Es gab diese "Minischwerter". Ich hatte schon ein halbes Dutzend Originale dieses Typs in den Händen. Die sahen allerdings etwas anders aus als die Dinger, die von den meisten Schmieden angeboten werden. Typologisch gehören sie zu den Dolchen mit voll ausgeprägter Parierstange; eine Form, die sich im 14. Jahrhundert - möglicherweise auch schon früher - zu entwickeln beginnt und auch im 15. Jahrhundert noch populär ist.
Diese Diskussion zum Thema Dolch in Schwertform oder Kurzschwert würde mich auch interessieren, wobei ich an andeer Stelle schon die Erfahrung gemacht habe das es die MiniSchwerter so nicht gegeben hat...
Alesandro von Hainichen
Ja, es gab kleine "Schwerter" in diesem Größenbereich, allerdings waren das keine Schwerter, sondern - meist ritterliche - Dolche vom Schwerttyp. Ein Beispiel dafür wäre z.B. der Scheibenknaufdolch, der wie eine Verkleinerung des Schwertes selben Namens aussieht.
Hallo
Gab es eigentlich jemals in der Geschichte wirklich Kurzschwerter? Damit meine ich jetzt keine Falchions oder Bauernwehren sondern ganz normale 0815 - Schwerter mit einer Länge von 40 bis 50 cm, wie man sie auf jedem Markt angeboten bekommt. Kann man diesen Schwerttyp historisch zuordnen oder gehört er ins 20./21. Jh.?
Der Begriff "Kurzschwert" ist ein moderner Terminus, den es damals ind eiser Form nicht gegeben hat. Man sprach von der kurzen Wehr, sie sichd adurch auszeichnet, daß ich sie mit einer Hand schnell udn effektiv führen kann.
Ob es sich hierbei nun um das klassiche "Ritterschwert" des Hochmittelalter handelt oder ein gutes Haumesser oder einen Dussack, ist hierfür nicht weiter wichtig.
Eine genaue cm-Grenze ist auch nicht weiter sinnvoll, da es zum Einen im Grunde alles gegeben hat, was man als Hiebwaffe irgendwie handeln kann und es zum Anderen sehr vom Benutzer abhängt, wie lang eine kurze Wehr sein darf.
ZORNHAU , historische Fechtkunst, www.zornhau.de