Moin Christoph, bitte genaue Angaben über die Zeitstellung der Abbildungen, wenn möglich. Wir benutzen solche Bäder beim Live-Rollenspiel. Ich habe aber auch nach einigem Suchen nicht einen Hinweis in der Fachliteratur gefunden. Sylvia
Hi Leute! Mal ganz nebenbei… Ich habe letzens ein paar Fotos alter Borte gesehen - diese war allerdings ein bestickter Stoff und keine Brettchenweberei. Daher hier meine Frage: Wie “A” ist Brettchenweberei? … Zu welchen Zeiten, bei welchen Völkern oder Klassen war sie üblich und wo nicht? Schöne Grüße, Mike Werner
Hallo Jennifer, Ich mache es inzwischen so: Erst Kette spannen zwischen 2 Schraubzwingen oder am Brettchenwebrahmen.Wenn ich die Kette abschneide, halte ich beide Enden , eine zwete Person schneidet, oder ich zwicke die Fäden mit Wäscheklammern zusammen. Sonst schnellen sie beim Abschneiden zurück, so dass schon da ein heilloses Durcheinander entsteht. Dann wickle ich die Fäden als gesamtes Bündel so wie sie sind um einen vierkantigen Holzstab, und zwar die Bündel dicht nebeneinander, nicht aufeinander (sonst legen manche Fäden wieder einen längeren Weg zurück, verkürzen sich und andere hängen dafür durch).Wenn der Stab mit einer Lage voll ist, aber das Garn noch nicht aus, wickle ich genauso ordentlich wieder zurück, bis das ganze Fadenbündel bis auf ca 30 cm aufgewickelt ist. Diesen Holzstab mit den Fäden befestige ich mit einer Schraubzwinge am Tischende, so dass die Fadenenden zu meinem Sitzplatz hin liegen und ziehe dann ganz gemütlich die Fäden ein. Hast Du verstanden, wie das aussieht? Es ist ziemlich knifflig, so was ohne Foto und Bild zu beschreiben. Herzliche Grüße
Hallo Jennifer, Ich mache es inzwischen so: Erst Kette spannen zwischen 2 Schraubzwingen oder am Brettchenwebrahmen.Wenn ich die Kette abschneide, halte ich beide Enden , eine zwete Person schneidet, oder ich zwicke die Fäden mit Wäscheklammern zusammen. Sonst schnellen sie beim Abschneiden zurück, so dass schon da ein heilloses Durcheinander entsteht. Dann wickle ich die Fäden als gesamtes Bündel so wie sie sind um einen vierkantigen Holzstab, und zwar die Bündel dicht nebeneinander, nicht aufeinander (sonst legen manche Fäden wieder einen längeren Weg zurück, verkürzen sich und andere hängen dafür durch).Wenn der Stab mit einer Lage voll ist, aber das Garn noch nicht aus, wickle ich genauso ordentlich wieder zurück, bis das ganze Fadenbündel bis auf ca 30 cm aufgewickelt ist. Diesen Holzstab mit den Fäden befestige ich am Tischende, so dass die Fadenenden zu meinem Sitzplatz hin liegen und ziehe dann ganz gemütlich die Fäden ein. Hast Du verstanden, wie das aussieht? Es ist ziemlich knifflig, so was ohne Foto und Bild zu beschreiben. Herzliche Grüße
Wir scheinen nicht das selbe Heft zu haben ;-) Auf Seite 13 ist bei mir gar kein Bild und dass man mit dem auf Seite 15 abgebildetem Webstuhl Mäntel weben kann, bezweifle ich. Mein Heft heißt “die Kunst des Brettchenwebens”. Ich habe es vor nicht all zu langer Zeit bei Traub für ca 4 DM bestellt. Vielleicht probierst Du es erst mal da. Die Kopierkosten werdn auch nicht weniger sein (plus Porto). Wenn es nicht mehr zu haben ist kannst Du Dich gerne noch mal melden. Und ansonsten habe war ich gestern Abend nach dem Scheren meiner ersten Kette mit den Nerven völlig am Ende ;-)…drei mal musste ich alle 48 Fäden entwirren…nicht ohne Verluste. Vielleicht sollte ich beim nächsten mal doch auf die Version mit den Schraubzwingen zum Aufziehen zurückgreifen.
Moin Angharad, mir auch eine Kopie!!! Der Gewichtswebstuhl war in Nordeuropa noch bis in diese Jahrhundert in Gebrauch. Die im Hochmittelalter verwendeten Horizontawebstuhle brachten nur ein Webbreite bis ca. 80 cm oft schmaler. Der Senkrechtwebsruhl bringt eine Webbreite von bis zu 6 m, ist als Spezialgerät zur sehen (Rundmäntel etc.) (Quelle: Siedlungen und Landesausbau - Hsg. Böhme, 1.Teil) Neben der Möglichkeit sich mit seinem Gewebe an einen Pfosten zu Fesseln gibt es auch Webbänke, oder die Möglichkeit das Gewebe zwischen zwei Pfosten zu befestigen. Sylvia
Hallo Jennifer, ich habe mir mein Heftchen jetzt mal rausgekramt. Es ist “Trachten der Eisenzeit” von Karl Schlabow, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte, Erstausgabe 1950, meine Ausgabe ist von 1967. Von Schlabow gibt es noch zwei weitere Bücher/Hefte über Gewebe und Gewand in der Bronzezeit und über Brettchenweben, ob man die noch kriegt, weiß ich allerdings nicht. Solltest du eines (oder beide) haben, wäre ich dir für eine Kopie sehr dankbar! Zurück zu der Sache mit dem Brettchenwebstuhl: Was auf S. 15 gezeigt wird, ist die Herstellung der oberen Kante eines Gewebes, wobei die Kettfäden der Brettchenweberei so lang sind wie das Tuch breit werden soll. Die Schußfäden der Brettchenborte werden so lang ausgezogen, wie das Tuch lang werden soll und ergeben die Kette des zu webenden Tuches! Das Brettchenband wird oben am Gewichtswebstuhl befestigt und dient als feste Kante und gleichzeitig Verzierung. Zusätzlich können dann die Seitenkanten des Tuches ebenfalls mit Brettchenweberei gefestigt und verziert werden (Bild S. 13). Auf S. 17 und 18 schreibt Schlabow, daß die Spannung der Kettfäden dieser seitlichen Brettchenweberei mittels der Webgewichte sehr angenehm war und zu einem guten Ergebnis führte. Man wob also mit einem Durchschuß den Schußfaden sowohl durch das Fach der seitlichen Brettchenborten als auch durch das Fach des Tuches (hier in Köperbindung). Bei jedem Schuß mußte man das Tuchfach UND das Brettchenfach wechseln. Schlabow schreibt, daß diese Methode nur auf dem Gewichtswebstuhl angewendet werden kann, nicht auf einem Rahmen. Ich kann in meinem Heft keinen Hinweis auf einen extra Brettchen-Webstuhl finden. Vielleicht kann man ja den stehenden Gewichtswebstuhl auch gut zum Brettchenweben benutzen, allerdings finde ich so ein Trumm nicht gerade platzsparender als den häufig anzutreffenden “Harfen”-Rahmen. Möglicherweise hast du ja das andere Heft und da steht mehr drin. Ich kann mir aber denken, daß die meisten Frauen gar keinen Webstuhl etc. benutzten, sondern einfach die Kettfäden an einem Pflock festbanden und das fertige Gewebe am Gürtel feststeckten, genauso wie sie mit der Fallspindel in der Hand unterwegs waren und keine extra Einrichtung (Spinnrad) dafür hatten. Ich weiß es zwar nicht genau, weil ich mich erst seit kurzem fürs Brettchenweben interessiere, aber die “Harfen” dürften eine sehr moderne Erfindung sein!
Das Heftchen kommt aus Neumünster, wenn Du es tatsächlich hast, solltest Du auf Seite 15 einen senkrechten Brtettchenwebstuhl sehen können. Von diesem Mantel mit der angewebten Borde ist dort zwar auch die Rede, aber auf einer anderen Seite. Erforschungen zur “Germanische Webkunst zur Eisenzeit” führten zu dieser Entdeckung. Mich verblüfft die Einfachheit dieses Gerätes im Gegensatz zu den “harfengroßen” Webgeräen, die man sonst so auf Märktn sieht. Nur dass diese Abbildung nicht historisch ist. Deshalb wüßte ich gerne mehr darüber. MfG
Liebe Jennifer, könnte es sein, daß da etwas durcheinander geraten ist? Soweit ich weiß, verwendete man in der (Bronze- und ?) frühen Eisenzeit brettchengewebte Kanten, um Mäntel haltbarer zu machen. Dabei wurde die auf den senkrechten Gewichtswebstuhl aufgezogene Kette teilweise mit Brettchen versehen (frag mich jetzt nicht, wie das genau funktioniert). Beim Weben des Stoffes wurde die Kante mit eingearbeitet. Wenn dieses besagte Heftchen aus dem schleswig-holsteinischen Raum stammt und etwas älter ist, kenne ich es wahrscheinlich.
Ich habe in einem kleinen Hftchen zum Thema (von Karl Schlabow) eine Abbildung eines Gewichtswebstuhls zum Brettchenweben gesehen. Kann mir jemand sagen, wie lange diese Art (vom einfachen Volk) noch verwendet wurde ?
Aus welchem Material sind “A-Brettchen” ? Holz soll nicht so gut sein - wurde mir gesagt. Der Anblick der Pappen widerstrebt meinem Bedürfnis, wenn anzufangen, dann richtig.
Hallo, es gibt ein Programm zu entwerfen von brettchengewebten Bändern, ist allerdings nicht umsonst :-( Es heißt “Turnstyler” und ist unter www.hifiber.com/turnstyl.html zu bekommen. Hat sich hier schon mal jemand mit der “Doubleface”-Technik auseinander gesetzt? Da tauchen so diverse Probleme auf. Im Prinzip muß es doch damit möglich sein, jedes beliebige 2-farbige Muster zu erstellen, oder?
Hallo, noch ganz im 20.Jahrhundert, bin ich auf diese Seite gestossen - ich webe nicht, sondern klöpple, eine Fertigkeit, die leider erst im 16Jh uafkam und daher nicht gut ins MA passt (schade). Aber daher kann ich einen Tipp zu Leinengarn geben: ßber die Versender für Klöppelbedarf ist Leinengarn in allen Farben und Stärken zu bekommen. Billig ist es allerdings nicht - Klöppeln, Spitze braucht naturgemäß auch wesentlich weniger Garn pro Fläche als Weben. Aber Brettchenweberei würde mich sehr interessieren Gruß, gänzlich ohn eyn mittelalterlich nam und Gewerb Eva
Hallo Andrea, versuchs doch mal so: nimm jeweils eine Brettchengruppe in beide Hände, zieh sie horizontal auseinander und lass sie wieder zusammenschnellen, das löst häufig ineinander verhängte Fäden. Ausserdem solltest du die Gruppen möglichst weit weg von dir schieben, damit öffnet sich das Fach auch besser. Viele Grüsse
Moin Andrea, hast Du schon versucht beide Brettchengruppen gleich- zeitig zu schieben? Ich trenne das Fach entweder mit den Fingern oder mit dem sog. “Webschwert”, also einem stumpfen Holzmesser. Sylvia
Hallo Aisling, Ich habe das schon kapiert mit dem vor- und zurückschieben der Brettchengruppen, aber meine Brettchengruppen lassen sich nicht so einfach wieder ineinanderschieben, denn ich teile sie so: 2unten,3oben,2unten,3oben,2unten,3oben,2unten,3oben,2unten. Die oberen Brettchen bleiben beim Zurückschieben zwischen Faden und Brettchen der anderen Gruppen hängen.
Hallo Andrea! Es gibt noch eine andere Möglichkeit um ein Fach zu öffnen indem du die Brettchengruppen mehrmals vor und zurück schiebst. Dadurch überlappen sich die geöffneten Bereiche und du kannst den Schußfaden ganz einfach durchschieben. Nichts verstanden?? Hast recht such dir aus der Wappenrolle meine Telefonnummer raus und dann ruf mich an. Dann kann ich es viel besser erklären. Tschüs Aisling
Hallo Julchen, Herzlichen Dank für den Tip. Ich habe mir schon größere Brettchen gemacht (12×12cm), aber die kommen mir jetzt doch etwas riesig vor. Ich hab´s noch nicht ausprobiert. Wie groß sind denn Deine extra-großen Brettchen? Ich finde übrigens diese Spezialbrettchenwebeseite hier ganz prima. Ich kenne nämlich in meinem Bekanntenkreis und hier am Ort niemand, der dieses Hobby hat. Gott segne Dich Andrea