Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Kein Reenactment?

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Eintrag #19 vom 28. Okt. 2002 18:22 UhrRanes Haduwolff Profil

nach oben / Zur ÜbersichtHenry...

Grüß Euch,

...Henrys Beschreibung von Reenactment widerspricht der allgemeinen Auffassung, die hier wiedergegeben wird

Zitat:


to reenact (engl.): wieder in Kraft setzen; thea. neu inszenieren; wiederholen.


Was ist Reenactment?

Reenactment ist der Versuch, eine vergangene Epoche für kurze Zeit historisch so korrekt wie möglich und lebendig darzustellen. Es kann auch als Geschichte zum Anfassen oder als lebendiges Museum bezeichnet werden. Reenactment wird in erster Linie als Hobby betrieben. Nur wenige spezialisierte Handwerker und Händler leben hauptberuflich davon. Die Wurzeln dieses Hobbys findet man in England. Daher werden häufig Anglizismen verwendet. Reenactment wird auch oft mit "Living-History” gleichgesetzt.

Zitat Ende

Hier ist eine Auffassung von Reenactment vertreten die sich nicht an ein Ereignis festmacht, und "living-history" dem R. gleichsetzt...

Begriffsverwirrung oder so?
miles roma - miles imperatore! Euer Haduwolff

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Eintrag #18 vom 28. Okt. 2002 18:21 UhrUdo Brühe Profil

nach oben / Zur ÜbersichtExakt...

...wobei auf die Nachstellung (re-Inszenierung) des hiostorischen Ereignisses ein größtmöglicher Wert auf Authentizität gelegt wird.
Udo

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Eintrag #17 vom 28. Okt. 2002 18:15 UhrAngelina Von Borcke Profil

nach oben / Zur ÜbersichtHistorische Begebenheit....

Also wäre die Landhuter Hochzeit zum Beispiel Reenactment - oder hab ich da was falsch verstanden....?
Eine belegte historische Begebenheit wird nachinsziniert.....

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Eintrag #16 vom 28. Okt. 2002 17:46 UhrChristoph Bitter Email

nach oben / Zur ÜbersichtEs mag...

hier in Deutschland vielleicht keine Veranstaltung geben, die sich "Reenactment" nennen kann, dafür findet in Polen aber die Nachstellung der Tannenbergschlacht statt, die hist. mit Deutschland zu tun hatte.
Und dort, auf dem Original-Schlachtfeld mit den entsprechenden Klamotten und Waffen wär die Veranstaltung demnach auch klassisches Reenactment.
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #15 vom 28. Okt. 2002 17:25 UhrHenry Skodell Email

nach oben / Zur Übersichtwww.reenactment.de

Meine bescheide Definition gibts unter:

www.reenactment.de/was_ist_reenactment.html

Will man einen Unterschied zwischen Reenactment und Living-History machen, so haben ihn meine direkten Vorredner schon erklärt.

Sieht man mal von unserer grauenhaften Ausrüstung ab, so war die Nachstellung der Cyriakusschlacht 1996 ein durchaus ernster Versuch eines Reenactment.
Und das, was einige Freunde vom mir für 2005 auf dem Lechfeld planen, könnte auch ein Reenactment werden. Naja, oder eben ein Living-History-Display, weil wohl weniger Schlacht als vielmehr Tracht gezeigt werden wird.

Hastings 2000 war meiner Meinung nach ein klassisches Reenactment. Ausrüstung, Ort und Zeitpunkt stimmten. Der Ablauf war, die gegebenen Mitteln vor Augen, an der Originalschlacht orientiert. Aber das war halt nicht in Deutschland.


Henry
von
www.reenactment.de

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Eintrag #14 vom 28. Okt. 2002 15:16 UhrDietrich Pott Profil

nach oben / Zur ÜbersichtBegriffsbestimmungen

Thorsten hat es schon kurz und knapp zusammengefaßt; dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Ein Re-enactment ist tatsächlich die "Neuaufführung" eines Ereignisses, welches tatsächlich mal stattgefunden hat, und zwar so eng wie möglich an den historischen Ablauf dieses Ereignisses angelehnt. Hauptkriterium ist hierbei nicht die originalgetreue Ausstattung, sondern der originalgetreue Ablauf; wenn auch in den napoleonischen und ACW- Gruppen sehr viel Wert auf die besagte Ausstattung gelegt wird.

Die Darstellung des "historischen Lebens", ohne Bezug auf tatsächliche historische Ereignisse, wird (schon wieder ein Anglizismus!) als "Living History" bezeichnet; durchaus gewollt ist hierbei die Doppelbedeutung "Lebendige Geschichte" und "Geschichte (er)leben". Und die Priorität liegt hierbei ganz eindeutig bei der Originalgetreue der Kleidung, Ausüstung und der dargestellten Tätigkeiten.

Was in Deutschland einem mittelalterlichen Reenactment noch am nächsten kommt, sind z.B. die Landshuter Hochzeit und die Schlachtdarstellung des Peter-und-Paul- Festes in Bretten.
Dietrich

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Eintrag #13 vom 28. Okt. 2002 14:44 UhrThorsten Piepenbrink Profil

nach oben / Zur Übersicht...

Und damit haben Steffi und ich uns überschnitten :-)

Thorsten

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Eintrag #12 vom 28. Okt. 2002 14:43 UhrThorsten Piepenbrink Profil

nach oben / Zur ÜbersichtUrsprung

Nur kurz zur Begriffsklärung: Der Begriff Reenactment wurde ursprünglich von den Amerikanern für das Nachstellen von Schlachten des Bürgerkrieges verwendet.

Im Sprachgebrauch der englischen Szenen wird unterschieden zwischen Battle-Reenactment (Schlachtdarstellung), Reenactment (Darstellung historischer Situationen) und Living History (Darstellen historischen Lebens ohne konkreten Hintergrund - z.B. Burgbelebung etc.).

Nach der letzten Definition wird hier in Deutschland meines Wissens nach so gut wie kein Reenactment betrieben, das meiste würde unter der Kategorie "Living History" laufen. die Grenzen sind zwar auch bei unseren britischen Nachbarn etwas fließend, doch kann ich mich an keine Darstellung tatsächlicher, historischer Ereignisse im Rahmen deutschen Mittelalter-Darstellungswesens erinnern.

Thorsten

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Eintrag #11 vom 28. Okt. 2002 14:41 UhrStephanie Winhard Profil

nach oben / Zur ÜbersichtLiving History, Reenactment, experimentelle Archäologie

Moin,

ist schon ne Weile her, daß wir uns mit diesem Thema beschäftigt haben. Nach dem Durchkauen unzähliger websites und staubtrockener Literatur sowie dem Dazugeben unseres eigenen Senfs kamen wir zu folgender Defintion:

www.hippodromus.de/Startseite/[…]/livinghistory.ht[…]

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Eintrag #10 vom 28. Okt. 2002 13:43 UhrUlrich Busse Profil

nach oben / Zur Übersichtkonkret

Hm, Ivain hat es ja eingangs schon "definiert", Reenactment ist das "Nachspielen" eines historischen Ereignisses, und zwar nach meinem Verständnis eines KONKRETEN Ereignisses. Vielleicht wird der Begriff darum oft mit Schlachten in Verbindung gebracht.
Der Bau eines Hauses oder die Herstellung eines Schuhs ist kein konkretes, sondern ein beliebiges Ereignis und darum auch kein Reenactment, es sei denn, man baut den Kölner Dom noch mal (Stichwort: Guedelon).
Eine spitzen-authentische Darstellung muss daher nicht gleich Reenactment sein.

Gruß
Ulli

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Eintrag #9 vom 28. Okt. 2002 13:42 UhrAlexander Klenner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtHo, halt...

Es geht hier nicht darum, einen Begriff für das zu finden, was der einzelne bzw. die Gruppen hier tun.


Sondern, die Frage ist genau andersrum, nämlich: Gibt es in Deutschland Mittelalterreenactment ?


Bleibt einfach bei dieser Frage, es geht hier nicht um "A" oder nicht "A", nicht um "Namen für das, was wir tun" und auch garnicht um irgendwelche Ligen....
Gruß, Ivain

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Eintrag #8 vom 28. Okt. 2002 13:34 UhrWalter Ruf Profil

nach oben / Zur Übersichtdefinition...oder so...

Grüsse,

ich würd halt sagen:
Darstellung mittelalterlichen Lebens / Kultur / Handwerk...

Oder, wer die Anglizismen braucht:
Recreation, anstatt Reenacctment...

Gruss,

Walter
(der auf Grimar umgetauft wird)

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Eintrag #7 vom 28. Okt. 2002 13:11 UhrRoland Schulz Email

nach oben / Zur ÜbersichtDarstellung einer vergangenen Epoche...

oder eines vergangenen Ereignisses, das wäre so mein Vorschlag einer Definition.
Wobei ich auch nicht unbedingt ein Freund der hemmungslosen Anglisierung bin.

Ich denke schon, daß es in Deutschland einige Gruppen, Vereine oder auch Leute gibt, die es schaffen, eine sehr authentische Darstellung rüberzubringen. Ebenso gibt es einige Gruppen die auf dem Weg sind in diese "Liga" aufzusteigen.

Namen werde ich hier nicht nennen, da dies wieder zu unendlichen Diskussionen führen würde. ;-)

Gruß,
William de Mornay

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Eintrag #6 vom 28. Okt. 2002 12:57 UhrUlrich Scheunemann Profil

nach oben / Zur ÜbersichtReenactment

Gott zum Grusse !

Ich gebe dir völlig recht Hadu man sollte den Begriff Reenactment nicht nur auf die Kampfdarstellung reduzieren.
Den einzigen Reenactor der meiner Meinung den Namen zu recht tragen könnte (was er aber nicht tut) ist Marcus Junkelmann. Seine Aktionen z.b. Alpenüberquerung treffen zumindestens MEINE Definition von Reenactment besser.
Hier ist der gesamte Tagesablauf incl. Sprache Ausrüstung Rollen etc. nahezu h.c..

Ulrich von Erckenrode

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Eintrag #5 vom 28. Okt. 2002 12:30 UhrRanes Haduwolff Profil

nach oben / Zur Übersicht...nicht der Kampf...

Grüß Euch,


...nicht auf die Kampfdarstellung reduzieren...
miles roma - miles imperatore! Euer Haduwolff

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Eintrag #4 vom 28. Okt. 2002 10:53 UhrAlexander Klenner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtNachtrag....

Bevor es über meine Aussage im Bezug auf die SCA zu Unstimmigkeiten kommt:

Ich bin nicht der Meinung, daß die SCA eine schlechte Ausrüstung hat.
Die SCA hat eine komplett andere Anforderung an ihre Ausrüstung, als der normale Mittelalterdarsteller.

Für das Reenactment mittelalterlicher Kampfweisen auf dem Schlachtfeld ist diese Ausrüstung definitiv besser geeignet, da man durch die höhere Sicherheit näher an die "echten" Kampfstile kommt.

Geht es darum, daß Bild einer mittelalterlichen Armee vorzuführen, so benötigt man natürlich Darsteller in entsprechender Klamotte und Ausrüstung.

Alternativ bliebe noch die Möglichkeit, die Kämpfe zu 100%, bis hin zur Art des Todes einer jeden Person durchzuplanen, dann ließen sich auch Stahlwaffen einsetzen.
Gruß, Ivain

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Eintrag #3 vom 28. Okt. 2002 10:42 UhrAlexander Klenner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtReenactment <-> Wiederholung...

So stehts jedenfalls im Lexikon.

Wenn man den Namen also ernst nimmt, dann braucht eine MA-Veranstaltung, jetzt mal unabhängig vom Standart, zuallererst ein geschichtliches Ereignis, das wiederholt werden kann.

"Nachempfindung mittelalterlichen Lebens" im allgemeinen ist keine Wiederholung in dem Sinne, und daher auch nicht der ursprünglichen Definition von Reenactment zuzuordnen.

Die Frage der Ausrüstungsqualität ist dabei, je nach Anforderung, manchmal sogar vernachlässigbar.

Die SCA mit Eishockeyrüstungen und Rattanwaffen macht z.B. definitv ein besseres Reenactment einer Schlacht, als das mit der authentischsten Ausrüstung und den besten Stahlwaffen möglich wäre.

Ist das Thema der VA aber eher ein gesellschaftliches ereignis, dann rückt logischerweise die Ausrüstung eher ins Rampenlicht.
Die Darstellung der Verleihung der Stadtrechte um 12XX von einem Typen in Jeans uns Pannesamt ist eher ein Karnevalsmäßiges Stadtfest als denn Reenactment.
Hierzu gehört fundierte Recherche der Rollen und ihrer Darstellung, ein vorgegebener Plot, zumindest für die Haupthandlung, und die konsequnte Durchhaltung desselben.
Z.B. Schaukampfvorführungen passen dann halt mal nicht rein.


Soviel erstmal zur Definition.
Jetzt kann ja jeder mal seine Erinnerung nach einer Veranstaltung durchforsten, die den oben genannten Anforderungen entspricht.

Mir fällt im Moment keine ein.

P.S.
Die Unterscheidung zwischen Reenactment und dem freien "Nachempfinden mittelalterlicher Geschichte" ist nur ein Unterscheidung zweier Prinzipien zur Geschichtsdarstellung, nicht die Unterscheidung zwischen "gutem" und "schlechtem" Mittelalter.
Die Qualität definiert sich einzig und allein über die Konsequenz, mit der man das Ziel umsetzt.
Gruß, Ivain

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Eintrag #2 vom 28. Okt. 2002 09:53 UhrUlrich Busse Profil

nach oben / Zur ÜbersichtDefinition ?

Hallo.

Soweit ich das beurteilen kann, wird zumindest in den mir bekannten deutschsprachigen MA-Foren der Begriff "Reenactment" nicht einheitlich verwendet. Insoweit hat die Realität schon die Antwort auf Hadus Frage gegeben. "Reenactment" wird hier nicht einheitlich definiert.
Wer soll auch die "Definitionshoheit" haben ?!
Die ursprüngliche englische Bedeutung des Wortes ist jedenfalls wohl eine andere. Naja, die Anglisierung unserer Alltagssprache schafft nicht immer Klarheit ...

Gruß
Ulli

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Eintrag #1 vom 28. Okt. 2002 09:22 UhrRanes Haduwolff Profil

nach oben / Zur ÜbersichtMittelalterliches Reenactment

Grüß Euch,

in einem Gespräch fiel der Satz, hier in Deutschland gäbe es kein mittelalterliches Reenactment.

Diese herbe Aussage finde ich, sollte besprochen werden.
Ist die Bezeichnung "Reenactment" klar zu definieren?

Sind im MA bei uns Reenactors?

Ist diese Bezeichnung anwendbar oder nur Ausdruck eines gewissen Grössenwahns (siehe diverse Internetseiten usw)?

So. Fröhliches diskutieren.

Ach noch was, sollte es zu irgendwelchen verbalen oder persönlichen Auswüchsen kommen, werden diese Postings gelöscht!(...Moderation...gelle?)
miles roma - miles imperatore! Euer Haduwolff

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