Wenn ich nicht sehr irre: In "Historische Waffen und Rüstungen des Mittelalters, Ritter und Landsknechte vom 8. bis 16. Jahrhundert" von Liliane und Fred Funcken befindet sich eine Farbttafel (mit Datierungen) mit der Entwicklung solcherlei Waffen. Wie immer bei den Funckens mit etwas Vorsicht zu genießen.
Ich wollte das nur mal grundsätzlich klarstellen, da nach Morgensternen ohne Dornen gefragt wurde.
Der Morgenstern mit Kette taucht irgendwann im Spätmittelalter auf, ich weiß nicht genau wasn, aber um 1200 ist er soweit ich weiß deutlichste Science Fiction.
Hier kenne ich als Wuchtwaffe nur den kleinen feinen Streitkolben mit gegossenen Bronzeköpfen und evtl die nagelgespickte Holzkeule (die kenne ich für 1250, aber sie _könnte_ es auch vorher gegeben haben, nur hab ich nie gesucht).
Alles weitere mit größerer Wucht oder fieseren Dornen machte erst mit der stärkeren Rüstung im späteren MA Sinn.
Gruß, Ivain
Hallo Ivain,
es ist zwar richtig, dass es auch Morgensterne ohne Kette gibt, aber die Ursprungsfrage bezog sich auf einen Morgenstern mit Kette.
Hast du einen Beleg für den Verwendungszeitraum und die Entwicklungsstadien? Ich bin am überlegen, ob ich mir einen für unsere Darstellungen zulege. Nicht für den Schaukampf (zu gefährlich), sondern als Ausstellungsstück. Dargestellter Zeitraum ist 1200 in Mittelhessen.
Grüsse aus Hessen, Christoph
Der Name Morgenstern an sich sagt nichts darüber aus, ob eine Kette an der WAffe ist.
Der Morgenstern ist immer eine Wuchtwaffe, deren Kopf mit Dornen oder ähnlichen Spitzen versehen ist.
Die Optik eines Sterns macht den Namen.
Dieser Kopf kann in Art einer Keule direkt am Schaft befestigt sein, oder in Art eines Flegels mit einer Kette verbunden werden.
Ob Kette oder nicht, beides sind Morgensterne, ohne Stacheln wärs aber kein Stern.
Je nachdem, wie weit man nun den Rahmen steckt, fallen viele WAffen unter dne Morgenstern.
Ein bäuerlicher Dreschflegel Schnell mit Nägelnm versehen und evtl einen Stahlband versehen ist eine fürchterliche billige Waffe.
Der hauptsächlich so genannte Morgenstern (Kette, Dornenkopf) besteht wohl abgesehn vom Griff komplett aus Eisen, ein Kopf aus Holz wäre mir nirgens bekannt.
Gruß, Ivain
Die meisten Morgensterne, die ich bislang gesehen habe, hatten eine Schaftlänge von 30 - 50 cm. Die Kette sollte eher etwas kürzer als länger sein, sonst läufst du Gefahr, dass du die Kugel auf die Finger kriegst.
Ich hätte aber mal eine grundsätzliche Frage in die Runde. Nach meiner Kenntnis hat sich der Morgenstern aus dem Dreschflegel der Bauern entwickelt. Wann tauchten Morgensterne zum ersten Mal auf? Aus welchen Materialen bestanden sie (Holzkugel - Metallkugel)? Mit oder ohne Dornen?
Wär schön, wenn jemand ein paar gute Quellen wüsste.
Grüsse aus Hessen, Christoph
Welche Maße hatte ein Morgenstern. Hab shcon überall gesucht, aber alles was ich gefunden habe ist, dass die Kette nie mehr als 3/4 der Länge des Griffes war(als ob man sich das nicht denken könnte). Hab nämlich 2 Stahlkugeln bekommen. Eine mit ca. 7cm Durchmesser und eine mit ca. 15cm und bin jetzt dabei einen zu bauen.....