das Ackerpfluegen kommt noch. Weiter unten wurde eine Site gepostet, auf der einiges Interessantes zum Thema steht.
Und ich bin eigentlich nicht schadenfroh. Ich haette zwar mit Feuermachen, Kochen auf dem Herd, Spinnen und einigen anderen Taetigkeiten keine Probleme gehabt, aber mit dem Melken und dem Schwein haette ich mich ganz sicher aehnlich daemlich angestellt. Das ist halt so, als ob man in einer Woche (so kurz war ja das vorausgegangene Training) einen ganz neuen Beruf erlernen soll.
Das hat nicht nur mit der "Zeitreise" zu tun.
Gruss, Claudia
Mit einer gewissen Schadenfreude werden wir uns auch noch die nächsten Teile antun ;)
Erstmal fand ich den gewählten Ort nett. "Müstertal", der Inbegriff des Schwarzwaldes :) Dann die Familie - da wurde ohne Gnade eine "Städterfamilie" gewählt. Bei den gecasteten Familien waren auch welche dabei, die mehr den Touch von Öko, Bauernhof, Natur hatten.
Ansonsten - eigentlich sind sie noch gnädig gewesen. Kein Acker zu pflügen, kein Feld zu bestellen. Oder kommt das noch?
Achja :)) Und mein "JAAAAA" war beim Blick in die Stube. Ein Spinnrad! Die Socken sind gesichert! :) Nur - wo ist haben die eigentlich die Schafe versteckt?
Grüße, Angy.
Ist das nicht etwas vollmundig ? 1902 ist zwar nicht Gegenwart, aber doch nicht mehr ganz so unwirtlich wie 1252.
"sowas fürs HMA" könnte heißen, Brot mit zahnzerstörendem Steinmehl essen, Bleiglasuren, mit den Schweinen in der Stube schlafen, wärst Du unter diesen Umständen dabei ?
Das nenne ich Leidenschaft. Schwarzwaldhaus 1902 ist nach meinem Eindruck ziemlich "A".
Ulli
bekommt man so hoch im Norden denn überhaupt schwäbische Progammme rein? :)
Das Haus ist 200Jahre alt und wurde von einem Architekten wieder in den Zustand von 1902 gebracht. Das bedeutet, kein Strom, Toiletten wie damals üblich, über der Miste, kochen überm Steinofen usw. Mit dem Alltagsarbeiten hatten sie wohl am meisten Probleme. Mähen mit der Sense usw. Und das Schwein rausbringen in den Auslauf war eine echte Herausforderung. Ein super Bericht, der das Leben vor 100 Jahren erlebbar macht. Vor allem natürlich für die Familie.
Würde es sowas fürs HMA geben.... Meine Familie wäre dabei.
Ich Nase hab´s tatsächlich verpennt :-( Im wahrsten Sinne des Wortes...
Wie war denn der erste Akt? Ruth murmelte nur davon, daß das Schwein unwillig gewesen sei, mehr erfuhr ich noch nicht.
Die Sendung verspricht interessant zu werden, die Idee ist aber keineswegs neu. So hat die BBC schon in den vergangenen Jahren vergleichbare Projekte realisiert und ausgestrahlt bzw. auch mit begleitenden Publikationen versehen, nämlich einmal in einem viktorianischen Haus mitten in London, sodann eine Familie während des "Blitz" und noch in diesem Jahr eine Familie im mittleren Westen der USA.
Alle waren hoch interessant - nicht zuletzt durch die Aufzeichnung der Empfindungen der Reenactors (die diesen Namen hier wirklich verdienen!)
Beste Grüße Nikolaj
Ich hab schon vor längerem von dieser Idee gelesen und dachte schon, sie hätten's nicht umgesetzt, nicht durchgezogen, oder es hätte in einem zu vertuschenden Massaker geendet ;)
Ich bin mal gespannt, obwohl mich ehrlich gesagt so eine Aufgabe auch nicht schocken könnte. Wir leben in einem Haus von 1900, und Zentralheizung und fließend Warmwasser sind auch bei uns Fremdwörter. Morgens in der Kälte aufzustehen, Holz zu hacken, das Feuer zu schüren, Brot backen, Hühner großziehen, Eier sammeln, Gemüse anbauen - alles schon gemacht. Also ich denke mal, wer nicht "ganz Städter" ist, müsste die Aufgabe schaffen. Und wer kein Schwein schlachten und zerlegen kann/möchte, kann sich auch ein paar Wochen von Brot, Eiern, Käse und Gemüse ernähren.
Grüße, Angy.
Na ja, um MA geht es weniger. Aber anscheinend um living-history. Wie ich gestern las, läuft im Dezember im ARD ein Doku-Vierteiler, in dem man eine Berliner Familie mehrere Wochen in eine abgelegene Schwarzwaldhütte und gleichzeitig ins Jahr 1902 zurückversetze. Und zwar, wenn der Pressetext nicht lügt, sehr, sehr kompromißlos. Also keine moderne Kleidung, kein Feuerzeug, nicht mal Zahnbürsten oder Tampons. Alles notwendige war in der Hütte deponiert. Allerdings nicht in unbegrenztem Umfang. Es gab auch (ebenfalls stark begrenzt) Geld, mit dem man in einem weit entfernten Laden wie anno 1902 einkaufen konnte Jedenfalls sollten so die harten Lebensbedingungen nachgestellt werden.
Das hört sich erst mal viel konsequenter an als so ziemlich alles, von dem ich in Sachen living-history bislang erfuhr. Die meisten können sich ja nicht mal vorstellen, auf modernes Schuhwerk, aktuelle Genußmittel oder Brillen zu verzichten. Und wenn wir einkaufen, dann im nächsten Supermarkt so viel und was wir wollen. Und nach ein paar Tagen stehen wir wieder unter der Dusche (was auch gut so ist).
Na mal schauen, ob der Bericht nicht zu viel versprach.