Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Halbmondpfeilspitze / Seilschneider/ Darmreißer

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Eintrag #26 vom 24. Sep. 2003 09:08 UhrAndrew Van Ross Profil

nach oben / Zur ÜbersichtKette durchschlagen?

Daran glaueb ich ganz und gar nicht. Dieser Spitzentyp ist ja dadurch gekennzeichnet, dass dass die Energie des Pfeiles sich beim Aufprall zunächst auf zwei Spitzen verteilt - damit wird man einer Kettenrüstung wohl kaum etwas anhaben können.

Habe übrigens einen weiteren Vermerk vonLatham und Pateson gefunden, der besagt, dass diese Spitze zur Jagd auf Vögel im Flug eingesetzt wird bzw. wurde. Ich halte das durchaus für naheliegend:

Durch die Breite der Spitze ist die Wahrscheinlichkeit größer, das Tier zum Absturz zu brinegn, und nicht bloß das Gefieder zu durchschlagen. Trifft man dennoch nur die Federn, werden gleich Jede Menge davon herausgerissen. da sie aufgrund der Halbmondform in der scharfen Innen seite gebündelt werden. Mit einer breiten Schaufel- oder Rhombusförmigen Pfeilspitez wäre dieser letzte Effekt nicht möglich.

Grüße,
Andrew

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Eintrag #25 vom 24. Sep. 2003 07:48 UhrJoachim Meinicke Profil

nach oben / Zur ÜbersichtFräse oder was?

Du meinst, diese Pfeilspitze würde wie eine Art Fräse durch Kettenhemd und anschließend Körper dringen? Das halte ich gelinde gesagt für unwahrscheinlich. Wie viel U/min soll der Pfeil denn erreichen, um so eine Wirkung zu erzielen? Oder habe ich Dich falsch verstanden?

Es gab spezielle Pfeilspitzen für Kettenpanzer. Die sahen meines Wissens nach anders aus. Spitz (und fies). Die Ringe wurden so durchdrungen, wenn nicht gar gesprengt.

Gruß

Joachim

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Eintrag #24 vom 24. Sep. 2003 01:11 UhrArmin Köck Profil

nach oben / Zur ÜbersichtDarmreisser vs Kettenhemd

Hallo zusammen!

Ich könnte mir vorstellen, daß die Halbmondspitzen dazu gedacht waren einerseits ein Kettenhemd durchdringen zu können, aber andererseits auch einen Schaden zu verursachen wie ein Breitkopfpfeil welcher ein Kettenhemd nur "bedingt" überwinden konnte. Wie der "Traumschmied" schon erläuterte dreht sich der Pfeil im Flug, mit einem Halbmond könnte der Pfeil ein Kettenhemd durchdringen (weil sein Kopf ja dünn ist), andererseits würde der Pfeil nachdem er das Kettenhemd passiert hat durch die Drehbewegung einen Schaden wie ein Breitkopfpfeil anrichten, oder?
Wer die Vergangenheit nicht ehrt hat die Zukunft nicht verdient!

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Eintrag #23 vom 16. Sep. 2003 16:37 UhrStephen Pajer Profil

nach oben / Zur Übersichthalbmondspitzen

Für sinnvoll halte ich die Verwendung dieser Spitzen hauptsächlich im Kampf gegen Reiterei. Die breite Spitze reißt eine nicht sehr tiefe, aber sehr schmerzhafte Wunde, die Pferde aufgrund der Schockwirkung und des Blutverlustes schnell kampfunfähig macht, bzw das Pferd aufgrund des verursachten Schmerzes, der durch die Größe der Wunde viel stärker spürbar ist als der einer punktierenden Spitze, einfach die Nerven wegschmeißt und innerhalb der eigenen Reihen zu randalieren beginnt -> eine nicht unerhebliche Gefahr für Die eigenen Leute, abgesehen vom Reiter, der auf besagtem Pferd sitzt.

Aber das ist auch nur eine Interpretation.

Viel Spaß beim Weiterraten,

Stephen
Wilhem der Widerling - www.11chor.at

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Eintrag #22 vom 25. Aug. 2003 12:28 UhrOliver Kubik Profil

nach oben / Zur ÜbersichtSysthematik

Nachtrag zu einem Post.

Die Typisierung der Pfeilspitzen wurde vom Museum of London vorgenommen. Die Bezeichungen haben sich dann so durchgesetzt !

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Eintrag #21 vom 08. Aug. 2003 15:02 Uhr Email

nach oben / Zur ÜbersichtHalbmondförmige Spitzen

Zur Verwendung breiter halbmondförmiger Spitzen als Jagdspitzen speziell für die Rotwildjagd (!) existieren authentische Bildquellen aus der Zeit Kaiser Maximilians I.

Ich möchte mir erlauben, in diesem Zusammenhang auf einen demnächst erscheinenden Aufsatz mit dem Titel "Maximilian I. von Habsburg - Kaiser, Ritter, Bogenschütze" in H. 29 der Zeitschrift "Traditionell Bogenschießen" hinzuweisen. (erscheint Ende August)
Viele Grüße! Holger Riesch

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Eintrag #19 vom 31. Jul. 2003 17:29 UhrArno Eckhardt Profil

nach oben / Zur ÜbersichtPeters Argumente...

...halte ich für einleuchtend.

Hinzu käme noch die von mir bereits angesprochene, sog. "Schockwirkung": Beim Schlagen derart massiver Wunden mit dem breitköpfigen Pfeil erleiden viele Tiere und mitunter auch Menschen schlicht und ergreifend den Tod durch den massiven Schock, der dadurch ausgelöst wird. Das hat zur Folge, das beide nicht mehr weit kommen nach einem Treffer. Und das ist vor allem bei der Jagd erwünscht.

Noch heute werden oft "fiese" Teilmantelgeschosse verwendet, eben wegen der hohen Schockwirkung der sich aufspreitzenden Projektilspitze.
Euer Arno

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Eintrag #18 vom 31. Jul. 2003 15:36 UhrTimm Esemann Profil

nach oben / Zur ÜbersichtBruchgefahr

Moin,
die These mit dem einfachen Wiederfinden halte ich für unwahrscheinlich.
Durch die breite Spitze ist die Bruchgefahr um ein vielfaches höher, denn wenn der Pfeil nur mit einem 'Flügel' an einem Ast hängen bleibt, bricht er mit recht hoher Wahrscheinlichkeit. Das wiederrum dürfte für den Schützen kaum von Interesse sein.
Pax, Timm

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Eintrag #17 vom 31. Jul. 2003 13:41 UhrPeter Eisenschmidt Profil

nach oben / Zur ÜbersichtAnderer Vorschlag ...

Ich hab mal gehört, dass solche Pfeilspitzen auch "Sehnenschneider" etc. genannt werden. ERscheint mir einleuchtend. Eine breite Schneide erhöht die Chance, dass der getroffene keinen Durchschuss erleidet, sondern die Spitze Sehnen und Muskeln durchtrennt. Der Getroffene (egal ob Mensch oder Tier) wird "immobilisiert". Bei einem "normalen" Durchschuss (beinhaltet auch ein "Steckenbleiben" des PFeils) könnte das Opfer eventuell trotzdem flüchten. Gerade bei größerem Wild ist das vielleicht entscheidend. Was bringt mir das Vieh, wenn es noch zwei Kilometer rennen kann, bevor es umkippt!

Gruß
P.
.......

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Eintrag #16 vom 30. Jul. 2003 22:37 UhrHarald Sill Profil

nach oben / Zur ÜbersichtUm Die Ecke

Hi Dirk.

Ich denke Du bist es.
Der Sinn eines Pfeiles ist es zu treffen, nicht umgekeht. Von daher wird das Aussehen des Pfeils zweckgebunden ausgerichtet auf das primäre Ziel.
Klar geht auch mal ein Pfeil vorbei. Aber Du wirst nicht schießen wenn Du denkst der Pfeil geht vorbei und deshalb den Pfeil so bauen dass Du ihn gut wiederfindest.
Das dürfte IMO billigend in Kauf genommen worden sein.

gute Tage
Harwalt von Biberach FRB und sine temporis

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Eintrag #15 vom 30. Jul. 2003 21:15 UhrDirk Zelmer Profil

nach oben / Zur Übersichtsichelspitze

Hallo Leute,
ihr denkt irgentwie um die ecke (oder bin ich es?).
ich denke es ist einfach ein jagdpfeil,
duch die halbmond-spitze dringt er nicht so weit in das unterholz vor(bei fehlschuss) und man kann ihn leichter wiederfinden. man muss bedenken nicht nur heute sind pfeile teuer auch damals :)
mit freundlichen grüssen aus dem teutoburgerwald

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Eintrag #14 vom 29. Jul. 2003 18:49 UhrOliver Kubik Profil

nach oben / Zur ÜbersichtDas wird schwer

Das mit dem Robin Sport katalog wird schwer !
Die haben nämlich Ihr Geschäft aufgegeben.
Ein bisschen o.T. aber bevor sich einer nen Wolf mailt :-)
Oliver

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Eintrag #13 vom 29. Jul. 2003 18:46 UhrArno Eckhardt Profil

nach oben / Zur ÜbersichtVögeln ;-)

Hallo Ihr

Also, das Argument mit dem Gefieder von Vögeln scheint mir plausibel. bei Schiffen ist die Sache sehr schwierig, wie Hadu ganz richtig erkannt hat. Hier würde ich auch eher, wie schon gesagt, Pfeile mit breiten Spitzen "normaler" Form verwenden.

Bitte vergesst aber nicht, das es auch bei der hier besprochenen Spitzenform verschiedene Typen gibt!

Die Nummer mit dem "Darmzerreißer" Stammt aus dem asiatischen Raum (siehe "Robin Sport" Katalog, wer noch einen hat). Diese Spitze mag tatsächlich dafür gemacht sein, ist aber nicht besonders breit, etwa wie manche europäische Typen, um die es hier ja wohl eher geht.

Für mich ist noch immer kein Sinn in der Verwendung der "Halbmondspitze" im kriegerischen Zusammenhang gegeben.

Wer hat noch Ideen dazu?
Euer Arno

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Eintrag #12 vom 29. Jul. 2003 17:09 UhrOliver Kubik Profil

nach oben / Zur ÜbersichtSysthematik

Ja die scheint es zu geben.
Die meiste Literátur ( englisch ) die ich habe klassifiziert die Pfeilspitzen nach Typ.
Ich meine diese Typeneinteilung kommt von den Mary Rose Funden,bin aber nicht 100 % sicher.
Ich habe des öfteren mit verschiedenen Mussen in England gemailt. Diese Bezeichnung wurde durchgängig benutzt.
Oliver

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Eintrag #11 vom 29. Jul. 2003 15:29 UhrSascha Klauss Profil

nach oben / Zur ÜbersichtDanke

Gibt es dazu eine Systematik?
sascha.klauss.bei.t-online.de

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Eintrag #10 vom 29. Jul. 2003 15:20 UhrOliver Kubik Profil

nach oben / Zur ÜbersichtTypen

Sorry
Typ 8 ist der Bodkin
Typ 16 ein Barbed Broadhead ( Spitze mit engen Widerhaken)
Oliver

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Eintrag #9 vom 29. Jul. 2003 14:42 UhrSascha Klauss Profil

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Typ 8 und 16?
Was ist das?
Um Kleinwild zu schießen sind mir auch noch die stumpfen Holzbolzen bekannt.
Die erschlagen und durchdringen nicht.
sascha.klauss.bei.t-online.de

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Eintrag #8 vom 29. Jul. 2003 14:27 UhrOliver Kubik Profil

nach oben / Zur ÜbersichtTja

Mit der Vogeljagd glaube ich auch ich nicht so richtig. da gibt es ja eine Menge Spitzen die heute noch im Gebrauch sind, aber keine ähnelt diser Halbmondspitze.
Und um auf Menschen zu schießen haben sich die Spitzen vom TYp 8 und Typ 16 ja bestens bewährt.
Zur Jagd auf Wild benutzt man auch heute noch Blattspitzen.

Vieleicht gint es paralellen im Asiatischen Bereich ?
Oliver

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Eintrag #7 vom 29. Jul. 2003 12:27 UhrRanes Haduwolff Profil

nach oben / Zur Übersicht...auch mehrere...

Grüß Euch,

Ivain, auch ganz viele Bogner können nicht die technische Beweglichkeit eines Schiffes so einschränken. Was das Segel angeht, so meinte ich das bei sehr starkem Winddruck, ansonsten ist das Tuch so fest, daß da nichts reisst.

Es gibt für Bogner nur zwei Möglichkeiten, auf ein Schiff einzuwirken:

1. Der Beschuss der Mannschaft. Das hat gewirkt, von Sluis bis zur Armada. Alle Bewegungen auf einem ungeschüzten Schiffseck bei Pfeilhagel...naja.

2. Der Beschuß mit Brandpfeilen. Der einzige wirkliche Feind eines Schiffes ist das Feuer, selbst heute noch. Auf der einen Seite Unmengen von zundertrockenem Holz, Teer, Öl, Hanf und Tuch, auf der anderen Seite ein enger, geschlossener Raum mit Zuluftlöchern...ja, auf dem Wasser ist Feuer der Feind.

Wird das ein Thread über Seekampf? Dann kommen noch die kleinen Wurfmaschinen, Rammsporne, Feuertöpfe, Krähenfüsse, Schmierseife und die ersten Kanonen ins Spiel, die anscheindend schon im 13. Jhdt. auf genuesischen Galeeren montiert waren...
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #6 vom 29. Jul. 2003 12:04 UhrAlexander Klenner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtEin Bogenschütze ?

Wieso nur einer ?

Wieviele Bogenschützen hatte ein Kriegsschiff im Mittelalter an Bord ?
Welche Schußfrequenz hatten diese ?

Ich denke schon, daß man da bei gezielten Beschuß - des Segels, nicht der Takelage - auf Werte kommt, die beim Entermanöver das gegnerische Schiff vielleicht nicht ganz lahmlegen aber doch deutlich handycappen können.

Und sei es nur um selbst zu fliehen oder es einzuholen.
Gruß, Ivain

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