also wir haben sehr gut um eine Feuerschale, mitten auf dem Kopfsteinpflaster gelümmelt.... das war recht gut... und bei Salifex hinterm Stand.
Ein großes Plus am MA-ES war definitiv, daß gegenüber Gewandeten sehr viel offen stand. Die Händler haben sich anquatschen lassen, haben Gewandetenpreise beim Met und Glühwein gegeben und waren sehr Hilfsbereit (Danke an den Becker für die Flasche Sprudel... Antialk ist zuweilen schwer zu finden)!
Hlorridi
Ja, ups.
Hätte mich auch gewundert wenn ich den MA-Markt in Ludwigsburg übersehen hätte.
so ein kleiner Nachtrag zum Esslinger MA-Markt.
Ich habe eine Lümmelecke für mittelalterliche vermisst wie sie die letzten Jahre vorhanden war.
Auch wenn nette altbekannte Händler da waren kam es mir irgendwie steril vor.
Harwalt von Biberach FRB und sine temporis
Artikel aus der Stuttgarter Zeitung (Ausgabe Esslingen) vom 24.12.2002:
"Der am Sonntag (22.12.2002) zu Ende gegangene Esslinger Mittelaltermarkt erfährt eine wissenschaftliche Würdigung. Die Trierer Studentin Claudia Chantre wird sich in ihrer Diplomarbeit der vergleichenden Betrachtung der Mittelaltermärkte in Köln, Ludwigsburg, Siegburg und Esslingen widmen. Das vorläufige Ergebnis einer Fragebogenaktion freut die veranstaltende Esslinger Stadtmarketing und Tourismus-Gesellschaft, bekommt doch der Esslinger Markt durchweg gute Noten. Einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Kölner Markt sieht Claudia Chantre darin, dass in Esslingen kein Eintritt verlangt wird. Die komplette Auswertung der Fragebögen soll im Frühjahr 2003 vorliegen. Im Juni hofft die Studentin der Fremdenverkehrsgeographie ihre abgeschlossene Diplomarbeit präsentieren zu können."
So die Stuttgarter Zeitung. Meine 5 Cent: Zu Köln und Siegburg kann ich nicht viel sagen. Aber zu Ludwigsburg! In Ludwigsburg gibt es keinen Mittelalter-(Weihnachts-)Markt, sondern einen Barock-Weihnachtsmarkt ... Wenn man(n)/frau keinen Unterschied sieht ... ;-)
"Hier gilt"s für Esslingen, die Position als Marktführerin auszubauen. Mediaevalen Schnickschnack kann jeder anbieten. Höheres Niveau dagegen verlangt besondere Anstrengungen" (wie wahr, wie wahr!)
Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 21.12.2002 (Ausgabe Esslingen)
Markterfolg lockt Nachahmer
ESSLINGEN. Beim Esslinger Mittelaltermarkt drängen sich die Massen. Das hat sich in der Region herumgesprochen. Schon liebäugeln andere Kommunen damit, ihren 08/15-Weihnachtsmarkt mit mittelalterlichen Elementen aufzupeppen. Esslingens Monopol ist bedroht.
Von Helmar M. Heger
Die von Axel Grau geborene Idee, den Esslinger Weihnachtsmarkt durch mittelalterliche Angebotstupfer zu ergänzen, ist anfangs skeptisch beäugt worden. Rauschgoldengel und Co. Seite an Seite mit derb artikulierenden Metausschenkern, konnte das gut gehen? Es konnte. Mittlerweile belegt der Mittelaltermarkt ganz selbstverständlich den Rathausplatz und signalisiert mit Budenvielfalt wie weiland Luther auf dem Reichstag zu Worms: "Ich stehe hier und kann nicht anders." Der vom Geschäftsführer der Esslinger Stadtmarketing und Tourismus GmbH in Schwung gebrachte Markttrubel passt bestens zwischen die Althauskulisse. Den Einstieg ins Geschäft mit dem Mittelalter schaffen die Marktleute leicht. Wer sich einen Ritterfilm aus den fünfziger Jahren übers Video reinzieht oder in einschlägige Comichefte schaut - wir empfehlen "Sigurd" -, ist auf dem richtigen Weg. Härene Kutten, spitze Filzhüte, ein abgeschabtes Lederwams und spitz zulaufende Lederbotten sind schon die halbe Miete. Wenn jetzt noch der Rauch von Holzfeuern übers Gelände streicht, kann risikolos ins Mittelalter abgetaucht werden oder, präziser: in die Illusion von Mittelalter. Atzung von Rost und Ofen unterliegt den gleichen Hygienevorschriften wie das Kantinenessen. Und auch die vielfältig angebotene Kurzweil entbehrt des Gefahrenpotenzials fürs Publikum. Der Umgang mit offenem Feuer ist vom Ordnungsamt sanktioniert.
In Esslingen ist das Mittelalter für werbewirksame Vorweihnachtswochen konfektioniert worden. Das müsste vor allem die übers Wochenende mit Narren, Spielleuten und Feuerspuckern auftretende Hexe Walpurga zu schätzen wissen. Im "richtigen" Mittelalter haben die Esslinger mit Hexen kurzen Prozess gemacht. Da wurde auch gezündelt, aber an Scheiterhaufen der Hexerei beschuldigter Frauen. Es ist politisch korrekt, dass diese Bräuche aus der Mode gekommen sind. Gleichwohl, wer im Wettbewerb um Marktbesucher die Nase auch weiterhin vorne haben möchte, wird auf Dauer nicht allein auf die Anziehungskraft von Gauklern, Musikanten und Kerzenziehern setzen dürfen. Die Region, das sagt der Esslinger OB Jürgen Zieger immer wieder, ist ein "Haifischbecken". Das gilt auch in der Nische "Mittelalter", die zunehmend Konkurrenten anlockt. Hier gilt"s für Esslingen, die Position als Marktführerin auszubauen. Mediaevalen Schnickschnack kann jeder anbieten. Höheres Niveau dagegen verlangt besondere Anstrengungen. Die theoretische Fachkompetenz ist vorhanden. Auch die praktische Umsetzung sollte keine Schwierigkeiten bereiten, schließlich ist alles schon einmal da gewesen. Aus Gründen des Jugendschutzes soll das Thema "Hübschlerin" nicht weiter vertieft werden. Auch Blutrünsteleien wie öffentliches Auspeitschen verbieten sich mit Rücksicht auf den familienfreundlichen Zuschnitt des Mittelaltermarktes.
Pranger müsste im Prinzip gehen. Als besonders empfehlenswert böte sich der Fasspranger für chronische Schluckspechte - Stichwort: Glühwein - an. Auch das Zurschaustellen besonderer körperlicher Merkmale wäre in Esslingen traditionskonform. Es sei nur an Fräulein Anna Ulmer erinnert, die anno 1545 mit einer voluminösen Bauchschwellung über die Stadtgrenzen hinaus Furore gemacht hat. Zur Not täte es auch eine Wahl "Miss Mittelalter/Junckfrawen lobepreys". Tanzbär am Nasenring wäre zwar auch denk-, tierschützerisch aber unvorstellbar. Ein Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen, gepaart mit hohem Unterhaltungswert, könnte der Auftritt von Zahnbrechern bieten. "Wolher/wer hat ein bösen Zan/denselben ich ausbrechen kan/" kommt Hans Sachs im Ständebuch von Jost Ammann zu Wort. Ein Synergieangebot an Zahnärzte- und Apothekerschaft. "Hab auch gut Salbn/für Flöhe und Leuß/auch Pulver für Ratzen und Meuß."
Um eine mittelalterliche Badstube wird Esslingen nicht herumkommen. Markt- ist auch Badetag. Ein reiches Betätigungsfeld für Balbierer und Bader. Die Stadt lässt - finanziell betrachtet - ihre Bürger schon jetzt zur Ader. Aber so richtig geschröpft wird der Kunde nur im mittelalterlichen Bad. Hier ein Schröpfkopf gesetzt, da den Schnepper drangehalten, anschließend geschorn und "mit dem Wannenbad erfreuwt/ darnach geschorn und abgefleht". Esslingen hat mehr als eine Chance. Deshalb: vorwärts zurück ins Mittelalter.
magistra artium circuli amicorum
wenn auf einem MA-Markt, der über mehrere Wochen(enden) geht, die Gewandeten fehlen, und fast alle, die hier gepostet haben, dies vermissen, dann hilft wohl nur ne gute Plaung.
Vorab (in den Kontakten?) Begleitung suchen, verabreden - und an einem WE geschlossen dort einlaufen :) Dann machts gleich jedem mehr Spaß, keiner ist alleine gewandet unterwegs und der Met schmekct sicher auch viel besser ;)
Hätt ich's vorab gewußt, Esslingen liegt auch nicht weit von mir. Aber ich wußte nicht mal, daß das ist.
Grüße, Angy.
Also, ich möchte mich ebenfalls an Christophs letztes Posting anschließen. Da sieht man mal, was passiert, wenn einem Markt die Gewandungshoschies fehlen...
Ich finde Esslingen auch nicht sooooo doll, aber das liegt bei genauer Betrachtung an eben diesem Punkt, sonst ist eigentlich fast alles da, was man für einen netten Ambientemarkt braucht.
Ich werde auch versuchen, mitzugehen.
Euer Traumschmied
im Allgemeinen finde ich den Esslinger MA-Markt eigentlich auch in Ordnung, aber ... Wenn eine KLEINE Veranstaltung mit nur ein paar Aktiven (Kommerziellen!) vier Wochen lang ohne Pause dauert, wird sie ja langweilig. Was soll ich dort JEDES Wochenende? Gäbe es diesen Markt nur an EINEM Wochenende, wäre das Ganze bestimmt interessanter, sowohl für die Mittelalterlichen als auch fürs breite Publikum.
Übrigens, ich besuche diesen Markt auch mehrmals, aber immer unter der Woche, nach der Arbeit, nicht gewandet, in Büro-Kluft ... Ein Glas Met tut abends so gut. ;-) Und fürs Wochenende plane ich was anderes.
Natürlich kriegt man von den Gewandeten nix zu sehen, die kommen doch alle nur am Wochenende, da sie sich die Woche über der Robotik hingeben dürfen. Und wenn endlich mal jeder der Gewandung hat, sich mal an sein Herz fassen würde, und eben diese anziehen würde, wären auch welche da. Und außerdem, kann man den MA Teil allein schon aus Technischen Gründen nicht nur am WE Veranstalten, wo solen denn die Händler die auf eben dieses Ambiente setzten denn hin?Also ich gehe nächsten Samstag wieder hin, in Gewandung, und mache mich für die Touuristen zum Affen, wenn das den Händlern hilft, und die Stimmung verbessert.WER KOMMT MIT??? Emil an meine Adresse
Grisu (der durchgefrohrene)
ich war auch dort. Es war ein Fehler. Zum Glück hatte ich keine Gewandung an. So konnte ich unbermerkt wieder davon schleichen. Vom schönen Weihnachtsmarkt abgesehen, war der (anscheinend) mittelalterliche Teil mehr als bescheiden. Am schlimmsten war, dass ich oft von Besuchern gehört hab: So war das früher im MA...... KLar der MA-Teil ist dreimal so groß wie die letzten Jahre, aber wie immer ist Masse nicht gleich Qualität. Ein KZK-Markt kann da sogar vielleicht mehr.
Gewandete Besucher findet man in Esslingen nicht. Es handelt sich eben um einen echten (und schönen!) Weihnachtsmarkt mit verschiedenen Ständen; es gibt auch ein paar mittelalterliche ... Da dieser Markt ganze 4 Wochen dauert, kommen nur kommerzielle Anbieter in Frage. Mittelalterliche Handwerker/Händler/Spielleute, die dies als Hobby machen, können da nicht mithalten, weil sie ganz einfach "normal" arbeiten und für Märkte (hobbymäßig) nur am Wochenende Zeit haben. Man muss seinen Jahresurlaub im Dezember nehmen, um jeden Tag auf diesem Markt präsent zu sein ... Meine Meinung (wohne um die Ecke): es wäre besser, die Märkte zu trennen. Der Weihnachtsmarkt - OK, ganze 4 Wochen (so wie jetzt), der MA-Markt - nur an den Wochenenden. Dies wäre bestimmt interessanter - zusätzliche Stände, mehr (MA-)Publikum usw.
Weihnachts/Mittelaltermarkt Esslingen... Stimmt, einige nette Händler mit schönen Waren gibt es, verdursten und verhungern muss man auch nicht - alles in allem ein Anlass für Leute aus dem näheren Umkreis, doch mal vorbeizuschauen. Was man allerdings nicht vergessen sollte, ist die Tatsache, dass man sich eben auf einem Weihnachtsmarkt befindet - und nicht auf einem reinen Mittelaltermarkt. Entsprechend haben wir letzten Samstag auch keine gewandeten Besucher gesehen, und die Stimmung ist natürlich auch gleich ganz anders. Trotzdem haben wir die zurückgelegten 40km nicht bereut.
Gruß, Elisabeth
Also ich muß schon sagen, der Markt in Esslingen ist doch ganz nett, für das historische Auge, gibt es einige wenige aber durchaus gute Sachen, bekannte Händler sind auch da, wie z.B. Sali der Hökerer, Joerge der Tuchhändler und unser allseits bekannter Kalli der Räucherer und noch einige nette Leute mehr mit denen man durchaus einen angenehmen Schwatz halten, und sich wohlfühlen kann. Summa sumarum muß ich sagen ich gehe nächste Wochenende wieder hin
Grisu