Ist, ihmo, saupraktisch für Händler (nicht im historischen Sinne), da der Eingang Ideal as Vordach zum verkaufen ist, und zum Pennen Klappt man einfach runter…
Belegt ists für die USA/Kanada, fürs Europ. Mittelalter leider überhaupts net…
irgend ein zusammengebasteltes Gestell ist nicht “a” sondern Geld und Zeitverschwendung…
Wenn dir die Arbeit, eine belegte Schlafunterkunft zu besorgen zu viel ist, kannst Du auch in Springerstiefeln und Piratenhemd auf den Markt…
Das Kegelzelt das Ivain meinte ist eine nette Sache, oder ein einfaches Firstzelt…
Letzteres ist an einem WE genäht, es besteht ja nur aus 2 Stoffbahnen, 4 Dreiecken und ein paar Schlaufen…
Oder du machst es wie die IG MiM, nimmst rechteckige Zelte und richtest sie wie Häuser ein…
OK, geht nur bei sesshafter städtischer Darstellung, niemand hat unterwegs sein Haus mitgeschleppt, ausser Du bist Dschingis Kahn (der ein fahrbares Haus hatte) oder Alfred die Riesenschnecke…
Also..da gebe ich erstmal recht MA-Märkte geben keine autentisches bild wieder.
…aber das was ich meinte bezieht sich auf ein andres problem…ich kann ja schlecht auf einen markt mit wagen und pferd kommen..können ja aber ich kann mir das nicht leisten und logistisch geht das auch nicht bei mir….ich brauche also wenn ich auf dem markt bin eine schlafecke..und da mir die großen (evt ritterzelte) zu teuer sind und nicht zu meinem stand passen..kann ich mir doch wohl eine eigene behausung bauen die nicht wie die anderen aussieht (mann sieht immer nur pavilon zelte vikingerzelte normannen zelte und ritterzelte…finde ich) also was spricht von der logik dagegen wenn ich mir ein paar stangen nehme sie bespanne und befestige wie ich es kann…ich finde das das noch ok und A ist oder?
es könnte sein, das sie aus einem ganz anderen Material sind, es könnte sein, das der Zeichner sich nicht wirklich mit Zelten und deren Befestigungen auskannte, es könnte sein das er das Bild aus dem Gedächtnis oder aufgrund eines durch Erzählungen gewonnenen Bildes gemalt hat…
es könnte auch sein, das es sich tatsächlich um Eisenhäringe handelt, das will ich nicht bestreiten.
Was die Alexzelte angeht-
2003 nach Christus: die ganze Mittelalteszene ist von Alexzelten befreit.
Die ganze?
Nein, weit gefehlt!
Ein unbeugsames Häuflein von heidnischen Templerritterbarbareb mit Keltenschmuck und Hörnerhelmen wehrt sich standhaft gegen diese Diskriminierung unbescholtener Zelte und besetzt eigene Schutzgebiete, wohl bewacht von einigen selbsternannten Authentikvögten und wohlgelitten vom teuer zahlenden Publikum, das sieht, dasses bei die Riddäs ja auch nich anners is als im Wohwagen, wenn man mal dahinter guckt.
Und so fristen die Alexzelte in Grmi-Biotopen friedlich ihr Dasein in Gesellschaft von Biertischgarnituren, Afrikastühlen und Ikea Laternen.
Und Caesar kratzt sich am Kopf und fragt sich : “Quid?”
…wer Zelt hatte, hatte Geld. Den kratzten Eisenheringe (für die es, zumind. im 15ten, sogar Funde gibt, soweit ich weiss) nicht. Aber diese Zelte hat er nicht auf Märkten (welch Hohn der Name) noch in der Pampa, sondern bei Belagerungen, wenn der gemeine Soldat sich ne Strohhütte (davon gibts Abbildungen, und Berichte) baute, aufstellen lassen.
Aber da so weit mir bekannt sind, Händler weder auf der grünen Wiese “aufbauten” wie das heutzutage üblich is, noch ihren ganzen Stand mitschleppten, sondern Marktbuden in den Städten mieteten (siehe “Stadtluft, Hirsebrei, Bettelmönch”), und in Herberegen übernachteten, und wenn in grösseren Konvoi, wohl in oder unter ihren Wägen, wäre ein Zelt/Stand/Sonstwas Marke “Zusammenklappbar” wohl sinnfrei.
“Mittelalter”märkte zeigen keine reale historische Situation des MAs, ergo sind die sich stellenden Probleme auch keine historischen.
sind auch hübsch und auf immer weniger Märkten zu finden. Schade eigentlich, denn sie sind ja formschön, stabil und ungemein praktisch. Deshalb könnten sie ja in einem kleinen Schweizer Seitental gefertigt worden sein, das bis auf gelegentlich vorbeiziehende Gromi Karawanen keinen Kontakt zur Aussenwelt hatte. Von den omnipräsenten Wikingern wurden diese ins Spätmittelalter exportiert und überwiegend auf Burgenmärkten vercheckt.
Leider stirbt durch die Intoleranz der MA Szene dieser schöne Zelttyp immer mehr aus.
Das inflationäre auftauchen von geräumigen Zelten bei allen Ständen halte ich sowieso für fragwürdig. denn- Wozu so einen Ballen Stoff mitschleppen?
Bin ich zu Fuß oder mit leichtem Gepäck unterwegs, tuts ein Mantelzelt, oder ein Unterschlupf in der Natur oder die nächste Herberge. Ist das Wetter total für die Katz, wird eben gewartet.
Bin ich Händler, habe ich meist einen geräumigen Wagen mit Dach oder Plane, den ich zum Unterstand nehmen kann. Das Gesinde kann auch prima unter dem Wagen nächtigen. Wenns Wetter nicht taucht, werden sie halt nass.
Vielleicht besitze ih noch ein Gestänge, um die Wagenplane beim Markttag in der Stadt schützend über meinen Waren aufzuspannen und vor fliegendem Unrat zu schützen…
Das heute teilweise sehr luxuriös betriebene MA-Camping hat nur bedingt was mit der Realität zu tun…
Eisenheringe?
Ich glaube nicht, denn man kann sich ja eigentlich fast überall welche aus der Natur beschaffen. Außerdem ist Eisen teuer. Andererseits gab es im MA auch weniger oft stark verdichtete Böden wie z.B. in FF. Und wenn, hat man da nicht aufgebaut…
Sicher kann mann sich aber man muss sich nicht daran orientieren, es gibt doch schon genung zelte die fast identisch aussehen…sahen die zelte in anderen ländern auch so auß?….
wenn sagen wir der fahreden händler nicht gen8ung platz in seinem wagen hat um darin selbst zu schlafen evt. hatte er genung platz für ein kleines zelt ( dackelhütte halt) wie sah die aus..hat er die in europa gekauft ? selbstgebaut?…ich finde man soll sich halt nicht nur an die gängigen zelt typen halten, weil ich finde das das optische bild eines marktes von den zelt typen her zu eintönig ist….so far
“muss man sich nicht an Bildern aus autentischen Quellen orientieren”
Eigentlich legst Du damit jedwege Quellenforschung bei Zelten ad acta. Dass x Bilder nunmal bestimmte Zelte zeigen, andere aber eben nicht, is wohl egal?
Und wenn bei Zelten, warum dann nicht auch bei Kleidung und Alltagsgegenständen? Warum überhaupt Quellen?
Im übrigen zeigen die Bilder deutlich wiederkehrende Typen, eben _keine_ Unikate. Was wohl auch daran liegt, dass es auch dafür, wie für so vieles, spezialisierte Berufe gab, und bestimmte Bauweisen gängig und bewährt waren.
Die Spekulation ob des “Händler oder Wanderer” trifft auch den historischen Kern nicht, da man i.d.R. wohl eher die zahlreichen Herbergen der Zeit aufsuchte, und kein Zelt mit sich rumschleppte. Die Nutzung von Zelten beschränkte sich wohl eher auf militärischen Gebrauch und höhere Stände, immerhin war das benötigte Leinen nicht so ganz billig, und für den preis eines Zeltes hätte man ein paarmal abbeissen können, flappsig formuliert.
da Zelte im Ma keine Massenware waren und keine Normen hatten kann man sich (muss man sich nicht an Bildern aus autentischen Quellen orientieren)das Zelt, welches der Zeichner abgebildet hat war ein Unikat.
Sagen wir mal das sich ein Händler oder Wanderer, der sich im Ma vor schlechten Wetter schützen wollte sich evt. seine Behausung selbst gebaut hatte, da ihm evt eine gekaufte zu teuer war.
Und da er kein fachwissen hatte hätte es aussehen können wie es wollte.
Sicher bei den Materialen sollte man sich daran halten, das sie A sind aber von der optik her? Einfach ein paar stangen nehmen leinen drüber festnesteln und gut ..die verbindung der Stangen gesteckt gebunden ?..so wie ihr es handwerklich könnte (so wie es damals auch nicht jeder konnte also nach eigenem ermessen) oder wie seht ihr das?
Also, wir sind so weit, dass wir in unser Gruppe Zelte basteln wollen. Wir stellen Alamannen dar, ca. 800-1000 A.D. Wir kennen viele Vikingerzelte und Hochmittelalterpavillons, aber was hatten dann die Germanen für Zelte. Weiss da jemand bescheid?
Ja, solche Art von Zelten. Da hat sich doch durch die Jahrhunderte immer mal was an der Art der Konstruktion (des Gestänges) verändert. Oder sehe ich das falsch? In diesem Fall ragen ja die senkrechten Stangen nach oben hinaus. Ich habe aber bisher nur gesehen, daß die senkrechten Stangen mit der oberen waagrechten verbunden ist und nur diese nach vorne und hinten hinausragt. Bei dieser Auskragung gibt es ja auch die Möglichkeit (nur in welcher Zeit?), anstatt eines einfachen Holzes, einen mit Tierkopfmotiev beschnitzten Balken zu verwenden.
Außerdem interessiert mich, wie gesagt, auf welche Art und Weise man korrekt die senkrechten mit dem einen waagrechten Balken verbinden kann.