Au Mann, das ist ja wirklich eine blöde Sache! Ich wünsche Dir und Euch, daß Ihr die ganze Arbeit, die Ihr in das Wünnenberg-Projekt gesteckt habt, dazu nutzen könnt, daß es anderswo glatter geht!
Bis denn
Karen Thöle
(die die Aussicht vom Berg im Morgengrauen vermissen wird)
Eintrag #48 vom 21. Apr. 2004 18:18 Uhr
Michael Tegge Bitte einloggen, um Michael Tegge eine Nachricht zu schreiben.
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Eine hochmittelalterliche Burgsiedlung entsteht - Die Wünnenburg !
Moin Leute
Schade um die Wünnenburg und das Gelände.(Wir kannten ja schon alle Waldverstecke um ungebetenen Anreisenden Hinterhalte zu legen, hähähä).
Aber bitte die Diskussionen über Rechtslage, Regionalpolitik , und gerichtliche Hintergründe sowie Folgen nicht im Tempus Vivit.Ich finde , das gehört nicht hierher.
Eintrag #46 vom 20. Apr. 2004 11:05 Uhr
Ranes Haduwolff Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.
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Eine hochmittelalterliche Burgsiedlung entsteht - Die Wünnenburg !
Moin zusammen,
Roland, eben diese Ungereimtheiten, unerfüllte Verträge und diverse “Unwahrheiten” treiben das Ganze zu einem wohl vor Gericht landendem Ende hin.
Ich habs schriftlich von den Initiatoren seit dem 31.03.04, daß eine Durchführung des Projektes nicht absehbar ist, mündlich vor Zeugen noch wesentlich deutlicher…
Da das Ganze zu einem brandheissen Streitfall wird, der sich auf politischer und gerichtlicher Ebene abspielen wird, sollten jegliche ßusserungen in der ßffentlichkeit über diese Inhalte derzeit besser unterbleiben.
Eintrag #45 vom 20. Apr. 2004 03:41 Uhr
Roland Schulz
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Eine hochmittelalterliche Burgsiedlung entsteht - Die Wünnenburg !
Aloha!
Tja, das ist natürlich sehr schade. Was ich daran jetzt aber nicht ganz verstehe sind die Aussagen, die einer der Verantwortlichen zu dem Projekt im Vorfeld machte.
www.mittelalter-spectaculum.de/?artikel=0000115
schweren Herzens muss ich Euch nun mitteilen, daß das Projekt “Die Wünnenburg” definitiv gescheitert ist.
Gründe…?
Nun, nachdem jetzt alle Gestattungen da sind, die Fördergelder der EU (2Mio E) da sind…haben die Herren Lokalpolitiker aus Angst vor einer Neuerung und aus Unfähigkeit, über den Rand ihrer dörflichen Suppenschüssel hinauszusehen das Projekt regelrecht kaputtgeredet.
Wohlgemerkt ging es nicht um das Projekt selber, sondern um innerörtliche Animositäten, um kleinliche Grabenkämpfe zwischen erfolgsorientierten jungen Leuten und den alteingesessenen politischen Betonköpfen, die lieber aus Eigennutz und Machtgier die einzige Chance für das strukturschwache und völlig unterentwickelte Dorf zerstört haben.
In selten trauter Einigkeit haben sich die örtlichen pseudo-ßkologieverfechter mit den alt-CDUlern zusammengetan, und haben es nun geschafft.
Ich und wir von Ars Milita ziehen uns aus Wünnenberg zurück, und werden uns an anderen Orten engagieren.
Derzeit sind drei verschiedene Standorte für das Projekt im Gespräch, und ich denke, daß eine Realisierung dort wesentlich schneller vollzogen wird - denn es gibt ja auch positiv denkende Politiker und Gemeinden.
Ich danke allen, die uns so liebenswürdig und tatkräftig unterstützt haben. Das ist nicht vergessen, und wir werden Euch an einem neuen Standort sicher wieder einbeziehen.
ich komme ebenfals aus Wuennenberg, genauer aus Bleiwäsche und ich plane seid einiger Zeit meine “mittelalterlichen Aktivitäten” etwas zu “professionalisieren”. Da scheint mit das Projek “Wuennenburg”, welches nahezu in meiner Nachbarschaft liegt, doch perfekt geeignet. Ich würde gerne daran mitwirken und bin auch bereit einiges an Energie aufzuwenden um an dieser großartige Idee mitzuwirken.
… es geht vorran. Gut Ding will Weile haben und wer ein gut DIng haben will braucht Nerven wie Drahtseile und eine Haut wie ein Elefant. Zum Glück lieber Hadu hast du beides *fg*
Ein sich auf das Sommerfest auf der Wünnenburg freuender
mit der Wünnenburg gehts vorwärts…ich zitiere aus der hiesigen Zeitung…:
“Der Rat der Stadt Bad Wünnenberg hat ein weiteres Bekenntnis zur Errichtung der ”Wünnenburg“ im Zinsdorfer Bruch gegeben.
Nachdem er im Dezember der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit gleichzeitiger ßnderung des Flächennutzungsplanes zugestimmt hat, hat er nun beschlossen, einen Antrag auf ßnderung des Gebietsentwicklungsplanes zu stellen.
Wegen der überregionalen Bedeutung des Zwei-Millionen-Euro-Projektes hat die Bezierksregierung darauf bestanden, daß der Plan angepasst werden müsse.
Den entsprechend umfangreichen Antrag hat das Bürener Planungsbüro Hoffmann und Stakemeier erstellt. Die notwendigen Planungskosten trägt laut Ratsbeschluss die Bad Wünnenberg Touristik GmbH.”
… gab es diese Holzbauweise auch noch im SMA. Hier in der Mark verbreitete sich diese Bauform sogar erst richtig im SMA. Der Grund dafür lag im Aussterben der Askanier und dem damit verbundenen Niedergang der (markgräflichen) Zentralmacht, denn laut dem Sachsenspiegel unterlagen auch diese Bauten dem Genehmigungsvorbehalt des Landesherren. Jedenfalls ließen sich dann hier viele Adlige und Ministerialen in der Nähe ihrer Höfe solch einen Turm zum Schutz und wohl auch zur Repräsentation errichteten. Besonders oft sind sie in Grenzgebieten errichtet worden. Die meisten Ritter lebten hier in Fachwerkgebäuden innerhalb ihrer Dörfer. Besaß der Ritter einen Wohnturm, war auch dieser meist in Fachwerk errichtet. In Berlin-Rosenthal wurde solch ein Turm freigelegt. Der Aufbau basierte auf einem Feldsteinfundament von nur 4 x 4 Meter. Darauf befanden sich ein zweistöckiger Fachwerkaufbau mit Treppenturm. Geschützt wurde die Anlage vermutlich durch einen flachen Graben und Flechtwerkzaun.
Ich würde solche Bauten nicht als mittelalterlichen Sozialbau bezeichnen (ob nun mit oder ohne Ziegel). Aber z.B. von den landesherrschaftlichen Bauten trennten sie doch Welten.
Wie immer müssen die regionalen Besonderheiten berücksichtigt werden. Wie z.B., welche Baustoffe standen überhaupt zur Verfügung? Hier gab es z.B. jede Menge Holz, aber nicht genug Feldsteine. Deswegen griff man Dank der höllandischen Einwanderer auf den hier typischen (roten) Backstein zurück. Aber den mußte man sich wirklich erst mal leisten können. Wer das aber konnte (und durfte…), baute damit und nicht mit Holz! Wie dem auch sei, für Eure Region müßt Ihr da halt ebenfalls entsprechend forschen, um den regionalen Unterschieden gerecht zu werden. Es soll ja schließlich nicht irgendwas werden.
…tja, das ist genau einer DER Punkte…wird noch nicht alles verraten, nur eines: die Welfen AUCH nicht…
Nun, inzwischen gibts zum Bau einiges Neues:
Nach dem eingehenden Studium von verschiedenen Quellen (Krahe, Mittelstraß, Husterknupp, Bern)ist zum Thema hölzerne Burg einiges ßberraschendes rausgekommen:
Hölzerne Burgen waren KEINE Armeritterburgen—!
Die Dächer konnten mit Ziegeln gedeckt sein!
Es gab diese Anlagen erfolgreich bis in die Mitte des 14. Jhdt. hinein, also keine spezifische FMA-Sache!
Es wurden sogar in Kanzach Reste von Glasfenstern gefunden!!!
Die Türme waren teilweise mit Lehm/Kalk verputzt, das deutet auf eine wesentlich grössere Verbreitung hin, da die Holzbaustruktur nur nicht sichtbar war!
Die bisher nur für Norwegen und Schweden bekannte Stabbauweise (Stabkirchen!)war bis ins Süddeutsche bekannt und wurde auch bei Türmen angewandt. Also nichts spezifisch Nordisches!
Die Türme waren sehr gemütlich mit dicken Kachelöfen ausgestattet, also waren sie auch Wohnbauten!
Bei den Gebäuden hat sich (lt. Mittelstraß)eine für ganz Mitteleuropa und GB sehr einheitliche Bauweise herausgestellt, die nur minimale regionale Unterschiede zeigt.
Da freu ich mich erst recht auf den Winterabend mit heissem Würzwein auf der Ofenbank…
…wer in dem Gebiet Eurer Wahl früher das Sagen hatte? Waren das im betreffenden Zeitfenster die Anhänger der Staufer oder eher Welfen? Das könnte doch als Aufhänger für zukünftige Veranstaltungen ganz interessant werden, wo Du doch schon von Belagerungen etc. gesprochen hattest.
Ansonsten natürlich viel Glück und Spass mit Eurem Projekt, bin mal gespannt, wies wird.
Man liest sich!
Pierre
PS: Ist eigentlich die Internetseite dazu schon fertig?
ich freue mich, Euch nun zur Wünnenburg einladen zu können!
Um endlich so richtig auf dem zukünftigen Platz der Burg mit Euch feiern zu können, wollen wir -zur Ferienzeit und zur schönen w a r m e n Jahreszeit- Euch HOCHMITTELALTERLICHE einladen, mit uns das erste Sommerfest auf der Wünnenburg zu feiern.
Vom 15. August bis zum 24. August steht uns der zukünftige Bauplatz zur Verfügung.
Es gibt genug Platz, Weideflächen für Pferde und schon die ersten probeweisen Palisaden, um mal den Kampf um eine solche Anlage zu testen.
Am zweiten Wochenende ist der Platz für die ßffentlichkeit geöffnet, um den teilnehmenden Gruppen die Möglichkeit zu geben, sich selbst mit dem Thema Hochmittelalter vor Presse und Fachpublikum zu präsentieren.
Ganz im Geiste des angestrebten gemeinsamen Zentrums für uns Hochmittelalterliche werden auch die kommenden Gruppen in den Veröffentlichungen einzeln und mit Bild (falls vorhanden) in unserer Werbung für das Projekt genannt.
Wer kommen kann?
Na alle, die sich in der Zeit von 1180 bis 1320 bewegen, und das mit dem gewissen “A” im Hintergrund.
Natürlich freuen wir uns auch über alle, die noch nicht perfekt sind, und sich mit uns austauschen und verbessern wollen.
Auch können natürlich Handwerker und Händler, die in Angebot und Optik ins Hochmittelalter passen kommen.
Bitte meldet Euch schriftlich oder per I-Mäl mit Bild bzw. Link zu Eurer Internetseite an.
uff, da bin ich aber beruhigt. Haltet trotzdem beim Baggern die Augen offen, man weiß nie, was alles im Boden schlummert.
Gibts denn bei Euch keine Leute, die mal über den Acker gehen oder in Baugruben gucken und ihre Funde dem Denkmalamt melden? So Heimat- oder Geschichtsvereine sind doch da manchmal ganz aktiv.
Doris, ich kann Dich beruhigen, da liegen einige hundert Meter Abstand zwischen.
Andererseits gibt es z.B. auch hier soviel Wüstungen und Plätze, die niemals irgend jemand ausgraben wird, wo fröhlich drauf gebaut und gesiedelt wird, daß Du bei genauer Betrachtung wahrscheinlich entsetzt wärst.
ich muß mal eine ganz besorgte Frage loswerden. Habe ich das richtig verstanden, daß es in Wünnenberg tatsächlich mal eine Burg gegeben hat? Und wollt Ihr Euer Projekt genau an der Stelle dieser alten Burg aufbauen? Da der Bauplatz ja wohl etwas erhöht liegt und sich in direkter Umgebung eine Wüstung und MA-Brücke befinden (ich kenne die Topografie nicht), müßte jedem Eingriff in den Boden eine archäologische Begehung, vielleicht sogar Grabung vorausgehen.
Sicher habt Ihr das alles längst geklärt, aber die Frage brannte mir doch unter meinen (Ausgräberinnen)nägeln. Ich habe immer Angst um die archäologischen Befunde, wenn ich was von Baggereinsatz auf “historischem” Gelände höre.