aber was, wenn Neuling X nicht weis, daß dort eine reine FMA/HMA/SMA-Veranstaltung stattfindet?
Aufgrund seiner schlecht informierten Sitzritterkreisen geht er ja dahin mit der festen Überzeugung, korrekt gekleidet zu sein. Und wenn er eben wirklich interesse hat, dann fährt er seine 300 Km. Und wenn er pech hat, eben ohne Zivilklamotten.
Und dann?
Leuts, das sind die Typen, die wir ranziehen müssen! Ansonsten kapseln sich die "Superguten" so ab, daß es in 20 Jahren keine mehr gibt!
Wer lernen will, dem muß auch Stoff gegeben werden! Von Sitzrittern erhält er diesen Stoff nicht. Welche Chance sollte er sonst haben?
Gruß
v. Arlen
Eben kam die Frage auf:
"Und wie soll da mein armer Ritter X reinkommen, um was zu lernen?"
Gar nicht! oder in zivil.
Zum Lernen kann der nämlich mal ein Buch aufschlagen. Leute, lasst es uns den Newbies nicht zu leicht machen. Nur, wenn schon beim Einstieg Eigeninitiative gefragt ist, kann die völlig überlaufene Szene wieder gesunden.
Ausserdem würden dann nicht Reenactment-Fehler in der 5. Generation weiterleben.
Andrew
Von mir stammte die Aussage nicht, daß unpassend gekleidete draußen bleiben müssen. Nur - wenn man beizeiten erfährt, was der Veranstalter denn zeitlich plant (falls er es denn überhaupt macht und MA nicht MA ist...), dann kann man sich drauf einstellen.
Ich für meinen Teil hab bis jetzt FMA und HMA-Klamotte, hab also schon mal eine Wahlmöglichkeit, wenn ich denn wüßte, worum's geht. Und wenn irgendwo auf einer Einladung ganz fett SMA steht, dann weiß ich, daß ich so oder so unpassend gekleidet auflaufen werde.
Aber wie gesagt . eigentlich gibt es doch nur "MA-Märkte", ich hab bisher selten FMA, HMA oder SMA-Märkte gelesen.....
Grüße, Angy.
@ Angy: Und wie soll da mein armer Ritter X reinkommen, um was zu lernen?
@ Ivo: Du hängst dem Irrglauben an, daß in den "Szeneinternen" Veranstaltungen nur ausgesuchte Gruppen sind?
Dann frag ich mich, wieso bei der letzten so genannten Veranstaltung an der ich teilnahm ein BW-Zelt mit Flokati-Wesen neben mir stand !?
Oder ein kleines Männchen, dessen Kleidung ein mischmasch von 13. - 16. Jhd. darstellte und sein schönes Alex aufgebaut hatte?!
Träume süß, Ivo. Und besuche mich mal wieder, da brauchst noch nicht mal zittern vor unkorrekter Kleidung ;o))
Gruß
v. Arlen
...aber:
"Marktritter X, seit einem jahr aktiv dabei, Toledoschwert auf dem Rücken..."
Den möchte ich sehen, der nach einem Jahr mit Schwert auf dem Rücken nicht mindestens einmal (freundschaftlich?!) angefrotzelt wurde?!
Könnte aber auch daran liegen, daß er nur an tol_l_erante Leute geraten ist, die über alles kommentarlos hinwegsehen um des lieben Friedens willen?!
Ich verstehe den Punkt, Christoph, und ich zermartere mir schon seit einer ganzen Weile das hirn, wie man eine nichtöffentliche Nummer hinbekommt, die den entwicklungsfähigen und -willigen Baustellen offensteht, aber andererseits das Gefühl, die Grundstimmung von "unter Gleichgesinnten" rüberbringt. Daß man unter "Wir wollen wirklich nah an die Vorlage"-Leuten bleibt.
Also, mir ist die Königsformel, die das schaffen soll, noch nicht eingefallen, speziell, weil wegen der babylonischen Sprachverwirrung um feststehende Begriffe eine öffentliche "Ausschreibung" unter Garantie nach hinten losgeht und nur Masse statt Klasse zusammenkommt.
Aus genau diesem Grund finden die vielgelobten "szeneinternen" Veranstaltungen nur mit ausgesuchten Teilnehmern statt, mit dem bekannten Ergebnis, daß allzuoft so manches "Ausbaufähige Jungtalent" hinten runterfällt. Ist traurig, aber wohl so schnell nicht zu ändern, Gründe: Die allgemeine Sprachverwirrung und der seit neuestem grassierende Glaube, durch Rückzug aus der Öffentlichkeit beim Kostümcampen die Qualität bereits signifikant gesteigert zu haben. Die Probleme sind hausgemacht, die "Szene" ist sich selbst ihr größter Feind und stellt sich selbst das eine ums andere Mal selbst das Bein, will oder kann aber vor lauter falsch verstandener "Toleranz" nicht kapieren, warum.
Lösung? Fällt mir keine ein. Außer der Forderung, daß jeder zu dem steht, was er am liebsten tut und sich nicht hinter wohlklingendem Beiwerk versteckt.
Damit einhergehend fordere ich eine positive Besetzung des Begriffs "Kostümcamping"o.ä., schlicht, weil nichts dagegen zu sagen ist, solange es nicht als Geschichtsvermittlung, Brauchtumspflege, kulturhistorische Arbeit etc. ausgegeben wird. Dieser Begriff, positiv besetzt, würde es so manchem, der Angst hat, sich evtl. als "Fuzzy" zu outen, ermöglichen, von falsch verwendeten Begriffen Abstand zu nehmen und zu seinem tatsächlichen Hobby zu stehen. Dann ist auch jede Menge Toleranz von der anderen Seite drin?!
So ließe sich dann auch zielgruppengerecht ausschreiben, der hysterisch-authistisch-okinalgetreu-Freak fände seine Gleichgesinnten genauso wie der Spaß-und-Zelten-und-ritterlich-fühlen-grob-angelehnt-Mitmensch (Sorry, griffige Überbegriffe bleibe ich Euch für heute schuldig), jeder fände "seins", müßte sich nicht diskriminiert fühlen, müßte sich nicht von "Fuzzys" belästigt fühlen, und aufm Markt könnte man sich dann ohne die immergleichen Diskussionen ans gleiche Feuer hocken und zusamen ein Bierchen lenzen. Jeder macht "seins", steht dazu, hat "seinen" Spaß und kommt dem anderen nicht ins Gehege.
So fände ichs gut.
Schöner Traum.
Was jetzt zu weit off-topic führt, bitte per Mail.
Gruß
Ivo,
der einerseits an seiner Originaltreue bastelt, aber doch mangels Einladungen und erreichtem Ausbauzustand gern zum Leute treffen zum Kostümcampen auf den einen oder anderen Markt fährt UND SPASS HAT!!!
Man muss ihn ja nicht barsch abweisen, man kann es ihm ja auch freundlich erklären. Im übrigen sind wir jetzt wieder bei "Gewandete Besucher", da gibts einen eigenen Thread. (Nur um Wiederholungen vorzubeugen)
@Stephan
1.) Wenn man die dauernden Wiederholungen rausließe würde die Diskussion in einen eigenene Thread passen. Und der wäre nicht mal sehr lang. Sinnlos mag sie vielleicht nicht sein, aber in Bezug auf die Fragestellung des Threads auch nicht sachdienlich.
Im übrigen kanns mir ja eigentlich egal sein, ist ja Ullis Thread ;o)
2.) Alles was ich will steht hier schon irgendwo... z.B. bei Joachim M., Claudia, Ivo....
Markt-Ritter X, 1 Jahr aktiv dabei, falsch geschnittener Waffenrock, falscher Stoff, Springerstiefel, Toledo-Schwert auf dem Rücken.
Er versucht mehr über Mittelalter usw. zu erfahren und erfährt von der sehr guten MA-Veranstaltung in Y, 400 Km. von ihm entfernt.
Er schwingt sich also in seine Karre MIT seinen Klamotten und OHNE Privatkleider und fährt diese weite Strecke.
Doch als er da ankommt, wird er barsch abgewiesen, weil seine Klamotte so mieserabel ist.
Er wird also nie erfahren, wie er richtig angezogen sein sollte, denn er darfs ja nicht sehen. Er wird so rumlaufen wie zuvor und auf die schlechten Märkte gehen.
Und damit wär`s einer weniger, der richtig "A" werden wollte.
Also schneidet man sich nicht selbst ins Fleisch, wenn man rigoros ablehnt?
Gruß
v. Arlen
Vielleicht sollte man mal den Kernpunkt herausschälen: HMA-Veranstaltung oder Markt.
Denn das muss nicht zwangsläufig das gleiche sein, auch wenn sich 98% der sogenannten "Mittelalter-Szene" ausschließlich über Märkte definiert.
Udo
Dieser Thread ist wirklich mal wieder eine Zierde fürs TV. Glücklicherweise lassen sich ja doch noch vereinzelt vernünftige Stimmen vernehmen. Was viele Diskussionsteilnehmer anscheinend nicht wissen: In geschriebener Form wirken Aussagen um einiges stärker als in persönlicher Zwiesprache, da Ausdrucksmittel wie Tonfall und Mimik wegfallen. Und- wieman oft feststellen darf- Ironie versteht nicht jeder. Aus diesem Grund zählt es eigentlich zur Netiquette höflich und eindeutig zu schreiben., da Beiträge in einem Diskussionforum etwas anderes sind als eine persönliche Diskussion (die zu führen via email oder Telefon jederzeit möglich ist). Aber anscheinend muß an streitvermeidenden Umgangsformen noch gefeilt werden.
Und damit nochmal zu den Erwartungen:
Was ich zuerst erwarte ist Spaß auf einem event, deswegen mache ich und bestimmt auch viele andere das Hobby nämlich. Und bevor jetzt wieder das Kostümsäuferargument kommt- Spaß ist nicht nur sich in Klamotte die Kante zu geben, Spaß ist auch von einem Handwerker was zu lernen der gerade mittelalterlich etwas fertigt (gelle Stefan!). Spaß ist, die eigene Rolle immer besser auszufüllen, Ausrüstung zu vervollkommnen und sich ein wenig ins mittelalterliche Leben einzufühlen. sapaß kann auch detektivische Quellensuche sein oder der Austausch mit anderen Gruppen, auch aus anderem Zeitrahmen.
Prinzipiell finde ich ein Zeitensammelsurium auf Veranstaltungen garnicht schlecht, denn so kann der interessierte Zuschauer einen Einblick in verschiedene Epochen und Regionen bekommen. das sollte natürlich durch das Konzept der Veranstaltung gefördert werden. Warum nicht mal Plänchen fürs Volk, auf denen ERklärt wird, welche Gruppe sich wo befindet und was sie darstellt.
Schautafeln und Schaukästen sind auch ne prima Möglichkeit Wissen zu vermitteln, ebenso wie Schauhandwerk. Was allerdings die Wissensvermittlung angeht- Die Mittelalterszene hat keinen Bildungsauftrag, insofern ist es zwar lästig aber unvermeidbar das einige Leute Blödsinn erzählen. Aber: Information ist eine Hol- und keine Bringschuld. Das heißt: der geneigte Veranstaltungsbesucher muß selber entscheiden wem und was er glauben will und gegebenenfalls selber nachforschen. Die Informationen sind da und Tipps wo man sie herbekommt (z.B. TV) auch.
Und wenn für den einen Besucher eben Riddä un Indianä guggen schöner ist als sich historisch zu informieren- so what. Es ist nicht unsere Aufgabe dem Volk um jeden Preis das richtige Mittelalterbild einzuhämmern. Informieren kann man nur die, die dafür zugänglich sind. Selbiges erwarte ich allerdings schon von Aktiven.
Was ich noch erwarte: Das die Leute, die ich auf einer Veranstaltung treffe sich nicht so aufführen wie gelegentlich im TV.
gruß, uli
Danke für Deine Antwort auf meine Frage...hast Recht, das brauchen wir nicht näher erläutern;-)
@Alexander Klenner
Es ist überhaupt nicht verboten, Leute von privaten Veranstaltungen fernzuhalten...das hat auch niemand behauptet, immerhin geht es hier um öffentliche Märkte...sollte ich mich irren, bin ich gern bereit, mich vom gegenteil überzeugen zu lassen.
Jessas! Kaum ist man mal 10 Tage im Urlaub, schon brechen hier hitzige Diskussionen los! Mir wird schon vom nachlesen ganz anders... ;)
Was mir so beim Querlesen noch eingefallen ist:
Konkrete Einladungen mit konkretem Zeitfenster wäre was nettes. :) Kein Wunder, daß auf einer HoMi-Veranstaltung Wikis auftauchen und im SpäMi die Kelten einfallen :)) Wenn doch in jedem abgedruckten Veranstalungskalender (Karfunkel...) nur "MA-Markt" steht. Wer als normales Fußvolk, nicht als Darsteller, dort vorbeischaut, für den müsste nach dieser "Einladung" doch "MA"-Kleidung genügen ;)
Wenn also ein Markt im Veranstaltungskalender genannt wird, warum dann nicht mit Zeitfenster, Jahreszahl, Epoche, Landstrich, Ereignis? Dann kann der Besucher, der in GEwandung kommen will, gezielter in seinen Kleiderschrank greifen, bzw. überlegt sich, ob er das passende Outfit für "1422" besitzt oder ob er lieber in Jeanshose und T-Shirt loszieht.
Grüße, Angy.
Herzlichen Glückwunsch zu deinem Veto. Ich finde diese ewige Diskussion auch ziemlich ermüdend und vor allem am eigentlichen vorbei. Das Grundproblem ist ganz einfach die Herangehensweise und die Erwartungshaltung. Meiner Meinung haben solche "herkömmlichen" Märkte und MA- Veranstaltungen durchaus ihre Daseinsberechtigung. Allerdings sollte jedem klar sein was er dort bekommt. Den meisten Veranstaltern geht es dabei lediglich um das üppige Klingeln in den Kassen und das ist auch Verständlich wenn jemand aus wirtschaftlichen Gründen etwas organisiert (z.Bsp professionelle Veranstaltungsagenturen). Solche Events haben bestenfalls Volksfestcharakter. Um die historisch korrekte Darstellung einer Epoche geht es dabei kaum. Das sollte aber auch den Besuchern nicht suggeriert werden, sonst werden einfach falsche Erwartungen geweckt. Letztendlich gehen die Leute "dümmer" nach Hause als sie gekommen waren. Dabei verlassen sie sich darauf das man dort etwas von "Experten" gesagt und gezeigt bekommt. Problematisch sind auch die dort zu findenden Gruppen nur dann wenn sie den interessieten Besuchern ihre Darstellung als authentische Belebung des Mittelalters "verkaufen" und dabei sich inmitten einer Fantasiewelt bewegen. Jeder sollte sich seinen Anspruch selbst wählen und diesem dann auch bewusst sein. Ich persönlich besuche solche Veranstaltungen mit einem zwinkernden Auge und nehme sie als das was sie sind; als Volksfest. Natürlich gibt es auch einige sehr gute Märkte und Events. Zum Beispiel sind auf Burg Herzberg sehr gute Gruppen vertreten .Wenn ich eine historische korrekte Veranstaltung besuchen möchte suche ich mir Museeumsveranstaltungen aus und weiss ungefähr welches Niveau ich erwarten kann.
Noch etwas zum Begriff MA- Markt. Kaum ein Markt kommt einem mittelalterlichem auch nur nahe. Im Mittelalter waren Märkte DER Umschlagplatz für Waren des täglichen Bedarfs. Das bedeutet das Bauern und Handwerker (weniger) ihre selbst produzierte Waren anboten. Dementsprechend war das Angebot agrarisch geprägt. Der Markt war wie heute der Ort des zusammentreffens von Angebot und Nachfrage, von Produzent und Konsument.Damit kommt jeder neuzeitliche Bauernmarkt einem mittelalterlichem Markttreiben näher, zumindest in der Warenstruktur.
Noch ein bißchen Senf von mir.
1.)Die "A"-Diskussion paßt nicht in einen eigenen Thread, ist viel zu umfangreich, deswegen greift sie hinterrücks immer wieder einen interessanten Thread an. Ich finde sie übrigens nicht sinnlos, auch wenn man keine Ergebnisse erzielt damit. Man kann diesen Thread reinigen oder das off topic Gezappel der Nachwelt aufbewahren. Ich hab im alten TV! die hitzigsten Threads am genüßlichsten gelesen.
2.)schreibt doch eure Wünsche anstatt zu sagen "schreibt doch eure Wünsche" *g*
3.) Nicole hat absolut recht mit ihrer Aussage, daß es gefährlich ist, sich auf Konventionen zu einigen und diese pauschal zur Wahrheit zu machen. Punkt.
4.) Ich bin weder perfekt noch intolerant, wenn auf einem üblichen MA-Markt jemand mit Elfenohren und Karo-Kilt an mir vorbeiläuft, grüße ich freundlich, wenn mir sein Gesicht gefällt. Aber wenn jemand mich fragt, wie man einen Stoff färbt, erkläre ich nicht den Umgang mit Simplicol und Waschmaschine, sondern mit Krapp und Beize. Und von mir aus drücke ich meine eigenen Standards keinem aufs Auge.
5.) Wunsch an eine öffentliche (H)MA-Veranstaltung: wenn es denn ein Zeitfenster gibt und der Veranstalter ein genaues Bild davon hat, was ER als korrekt empfindet und was nicht, dann hätte ich gerne die Möglichkeit, von ihm SEINEN Kitguide (gerne mit Belegen *gg*)für DIESE Veranstaltung zwei Monate vorher zu bekommen, damit ich mich entsprechend umdekorieren kann. Ich bin ja eher FrüMi, und wenn ich doch mitspielen will, dann wäre es mir eine Hilfe, wenn ich SEINE Kriterien vorher erfahren würde.
Und der Veranstalter wäre mal gefordert, seine Meinung greifbar und belegbar zusammenzufassen. Immerhin maßt er sich an, mit seiner persönlichen Einschätzung Leute einzuladen oder auszugrenzen, bzw. ihre Ausrüstung.
Stefan
ein Posting ist kein Beleg. Du solltest die darin angeführten Quellen schon selbst geprüft haben. Das habe ich gemeint.
Nicht jeder ist so glaubwürdig wie Hadu ... ;-)
Grüße von der Spree, Ulli
Und wieso artet das Ganze schon wieder in die immer gleiche "A" oder nicht "A"-Diskussion aus?
Mit immer den gleichen Argumenten der einen Fraktion und immer den gleichen Argumenten der anderen Fraktion?
Wie langweilig.
Nur zur Erinnerung: Das Thema lautete "Was erwartet Ihr von einem öffentlichen HMA-Event ?".
Schreibt doch einfach was ihr erwartet statt euch darüber auszulassen das die innere Einstellung ja viel wichtiger wäre als die Klamotte, Grenzen des Machbaren beim "A" oder ähnlichem.
Ansonsten wäre es einfach nur schade um einen interessanten Thread, der, wenn es so weitergeht, da landet wo die meisten derartigen Threads landen - auf dem Müll...
Muss sich eigendlich in jedem Thread immer eine dieser unsäglichen A Diskussion entwickeln??
Wieso kann man denn nicht gegenseitig die Ansprüche und Einstellungen akzeptieren?
Ist es so schwer mal nach den Worten des alten Fritz zu handeln die da sagen:"Jeder soll nach seiner Facon seelig werden?"
Wenn einer Kompromisse eingeht, dann ist das dessen Sache, wie einer der diese eben nicht eingeht. Im Prinzip unterstelle ich beiden die Liebe zum Mittelalter. Ist doch wie beim (Gewand)saufen >;o):"Ob nun einer Krimsekt trinkt oder nur nach Wermut stinkt ist spätestens an der P***rinne Sch****egal!"
Wenn jeder sich hier in diesem Forum mal ein bischen weniger wichtig nehmen würde, dann wären mache Threads wesentlich übersichtlicher!
Viele Grüße Heiko
Was ist daran verboten, wenn ich ein Fest machen will, bei dem EBEN NICHT jeder nach gusto teilnehmen kann, sondern bei dem ICH nur Leute einlade, die MIR zusagen (sei es meine Party mit Freunden, oder eben mein Event mit Leuten gleichen Anspruchs) ?
Es ist ja nicht so, daß ich den Leuten mit weniger/anderem Anspruch ihre Partys wegnehme....
Solltest du wirklich der Meinung sein, man darf seine eigene Veranstaltung nicht mit Leuten nach eigenem Ermessen füllen, dann freu dich auf deine nächste Geburtstagsparty.
Dann komm ich nämlich vorbei und freß dein Buffet leer. Und du wirst doch nicht so unfreundlich sein und mich rauswerfen, nur weil ich nicht dein Freund bin ?
Gruß Ivain
Ich hab den Zusammenhang mit Fogelvrei, bzw. dem Mittelalterlich Spectaculum, nicht ganz kapiert...ist hier jemand der Ansicht, daß das Spectaculum nahezu einen "A"-Markt darstellt, oder habe ich was falsch verstanden?
Nun melde ich mich nochmal zu Wort, nachdem ich hier anscheinend eine recht große Diskussion entfacht habe mit meiner Kritik.
Dazu muß ich sagen, daß ich mich in diesem Thread, in dem öfters betont wird, daß es hier lediglich um Wünsche geht, nicht rechtfertigen werde, meine Meinung gesagt zu haben, da diese "Wunschäußerungen" beizeiten sehr über die Strenge schlagen und immer wieder ein Bezug zu Mißständen bereits bestehender Märkte unverhohlen ausgesprochen wird. Es geht hier also nicht nur darum, was Ihr alle gern hättet, sondern primär um das, was Euch nicht paßt...zumindest erscheint es mir und wahrscheinlich auch anderen so.
Andererseits wollte ich aber auch niemanden beleidigen mit meiner Kritik...aber man muß auch streiten können, immerhin ist die Szene auch geprägt durch Menschen, die sich bemühen, offen und ehrlich zueinander zu sein.
Nun aber nochmal zur Sache an sich:
Meine Kritik zielte darauf ab, daß Eure Gedankenmodelle ja schön und nett sind, Ihr selbst Euch aber innerhalb dieser Gedankenmodelle in den Mittelpunkt stellt. Ja, ich kann einige Punkte ganz oder teilweise befürworten (z.B. einheitliche Lagergestaltung, wenn auch nicht ganz so strikt), aber ich fühle mich persönlich angegriffen, wenn man mir zu verstehen gibt, daß ich dieses Hobby offensichtlich nicht mit dem nötigen Ernst, der Inbrunst und mit ehrlicher Leidenschaft angehe, weil ich kein handgefertigtes Leinengewand trage.
Es gibt immer Grenzen...auch ich würde mir niemals erlauben, als Turnschuh-Germane aufzutreten. Diese Grenzen schraubt Ihr aber recht hoch (Bspl. in mittelalterl. Dialekten Konversation führen) und dadurch schließt Ihr alle aus, die das Mittelalter wohlmöglich ebenso lieben, wie Ihr es tut, nur weil sie nicht dieselben Mittel zur Verfügung haben, wie Ihr sie habt.
Und das ist genau das, was ich meine...Ihr nehmt Euch selbst als Maßstab...und das halte ich für Grundverkehrt, wenn man etwas aufziehen möchte, was auch anderen Menschen Freude bereiten soll. Freude deshalb, weil Mittelalter leben nicht nur heißt, Wissen zusammen zu raffen, um damit zu protzen, oder sich anzukleiden, wie ein Ritter des 13. Jahrhunderts sich wohlmöglich(!) angekleidet hat...Mittelalter leben heißt auch Gefühle und Werte, die wir nicht ohne Grund mit dem Mittelalter verbinden, in das eigene Leben zu integrieren...ich behaupte, wenn ich mein Herz den mittelalterlichen Epochen öffne, bin ich einer Zeitreise sehr viel näher, als wenn ich mir authentische Kleidung anziehe und mir überlege, daß es sich damals wohl ebenso in ähnlichen Schuhen angefühlt haben könnte.
Bin ich Inkonsequent, weil ich Abstriche beim Ausleben meines Hobbys mache, was evtl. teure Ausrüstung angeht? Vielleicht bin ich das...
Aber wahre Konsequenz wird niemand in diesem Forum erreichen, auch wenn er noch so sehr darauf pocht...alle machen in mehr oder weniger markanten Punkten Abstriche...das fängt bei der Benutzung von Dixie-Klos auf MA-Märkten an.
Das ist auch kein Vorwurf...es soll nur mal zum Denken anregen...würden wir nämlich auf Märkten unsere Rollen mit ganzer Konsequenz ausleben, würden wir neben dem authentischen MA-Leben wohl auch authentische Krankheiten ausbrüten und uns ganz authentisch den Schädel einschlagen, je nachdem, welche Epoche wir verkörpern.
Vielen Dank für Euer Gehör (bzw. Geäug) und weiterhin nichts für Ungut!