Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Seile, Stricke, Taue

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Eintrag #10 vom 10. Mrz. 2004 17:08 UhrHarald Sill Profil

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Hm, Hanf gammelt schon leichter, gerade wenn er feucht wird.
Jetzt ist die Frage wie sinnvoll es ist ein Hanfseil zu imprägnieren wenn dadurch die Zunahme der Festigkeit vermutlich wegfällt.

Gute Tage
Harwalt von Biberach

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Eintrag #9 vom 10. Mrz. 2004 14:28 UhrDavid Seidlitz Profil

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Hallo,

ein weiterer Vorteil von Hanf (insbesondere für Schiffstaue) ist, daß diese Faser im nassen Zustand an Festigkeit gewinnt.

Gruß,
David
familia ministerialis

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Eintrag #8 vom 10. Mrz. 2004 12:24 UhrWolfgang Weber Email

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In der Zeitschirft CIBA-GEIGY RUNDSCHAU Heft 1971/1 ist ein Beitrag von Wolfgang Weber über Seile und SEILEREIMASCHINEN.
Darin wird auf Material, Seilstärke und Herstellung von Seilen in Ägypten hingewisen
Traité de la Fabrikque des Manoeuvres von Du Hamel du Monceau, Pari 1749 beschreibt den Anbeu von Hanf, die Herstellung von Seilen und deren Prüfung. Das Buch hat ca 450 Seiten. Am Schluss ist ein alphabetisches Verzeichnis der Fachausdrücke angeführt.
In der Zeitschrift "Bergknappe 23(1999)4 S. 19 und spätere Hefte berichtet Wolfgang Weber über die Herstellung und Festigkeiten von Hanfförderseilen im 18. Jahrhundert.

Gruss Weber
weber

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Eintrag #7 vom 11. Aug. 2003 10:44 UhrMartin Opitz Profil

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Hallo Ilja,

wäre schön wenn du noch etwas dazu findest.

Aus dem unten erwähnten Artikel läßt sich ablesen das in Haithabu und Schleswig kein Hanf während des 9.-13. Jhs. nachweisen läßt. Allerdings _kann_ die Ursache dafür die leichtere Zersetzbarkeit von Hanf gegenüber anderen Materialien (wie z.B. Bast) sein. Also nichts genaues weiß man nicht.

Grüße

Martin

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Eintrag #6 vom 06. Aug. 2003 14:14 UhrIlja Ausner Profil

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Hallo Martin,
Du hast recht: ich habe eigentlich nur von Hanf als Seilmaterial geschrieben. Der Grund dafür ist, dass die von mir verwendete Literatur sich hauptsächlich mit der Herstellung von Schiffstauwerk befasst und hier wohl in der Regel Hanf benutzt wurde, da es sehr beständig gegenüber Wasser und sehr reißfest ist.
Wie aber auch im Artikel steht, können Seile aus beliebigen Fasern (insbesondere Pflanzenfasern) hergestellt werden. Außerdem gilt, je länger die Faser, desto reißfester das Seil. Wenn ein Seiler nun gerade keinen Hanf zur Verfügung hat, nimmt er halt Bast oder etwas ähnliches (aber bitte kein Sisal oder Kokos verwenden, das wächst hier nämlich nicht :-)
Aber vielleicht sollte ich wirklich noch mehr zu den möglichen Rohstoffen in dem Artikel schreiben. Danke für den Hinweis.
Grüße aus Berlin vom Ilja

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Eintrag #5 vom 29. Jul. 2003 10:28 UhrRuth Hirschberg Profil

nach oben / Zur ÜbersichtHanf und Bast

Hallo Martin,

die Seilherstellung ist ja eigentlich das Recherchegebiet von unserem Ilja, der ist allerdings zur Zeit nicht erreichbar, deshalb vorerst schon einmal diese Antwort von mir als Seilerei-Laiin:

Der abgebildete regionale Fund ist tatsächlich ein Baststrick.

Auch mir ist schon aufgefallen, daß im archäologischen Fundmaterial häufig Bast vorkommt.

Wie Ilja aber am Ende seines Artikels expizit schreibt, ist Literatur über das mittelalterliche Seilerhandwerk nur schwer zu finden - und konzentriert sich interessanterweise eben auf Hanf als Rohmaterial (was meiner Meinung nach vielleicht daher rühren könnte, daß die meisten Autoren eigentlich über die post-mittelalterliche Seilherstellung sprechen).

Ilja wird sich zu diesem Thema bestimmt auch noch einmal zu Wort melden.

Ruth

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Eintrag #4 vom 29. Jul. 2003 06:39 UhrMartin Opitz Profil

nach oben / Zur ÜbersichtBast

Hallo,

wichtiges Material war auch Bast.

Von den in Schleswig gefundenen Seilen und Tauen des 11.-14. Jhs. waren 77% aus Eichenbast, 10,5 % aus Ulmenbast.
Weitere 9,9% waren aus Tierhaar (Wolle, Roßhaar).

Quelle: U. Körber-Grohne; Botanische Untersuchungen am mittelalterlichen Tauwerk aus Schleswig; in: Ausgrabungen in Schleswig, Berichte und Studien 7, Das arch. Fundmaterial I; Wachholtz-Verlag; Neumünster; 1989

Ruth: In eurem Artikel ist eine Abbildung von, lt. Bildunterschrift, Baststricken. Im Text geht ihr aber nur auf das Material Hanf ein?!


Grüße

Martin

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Eintrag #3 vom 28. Jul. 2003 20:28 UhrAndrew Van Ross Profil

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Wunderbar. Besten Dank.

Grüße,
Andrew

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Eintrag #2 vom 28. Jul. 2003 15:52 UhrRuth Hirschberg Profil

nach oben / Zur ÜbersichtGeschichte der Seilherstellung im MA

Hallo Andrew,

da verweise ich doch gerne auf folgenden Artikel:

www.brandenburg1260.de/seilerei.html

:-)

Ruth

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Eintrag #1 vom 28. Jul. 2003 14:50 UhrAndrew Van Ross Profil

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Hi zusammen,

Kennt jemand von Euch Funde von Seilen aus vor-indiustrieller Zeit? Aus welchen Materialien wurden diese hergestellt?

Grüße,
Andrew

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