Wir haben uns den Film gestern angeschaut. Auch ich bin begeistert. Da ist er endlich wieder, der anspruchsvolle, ´Abenteuerfilm. Hätte nicht gemacht, daß man in unseren Zeiten noch mal so einen Film drehen würde. Keine Teeny-Stars, kein Bryan Adams, der seinen x-ten peinlichen Titelsong singt, nicht mal der Ansatz einer Liebesgeschichte, keine überdrehten Martial-Arts-Kampfeinlagen. Kurz und gut, ich habe den Film 100% genossen. Vergeßt Gladiator, Brave Heart, Patriot und all diesen Kommerzmist. Schaut Euch lieber diesen Film an, ich fürchte, davon wird es nicht mehr zu viele geben, in Zeiten, wo Zielgruppenbefriedigung wichtiger ist als der eigentliche Inhalt des Films.
Man merkt den Machern deutlich an, daß ihnen das Thema am Herzen liegt. Die Kamera bleibt immer sehr nah dran, vergleichbar wie im genialen Das Boot. Gerade die von Silvia erwähnten Eingangsszenen, die die bedrückende Enge an Bord dokumentieren, lassen keine falsche Seemannsromantik aufkommen. Zumal das Filmmaterial durch die betonenden Blautöne den Film auch noch etwas kühler und realistischer wirken läßt. An den Kamerafahrten um die Surprise kann man sich gar nicht satt sehen. Und von den Kampfszenen am Ende des Filmes hätten sich die Cutter vom Herr der Ringe mal eine Scheibe abschneiden sollen, hier wird zur Abwechslung mal nicht im 1/10 Sekundentakt geschnitten, um MTV-Sehgewohnheiten zu befriedigen.
Kurz und gut: Ein historischer Abenteuerfilm wie er besser nicht sein könnte. Eine Klasse mit den Duellisten.
Anschauen! Und bitte auf G R O S S E R Leinwand! Nicht auf DVD warten.
Ich war am Wochenende in Master und Commander und habe es nicht bereut. Ganz im Gegenteil.
Alleine die erste Szene Hängematte an Hängematte, zusammengepfercht im Unterdeckt, macht dem Zuschauer klar, dass dieser Film alles ist, nur nicht romantisch.
Aber wenn man dann als Kinobesucher miterlebt, wie sich die 'Suprise' um Kap Horn kämpft und erlebt, wie die Leute im Gefecht sterben, dann war ich jedenfalls restlos begeistert.
Soundtrack ist geordert und wenn alles klappt gehe ich am Samstag noch mal ins Kino. Dieses Mal werde ich mir den Film in der englischen Version antun.
Na gut, wenn wir schon bei jüngerer dt. Geschichte gelandet sind. Herr Lehmann ist ein toller Film (das Buch ist aber besser). Aber wer glaubt, im Film ein Stück authentisches Spätachziger Kreuzberg zu sehen, der sei gewarnt. Die Musikauswahl stimmt schon mal nicht, die Stücke sind zu neu. Die Kulissen (aus dem Film Sonnenallee) sind auch oft einfach nur daneben. Leider viel zu wenig Aussenaufnahmen in Kreuzberg gefilmt. Trotzdem kommt das Gefühl dieser Zeit sehr gut rüber. Hier in Berlin bietet ein Museum sogar schon Führungen zum Buch bzw. Film an. Das Interesse an dieser Zeit ist anscheinend sehr groß. So manch alter West-Berliner wie ich trauert dieser Zeit ja auch sehr nach. Egal. Vorbei. Und Buchautor Sven Regener (Element of Crime) sieht sich selbst auch nicht als Museumswärter.
Mir hat dieser Film auch recht gut gefallen.
Auch wenn es ein Werbefilm für die evangelische Kirche ist.
Braucht sich als Unterhaltungsfilm nicht verstecken und hat Aussage.
Warum der bei uns im Raum Stuttgart nur in Programkinos läuft ist mir schleierhaft.
Mir persönlich als der Luthergeschichte unkundigem ist nur die Art und weise aufgefallen mit der der Pabst das Wildschwein erlegt pffffft. *g*
Meine Mitbewohnerin, (leitet ein Museum) war nicht sonderlich begeistert.
Was zum einen wohl damit zusammenhängen mag das sie es nicht so mit dem Werbefilmaspekt hat.
Zum anderen meinte sie Luther war kein schlanker Asket der zufällig an seine Frau kam, sondern er war der Völlerei anheimgefallen.
Wenn ich schon beim Schreiben bin.
Hadu, ich nähe gerade ein Zelt mit einem Mittelmast und Schlaufen, in die Haselruten gesteckt werden um einen Reif zu bilden. Danke für Deine entsprechenden Hinweise in einem anderen Thread.
Harwalt von Biberach FRB und sine temporis
als ich vor Jahren das Buch "Timeline" von M. Criton in die Finger bekam (war kein Zufall - ich lese sehr gerne Zeitreisengeschichten), da habe ich mir sehr gewünscht dieses bald (ordendlich) verfilmt zu sehen.
Nun am 04.12. ist deutschlandweit Kinostart und ich freue mich sehr darauf.
Kurz zur Handlung: eine Gruppe amerikanischer Archäologen buddelt in Frankreich nach Resten aus dem 100jährigen Krieg. Ihr Prof fährt zum Sponsor in die USA und kurz darauf finden die Studies in einem verschütteten Keller ein Bündel alter Pergamente und dabei eine kurze Nachricht ihres Prof (ganz "a", in alter Tinte und dazu noch ein Brillenglas von ihm).
Sie gehen der Sache auf den Grund und fahren ebenso zum Sponsor, der sie ebenso wie den Prof mit einer Zeitmaschine in das Frankreich des 14. Jahrhunders schickt (um den "verlorengegangenen" Prof wieder zurückzuholen).
Einer der jungen Zeitreisenden (Marek) ist ein richtiger MA-Freak (der hätte sicher auch in diesem Forum mitgeschrieben).
Nach der Werbung im Internet hat man sich bei den Szenen des Mittelalters sehr viel Mühe auf "a"-Darstellung gegeben. Ich bin sehr gespannt auf den Film und wie gut er die Zeit von damals darstellen wird.
Gruß, Ingo
eine Empfehlung möchte ich für den Film "Luther" aussprechen. Um "A" sehr bemüht und sich an die geschichtlichen Hintergründe haltend ist dieser Film eine sehr löbliche Ausnahme.
Sicher, teilweise sehr langatmig und hakelig erzählt, und in einigen kleinen Details fehlerhaft (für die Nörgler), aber als Kinofilm sehr zu empfehlen.
Ars Militia - Haduwolff
Habe gestern die Kritiken zu Master and Commander (dt. (blöder) Zusatztitel: Bis ans Ende der Welt) gelesen. Das hörte sich sehr gut an, vor allem weil man angeblich sehr viel Wert auf hist. korrekte Details gelegt hat.
Der Film basiert auf der hochgelobten Romanserie von Patrick OBrian und spielt während der Napoleonischen Kriege. Ein britischer Navy-Captain erhält den Auftrag, einen frz. Kaperfahrer aufzuspüren und zu vernichten.
Anspruchvolle, um Authentizität bemühte Unterhaltung oder nur wieder der übliche waskümmertesunswieesdamalswirklichwar-Quatsch??? Ich bitte um Meinungen, bevor ich mal wieder zu einem "Geschichtsfilm" ins Kino gehe und mich 2 Stunden lang ärgere.