.
@Roland:Ich besitze ein Wörterbuch,habe hier aber keine lust es für ALLE zu übersetzen.Können sie selber machen.Den Drang die deutsche Sprache abzutöten habe ich wirklich nicht.Auch wenn das hier von dir und Haduwolff so ausgelegt wird.Vielleicht versteht man die Situationskomik nicht,die in Meinem Eintrag angesprochen worden ist.Ivo hat (mal)wieder recht.
Ich wollte lediglich einen Versuch starten ein wenig Einheit in dieses Begriffchaos zu streuen.Das ist leider scheinbar nach hinten losgegangen...
Gruss: Hagen
PS:-Ein befreundeter Schwede hat es kapiert nachdem ich es mit "Retro-Combat" versucht habe.Bei "Swordfighting" dachte er gleich an Braveheart etc. na Mahlzeit.
Herr Hagen von Scutemere
Auch wenn ich mich mit meiner Rollendarstellung als HoMi-Engländer (Anglonormanne) wohl fühle und auch nicht unwesentliche, tatsächliche Wurzeln auf "die Insel" vorweisen kann, wundert mich doch der Drang vieler die deutsche Sprache abzutöten.
Was ist an den Begriffen "Schaukampf", "Freikampf" oder auch locker-flockig "dengeln" denn so verkehrt?
Um mal was ganz böses zu sagen, danach könnt ihr mich ja schlachten: Ich behaupte mal, wenn einige die wirklichen Bedeutungen vieler hochtrabender englischer Begriffe und Schlagwörter verstehen könnten, würden sie sie nicht mehr gebrauchen! :-)
Außerdem bietet die deutsche Sprache doch einen deutlichen Vorteil gegenüber der mitunter eingeschränkten englischen:
Sie ist präziser und deutlicher, da es im englischen häufige Mehrfachbelegungen gibt.
Außerdem gibt es doch schon so viele unsinnig-konzipierte Wörter, warum noch mehr?
Beispiel?
Das Handy.
Wer auch immer den Versuch unternimmt in UK oder USA mit der Frage "would you please give me your handy number?" einen Kontakt zu einer Dame zu vertiefen, wird einen verständnislosen bis mitleidigen Blick ernten.
Handy (engl.=praktisch, nützlich) ist dort nämlich das MOBILE.
Die Dame hat dann nämlich verstanden: "Würdest Du mir bitte Deine praktische Nummer geben?" und könnte sich sogar anzüglich angequatscht fühlen.
Warum denn noch einen weiteren Begriff erfinden, wenn 99.74% im täglichen Sprachgebrauch "dengeln" dazu sagen?
Der Begriff umfasst seit Jahren sowohl Schaukampf, Freikampf, Schlachtenkampf und gibt auch den Unterschied zwischen "MA-Akteuren-(Schwert-)Kampf" und dem REALISTISCHEN HISTORISCHEN KAMPF um Leben und Tod ganz gut wieder.
Gut, "Dengeln" hört sich nicht so toll an wie "historisches Fechten", aber wer sich letzteres auf die Fahnen schreibt, sollte es auch wirklich wirklich drauf haben, der Rest ist "Dengeln".
In "offiziellen Bewerbungsmappen" kann man ja "Dengeln" wirder durch "Schaukampf", "Schwertkampf" etc. ersetzen, aber "RETRO COMBAT" wird bei den meißten ein spöttisches Lächeln als ein anerkennendes Schulterklopfen entlocken...
Als abschreckendes Beispiel hilft vielleicht noch der Blick auf div. Musikszenen, wo immer sonderbarere Wortschöpfungen auf die Flyer geschrieben werden, um einer Veranstaltung den Touch von etwas besonderen zu geben (obwohl bessere DJs dem Ziel evtl. näher kommen würden). Da steht dann auf dem Flyer einer stinknormalen 0815-Gruftdisse "darkwave gothic ebm batcave blackmetal industrial future-retro-electronics avantgarde minimal old-school 80ies"...
Bernd Truckses
retro-combat??? Ein weiteres sinnloses Fremdwort für die alte Sache...
Da wird "reenactet" und im "living-history" gewurstelt, da wird im Gefecht -äh im "group-fencing" lauthals "push" und "attack" kommandiert, nennen sich die hoffnungsvollen Flachstahldengler selber "fencer" und machen auf Aufklebern ""medieval sword-fighting"...
Leuts, das ist mit Verlaub völliger Stuss! Ich fühl mich auch als Mittelalterdarsteller wohl, nehme gerne das Schwert für den Freikampf (unabgesprochenes Gefecht nach vorher festgelegten Regeln) in die Hand, aber auch gerne für den Schaukampf, den vorher eingeübten und abgesprochenen Vorführkampf.
Warum hab ich nur den Verdacht, daß es hier bald wie in der Werbeindustrie zugeht, die für jeden alten Schuh einen neuen Anglizismus erfinden muss, um zahlungswillige Deppen für ihren Kram zu finden.
Arme, alte Muttersprache...
Nun gut, ich schreibe dies auf 'nem Rechner ..äh...ups "Computer"...
miles roma - miles imperatore! Euer Haduwolff