Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Brennen von Keramik

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Eintrag #12 vom 18. Mai. 2008 16:29 UhrRoman Grabolle Profil

nach oben / Zur ÜbersichtAndreas Heege, Frühmittelalterliche bis neuzeitliche Töpferöfen (6.-20. Jh.)

Nach der Dissertation von Barbara Weiser nun der Hinweis auf ein kürzlich erschienenes, noch umfassenderes Buch zu Töpferöfen:

Andreas Heege, Töpferöfen – Pottery kilns – Four de potiers: Frühmittelalterliche bis neuzeitliche Töpferöfen (6.-20. Jh.) in Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit Beiträgen von Alfred Falk, Ursula Francke, Lotti Frascoli, Stefan Grasskamp, Achim Kass, Christoph Keller, Stefan Krabath, Sonja König, Petra Lönne, Annamaria Matter, Ulrike Müssemeier, Christian Ronnefeldt, Eva Roth Heege, Jean Plumier, Julia Rücker, Cornelius Ulbert, Günther Unteidig, Nico Vermunt, Barbara Weiser, Werner Wild. Basler Hefte zur Archäologie 4 (Basel 2007).

Inhaltverzeichnis und Zusammenfassung:
pages.unibas.ch/ufg/Buecher/BasHefHeege.htm

Ich habe um die 50 Euro bezahlt, das war allerdings ein Sonderpreis. Lohnt sich auf jeden Fall!

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Eintrag #11 vom 30. Sep. 2004 15:45 UhrMichael Wilming Profil

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Moinsen zusammen,

wer selbst einmal Bodenbrand durchführen will, sich selbst aber nicht so recht daran traut, der sei ans Museumsdorf in Hitzacker (Wendland) verwiesen. Eigentlich ein eher bronzezeitliches Museum, allerdings mit gewissem Hang zum Mittelalter. (Wir haben da ne Veranstaltung gemacht <g>)

Dort werden regelmässig Bodenbrände gemacht und man kann immer mal was zum brennen mitbringen. Verlust ist sehr gering, wenn das Material vorher gut getrocknet war und der Ofen gut gebaut wurde.

Alles in allem also lohnend.

Bis dann

Micha

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Eintrag #10 vom 14. Apr. 2004 14:17 UhrRoman Grabolle Profil

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Für diese und andere Fragen rund um Töpferöfen nun sehr hilfreich:

Titel: Töpferöfen von 500 bis 1500 n. Chr. im deutschsprachigen Raum und in angrenzenden Gebieten / Barbara Weiser
Verfasser: Weiser, Barbara
Erschienen: Bonn : Habelt, 2003
Umfang: 188 S. : Ill., graph. Darst. ; 31 cm
Schriftenreihe: Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters : Beiheft ; 15
Hochschulschrift: Teilw. zugl.: Würzburg, Univ., Magisterarbeit, 1989
Anmerkung: Literaturverz. S. 187 - 188
ISBN: 3-7749-3135-6 *Ln.

Vorwort: "Barbara Weiser hat ... versucht, möglichst alle archäologisch ergrabenen Töpferöfen der Jahrhunderte von 500 bis 1500 n. Chr. in einem Katalog zu erfassen und nach bestimmten technischen Kriterien zu gruppieren."

Die Verfasserin hatte vor ihrem Studium eine Lehre als Töpferin absolviert.
Viele Grüße Roman

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Eintrag #9 vom 21. Jan. 2004 17:28 UhrDavid Seidlitz Profil

nach oben / Zur ÜbersichtUps!

Hallo Claudia,

dann habe ich es wohl falsch verstanden, sorry :o)
Aber vieleicht findets ja trotzdem jemand interessant.

Viele Grüße,
David

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Eintrag #8 vom 21. Jan. 2004 12:38 UhrClaudia Gross Profil

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Ich hatte jetzt Gelegenheit, noch mal nachzusehen.
Ich beziehe mich ausdruecklich nicht auf den liegenden Ofen, der im Museumsdorf Dueppel selbst rekonstruiert wurde, sondern auf den, der in dem Buch "Experimentelle Archäologie im Museumsdorf Düppel" fuer Biskupin in Polen beschrieben wird.
Meiner Erinnerung nach war dieses Dorf einihe Jahrhunderte aelter als 13. Jh. Jetzt habe ich noch mal nachgesehen und festgestellt, dass es noch aelter ist, als ich im Gedaechtnis hatte, naemlich aus der fruehen Eisenzeit. In Biskupin selbst wurden keine Ofenreste gefunden, deshalb hat man nach Funden aus anderen Orten gearbeitet. Diese Orte/Funde waren wohl sogar nocht etwas aelter. Und in der fruehen Eisenzeit ziehe ich liegende Oefen nun wirklich in Zweifel.

Fuer das 13. Jh. sagt das allerdings nichts, das ist klar.
Gruss, Claudia

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Eintrag #7 vom 15. Jan. 2004 16:55 UhrDavid Seidlitz Profil

nach oben / Zur ÜbersichtLiteratur 1

Hallo,

folgendes zu liegenden Öfen:

"Aus Mecklenburg, dem vorpommerschen Raum und aus
dem Gebiet von Brandenburg sind bisher nur sechs bis sieben Orte bekannt, an denen Reste mittelalterlicher Töpferofen vor allem des 13./14. Jh. ausgegraben worden sind. Auffälligerweise handelt es sich dabei mit einer Ausnahme um Produktionsanlagen, die am Rande dörflicher Siedlungen aufgefunden wurden." [...]
"Alle bisher bekannt gewordenen Töpferofen gehören zu einem über ganz Norddeutschland verbreiteten liegenden Ofentyp, der mit der Zuwanderung von Töpfern im 12. vor allem aber erst im 13. Jh. in die Gebiete östlich der Elbe
gelangte."
"In Niedersachsen, Westfalen, im Rheinland sowie in der Altmark- den hauptsächlichsten Herkunftsgebieten der deutschen Siedler- wurde im 12. und 13.Jh. der gleiche Ofentyp verwendet so beispielsweise in Boberg bei Hamburg, in Duingen bei Alfeld sowie in Siegburg bei Köln."

Mangelsdorf, Günter, Untersuchungen zur Formenkunde spätmittelalterlicher
Keramik im westlichen Brandenburg,S.33-35, Frankfurt/Main 1994

Wenn ich noch was zum Thema finde oder bekomme ( Danke Christian :o) ) werde ich es hier reinstellen.

Gruß,
David
familia ministerialis - Alltag um 1280

www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #6 vom 10. Jan. 2004 19:53 UhrDavid Seidlitz Profil

nach oben / Zur ÜbersichtOfen

Hallo Claudia,

meiner Meinung sind liegende Öfen im 13. Jhd. durchaus gängig und belegbar. Über den Ofen von Biskupin weiß ich (noch) nichts.
Literatur zu Funden von liegenden Öfen aus dem 13. werde ich an dieser Stelle nachreichen.

Liebe Grüße,
David
familia ministerialis - Alltag um 1280

www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #5 vom 11. Dez. 2003 16:05 UhrAxel Schmitt Profil

nach oben / Zur ÜbersichtGrubenbrannt

Hallo,

um die Frage nach der Funktion einer Brenngrube zu beantworten.

Gar nicht schwer. Man hebt eine Grube aus 50-80 cm tief und 80 - 100 cm Durchmesser. In die Grube schichtet man nun abwechselnd die durchgetrocknete Keramik und Holzscheite. Dabei ist zu beachten das sich die einzelnen Keramikgegenstände untereinander nicht berühren und auch nicht durch das Holz belastet werden. Das ist ein wenig Bastelei, wie umgekehrtes Mikado. Geschichtet wird bis knapp unter Bodenniveu.
Oben drauf kommt dann Brennmaterial um das Holz anzuzünden. Nach ca. 1 Stunde kann man die Grube vom Rand her mit Erde zuschütten, aber so das noch eine Öffnung bleibt. In den nächsten 7-9 Stunden brennt das Holz langsam nach unten durch und härtet die Keramik bei ca. 600 - 800 °C. Die Keramik rutscht dabei langsam auf den Grund der Grube und muss nachher vorsichtig ausgegraben werden.
Ich selbst kam erst einmal dazu es auszuprobieren und an einem Wochenende zwei mal eine Grube abzubrennen. Es entstand jeweils einiger Verlust bei der Keramik, aber das lag wohl eher am unprofessionellen Töpferprozess.

Gruss,
Axel

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Eintrag #4 vom 14. Jan. 2003 22:06 UhrClaudia Gross Profil

nach oben / Zur ÜbersichtReko von Düppel

Ich habe mich letztens mit einem Archäologen unterhalten. Der meinte, daß die Rekonstruktion des Ofens von Biskupin in dem Buch "Experimentelle Archäologie im Museumsdorf Düppel" fragwürdig wäre.
Dieser Ofen ist als liegender Ofen rekonstruiert worden. Das Problem ist, daß liegende Öfen eigentlich erst viel später vorkommen. Das Problem ist, daß von dem Ofen natürlich nur der untere Teil erhalten ist. Einige der erhaltenen Teile könnte man sowohl als Teile für den "Schornstein" eines liegenden Ofens als auch als Stützsäule für einen stehenden Ofen rekonstruieren.
Bei dem Ofen von Biskupin wäre eigentlich ein stehender Ofen wahrscheinlicher.

Was jetzt die praktischen Aspekte angeht:
Grubenbrand:
Das habe ich bisher nur einmal gemacht, um schon vorgebrannte (geschrühte) Keramik noch nachträglich reduzierend zu brennen. Dabei habe ich wohl nicht die Temperaturen erreicht, die zum wirklichen Brennen nötig wären. Ich habe jedenfalls eine Grube ausgehoben, Reisig reingelegt, die Gefäße mit Reisig und Stroh ausgestopft, in die Grube gelegt (immer Brennmaterial dazwischen), mit Reisig abgedeckt.
Dann am Rand Rasensoden darumgelegt (halb auf das Reisig). Dann angezündet und eine Weile lang Brennstoff nachgelegt. Dabei gibt es eigentlich keine Probleme beim Durchbrennen nach unten. Wenn alles schön kokelt, mit Rasensoden völlig abgedeckt und 1 Tag schwelen lassen. Besser länger, denn beim Öffnen habe ich mir an den heißen Rasensoden die Finger verbrannt. Alles war schön schwarz/grau reduziert.
Für einen richtigen Brand müßte man vermutlich eine größere Grube ausheben und länger Brennmaterial nachlegen. Am Schluß aber wie beschrieben abdecken.

Ofenbau:
Das Einfachste und für's FMA/HMA am korrektesten wäre wohl ein stehender Ofen. Habe ich aber noch nicht gemacht. Literatur kann ich bei Bedarf raussuchen.
Gruß, Claudia

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Eintrag #3 vom 14. Jan. 2003 18:56 UhrJohanna Nickchen Profil

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Hallo Timm
in "Experimentelle Archäologie im Museumsdorf Düppel" wird der Bau beschrieben.

Gruß
Johanna von Callmunz

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Eintrag #2 vom 14. Jan. 2003 14:37 UhrTimm Esemann Profil

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Super Thema!
Ich möchte einen kompletten Brennofen nachbauen. Kennt jemand eine Beschreibung eines Originalfundes bzw. eine Rekonstruktion?
Pax, Timm

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Eintrag #1 vom 14. Jan. 2003 11:26 UhrDaniel Vokuhl Profil

nach oben / Zur ÜbersichtWer kann helfen

Hallo,
ich wollte dieses Jahr mal Becher und Schalen selber töpfern.
Nun ist die Frage wie brenne ich meine Tonware?
Ich habe in einem Buch von einer "Brenngrube" gelesen, aber ich verstehe noch nicht ganz wie das hinhauen soll. Man hebt eine Grube aus legt Holz hinein dann die Tonware und noch eine Schicht Holz. Wie zünde ich das Holz unten an? weil ja zwischen den Holzschichten ja die Tonwaren sind.
Wer kennt noch andere Brennarten?
Widego von Gittelde

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