merkt jemand, dass die Keilerei gerade schön in ein anderes Thema reinragt? ..... wer´s findet, kriegt einen Preis.
Ob ich nun Plastik, Gummisohlen, keinen Schutz oder sonstwas bevorzuge, dann ist das nicht mehr eine Frage von "machbar" sondern eine Frage, ob ich zu Kompromissen bereit bin, oder nicht. Sicher ist: zu diesem Thema passt es nicht.
.... dann wohl noch eher die Erwägung, wie ich Schlachten für alle Beteiligten fair über die Bühne kriege.
Ich für meinen Teil lege wert drauf stellen zu schützen die nach nem Treffer besonders weh tun und einen erstmal gefechtsunfähig machen. und das sind, denke ich Knie, Ellbogen und die Weichteile.
Zudem kann man immer mal ein paar centimeter vorbeischlagen und so anstatt sauber den Oberarm dreckig den Ellbogen (bitzel bitzel) treffen.
Auch kann man gegen jemand mit Knie und Ellbogenschutz viel Offensiver kämpfen, da man sich nicht so viele Gedanken über schmerzhafte Treffer machen muß.
Meine erfahrungen sind die, das Leute die Pads verpöhnen weinen meist am lautesten wenn sie einen draufkriegen.
@Lutz: Ich denke, das es nicht nur superschwergepanzerte Kampfmaschinen geben soll sondern auch leichtgerüstete und ich würde auf alles verzichten bis auf die Pads. Zudem Gehören sie zu den empfohlenen Rüstungsteilen laut dem Belli ding.
Toke von den Bolverkr
einen Textbeleg über Körperschutz gibt es aus der Zeit der Dengeleien mit den Ungarn (10.Jhdt.). Der Abt von St. Gallen zog ein gepolstertes Wams unter seine Kukulle, befahl den kräftigeren unter seinen Brüdern gleiches zu tun und so haben sie sich dann mit den heranziehenden Ungarn gebeult.
(Stammt aus Norbert Ohlers "Krieg und Frieden im MA", C.H. Beck-Verlag)
Und da sind wir beim alten Problem, die Texstelle sagt uns, daß es Körperschutz gab, nicht aber wie er aussah.
Lutz, hättest Du die Freundlichkeit und
würdest dein Wissen mit uns Teilen?
Ich wüsste zu gerne wo es Belege für Gliederschutz im (europ) FMA gibt,
die über die Vendelzeitlichen Schienen
hinausgeht?
Du kannst dies auch gerne im entsprechenden, ziemlich alten Thread schreiben,
tausende FrühMis werdens dir danken, ihre Protektoren, Schlagschutzhandschuhe, etc gegen
belegt "A"usrüstung zu tauschen...
Solltest Du keione Belege fürs FMA haben
bitte ich dich, auch nur für deine Darstellungszeit zu reden...
Es gibt aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten, Reenactementkämpfe weniger lächerlich zu gestalten.
Beide werden den meisten Leuten nicht gefallen.
Entweder die Leute sind bereit, zu trainieren. Und zwar richtiges und regelmäßiges Training, mindestens einmal die Woche und 52 Wochen im Jahr. Weiter schließt man alle Leute, die einen ungerüsteten Kämpfer spielen aus.
Oder man benutzt Polsterwaffen wie im Larp. (Das benutzte Regelwerk ist ohnehin Larp-Light.) Da kann man gefahrlos mit zuhauen und es können auch Ungerüstete und Untrainierte mitspielen.
Ups.
Das erste ist nicht durchzusetzen, nicht zu kontrollieren und würde fast alle Mitspieler ausschließen, weil neben dem Waffentraining praktisch keine Zeit mehr für Darstellung, Recherche und Basteln bleibt. Und es wäre extrem anfängerfeindlich.
Larpwaffen (wobei dann auch Mordäxte, Hellebarden, Schildangriffe und Schläge zum Kopf (bei Helmpflicht) möglich wären, werden von der Szene abgelehnt, weil sie nicht "A" sind (jaja, ganz im Gegensatz zum Rest der Ausrüstung und dem Regelwerk...) und weil man dann zugeben müßte, daß man spielt...
Wie bitte?!
"Wenn Lutz in dem "Grenzen" Thema meinte das man Protektoren belegen kann, so muß ich ihm entgegenhalten, das es fürs Frümi stimmt. Sie sind belegbar, aber nicht soweit, das sie rekonstruierbar sind (nur schriftliche Erwähnungen, ein Bild, was kaum Details bietet). Außer wir nehmen diese vendelzeitlichen Arm/Beinschienen...."
Sascha, du hast mich gründlichst mißverstanden, lies es nochmal durch dort....
Thema: Wo liegen Eure Grenzen? Posting 71
Da steht von mir geschrieben, das genaue Gegenteil von dem was du mir hier andichtest!!!!!!
"...hab ich _SEHR_ was dagegen, Protektoren und Co zu verwenden, weil es einfach Schwachsinnig ist dies in solch einem Hobby zu tun!" (..und vergiss bitte nicht den Absatz danach zu lesen ;O) )
Auch an dich die Bitte: _lern Lesen_!!!!!
Meine Meinung:
Protektoren sind im Hobby nicht zu gebrauchen!!!!
Wozu sollen sie gut sein?!
Es gibt für die jeweilig dargestellte Zeit die entsprechende Rüstung, und die diente ja wohl dem Schutz!
Wer eine Zeit darstellt in der Rüstung zur Ausstattung der Kämpfer gehört, der hat doch wohl ausreichend Möglichkeiten sich
Lutz
Schlachten historischer gestalten? Speziell aus der Große-Schilde-Wall-Ära?
Spinnen wir das mal weiter. Hinter mir drängelt die zweite Reihe, vor mir sehe ich vom Gegner eine formatfüllende mittlere Tür und einen Helm mit zwei Augen drunter.
Wo schlag ich, stech ich wohl hin? Mit Schwert, Axt, Stange?
HASTEWASKANNSTE AUF DEN KOPF!!!
Da nehme ich Schildkantenabrutscher, die dem Gegner ins Gesicht rutschen, dankend mit und steche noch mal hinterher.
Nicht sehr regelkonform, was?
Schlachtregeln historischer gestalten, wenn die historischen Primärtrefferzonen nicht erlaubt sind? Da geht weitergehende Historisierung bestenfalls über knallharte Choreographie oder Slo-Mo.
Solange Flachstahlsport ein Trefferpunktespiel mit Gewinnabsicht sein soll, streicht das Wort "historisch" im Bezug auf die Techniken, oder kommt am besten gleich mit aufs LARP.
Was Schlachtdarstelungen angeht (also im Wortsinne, nicht im deutschen Dengelverbrämerlingo), also SchlachtNACHstellungen, ist eh klar, wer gewinnt und verliert, und das Primärziel ist, das Ganze sauber über die Rampe zu bringen. Da können auch weniger versierte ihren Teil dazu beitragen und ohne Angst vor Ego-Gewinnenmüssen-Adrenalinsurfern als Beitrag zum Gesamtbild frühzeitig "schön sterben".
Wird aber in Deutschland nie funktionieren.
Hier wird auch auf lange Sicht nur historisch verbrämtes, ab und an feingetuntes FlachstahlLARP den Ton angeben.
bei den Waffengewichten bleibt doch einfach beim historischen Vorbild! Mit modernen Stahlarten trotz Schlagkante realisierbar.
Das Gewicht der Waffe ergibt sich aus Ergonomie und Zweck, d.h. aus dem, was optimiert an die Körperfähigkeit sich die Jahrhunderte hindurch entwickelt hat, um sicher und effektiv längere Zeit führbar zu sein.
Und abgesehen davon ist ja das, was wir machen nur eine sportliche Annäherung an ein historisches Geschehen, d.h. es geht hier um verschiedene Machbarkeiten und Annäherungen. Und da sind stumpfe Schlagkanten und (unsichtbare) Protektoren zur Unfallverhütung oder rutschsichere Sohlen einfach eine Frage der Vernunft. So wie keimfreies Wasser - Ruhr ist auch "A".
Ach ja...und eigentlich gings Manni um Möglichkeiten, den unhistorischen Spaßschaukampf etwas interessanter und fairer zu gestalten...
Kein tippitappi - sondern Schwertkampf!
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff
Wie bitte?!
"Wenn Lutz in dem "Grenzen" Thema meinte das man Protektoren belegen kann, so muß ich ihm entgegenhalten, das es fürs Frümi stimmt. Sie sind belegbar, aber nicht soweit, das sie rekonstruierbar sind (nur schriftliche Erwähnungen, ein Bild, was kaum Details bietet). Außer wir nehmen diese vendelzeitlichen Arm/Beinschienen...."
Sascha, du hast mich gründlichst mißverstanden, lies es nochmal durch dort....
Thema: Wo liegen Eure Grenzen? Posting 71
Da steht von mir geschrieben, das genaue Gegenteil von dem was du mir hier andichtest!!!!!!
"...hab ich _SEHR_ was dagegen, Protektoren und Co zu verwenden, weil es einfach Schwachsinnig ist dies in solch einem Hobby zu tun!" (..und vergiss bitte nicht den Absatz danach zu lesen ;O) )
Auch an dich die Bitte: _lern Lesen_!!!!!
Meine Meinung:
Protektoren sind im Hobby nicht zu gebrauchen!!!!
Wozu sollen sie gut sein?!
Es gibt für die jeweilig dargestellte Zeit die entsprechende Rüstung, und die diente ja wohl dem Schutz!
Wer eine Zeit darstellt in der Rüstung zur Ausstattung der Kämpfer gehört, der hat doch wohl ausreichend Möglichkeiten sich durch eine in seine Zeit passende Rüstung zu schützen! wozu muß man dann noch mit modernem SCH... die historische Darstellung versauen?!?!?
"Also lieber modern und dabei fast unsichtbar unter der Kleidung..."
Wie willst du unter einer halbwegs gut geschnittenen "mittelalterlichen Kleidung" solche Protektoren unsichtbar verstecken?!?
Ich hab den Eindruck dass die moderne Welt und ihre technischen Errungenschaften einige Leute echt blind und überheblich macht, denn es entsteht der Eindruck dass unsere 'Altvorderen ' für saudumm gehalten werden...
Mensch Leute:
Die waren ja nicht blöd damals!
(Ja, der allseits beliebte und meist nur zur Rechtfertigung eigener Phantastereien genutzte alte Spruch ;O) )
Rüstungen waren immer eine Reaktion auf die jeweils gültige Waffentechnik, unter Ausnutzung der jeweiligen technischen Möglichkeiten! Und die waren _nicht schlecht_!
Eine Rüstung wiederstand den zu erwartenden Gewalteinwirkungen immer bestmöglich!! Ok, alles kann keine Rüstung der Welt ab, aber die Schutzwirkung einer gut gemachten Rüstung war sicher nicht schlecht!
Und das moderne 'Schlachtgedengel' kann eine entsprechend den historischen Vorlagen gemachte Rüstung mit Leichtigkeit ab!
Also was soll das mit den Protektoren?!?
Weil ihr zu faul seid euch eine entsprechende Rüstung zu besorgen, oder nicht das Geld dafür habt, oder einfach nicht wisst was man zu der von euch dargestellten Zeit an Rüstung getragen hat, wollt ihr die historische Variante durch den vom 'Inlinescaten' oder vom 'Lacrossespielen' eh schon im heimischen Kleiderschrank vorhandenen Plastiksch... benutzen?!?!
HÄ?!?
Spielt lieber weiter 'american Football', oder geht 'Inlinescaten' mit dem Kram, aber für eine Darstellung taugt das nix (bzw. ist es völlig unnötig und damit daneben!)
Grüße
Lutz
Stimmt schon, lieber von einem Leichtgewicht an Schwert gestupst werden, als von einer Eisenbahnschiene erschlagen.
Zum Gewicht der Schwerter gibt es genug Tabellen...
@Toke, das setzt doch vor raus, das auf einer Seite nur gepanzerte sind, ansonsten hast Du eine schöne Mischkalkulation.
Und wenn, dann wäre wohl der Nutzen einer Rüstung offensichtlich.
Des weiteren bin ich auch eher für eine Zonenregelung ist meiner Meinung realistischer, je mehr gepanzert desto weniger Angriffsfläche.
Gummiblunts sind o.k...
Auch bin ich für eine Mindestschutzausrüstung.
Wenn ich auch auf eine Wattierung verzichten kann (ab und an), schütze ich zumindest meine Gelenke, ich denke mich erinnern zu können das Du, das genauso machst...
Wenn Lutz in dem "Grenzen" Thema meinte das man Protektoren belegen kann, so muß ich ihm entgegenhalten, das es fürs Frümi stimmt. Sie sind belegbar, aber nicht soweit, das sie rekonstruierbar sind (nur schriftliche Erwähnungen, ein Bild, was kaum Details bietet). Außer wir nehmen diese vendelzeitlichen Arm/Beinschienen.
Also lieber modern und dabei fast unsichtbar unter der Kleidung...
Aber ich frage mich noch was das mit den Sitzrittern zu tun hat, ich komme beim spielen immer gut ins schwitzen, weil ich mich nicht sitzend bewege, sondern laufe. ;-)
Ach ja ich übe und übe das ich nicht getroffen werde, aber es gibt immer so einen Blöden der besser ist als ich!
Noch jemand Vorschläge zum schöner Sterben/Kämpfen?
es gibt ja nicht nur das Ersetzen eines Extrems durch ein Anderes!
Ich meinte, das die Klingen mit dem Gewicht im Rahmen bleiben sollten, solche Vorlagen zu "Sportgeräten" gibt es ja auch in anderen Sportarten!
Nein, ich brauche auch keine weitere EU-Norm, aber durch so eine Vorgabe (z.B.: max. 1500gr min.900(!)gr bei einer Länge von 90cm)
Könnte man ja auch zwei Fliegen mit einer Schlappe klagen.
Zu Leichte raus ,aber auch Brechstangen mit Griff raus!!!
Und zum Thema überlegene Panzer(äh meinte Rüstschutz)
Da hilft eben wieder die ungeliebte(!) Taktik!!
!Achtung Warnhinweis!
Taktik ist nicht geeignet für egomanische Heldentaten und sollte hier auch nur mit
Rücksprache mit dem zuständigen Therapeuten
angewendet werden.
Mit entsetzen muß ich sehen was hier verzapft wird.
Zu leichte Schwerter Rausnehmen? Wart ihr schon mal in nem Museum und habt euch die kleinen dinger angekuckt die die einem als schwert verkaufen wollen?
In Skandinavien werden um solche Tippi Tippi Treffer zu vermeiden die Oberarme als Trefferzonen herausgenommem. Der richtige weg? Ich denke nicht. Sonst enden wir so das jeder ein Kreuz auf die Wampe kriegt und nur da getroffen werden darf!
Weiter noch. Rüstungspunkte sind doch fürn arsch. Ich bin Für maximal zwei davon. Denn wenn man überlegt dass sich zwei seiten mit je Hundert man hat und die eine seite ist gerüstet die andere ungerüstet. So stehen auf der einen Seite hundert auf der anderen Zweihundert Mann. Das ist toll Hä.
Zudem Sagt ihr man muss sich härter Rüsten (GambesonPflicht schwachsinn)und die schläge sind zu leicht. Da Stimmt doch was nicht.
Haddu sagte auch was zu den Pfeilen. Ich hab da erfahrungen in Dänemark gemacht. Die schießen dort mit Gummiblunts. Klingt erstmal hart ist es aber nicht unbedingt.
Trainiert einfach solange bis euch keiner mehr trifft, dann können wir uns so Sitzritter diskussionen sparen.
Toke von den Bolverkr
ist ja schon einiges gesagt worden. Ein paar Aussagen passten zwar nicht so ganz in das Bild, aber es war auch einiges interessantes dabei.
Was ich noch zu sagen habe ,wäre vielleicht sollte man in Zukunft bei der Waffenkontrolle auch auf zu leichte Klingen achten, da deren Benutzung auch zu Verletzungen führen kann(die Schlaggeschwindigkeit ist sehr hoch/Peitscheneffekt).Man sollte beim Training auf präzises Treffen achten und üben.Ein guter ,direkter Treffer ist eben sehr schlecht wegzudiskutieren.
Mehr Kämpfe mit konkreten Zielen,z.B. das erobern eines Banners mit möglichst wenig eigenen Verlusten oder das gefangen nehmen der gegnerischen Anführer.
Und was die Angst einiger vor einer "Hochrüstung" angeht, so sollte man auch beachten, das jemand der bei 35°C im Schatten Gambeson,Kette,Kettenbeinlinge,Coat of Plates,Coife,Kettenhaube und Helm trägt,sich seine Punkte hart verdient hat!!!
Ausserdem sollten wir uns vielleicht beim Vorhandensein von Publikum wieder das "schöner Sterben "angewöhnen.Das "abknieen" ist zwar bei Kämpfen unter uns und beim Training normal, sieht aber bei "öffentlichen" Schlachten scheisse aus.
Ja, dann post mal schön weiter
Seigneur Henri de Belleme ---Turmkommandant
Unrealistischer Kampfstil durch zu leichte Schwerter ?
Ja, klingt an sich logisch, nur...
99,99% der (Schaukampf) Schwerter in einer heutigen 'Schlacht' sind zu SCHWER, nicht zu leicht.
Ansonsten stimme ich der hier gelegentlich aufgekommen Meinung zu, daß der Kampf nur mit einem Steigerung der Fairness schöner werden kann.
Regeln nutzen nämlich nur dann was, wenn sie (mit Strafen) durchgesetzt wefden.
Und solange Steine eine 5 Meter hohe Mauer wieder hoch fliegen oder es 'unsterbliche' gibt, muß man sich nicht wundern, daß die theoretische Wirksamkeit der 'Treffer' niemanden intressiert.
Gruß, Ivain
Lutz,
Du hast recht eine historische Darstellung ist das nicht was wir machen, aber wir überlegen hier einfach wie wir Regeln so gestalten, das es einen Schritt von ungefähr einem Kilometer Wegstrecke, in die historische Darstellung geht.
Wie wir halt zusammen "spielen" können und es dabei besser aussehen könnte...und viele der Punkte, welche Du aufgelistet hast sind hier schon angeschnitten worden. Und ich denke da sind schon ein paar Gedanken zusammengekommen.
Vielleicht sollten wir mal was davon ausprobieren ...
(Ich trainiere schon mal Liegstützen)
Sorry wenn ich schon wieder jemandem auf die Füße treten werde... ;O)...aber meine 5Pfennig zu diesem Thema kann ich mir leider nicht verkneifen!
Naja, gehen wir mal die paar Jahrhunderte zurück....
Da stehen sich 2 Parteien gegenüber...
Die beiden Parteien haben irgendeinen Huddel miteinander...
Die Mitglieder beider Gruppen sind voll aufgerödelt und starren vor Stahl...
Die Kommandierenden schicken ihre Truppen in die Schlacht...
Es knallt *bums*
Soweit so gut, ...jetzt stellt euch vor ihr seid einer der Soldaten in so einem Kampf...
Da kommt ein Haufen Gegner schreiend und schwertschwingend auf euch zu..
Die wollen euch ans Leben...
Scharf drauf, in dem Getümmel zu sein, werden die Wenigsten gewesen sein. Wegrennen iss nich, weil da noch ein paar andere vom eigenen Haufen hintendran , vom Kommandeur getrieben, nach vorne stürmen...
Also drauf, und zwar hart und tödlich...
Denn wenn der Gegner nicht möglichst schnell weggeputzt ist, dann putzt der einen selbst möglichst schnell weg, denn dem geht's genau wie dir selbst.
So ein Kampf ging um's LEBEN!!! Vergesst das bloß nicht!
Und da hat sicher keiner nach Regeln gefragt...
Tiefschlag?!?
=>Na und???
Arm ist keine Trefferzone?!?
=>Na und???
In den Rücken Kloppen ist nicht regelgemäß?!?
=>Na und???
...der rennt mich einfach um?!?
=>Na und???
...
etc.
Wenn's um's Leben geht, ist halt einfach alles erlaubt
Natürlich, heutzutage dürfte die Mordabsicht bei den Gefechten im Hobby hoffentlich wegfallen.
Aber wie soll man, mit welchen Regeln, ein solches Gemetzel auch nur halbwegs realistisch darstellen?!?
_Unmöglich_!!!!!!
Die ACW-ler, die Napoleoniker, und all die anderen, die Zeiten mit Gewehrdominierter Kriegsführung darstellen, haben es da zumindest _etwas_ einfacher.
Eine Gewehrkugel sieht man kaum fliegen, also reicht es für die Darstellung, wenn es auf der einen Seite böllert, und auf der anderen einer aus den Reihen kippt und theatralisch stirbt.
Im darauffolgenden Handgemenge kommen die gleichen Probleme wieder auf, die hier mit einer Flut von Regeln versucht werden zu unterdrücken.
Denn es ist nichts anderes als ein Unterdrücken des Problemes, wenn Trefferzonen festgelegt werden, Rüstungs- und Lebenspunkte vergeben werden und alle Eventualitäten mit Regeln versorgt werden sollen...
Das Problem liegt darin dass es _unmöglich_ ist, eine Handlung der eine gewisse Agressivität und sogar eine Tötungsabsicht innewohnt, ohne selbige Tötungsabsicht realistisch nachstellen zu wollen.
Wenn es um das Leben geht wird eben unfair, mit allen Mitteln und so fies und hart wie irgend möglich vorgegangen.
Da man sich aber heutzutage im Hobby ja glücklicherweise nicht mehr gegenseitig umbringen will, ist es mit _keinen_ Regeln der Welt möglich diese Härte 'realistisch' nachzustellen.
Nimmt man mit Regeln diese Härte raus, so ist auch der Realismus raus.
Das sieht dann eher aus wie 'Gruppenstreicheln in Dose'!
Läßt man die Härte zu, hat man den gleichen Effekt der damals ja gewünscht war, und gefährdet das Leben der 'Teilnehmer'.
(und niemand will wohl die gesamte Rettungswagenflotte des Landkreises auf dem Schlachtfeld erscheinen sehen...)
Daher sehe ich es als müßig an über eine 'realistische' Kampfregelung nachzudenken, da es entweder unrealistisch sein _muß_, oder eben die Grenzen der Moral überschritten, und Menschen in Lebensgefahr gebracht werden (was ja hoffentlich heutzutage keiner mehr will!!!)
Ich denke eine Schlacht oder ein Kampf, ist eben nicht realistisch darstellbar.
Realistisch darstellbar ist vielleicht noch das Üben von Kampftechniken, oder das Taktieren der Heere auf dem Schlachtfeld, aber der Kampf an sich, ist es eben _nicht_!
Ich habe auch schon an einigen dieser 'Schlachtungen' teilgenommen, aber der Reiz dieses unrealistischen 'mitFlachstahl-BlechstreichelTanzes' ist mir verborgen geblieben....
Natürlich ist es ein adrenalingesättigtes Erlebnis in der Mitte eines Schlachtgetümmels zu stehen, aber ein realitätsnahes Erlebnis ist es definitv nicht!!!
Regeln hin oder Her, egal mit welchen Regeln, die Realität war was ganz anderes, und das sieht man in jeder Kampfnachstellung (es sei denn in einigen wenigen Stuntszenen großer Kinofilme, die mögen noch ein wenig Realität rüberbringen soweit sich der Regisseur an Fakten, wie begrenzte Ladekapazitäten von Munitionsmagazinen und ähnlichem, hält...)
Was an Kampfdarstellungen meiner Meinung nach noch am akzeptabelsten aussieht, sind Geplänkel bei denen die 'Heere' längere Zeit aufeinander zu taktieren und beim Zusammentreffen der Haufen, die Kämpfer beim ersten 'Man2Man'-Kontakt nach Austausch weniger sehr kurzer 'Streicheleinheiten' (ein wenig Kling-Klong, und nix mit Trefferzonen...) einen Verlust auf der einen oder anderen seite des 2Kampfes haben....
Leider eine sehr schnelle Sache, und auch nicht besonders realistisch, wenn nach 2-3 Minuten nur noch 3-4 Hansels auf dem Schlachtfeld stehen und sich noch bis zum letzten Mann beharken....
Ob da Treffer gelandet werden oder nur Kling-Klong-mäßig die Waffen gegeneinander gekloppt werden sieht der Zuschauer von aussen eh nicht, aber dafür erscheint das Getümmel ein wenig 'echter'.
natürlich nur, gesetzt den Fall, dass die letzten paar Überlebenden realistischerweise einsehen, dass ihre Partei nur gewinnen kann, wenn sie auch noch eine ausreichende Anzahl Überlebender hat, und nicht alle bis zum letzten Mann fighten...
Das läuft also auf eine völlig durchchoreographierte Kampfhandlung raus in der 'Freikämpfe' und 'Schaukampf' aufgrund ihrer Realitätsferne (wegen der nicht vorhandenen bzw. unerwünschten Härte) keinen Platz haben können.
Alles andere bleibt 'Kinderfasching' und 'Gruppenkuscheln in Dose'
Und wer trotzdem meint das sei eine 'Schlachtdarstellung' sollte es wenigstens nicht 'realistisch' oder 'historisch' nennen.
Klar, wenn man sowas machen will, dann müssen da irgendwelche Regeln her, sonst artet das in ein Massaker aus, aber 'realistisch' wird's _nie_ werden.
Zudem schützen selbst "A"-Karten und Regeln leider auch nicht vor Idioten die sich an nichts halten, unsterblich sind und im Adrenalinrausch jeden Bezug zur Realität verlieren....
@Jens: Danke für die Aufklärung, auch wenn sie IMO unnötig war ;-) Denn ich habe wohl klar gemacht, was ich unter (Zitat) "wirklichem Schaukampf" verstehe! Es gibt sehr wohl Möglichkeiten, außerhalb des reinen abgesprochenen "Bühnekampfes", wie du es nennst, eine historisch korrekte DARSTELLUNG (ich wiederhole mich) abzuliefern, die Kampftechniken einer bestimmten Zeit ERLÄUTERT, ohne das übliche Brüllrittergehabe.
Diese Art Kampf stellt historische Sachverhalte dar und wird v. a. von Gruppen praktiziert, die einen hohen fachpädagogischen Anspruch haben (als Beispiel nenne ich wiederum die Company of St. George). Die hierbei gezeigten Techniken sind für bestimmte Zeiten belegbar, bzw. ergeben sich aus entsprechenden Experimenten (an einigen habe ich auch selbst bereits teilgenommen). Die Darstellung beschränkt sich nicht auf das "Aufeinandereinprügeln", sondern wird durch Erläuterungen zu einzelnen Waffen/Gegnerpaaren/Rüstungen/Kampfoptionen ergänzt, stellenweise auch unterbrochen.
Da aber eine solche Darstellung für Schlachten wenig praktikabel ist, schließe ich mich noch immer dem allgemeinen Konsens für solche Gelegenheiten an.
Der Stolzenberger
Also ich möchte mich eigentlich nicht in die geführte Diskussion einmische, da die imho total überflüssig ist,
aber wie schon öfters hier mal die Begrifflichkeit klären:
Schaukampf ist _NICHT_ realistisch ist _NICHT_ zwangsläufig abgesprochen.
Schaukampf ist per Definition alleine ein Kampf mit hohem Sicherheitsaspekt der allein d er Publikumsunterhaltung dient. Ob hist. Techniken benutzt werden oder nicht bleibt aussen vor, wobei sich gerade ob der Sicherheit die vollständige Anwendung dieser verbietet.
Schaukampf setzt zwei sich kennende Partner (!=Gegner), die mittels desselben Systems miteinander trainieren, vorraus.
Alles was Schlacht, Huscarl oder sonstwas ist, ist kein Schaukampf!
Desweiteren ist Schaukampf, wenn er vrnünftig ist, _nicht_ abgesprochen. Abgesprochene Folgen sind _Bühnenfechten_. Für den Schaukampf eignen die sich nur bedingt, weil man nicht flexibel genug reagieren kann.
Schaukampf kann man am ehesten mit den Klofpfechtern des 14-15Jhds vergleichen.
Schaukampf ist erst recht nicht das, was mancher GroMi auf Märkten sich brüstet- nämlich pures Schwertwedeln mit Schlag Schwert auf Schwert.
Also bitte bitte, lasst mal von dem Wort ab wenn ihr nicht genau das meint. Danke.
Gruss, Esca
..., ist wohl, um was sich diese Diskussion eigentlich dreht. Wollt ihr einen "realistischen" Kampf? Dann solltet ihr wirklichen Schaukampf fechten, also mit vorher abgesprochenen Abfolgen. Denn nur so erhöht ihr den Realismus innerhalb eines Kampfes, zumal in einem solchen Falle "historische" Trefferzonen berücksichtigt werden können. Man schaue sich Illustrationen aus der Zeit um 1200-1250 an oder lese entsprechende Texte: Vordringliches Ziel der Schläge war der Helm, um den Gegner bewusstlos zu schlagen, ergo, ihn gefangen nehmen zu können - heute (zum Glück) undenkbar.
Nicht zu vergessen außerdem, dass man zu einer solchen DARSTELLUNG (mind.) zwei realistisch gerüstete und zeitlich passende Kämpfer braucht und meist wohl nur einen - in damaligen Schlachten selten verwendeten - Zweikampf austragen kann.
Das wäre dann der Kampf, um dem Publikum etwas zu vermitteln von tatsächlichem Kampfstil einer bestimmten Zeit (natürlich ergänzt um Erklärungen zu Methoden anderer Epochen).
Oder wollt ihr einfach nur Spaß? Dann sind die bisherigen Regelungen (auch das "Tippitappi" ;-)) einfach sinnvoller, denn realistisch kann ein heutiges Schlachtgetümmel nicht sein! Zuviele Zeitepochen, die gegeneinander stehen, zuviele Tabuzonen, die im MA hervorragend geeignet waren, den Gegner unschädlich zu machen - um nur einiges zu nennen. Die heutigen SPORTkampfstile sind darauf angepasst und dementsprechend in keiner Weise historisch. Das ist aber auch ganz gut so, weil ich mit vielen anderen sicher das Bedürfnis teile, einen Kampf nicht als verstümmelter oder gar toter Mann zu verlassen...
Ein paar Dinge lassen sich also nicht vereinbaren.
PS: Wenn ich vom Thema gewichen bin, so geschah dies unbewusst ;-)
Der Stolzenberger