Mal was zum eigentlichen Thema....und noch viiiiiel mehr(grins)
Habe ich im netzt gefunden und ich denke da bleiben so schnell keine wünsche offen wenn man sich da mal durchgearbeited hat.
Vorrausgesetzt es ist noch nicht allen bekann!
den deutschen Text zur Maciejowski Bibel gibt es im gut sortierten Buchhandel. Das Buch heisst "Bibel" wurde glaube ich ca. 1534 ins deutsche Übersetzt. ISBN weiss ich leider gerade nicht. ;-)
... spass bei seite ;-)
In der Ausgabe von Cockerell sind neben jeder "Illustration" die dazugehörigen Texte. Kriegt man aber auch mit ner Bibel hin.
Spiessbuerger
Mal eine Frage zu der Bildquelle Mac Bibel. Gibt es zu den bilder auch die dazu gehörigen texte in Deutsch irgentwo zu finden??
So das man mal personengruppen zuordnen könnte.
Ich kann ganz allgemein die Suche nach Bildern der Maler Duccio und Giotto empfeheln, wobei Duccio der Ältere ist. Sind zwar Italiener, haben aber an der Ausmalung verschiedener Wallfahrtskirchen gearbeitet (Assisi -> Hauptwerk Giotto), weshalb sie auch zumindest in Süddeutschland bekannt sein sollten, ist aber Ermessenssache.
ich weiß nicht genau wo Martin die 1276/77 her hatte. Ich fand in demselben Buch als Angaben für die Skulpturen der Vorhalle (also insbesondere auch die der Jungfrauen)für die im Mauerverband sitzenden Bauskulpturen mit Fertigstellung in 1284 und den freistehenden mit Fertigstellung in 1291. Also (bis auf die eine Muttergottes aus dem 16.ten) alles noch VOR 1300, insofern könnte David das falsch verstanden haben.
Diese Daten konnte ich auf den Seiten 29-32 entnehmen und sie stammen wohl aus einer Dissertationsschrift eines D. Morsch von 2001
Anlässlich des Erscheinens eines Faksimiles im Verlag Müller und Schindler bietet sich im Dezember und Januar die seltene Gelegenheit, einen der kostbarsten Schätze der Universitätsbibliothek Augsburg kennenzulernen: die spanische Bilderbibel, die König Sancho VII. von Navarra kurz vor 1200 in Pamplona hat anfertigen lassen. Zusammen mit zahlreichen Faksimile-Abbildungen ist das Original zwischen dem 1. Dezember 2005 und dem 10. Januar 2006 in der Schatzkammer der Zentralbibliothek (Universitätsstraße 22) werktags von 8.30 bis 16.00 Uhr donnerstags bis 20.00 Uhr. Eröffnet wird die Ausstellung am 30. November um 18.00 Uhr mit Vorträgen von Dr. Gabriele Bartz (Berlin), Charlotte Kramer (Verlag Müller und Schindler) und Dr. Günter Hägele (Universitätsbibliothek Augsburg).
Annähernd 1000 kolorierte Federzeichnungen mit knappen Textbeigaben erzählen hier in einer sehr kraftvollen, unmittelbaren Bildersprache die Geschichten des Alten und Neuen Testaments und die Legenden zahlreicher Heiliger. Aufgrund der ungewöhnlichen Fülle der Bilder zählt die Augsburger Bibel zusammen mit ihrer in derselben Werkstatt entstandenen, ganz ähnlich konzipierten Schwesterhandschrift, die heute in Amiens aufbewahrt wird, zu den wichtigsten Denkmälern mittelalterlicher Bibelillustration überhaupt.
ZUR CHRISTIANISIERUNG DER MAURISCHEN GEMAHLIN?
Während die Amiens-Bibel, das schlichtere Exemplar, offenbar für den persönlichen Gebrauch des Königs gedacht war, kann man über die ursprüngliche Bestimmung der Augsburger Bibel nur spekulieren: Die starke Berücksichtigung weiblicher Heiliger lässt vermuten, dass sie als Geschenk für eine adlige Dame gedacht war. Besonders verführerisch ist die These, dass die Bibel die zweite Gemahlin des Königs, eine maurische Prinzessin, an den christlichen Glauben heranführen sollte. Sicher belegen lässt sich dies allerdings nicht.
ÜBER DEN PARISER KUNSTHANDEL UND DEN FÜRSTEN VON OETTINGEN-WALLERSTEIN AN DIE UB AUGSBURG
Auch das Geschick der Bibel in den folgenden Jahrhunderten liegt im Dunkeln. 1809 taucht sie in Valladolid auf; 1814 schließlich gelangt sie über den Pariser Kunsthandel in die Bibliothek des Fürsten Ludwig von Oettingen-Wallerstein. Er war eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Familie: Im Zuge seiner Sammelleidenschaft türmt er Schuldenberge in Millionenhöhe auf, muss später aufgrund einer Mesalliance abdanken und schlägt daraufhin eine politische Laufbahn ein, die ihn bis an die Spitze des bayerischen Innenministeriums führt. Als der Freistaat Bayern 1980 die Oettingen-Wallersteinsche Bibliothek erwirbt und die UB Augsburg als Aufstellungsort bestimmt, kommt auf diesem Wege auch die Spanische Bilderbibel nach Augsburg.
VON DEN EIGENEN FARBEN BEDROHT
Aufgrund des bedenklichen konservatorischen Zustandes können selbst Fachleute die Bibel seit längerer Zeit nur in sehr eingeschränktem Maße einsehen. Sorgen bereitet insbesondere die Art und Weise, wie einige der damals verwendeten Farben im Laufe der Zeit geradezu Löcher in das Pergament fressen, ein Prozess, der nach heutigem Kenntnisstand nicht aufgehalten werden kann.
Eine Faksimilierung der Bibel war deshalb dringend erforderlich - zum einen, um den gegenwärtigen Zustand zu dokumentieren, ehe die Zerstörung weiter fortschreitet, zum anderen, um die kunsthistorisch höchst bedeutende Handschrift einem größeren Publikum zugänglich machen zu können, ohne das Original zu gefährden.
ABSCHLUSS EINES ANSPRUCHSVOLLEN EDITORISCHEN PROJEKTS
Nachdem nun das Faksimile vorliegt, wird die spanische Bilderbibel in Zukunft ihren Tresor noch seltener verlassen als bisher. Um den Abschluss des anspruchsvollen editorischen Projektes angemessen zu würdigen, wird die Bibel nun aber für einige Wochen in der Schatzkammer der Universitätsbibliothek zu sehen sein. Ausgestellt wird neben dem Original und dem Faksimile eine Folge weiterer ausgewählter Faksimileabbildungen, so dass die Ausstellung einen anschauliche Eindruck vermittelt von einem eindrucksvollen mittelalterlichen Bildkosmos, der sich von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht spannt.
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ah ja, das ist doch mal was konkretes zur Datierung. Ich habe bisher sehr unterschiedliche Angaben dazu gefunden. Stilistisch schienen mir die "großen" Figuren an den Seiten auch eher ins frühe 14. Jhd. zu passen.
Die Bemalung in dieser Form (nicht die Restaurierung) scheint ja noch später erfolgt sein, da sind ja doch einige Skurrilitäten dabei... ;o)
Die Entstehung der Skulpturen der Vorhalle ist für 1276/77 nachgewiesen. Auch der Figurenschmuck des Tympanons ist nicht nur vom Bauablauf her in diese Werkphase einzuordnen. Stilistisch uneinheitlicher ist die jüngste Gruppe, wohl aus der Zeit nach 1300. In dieser Zeit entstanden die Figuren über den Arkaden an Nord- und Südwand, der "Fürst der Welt", die "Voluptas", die Heiligen Margaretha und Katharina an der inneren Westseite. Die Muttergottes auf der Konsole mit der Darstellung der Wurzel Jesse am Trumeau zwischen den Türen von 1606 ist stilistisch eigenständig.
Fassung
Die spätestens um 1300 fertig gestellte Vorhalle wurde nachweislich drei Mal gefasst: wahrscheinlich unmittelbar nach ihrer Fertigstellung, dann zum zweiten Mal 1604 - 1609 und zuletzt 1888/89.
(Die Turmvorhalle des Freiburger Münsters, Untersuchung und Konservierung der Polychromie, Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Stgt 2004)
Das Buch kann ich empfehlen. Es beinhaltet unter anderem Detailaufnahmen der "Skulpturen" und eine Grafik welche die zeitliche Einordnung der einzelnen "Teile" zeigt.
sorry, falls ich hier mit diesem Link versuche zu viel auf einmal zu erschlagen, aber eine gute Linksammlung zu Handschriften, Bildern (und zu allem andern was man noch so brauchen könnte ;-) bietet die Erlanger Historikerseite. Allerdings leider nicht nach Jahreszahlen geordnet (was auch so einfach gar nicht geht, meist sinds halt mehr oder minder komplette digitalisierte Bestände von Museen und Bibliotheken): www.phil.uni-erlangen.de/~p1ges/ma_fenster.html
Vielleicht hilfts ja weiter, erweitert den Horizont des "Belege-Zweikampfes" aus Maciejowsky und Manesse auf jeden Fall! ;-)
habt Ihr noch Tips in Sachen Bildquellen für meine Recherche der HMA- Ausrüstung?
Mir ist die Maciejowski Bibel für die Zeit um 1250 bekannt und weiß auch, daß es die wunderbare Internetseite www.manuscripta-mediaevalia.de gibt. Ich kenne den Ausstellungskatalog "Heinrich der Löwe" und den Salierkatalog (auch wenn der Großteil des Inhaltes den Zeitraum vor 1180 behandelt). Und natürlich habe ich auch die Manesse und den Sachsenspiegel in seiner gesamten Abbildung.
Habt Ihr einen Tip, wo im Internet noch Handschriften zu finden sind? Welche Ausstellungskataloge empfehlenswert sind?
Sicherlich habe ich natürlich in meiner Bibiothek auch die HMA-Interpredationen des Herrn Lenhardt stehen. Und auch die von Frau Kramer und natürlich auch die englischen Interpredationen. Für mich sind nach wie vor diese Bücher zur Recherche ebenfalls interessant, aber ich informiere mich eben auch an Orginalbildquellen.
Kennt jemand noch interessante Funde die irgendwo im Net zu bewundern sind?
Viele Grüsse, die ewig-in-Bücher-herumstöbernde Alexandra von Lichtenstein