Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Bauarten und -weisen im Mittelalter

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Eintrag #7 vom 26. Sep. 2002 20:08 UhrHilmar Becker Profil

nach oben / Zur ÜbersichtEinspruch!

Hallo Jens

Die mittelalterlichen Häuser im Freilandmuseum Bad Windsheim sind mit Stroh gedeckt.
Interessant ist in unserem Zusammenhang hier das Bauernhaus aus Höfstetten, erbaut 1367/78.
Dieses wurde etwa 20 cm dick mit Winterroggenstroh eingedeckt.

Gruß

Hilmar

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Eintrag #6 vom 26. Sep. 2002 19:18 UhrJens Dittrich Profil

nach oben / Zur ÜbersichtAW: vorsicht zeitenmischmasch

Hallo Stefan (4),
warum hauen? Einige deiner Argumente sind sicherlich berechtigt. Auch die Literaturhinweise sind gut. Wir wären froh gewesen, wenn wir mehr Resonanz auf unser "Projekt" bekommen hätten (nur leider hat sich zu dem Zeitpunkt unserer damaligen Planung niemand gefunden, der bereitwillig Auskunft gibt). Andere deiner Argumente basieren wohl eher auf Spekulation - unsere Rundhölzer stehen sehr wohl auf Fundamenten! Ein Zimmermann UND ein Statiker wären nicht schlecht gewesen - sofern man solche Leute findet.
Sämtliche Abbildungen des von uns gewählten Haustyps zeigen Rundhölzer - also haben wir auch so gebaut - und das Gebäude steht noch immer. Anfangs hatten wir auch Sorgen bzgl. der Windlast auf das riesige Dach. Aber die Bauweise Funktioniert. Das Haus hat schon einige Stürme mit starkem Wind überstanden. In Längsrichtung stützt es sich durch die Dachbalken der Apsiden und in Querrichtung durch die übrigen Dachbalken.
Über den "Langhaustyp" für das 13.Jh kann man "diskutieren"...
Was ist gegen ein Schilfdach einzuwenden? Im Freilandmuseum Bad Windsheim steht ein Haus aus der Zeit um 1300 - mit Ret-/Schilfdach! Alternativ kann man ja auch hölzerne Dachschindeln verwenden - ist allerdings alles eine Kostenfrage. Darum hatte ich auch angefragt, was für ein Haustyp entstehen soll. Ein "einfaches Haus des 13.Jh." ist doch sehr allgemein gehalten. Der "einfache" Bauer auf dem Land wird ja wohl ein anderes Haus gehabt haben als der "einfache Stadtmensch".

Ich möchte nochmals auf das Thema "Rekonstruktionen - wer macht was, wann und wo?" verweisen - ich möchte wirklich gerne eine Linksammlung zu verschiedenen Bauprojekten der "MA-Szene" aufbauen...
Erzähl uns dort doch mal, was du bisher für praktische Erfahrungen" gesammelt hast. Bist du vom (Bau-)fach? Zimmermann, Architekt, etc...?
Viele Grüße, ar raqib

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Eintrag #5 vom 25. Sep. 2002 21:51 UhrStefan Breu Profil

nach oben / Zur Übersichtvorsicht zeitenmischmasch

Hi!

Ich möchte kurz davor warnen, allzu bunt durcheinander zu mischen. Gabreta bezieht sich auf die vorrömische Eisenzeit und ist bei aller möglichen Ähnlichkeit erstmal keine Vorlage für ca. 1300. Anderes Volk, fehlende römische Einflüsse, fehlende 1300+ Jahre Entwicklung.
Da wäre ein bescheidenes Bauernhaus um 1900 genauso berechtigt als Vorbild heranzuziehen, und der zeitliche Abstand wäre ca. 600 Jahre kleiner.

Vorsichtig wäre ich mit der Übernahme von fundamentlosem Pfostenbau, mit der Verwendung von runden, unbehauenen Hölzern als Hauptbaumaterial, mit der unbedingten asterixinischen Verwendung von Schilf als Dachdeckung (oft nicht ausreichend verfügbar).
Literaturtipps: Kleine Kunstgeschichte des deutschen Fachwerkbaus, Primus Verlag, hier werden schon einige Gebäude aus der angefragten Zeit dokumentiert,
Stadluft, Hirsebrei und Bettelmönch, Theiss Verlag, auch sonst imho ein Muß,
bei fachlich tiefergehendem Interesse auch Vitruv: Zehn Bücher über Architektur, Valentin Koerner Verlag; Vitruv war ein Zeitgenosse Caesars und hat u.a. dieses Werk über die Architektur verfasst - für jemandem vom Baufach ein echter Augenöffner, wie wenig grundlegendes sich in den letzten 2000 Jahren getan hat - und wurde seit dem 9.Jh. wieder gelesen / gelehrt.
Und natürlich G. Binding: Der mittelalterliche Baubetrieb in zeitgenössischen Abbildungen, Wissenschaftliche Büchergesellschaft Darmstadt;
bißchen zu früh, aber auch mal wert, auszuleihen: Siedlungen und Landesausbau zur Salierzeit, Thorbecke Verlag ...
Fürs FMA könnte ich hier noch eine lange Liste hinzufügen, fürs HMA habe ich bislang nicht so gründlich recherchiert, aber die Quellenlage müßte eigentlich hervorragend sein.

Mein Tipp wäre außerdem, sich nach dem Zusammentragen der Quellen unbedingt mit einem Zimmermann kurzzuschließen (*g* Mail! Mich! An! Jetzt! *g*)

Schöne Zeiten,
Stefan

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Eintrag #4 vom 25. Sep. 2002 18:42 UhrJens Dittrich Profil

nach oben / Zur ÜbersichtAW: Kann jemand helfen??

Servus Michael,

schau auch mal unter www.gabreta.de
Da solltest Du ausreichend Bilder finden.
Baupläne - nun ich glaube nicht, daß ein Museumsdorf Pläne hergibt...
Alternativ findest Du auf unserer HP www.avis-rapax.de unter "Projekte" auch einige Abbildungen...
Was für einen Haustyp wollt Ihr bauen? Wie groß soll das Gebäude werden? Macht euch darüber Gedanken und baut erst einmal ein Modell! Euer Projekt würde auch zum Thema "Rekonstruktionen - wer macht was, wann und wo? " passen! Haltet uns auf dem laufenden!
VIele Grüße, ar-raqib

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Eintrag #3 vom 25. Sep. 2002 08:23 UhrWolfram Troeder Profil

nach oben / Zur ÜbersichtDüppel?

Hallo,
ich glaube Düppel liegt in dem zeitlichen Bereich. Museumsdorf Düppel bei Berlin www.dueppel.de

Die können bestimmt weiterhelfen.

Gruß
Tassilo

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Eintrag #1 vom 24. Sep. 2002 19:57 UhrMichael Zachman Profil

nach oben / Zur ÜbersichtKann jemand helfen??

Hallo erstmal !

Da wir im nächsten Jahr unsere eigene bescheidene Hütte an einer Mottenburg bauen wollen suche ich :

Informationen über Funde bzw. Abbildungen
oder Baupläne eines einfachen Hauses des 13.Jhd

Danke für Eure unterstützung !!
Gerlach von Eilunstedi Ars Miltia e.V.

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