Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Kampf oder Krampf ???

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Eintrag #122 vom 24. Sep. 2004 13:50 UhrBernd Ponath Profil

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Leider hab ich auch Feststellen müssen das Ehrlichkeit beim getroffen werden auch fehlt. Wenn mann sich auf Punkte einigt und der ander so tut als ob er nicht zählen kann ist das sowi so fürn Arsch

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Eintrag #121 vom 19. Sep. 2004 22:56 UhrIvo Malz (IMMS) Profil

nach oben / Zur ÜbersichtIst das nicht immer so...

...daß die Nachgeburten die Themen in den Sumpf reiten?;o)

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Eintrag #120 vom 19. Sep. 2004 22:38 UhrAlexander Klenner Profil

nach oben / Zur ÜbersichtFein...

Aaaaber:

Ein Satz, der garnicht fett genug sein kann, ist dieser:
"(It is tempting to use the description more realistic, but that is not appropriate. Realistic fighting must be something quite different to a sport practiced between friends.)"

Nachdem mir letztens Huscarl mal wieder als echte, realistische Kampfkunst verkauft werden sollte...
Gruß, Ivain

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Eintrag #119 vom 19. Sep. 2004 17:33 UhrIvo Malz (IMMS) Profil

nach oben / Zur ÜbersichtFalls noch jemand etwas von seinem Schulenglisch kann...

...vielleicht etwas Lektüre zum Drübernachdenken:

www.ask-vikingekampgruppe.dk/english10.html

Bitte ausnahmsweise mal gründlich lesen!

Gruß

Ivo

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Eintrag #118 vom 02. Sep. 2003 08:32 UhrSascha Klauss Profil

nach oben / Zur ÜbersichtFeld der Ehre.

Tja Joachim so ganz unrecht hast Du nicht.
Wenn ich von meiner Person und meiner Trainingspartner ausgehe, legen wir viel Wert auf Fairness!
Aber dieser Punkt ist recht dehnbar, auch kann das ganze ja nicht ohne persönlichen Ergeiz stattfinden.
Wo kämen wir hin, wenn es jedem piep egal wäre ob er einen Treffer abbekommt oder nicht. Nein ich will keinen Treffer abbekommen, deswegen übe ich doch!.. Was sich in Kleingrüppchen und Duellen als praktisch erwiesen hat, das der Treffer vom Getroffenen bestätigt wird.
Ist man sich nicht einig über Gültigkeit wird weiter gebolzt. Dies sollte aber eine Sache von Sekunden sein und nicht in einer Diskussion einmünden...Das geht oft , aber auch nicht immer gut, manchmal gewinnt auch nur der Überzeugtere...
Ein Bodycount oder ähnliches machen wir beim Training in der Regel nicht. Hier zählt nur die jetzige Aktion mit der Reaktion, neues Spiel, neues Glück. Was wir auch versuchen ist, wenn einer eine gute Aktion gemacht hat, diese im Zeitraffer zu wiederholen und ein paar mal zu üben, so das die Partner sich diese einprägen und lernen.
Klar das so ein freies Training kein Schlachtenreenactment ist, es ist Sport, wie Degenfechten oder Schach...
Aber es bildet die Grundlage eines möglichen Reenactment, wie das die Leute im 18. und 19.Jahrhundert wissen müssen, wie sie ihr Gewehr zu laden haben.
Ob man nun was nach empfindet oder ein Geländespiel machen will häng dann vom Ort und Situation ab (ein historischer Ort oder nur "playing in the Woods")

P.S. Jeder gewinnt mal oder jeder verliert mal.
sascha.klauss.bei.t-online.de

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Eintrag #117 vom 02. Sep. 2003 08:00 UhrJoachim Meinicke Profil

nach oben / Zur Übersichtein Umdenken muß her - weg vom Ego, weg vom Zwei"kampf"

Ja, Mathias, genau darum geht es: Interessiert mich vor allem die möglichst genaue hist. Umsetzung oder geht es mir vor allem darum, mich mit anderen im Zweikampf zu messen.

Beides kann Spaß machen.

ABER

Beides paßt nicht wirklich zusammen.

Ich kann mich da nur wiederholen. Schaut Euch mal eine Schlacht 18. oder 19. Jh. an. Den Leuten dort geht es nicht darum, sich zu messen, sondern ein realistisches Bild abzuliefern. Ich habe reichlich Filmmaterial in Großbeeren durch meine Nizo gejagt und bin mit dem Tele sehr nah rangekommen. Aber ich habe nirgends eine Szene aufgenommen, wo Leute teilnahmslos rumstanden. Alle waren voll im Geschehen integriert. Und alle sahen sie aus, als wären sie voll im Geschehen abgetaucht. Ein Faktor, der mir (selber) in MA-Schlachten nie unterkam. Der Ehrgeiz in anderen Epochen liegt woanders. Denn es gewinnt dort der, der eine bessere Figur in der Schlacht macht, nicht der, der möglichst viele "umschießt" oder mit dem Bajonett "aufspießt". Oder seht ihr die Leute dort mit Farbmarkierungswaffen hantieren??? Denkt mal (bitte) darüber nach!

Ich weiß nicht, warum im MA jeder immer ein Held sein muß. Ich hole mir meine Erfolgserlebnisse lieber jenseits woanders.

Wenn ihr von diesem GEWINNEN-Denken wegkommt, wäre dieses ganze Punktsystem unnötig. Man könnte in der Schlacht versuchen gute (realistische) Treffer zu landen und sich daran erfreuen.

Ich persönlich habe immer gewußt, wann mein Gegenüber tot gewesen wäre. Und wenn er halt nicht sterben wollte, was soll´s? Dann habe ich es ihm nach dem Kampf in Ruhe erklärt, wo mein Ort sich befunden hatte.

Ich erinnere mich auch an so einen Wikinger, der von diesen 3 Trefferpunkten anfing und sich unbedingt mit mir hauen wollte. Da habe ich ihm kurz hintereinander 3 Hiebe auf den Arm gesetzt, habe mich umgedreht und bin gegangen. Lächerlich. Aber was hat man nicht alles schon für Quatsch in seiner Jugend gemacht.

Also noch mal. Ein Umdenken muß her, sonst wird das so oder so nichts. Solange Ego wichtiger als Historie ist, wird sich NICHTS ändern. Was einigen ja ganz recht ist...

Joachim

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Eintrag #116 vom 13. Aug. 2003 17:04 UhrMathias Ullrich Profil

nach oben / Zur Übersicht"Spasmus sein " oder wieso krampfen/kämpfen wir...

...das ist die Frage, die wir uns stellen sollten: Will ich eine historische Darstellung machen?...oder historisierenden Kampfsport betreiben?...oder unabhängig von der Darstellung historische Kampfkünste studieren? ...oder...

Und daraus resultieren auch die verschiedenen Herangehensweisen (und auch wo die individuellen Grenzen liegen, siehe entsprechnder Thread), die sich herauskristallisiert haben.
Ich habe lange Sportfechten gemacht, ein paar Jahre Kendo, mache seit 10 Jahren historisierendes kompetitives "Schlachtenkämpfen" nach den "international rules", habe mit der SCA gekämpt (heavy + light combat) und bin inzwischen beim Huscarl und beim wirklich historischem Fechten mit www.schwertkampf-Ochs.de nach den alten Fechtbüchern gelandet. (Diese Odysee hat ihren Grund in der Suche nach den Wurzeln und dem was dahintersteckt...).
Letzteres ist zwar das einzige davon, das den Namen historisch wirklich verdient, jedoch hat es mit historischer Darstellung grundsätzlich nichts zu tun und hier steckt der sportliche Aspekt mit Sparing und Anwendung der studierten Techniken immer noch in den Kinderschuhen.
Das Auge kämpft schließlich mit: Huscarl dagegen bietet das entsprechende "Ambiente", da im sichtbaren Bereich lediglich h.c. Ausrüstung benutzt wird und mit Stahl gekämpft wird. Es zählen nur Treffer die dem Gegner wirklich ernsthaften Schaden zugefügt hätten und der ganze Körper außer dem Gesicht ist Trefferfläche. Auch wenn es mit dieser Reglementierung ein gutes Stück vom Realismus abweicht (das Gesicht wäre schließlch eines der Primärziele im realen Kampf, aber wir wollen uns ja nicht wirklich umbringen, sondern nur so tun ;-)), denke ich, daß es noch am ehesten einen Eindruck vom Kampf annodazumal bieten kann.
Ganz im Gegensatz zum völlig unbefriedigenden "Tippitappi" (der Begriff stammt übrigens nicht von Hadu) oder "Wapka" (=Fliegenklatsche), wie es unter Eingeweihten heißt. Für Gruppenkämpfe/Gefechts-Reenactments ist es aber momentan das einzig verfügbare System, aus der internationalen "Wikingerszene" entsprungen und inzwischen vom deutschen HMA/"Gesamt"-MA adaptiert und persifliert. Aber was für Leute mit Rundschilden funktioniert, funktioniert für Klotürträger halt nicht wirklich. (Wobei wir noch bei einem anderen Thema wären: es funktioniert einfach nicht, verschiedene Epochen zu mischen, weder bei der historischen Darstellung noch beim historisierenden Kampfsport!)
Bei so Hochgerüsteten wäre zum Beispiel eine erweiterete Trefferzone ggf. inklusive behelmten Kopf überlegenswert. Tendenzen zu einer ohne Einbußen an Sicherheit funktionierenden erweiterten Trefferzone auch in Gefechten bestehen auch im FMA (siehe auch Beitrag NR. 111 von Hermann), damit man u.a. endlich von diesen lächerlich wirkenden Umarmungen und anderen Absurditäten wegkommt.
Auch ein choreographiertes Schlachtenreenactment unter den Einsatz von vielen Pferden wie im vielgerühmten und retrograd glorifizierten Hastings 1995 bzw. 2000 hilft da nicht wirklich weiter: Ich habe verschiedene Videos davon hier und auch wenn einige gute Szenen dabei sind, die einen guten Eindruck vermitteln mögen, wirkt es über weite Strecken doch eher lächerlich, v.a. wenn die Leute nicht so agieren (z.B. rumstehen), wie es der Situation nicht angemessen wäre.
Gerade auch der Einsatz von Pferden ist hier problematisch, da besonders ein Reiterkampf nicht darstellbar ist (ein Grund, weswegen wir beim Projekt Lechfeldschlacht 2005 auf das eigentlich Schlachtenreeanctment verzichten müssen).

Fazit: Vermischt nicht Äpfel mit Birnen, betreibt keinen Etikettenschwindel, trainiert fleißig mit nicht zu schweren Waffen (Masse muß nunmal abgestoppt werden können), so daß man bald mal ohne Einschränkungen der Sicherheit unter Berücksichtigung der Rüstung eine erweiterte Trefferzonenregelung in Angriff nehmen kann...

P.S.: Am 1./2. November in Bayreuth beim OCHS-Seminar wollen wir auch Huscarl bzw. Sparingsysteme vorstellen.
Matzurkion

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Eintrag #115 vom 13. Aug. 2003 12:27 UhrTorsten Schneyer Profil

nach oben / Zur ÜbersichtUnser Sparringsystem.

Tach, dachte, ich gebe vielleicht auch mal meinen Senf dazu.

Wir beim Zornhau-historische Fechtkunst e.V. betreiben schon seid geraumer Zeit etwas härteren Freikampf, der uns dazu dient, die historisch belegten Tehchniken der Fechtbücher möglichst realitätsnah anzuwenden.
Erlaubt sind bei uns Schläge und Sicher überall hin, durchaus auch mal etwas fester. Wir fechten beim Sparring fast alle Techniken aus Meyers Fechtbuch, auch die Meisterhäue, wir fechten Ringecks Halbschwert-Techniken und wir laufen auch ein und ringen.

Hat hier schonmal jemand beim Sparren dem Trainingspartner ins Gesicht gestochen, ihn dann unterlaufen und geworfen? Macht wirklich Spaß! :o))))
Das geht natürlich nicht mit Stahlschwertern.
Als Rüstung dienen uns Fechtmaske, Halskrause, langer Gambeson, dicke Handschuhe, Tiefschutz und im Idealfall noch zusätzlicher Gelenkschutz.

Als Waffensimulation benutzen wir (teilweise modifiszierte) Kendo-Shinais. Diese haben den Nachteil des geringeren Gewichtes. Im Gegensatz zur Landläufigen Meinung sind sie jedoch dennoch sehr gut zum Sparring im europähischen Fechten geeignet. Das Fehlen des Kreuzez fällt kaum ins Gewicht, alle Halbschwert-Techniken (Außer das Reißen mit dem Kreuz am Knie) lassen sich auch mit dem Tsuba fechten. Wenn die Fechter diszipliniert sind und nicht wild rumfuchteln, verändertauch das geringere Gewicht kaum das Kampfverhalten. Vor allem sind Shinais SICHER und man kann wirklich sehr hart zuschlagen, ohne den gerüsteten Gegner zu gefährden.

Unser Freikampfsystem versteht sich *nicht* als für den MA-Markt oder das Reanactment geeignet, sondern als Simulation, um historische Techniken realistisch und gleichzeitig sicher im Kampf zu testen.
Zornhau, historische Fechtkunst www.zornhau.de

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Eintrag #114 vom 12. Aug. 2003 14:42 UhrJörg Bellinghausen Profil

nach oben / Zur ÜbersichtIndy...

...ich befasse mich zwar mehr oder weniger ausschließlich mit Einzelkampf-/Duell-orientierten Systemen ohne Rüstung, aber wenn Du mir einen Gambeson leien könntest stünde einem Hau(s)besuch nichts im Wege, zumal Du ja mittlerweile in der Zivilisation wohnst ;-)

Oder komm am ersten November nach Bayreuth zu unserem Event, da finden sich sicherlich noch mehr potentielle Tester.

Alles weitere können wir -Interesse vorausgesetzt- per E-Mail klären.

Gruß
Jörg

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Eintrag #113 vom 12. Aug. 2003 13:03 UhrAnnette Imort Profil

nach oben / Zur Übersicht@Indy

Ich habe deinen Ausssagen nichts hinzuzufügen.

OK, lass uns mal was anderes ausprobiern. Svart und die anderen kollegen sind sicherlich auch dabei. Es wird im moment ne menge experimentiert.
Wir haben schon schlachten mit unterarmen drin gekämpft (übrigens gegen russen) und die sache ist gut gelaufen.
Mir schwebt so was wie housecarl ohne schwere panzerung vor. Es müsste eigentlich möglich sein, daß sichere Tippi-Tappi-Kämpfer einen realistischen kämpfstil entwickeln der noch hinlänglich sicher ist.

Grüsse von Hermann - besonders an die bayrische botschaft in köln.

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Eintrag #112 vom 12. Aug. 2003 08:43 UhrAndreas Riegel Profil

nach oben / Zur ÜbersichtDurchwachsen aber Nahrhaft

finde ich diesen Thread in vielerlei Hinsicht.

Offenbart er doch alle möglichen Ansichten:

- wie wirkt "unser" Kampfstil nach außen
(Lutz, Joachim, Wolfgang und Jörg haben das ja mehr oder weniger direkt kund getan - etwas, was uns allen bewußt sein sollte, vielen nicht schmeckt, aber im Prinzip unvermeidbar ist: Freischlachten können nicht gleichzeitig sicher und realistisch sein)
- welche "heiligen Kühe" gibt es in den Reihen der Mitstreiter
(hier sehe ich die "Grabenkämpfe" der letzten Jahre sehr anschaulich reflektiert - zu leichte Schwerter, TippiTappi, Rüstungspunkte, Ritter ohne Hotte, Trainingsstand, etc.)
- welche Systeme gibt es noch "das draußen"
(Danke vor allem an Thorsten für die Infos zu SCA, Mele's Aufsatz, den dilletanten, etc. - viele Anregungen und Einblicke)

Daß diese Diskussion so oft aneinander vorbei geführt wird, sich in Schleifen wiederholt und jeder irgendwie bestimmte "unbequeme" Aspekte aus anderen Lagern konsequent ignoriert, zeigt doch, daß es Willen zur Veränderung gibt - Kompromiß (und Testen) tut Not!

Ich für meinen Teil wäre jederzeit bereit, z.B. das "Mele-System" mal in verschiedenen Konstellationen auszuprobieren - mit allen Variationen (gerne auch mit Polsterwaffen und Kopftreffern).
Dazu möchte ich nochmal die 5 Forderungen von Mele in Erinnerung rufen (bes. 1, 3 und 5 finde ich sehr wichtig):

1. Provide for a diversity of weapons and armour to be used by combatants.
2. Be realistic enough not to provide unrealistic benefits to certain weapon styles, yet simple enough to be easily remembered and used in the heat of battle.
3. Only acknowledge armour made of real, period materials, as being "armour", so that its use requires fighters to make realistic decisions of mobility vs. weight, and endure it's stress.
4. Be able to have the basic premises of its system stand up to the scrutiny of scholarly research, and practical archaeology, and then flexibly adapt to new findings.
5. Deviate from the historical model only in the interests of safety (such as bar grills on open-faced helmets), and to only use pieces of a-historical armour (padding) as safety-gear, rather than to provide additional, unrealistic benefits.

Wie isset? Wer testet mit? Schaffen wir es, Druckluftegos zu entlüften und heilige Kühe zu schlachten?

Der "codex belli" als kleinster gemeinsamer Nenner steht auf dem Prüfstand - entweder wir lassen alles so, wie es ist und leben mit einem funktionierenden System voller großer Kompromisse, oder wir einigen uns mit einer großen Basis auf Erweiterungen, hinter denen dann alle stehen und die vielleicht dazu beitragen können, daß wir unseren Spaß haben können ohne "Gruppenkuscheln in Dosen" und allzu viel TippiTappi.

"Historisch" wird's dadurch sicher nicht, aber vielleicht ansehnlicher, interessanter und - wer weiß - vielleicht sogar ETWAS realistischer...

Gruß,
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #111 vom 12. Aug. 2003 08:18 UhrManfred Langheinrich Profil

nach oben / Zur ÜbersichtBeifall

Moin,

@Jörg

Du hast es gelassen ausgesprochen...aber völlig Recht!

Es ging mir um eine Verbesserung des bisherigen und nicht darum, wie falsch das ja eh ist ,was wir so treiben!
Deshalb......


P.S.


zum Thema forschen...

25% Bilderauswertung (Handschriften,Miniaturen)
25% Textauswertung (Gesetzestexte,Klosterregeln,etc.)

50 % DENKEN !!!

Gruss
Manni (Ausrüstungs(er)finder)
Seigneur Henri de Belleme

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Eintrag #110 vom 12. Aug. 2003 00:08 UhrSascha Klauss Profil

nach oben / Zur ÜbersichtPositiv

So sieht mein Fazit bis jetzt aus.
Auch wenn es hier ab und an droht abzudriften sind mir doch einige Anregungen untergekommen und es bleibt einiges auszuprobieren.
So habe ich Lust bekommen mal SCA zu machen. Dank an Thorsten für den Link. Der Aufsatz, den Hadu verlinkt hat kann man größten Teils zustimmen.Ich denke man kann das neue System mal antesten, schauen was dabei rauskommt.
Ach ja bei unserem Training konnte ich heute so ein paar Leute von der Effizenz der Langwaffe überzeugen und wir werden wohl verstärkt in der Richtung üben. Ich hoffe hier kommt auch noch ein wenig zusammen. Ich bin gerne bereit mir noch ein paar Vorschläge anzuhören, denn ein Experte bin ich leider noch nicht, auch noch kein Meister ;-)

Gruß

Sascha
sascha.klauss.bei.t-online.de

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Eintrag #109 vom 11. Aug. 2003 21:46 UhrJörg Bellinghausen Profil

nach oben / Zur ÜbersichtTja Wolfgang...

...mit Deinem Beitrag hast Du nicht gerade mitgeholfen, das Diskussions-Niveau hoch und das Testosteron-Niveau niedrig zu halten.

Aber tröste Dich, damit bist Du in diesem Thread in ziemlich guter Gesellschaft.

Eigentlich wollte ich mich hier raushalten, aber irgendwie geht das nicht.

Kurz gesagt: Leute, ich versteh'Euch nicht.

Manni's Kernfrage zielte -so wie ich sie verstanden habe- darauf, eine Diskussion um den mittlerweile in der 'Szene' gepflegten Kampfstil und mögliche Verbesserungen desselben zu entfachen.

Im Verlauf des Threads wurde mal wieder die alte 'Authentiker vs. irgenwen'- Schlammschlacht geschlagen, Seitenhiebe in diverse Richtungen ausgeteilt, gesundes Halbwissen zu Markte getragen und einfach ungezielt mit großem Kaliber immer feste draufgekloppt.

(@Walter: Schon mal darüber Gedanken gemacht, ob es sinnhaft ist von jemand einen Krumphau oder einen Ochsen zu verlangen, *in dessen Darstellungs-Zeit und -Ort es diese Fechtweise überhaupt nicht gab*?)

Aber wirklich viel *diskutiert* wurde in den bislang 105 Einträgen hier gerade nicht.

Was mich wundert, Hadu stellt hier einen Link rein, den Thorsten dankenswerterweise auseinander klamüsert und erläutert, aber die Reaktion ist gleich Null. Stattdessen wird das Zumachen des Threads verlangt.

Nichts, keine Nachfragen, keine Gegenargumente, nada, zero, null.

Irgendwie läuft das ganze hier nicht so, wie man es anhand der ursprünglichen Fragestellung erwarten sollte.

Fast scheint es mir als führten einige hier diese Debatte (die eigentlich keine ist) nach dem Motto 'Jeder will authentische Darstellung, nur keiner will was anders machen als bisher.'

Was ich persönlich höchst bedauerlich finde (denn man *könnte* viel, viel mehr machen), aber in beeindruckender Weise einen Einblick in den mentalen Überbau der 'Szene' gibt.
Jörg

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Eintrag #108 vom 11. Aug. 2003 21:13 UhrRanes Haduwolff Profil

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Grüß Euch,

eben dieses, Thorsten.
miles roma ! miles imperator ! Euer Haduwolff

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Eintrag #107 vom 11. Aug. 2003 21:07 UhrWolfgang Ritter Profil

nach oben / Zur ÜbersichtMittelalter-K(r)ampf

Hallo alle miteinander,
irgendwie kommt es mir vor, als würde dieser Thread in einer Wiederholungsschleife laufen, wissen diejenigen, die ihn gestartet haben eigentlich noch, WAS sie wirklich wollen?

"Historische" Frei-Schlacht, aber bitte sicher und mit Treffersystem?
Das ist leider Unsinn, denn weder die Freischlachten, noch die A-Kartenprüfung (in Herzberg 2003), die ich als Zuschauer beobachtet habe, haben ansatzweise etwas mit dem sich aus mehr als 50 erhaltenen Manuskripten vom 13. bis Anfang des 17. Jhdts. ergebenden historischen Fechten gemein.
Fakt ist, in diesen Quellen (wißt ihr noch, was das ist?)sind EXPLIZIT und mit etwas Geduld ohne weiteres les- und lernbar verbürgte Techniken und Prinzipien des Fechtens mit Langschwert, Dussack, langem Messer, Schwert und Buckler, Ringen, Stangenwaffen, ungerüstetem Kampf und Harnischfechten, sogar bisweilen der Kampf zu Pferde dargestellt.
Selbstverständlich können diese Techniken nur zu einem Teil und mit großer Umsicht sowie langsam angewandt, bzw. trainiert werden, da sie eben lethal sind.
ABER genauso selbstverständlich wurden diese Techniken auch trainiert, sonst wären die vielen verbürgten Fechtschulen wohl eher kurzlebig gewesen!
Es wurde mit Holzwaffen und spätestens ab dem 16. Jhdt. mit sogenannten Federn trainiert, bestimmte Häue und Stiche waren im Training verboten, Fakt ist jedoch, dass TRAINIERT wurde, was mir bei den "Freischlachtlern" hier doch etwas im argen zu liegen scheint.

Das Material zum Studium und zur Disziplinierung ist da, es erfordert halt etwas mehr Geduld, als mannhaft mit dem Schwert aufs Schild zu klopfen, wahlweise "Odin", "St. Georg" oder von mir aus auch "Graf zu Rotz" zu brüllen und dann aufeinander einzudreschen!

Wenn Ihr Eure Schlachten sicher haben wollt UND historisch korrekt, dann muss jeder, der mitdengeln will geprüft wrden, wobei die A-Karte nur ein kleiner Anfang ist, der aber keineswegs ausreicht.
Wenn mir jemand erzählt, "isch mach' Schwertkampf" und der Betreffende ist nicht einmal in der Lage, mir die Hut des Ochsen oder einen Krumphau zu zeigen, dann ist es vielleicht eine gute Kevin Costner/Alan Rickman Kopie, aber kein historisches Fechten (Vertreter der italienischen Schule können hier entsprechende Begriffe aus den italienischen Manuskripten einsetzen)PUNKT!!!!!

Stattdessen wird "höheres Gewicht" der Waffen gefordert, UAGGHHH!!!
Da wird genau das Riddää und Burgfollein Middelaldää Bild transportiert, dem sich hier doch angeblich keiner unterwerfen will.
Da schau ich mir doch lieber irgendeine Tschechen-Gruppe an, da ist zwar auch nichts historisch, aber das wird wenigstens mit Tempo durchgezogen, weil's von vorne bis hinten choreographiert ist!

Wenn Ihr schon - was ich, bzw. das Kind im Manne durchaus nachvollziehbar finde - einfach dengeln wollt, dann sind hier durchaus sinnvolle Anregungen gemacht worden - siehe hier die Verweise durch Thorsten Piepenbrink auf das SCA-Reglement - ABER, nennt das, was momentan läuft weder historische Schlachtdarstellung, noch historisches Fechten, denn mit beidem hat es nichts zu tun. Und erzählt auch bitte nicht dem Publiku, es würde Zeuge einer historischen Fechterei.

Wir betreiben im Verein die Rekonstruktion der historischen Kampfkünste mit genau demselben Ernst, mit dem hier andernorts historische Schnitte genäht oder historische Handwerksarbeiten erforscht und nachempfunden werden.
Insofern empfinde ich diesen ganzen Thread als ziemliches Begriffstohuwabohu.

Entweder stellt Ihr für das Publikum eine historische Schlacht mit genau choreographiertem Ablauf dar - siehe Civil War Reenactment - oder Ihr kämpft "frei" und nennt es dann aber maximal historisierendes Sparring und seid Euch auch nicht zu schade, Anregungen aus dem ach so unhistorischen und kindischen LARP oder der SCA anzunehmen, denn ich würde auch nicht mit Stahl einem mir nicht vertrauten Kämpfer gegenübertreten und dann denken, dass mein Gegenüber bestimmt austrainiert ist und kontrolliert mit der Waffe - denn um eine solche handelt es sich - umgehen kann.

In jedem Fall würde ich jedoch empfehlen, dass
a) das ganze ordentlich anhand der vorhandenen Belege trainiert wird,
b) etwas Taktik gepaukt wird, es gibt auch nicht sooo viele Kommandos für SpäMi-Geviert und auch ein Schildwall ist mit etwas Disziplin aufrechtzuerhalten, jedenfalls habe ich schon LARP-Schlachten erlebt, die insoweit "realistischer" rüberkamen, als das, was ich bis jetzt an Freischlachten in Freienfels, Herzberg oder sonstwo gesehen habe.

Allerdings kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige mit den bisherigen kampftechnischen "Näherungswerten" zufrieden sind, da der offensichtlich in erster Linie relevante Testosteron-Level auch jetzt schon in akzeptablem Maße gepuscht wird.....
Wolfgang, www.zornhau.de

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Eintrag #106 vom 11. Aug. 2003 19:51 UhrThorsten Piepenbrink Profil

nach oben / Zur Übersicht@ Carsten

Hallo Carsten,

Ich betreibe seit ca. 25 Jahren Kampfsport; Feld-, Wald- und Wiesenkämpfen in verschiedenen Systemen von SCA bis Larp seit 12 Jahren. Es stimmt, daß ich aus verschiedenen Gründen (primär weil es mich wegen der starken Restriktionen langweilt) bis dato nichts in Sachen "Freikampf", wie er von den meisten hier praktiziert wird, aktiv gemacht habe. Ich weiß nicht ob mich irgendwas zu einem Deiner "Experten" macht, doch denke ich, daß ich zumindest eine einigermaßen fundierte Meinung haben darf.

Ich muß zugeben, daß mich in der Zwischenzeit ärgert, daß ich mir die Mühe gemacht habe, ein Konzept vorzustellen, daß genau auf die Fragen, die Manni am Anfang gestellt hat eingeht und andererseits jeder Versuch einer konstruktiven Diskussion genau von den Leuten vereitelt wird, die in den Raum stellen, daß es keine Diskussion gibt.

Meinetwegen bratet weiter im eigenen Saft, ich klinke mich hier aus, würde mich aber freuen, wenn sich ein paar nicht diskussionsresistente Naturen mit mir dazu austauschen würden, denn ich finde das Thema interessant ...

Bis denn

Thorsten

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Eintrag #105 vom 11. Aug. 2003 19:24 UhrCarsten Scheffer Profil

nach oben / Zur ÜbersichtJA!!!!

Manni hat Recht! Ich verneige Mich!

Hagen-der sich hier rausgehalten hat,weil zu viele "Experten" und Experten sich eingemischt haben. ;-)
Hagen von Scutemere,Igalma Abteilung Ravensberg

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Eintrag #104 vom 11. Aug. 2003 13:42 UhrThorsten Piepenbrink Profil

nach oben / Zur ÜbersichtÄhm 2.

Moin Manni,

ich weiß nicht, was Du hast, in den letzten Beiträgen ging´s doch um die Sache ... und die die Sache ist doch ein gerechteres, überschaubares, einfaches und gegebenenfalls betrugsresistentes Kampfsystem zu finden, bzw. existierende zu verbessern?

Das zwischendurch mal wieder alles in verschiedene, teilweise vollkommen andere Richtungen gegangen ist, ist imho eher ein Findungsprozeß, der die Voraussetzungen und Anforderugnen der einzelnen Leute hier an einem Kampfsystem geklärt hat. Deinen letzten Beitrag halte ich zugegebenermaßen für nicht allzu konstruktiv - denn konstruktiv wurde doch jetzt diskutiert. Oder sehe ich das jetzt falsch?

Bis denn

Thorsten

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Eintrag #103 vom 11. Aug. 2003 10:54 UhrAndreas Riegel Profil

nach oben / Zur Übersicht@ Manni

"Hat das wirklich noch was mit historischem Kampf zu tun???"

Und wurde im allgemeinen Konsens (wenn ich das richtig verstanden habe) mit "NEIN" beantwortet, oder?

Alles, was danach kam, hing irgendwie mit Regelwerk, etc. zusammen und gehört deshalb durchaus zum Thema.


Da ich mich von Deinem Posting ziemlich direkt angesprochen fühle, hier nochmal zwei Punkte in Wiederholung, weil Du mich scheinbar (noch?) nicht verstehst oder verstehen willst:

Ich habe KEIN PROBLEM mit Schwergerüsteten. Allerdings habe ich ein Problem mit Rüstungspunkten, bzw. deren "inflationärer" Vergabe und zwar aus folgenden Überlegungen heraus:

RP's sollen offiziell die Nachteile (Gewicht, Beweglichkeit, etc.) einer Rüstung ausgleichen, sowie deren historische Vorteile (besserer Schutz gegen Waffen aller Art) meßbar machen.

Ein (neu einzuführendes) System der Rüstungspunktvergabe fair zu gestalten und den Anspruch "einigermaßen historisch" nicht noch weiter zu verwässern erfordert für mich folgende Punkte:
- Rüstungspunkte grundsätzlich nur für zeitlich und regional stimmige Rüstungselemente.
- RP's nur für historisch möglichst korrekte Rüstung (keine verzinkten Ketten, Alurüstungen, Holzlamellen, Lederhemdchen mit Nieten drauf, etc.), da wir sonst eine noch grössere Rüstungsschwemme kriegen.

Das hat nix mit der Qualität eines Kämpfers zu tun, denn sonst würde Dein Satz: "Wenn ihr halt nicht mit einem gerüsteten fertig werdet,kämpt ihr wahrscheinlich scheisse. Das würde dann aber auch ohne Rüstung so sein." im Umkehrschluß bedeuten, daß wir keine RP's brauchen, da, wer in Rüstung Scheiße ist auch ohne nix reißt...
(war weiter unten ein Argument von mir - kam irgendwie nicht so gut an)

@Admin: Laß den Thread bitte offen, mich interessiert er noch!!

P.S.
Kleiner Gruß zurück, mein Hobby besteht zu 95% aus BELEG-Fetischismus, da es sich mit der Darstellung von Geschichte befaßt. Was ist eigentlich Dein Hobby? Ausrüstung erfinden?
Indy (Tassilos Rache)

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