Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Gottesacker und das Ende

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Eintrag #5 vom 08. Nov. 2002 19:19 UhrRanes Haduwolff Profil

nach oben / Zur ÜbersichtOptisch...

Grüß Euch,

...vielen Dank, Karen!

Mir gehts auch ums Aussehen der Friedhöfe... Grabsteine, Holzkreuze...? Einfache Erdhügel, oder so eingefriedete Schrebergärtchen wie bei uns heute? Blumen und so...?

Wie waren sie angelegt...
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #4 vom 08. Nov. 2002 19:05 UhrKaren Thöle Profil

nach oben / Zur ÜbersichtVermischtes

Ich habe in das Schleswig-Buch erst kurz reinschnuppern können. Hier erstmal das, was ich schon gelesen habe, plus einiges, was ich heute gehört habe:

Der Friedhof in Schleswig ist vom 11. bis 13. Jahrhundert genutzt worden, müßte also genau in Deine Zeit fallen. Gräber geostet, wie zu erwarten war, relativ dicht belegt. Wenn man damals beim Graben eines neuen Grabes Teile eines alten Skeletts gefunden hatte, hat man es teils in das neue Grab mit hineingelegt, zum Teil wurden für diese Funde extra Gruben ausgehoben.

Die Särge waren meist aus Eichenholz, z.T. aber aus verschiedenen anderen Hölzern. Anscheinend eher unverziert, trapezförmige Grundfläche (also breiter zum Kopf hin) und zum Kopf hin auch höher.

Und heute in einer Vorlesung: Prof. Schubert sagte, daß es in manchen Städten Informationen darüber gibt, daß arme Leute auf dem Friedhof Hütten gebaut hatten. Wann das war, weiß ich nicht mehr, hatte aber eher daß Gefühl, daß es ums Spätmittelalter geht. Ich habe Herrn Schubert daraufhin angesprochen, und er hat mich auf sein Buch "Alltag im Mittelalter" hingewiesen, in dem auch noch mehr steht über die "Nutzung" von Friedhöfen zu eher profanen Dingen (z.B. Müllabladen).

Und noch was: Ab dem 12. Jahrhundert eigentlich kein Totengedenken ohne Almosen. Wer es sich irgendwie leisten konnte, hat einen Teil seines Erbes für die Armen gestiftet. Diese bestand meist in einer Brotspende, die am 30. Tag nach dem "Todfall" ausgegeben wurde. Erwartet wird dafür das Gebet der Armen für die Seele des Verstorbenen. Es konnten aber auch andere Dinge gestiftet werden. (Nur am Rande: Schubert sagte auch, daß gegen Ende des Mittelalters von institutioneller Seite aus kostenlose Bäder für die Armen gestiftet wurden, die anscheinend sehr beliebt waren; es scheint eine Redewendung gegeben zu haben "Hier ist es ja voll wie in einem Seelbad!")

Und hier die Bücher, die ich genannt habe:

Kirche und Gräberfeld des 11. - 13. Jahrhunderts unter dem Rathausmarkt von Schleswig / mit Beitr. von Gisela Grupe
Neumünster : Wachholtz, 1997
284 S.; zahlr. Ill., graph. Darst.,
Kt.Schriftenreihe: Ausgrabungen in Schleswig ; 12 ISBN: 3-529-01462-1

Alltag im Mittelalter : natürliches Lebensumfeld und menschliches Miteinander / Ernst Schubert
Darmstadt : Wiss. Buchges., 2002
423 S. : Ill. ; Literaturverz. S. [373] - 401
ISBN: 3-534-15999-3

Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #3 vom 06. Nov. 2002 14:55 UhrKaren Thöle Profil

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Hallo Hadu,

ich werde mir morgen aus der Göttinger Bibliothek ein Buch ausleihen können, in dem es um die Ausgrabung eines Friedhofes in Schleswig geht. Eine ausführliche Zusammenfassung des Buches werde ich nicht schaffen, aber wenn Du hier nochmal möglichst konkrete Fragen stellst, werd ich beim Lesen drauf achten und meine Funde hier posten.

Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #2 vom 04. Nov. 2002 19:06 UhrFrank D. Email

nach oben / Zur ÜbersichtBuchtip

Abend Haduwolf,

hier ein Buchtip: Philippe Aries, Geschichte des Todes. Das Buch ist 1999 als dtv-Buch neu aufgelegt worden.

Eine hübsche Übersicht, das Mittelalter wird aber nur unter anderem abgehandelt und viele Beleg beziehen sich auf Frankreich.

Sehr lesenswert.

Viele Grüße
Frank Dittewig

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Eintrag #1 vom 04. Nov. 2002 09:46 UhrRanes Haduwolff Profil

nach oben / Zur ÜbersichtGottesacker...

Grüß Euch,

wie sahen im HOCHMITTELALTER die Friedhöfe aus? Wie wurde beerdigt, gab es schön Särge?

Wurde Totenwache gehalten, wurde gefeiert, was tat die Kirche, was die Hinterbliebenen?

Wie wurden die Gottesäcker gestaltet?

Es geht nicht die grossartigen Grablegen der Edlen und Reichen, sondern um den Alltag.
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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