Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Der edle Bauernstand

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Eintrag #3 vom 03. Mrz. 1999 11:29 UhrFrank Moser Profil

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Tach Diertrich, Ein Bäuerlein aus Dortemunde soff gar schröcklich sich zu Grunde doch noch schlimmer als sein Hirn, war der Pickel an der Birn denn das kleine Ungetüm diente ihm ganz ungestühm als Beweis für zarte Bande die er hatte im Rheinlande doch der kleine dicke Pickel nützt nichts wenn man heißt:Pumpernickel Pass opp, un lass de rheinische Bureschaft ze Fridde westfälischer Pumpernickel mit rheinischen frohen Grüßen Frank

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Eintrag #2 vom 03. Mrz. 1999 10:46 UhrSiegfrid Sensendengler Email

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Sei gegrüßt Dietrich! Erst einmal danke für den Tip. Zum Thema "die Axt tun lassen, was Äxte eben so tun" noch ein Hinweis aus eigener Erfahrung: Du darfst einem Atelichen niemals auf den Kopf schlagen. Das ist nämlich die einzige Stelle, wo er unempfindlich ist... Siggi

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Eintrag #1 vom 03. Mrz. 1999 09:18 UhrDietrich Pott Profil

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ACHTUNG! DIES IST EIN QUATSCH-THREAT! Moin zusammen. Nachdem sich die Majorität der Bevölkerung unserer schönen mittelalterlichen Welt- die Atelichen- in ihre eigene, kleine, eng umgrenzte Welt (nein, nicht ihr Klo; es stinkt dort nur wie auf einem) zurückgezogen haben und ein Schild an die Tür hängten, auf dem steht: "Kaine Bauerns. Tu auch nich. Un dein Vatter un tein Sehlsoaga unt ale valschen Atelichen auch nich. traussn pleibn. Geschlossene Gesellschaft." (Die letzten beiden Worte standen übrigens auf einem runden Pergamentschild, unterschieden sich in Schriftform und Schriftbild vom Rest der Nachricht und waren mit einem Lorbeerkranz umgeben; wahrscheinlich also geklaut.), nun, seitdem ist es Zeit, sich ein eigenes kleines Forum für die Landbevölkerung und angeschlossene Teilstreitkräfte zu schaffen. Zielsetzung ist, Tips zu Hofhaltung, Einkauf und Steuerhinterziehung zu geben, den jüngsten Gerüchten hemmungslos noch eins drauf zu setzen und Fragen der interessierten Leserschaft zu beantworten. Natürlich sind auch Personen willkommen, die nicht uit´m Potte, van de Plaggenesch oder uit Dorpmunde sind. Ab einer gewissen gesellschaftlichen Position oder bei rheinischer Herkunft allerdings- aus Fairnessgründen muß das gesagt werden- geschieht das Betreten dieser Deele auf eigene Gefahr. Die erste zu beantwortende Frage kommt von Sigfrid Sensendengler- richtiger Name der Redaktion bekannt- aus Siegburg. Und obwohl die rheinischen Bauern den gegen sie erhobenen Vorwurf der Kollaboration mit dem Erbfeind (nein, nicht den Wildschweinen!) niemals so recht entkräften konnten, werden wir diese Frage selbstverständlich beantworten. Also los, Siggi! "Jetzt kommt bald wieder die Zeit der Aussaat, und wie in jedem Jahr werden die Äcker wieder von Wildschweinen und Rittern heimgesucht und zertrampelt und zerwühlt werden. Was kann man dagegen tun?" Ah, ja. Altbekanntes Problem. Fangen wir mal mit den Rittern an. Du spannst am Feldrand in etwa Kniehöhe ein Seil rund um den Acker und versteckst dich mit deinen Knechten oder Nachbarn und ihren Äxten hinterm Gebüsch. Wenn jetzt ein Ritter kommt, stolpert sein Pferd über das Seil und wirft ihn ab. Wenn er unberitten kommt- was eigentlich im Deutschen Reich Standard ist- ist es einfacher; dann stolpert er wahrscheinlich über seine eigenen Füße oder sein Schwert. Das Seil wird er jedenfalls ohne sein Pferd nicht finden. Wenn er dann zu liegen kommt, gehst du hin und läßt deine Axt tun, was Äxte eben so tun. Restebeseitigung. Ist das Pferd verletzt, lade deine Nachbarn zum Essen ein. Ist es unverletzt, verkaufe es an den nächsten Landfremden, der vorbeikommt. Helme kann man umdengeln und Blumentöpfe draus machen; Frauen lieben sie. Kettenhemden schneidet man in kleine rechteckige Stücke und benutzt sie als Topfkratzer. Die Kleidung gib an den Schneider zurück, von der sie stammt, und laß dir die geleistete Anzahlung geben; ist aber meistens nicht viel. Das Schwert öle gut ein und verstecke es für den Tag der Revolution. Den Körper vergrabe am besten unter einer Erhöhung auf deinem Hof. Aber vorsichtig: Ab einer Gesamtfüllmenge von mehr als drei toten Rittern wirken Misthaufen unproportional groß und erregen den Verdacht der Nachbarn und der Kurie. Wildschweine sind ein Problem. Weiß da vielleicht einer von den Lesern eine Lösung? Vivat Kälberstrick! Dietrich uit´n Potte

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