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Eintrag #37 vom 14. Apr. 1999 00:40 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Gabriele, Gräfin v. Salm! Lese bitte nochmal genau “Katharina Blum”! Böll hat darin angemerkt, daß diese Geschichte nicht fiktiv, sondern Tatsachen entspricht und nur der Name der Person sowie der “Zeitung” geändert worden ist. Viele Grüße an alle von Tempora Nostra v. Arlen

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Eintrag #36 vom 13. Apr. 1999 12:31 Uhr Udo Brühe  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Udo Brühe eine Nachricht zu schreiben.

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Was nützt uns all die gesunde Zurückhaltung bei den Medien der unterschiedlichsten Coleur, wenn es innerhalb der Szene Medien- Geile gibt, die ihren Rüssel in jedes Objektiv und Mikro halten? Die wird es immer geben, man kann sie natürlich nicht aussortieren…irgendwie wird man immer mit ihnen über einen Kamm geschoren werden. Traurig aber unumgänglich!

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Eintrag #35 vom 13. Apr. 1999 10:59 Uhr Herbert Brehm   Nachricht

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Guten Morgen! Bild hat viele Leser, die so eine Morgenlektuere brauchen um fuer den ganzen Tag Gespraechsstoff haben. Wenn nun es nun ums Mittelalter geht, so muessen halt also alle Klischees benutzt werden, wie z. B. Ritter die wild mit dem Schwert um sich schlagen, das traegt mit dazu bei die Auf- lagen zu steigern. Wer das moechte bitte, vielleicht gibt es einige, die meinen eine schlechte Presse ist besser als keine. Vielleicht sollte man vorher das Schmerzensgeld sprich Honorar aushandeln und dann ganz im gelben Gewand (man hat sich prostituiert wenn ich das mal polemiscb fest- stelle) auf den Maerkten herumlaufe. Das beste scheint immer noch die Lokalpresse zu sein, die berichten wollen, was bei ihnen daheim so alles geschieht und die einen festen A bokreis haben. gruss Herbert

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Eintrag #34 vom 12. Apr. 1999 12:36 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Oliver, hi Frank, hi alle anderen, Also, der B…-Zeiltund distanziert gegenüber zu stehen, ist sicher nicht verkehrt. “Katarina Blum” und Sprüche wie “Mann fiel in Fleischwolf! BILD sprach zuerst mit der Frikadelle” sind zwar fiktiv, kommen aber sicher nicht von ungefähr. Ansonsten noch ein Tip am Rande für Oliver und Frank: Ihr solltet eure Vereinsinterna auch intern besprechen. Wenn ihr schon so besorgt auf euer Image nach außen achtet: das hier hat bestimmt nicht die positivste aller Wirkungen. Nichts für ungut Gabriele

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Eintrag #33 vom 12. Apr. 1999 12:26 Uhr Oliver Borgwardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver Borgwardt eine Nachricht zu schreiben.

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Zu Frank und Sascha: FAKTUM A: Der gesamte Wulfener, Gelsenkirchener und Dülmener Teil des Vereins Herbularius, der über 50% der Mitglieder (und damit sehr wohl die Mehrheit) ausmacht, lehnt ein Erscheinen unseres Vereines in der BILD ab, da eine verzerrte Darstellung mehr als wahrscheinlich ist und wir nun wirklich nicht auf ein Printmedium angewiesen sind, das für offensichtliche Fehlmeldungen und Halbwahrheiten hinreichend bekannt ist. Insofern irrt sich mein mein durchaus immer noch geschätzter Kollege Sascha Sturm in diesem Punkt. FAKTUM B: Gerade weil ich den Ausbildungsweg zum Journalisten eingeschlagen habe, kann ich doch einigermaßen zwischen dem Berichtsstil von sog. “seriösen” Medien und Boulevardjournalismus unterscheiden. Die Herablassung, mit der Frank hier von meiner Person spricht, ist mir unverständlich. FAKTUM C: Bild ist sehr auflagenstark, das gebe ich zu, und hiermit hat Sascha recht. Ich sehe aber die Gefahr, daß uns ein versauter Bericht mehr schaden als nützen würde und möchte mich hier auf das deutlichste von einer Zusammenarbeit mit der Bild distanzieren. Zu guter Letzt: Der Threat basierte auf meinem zu diesem Zeitpunkt aktuellen Kenntnisstand, wonach ein Erscheinen in der Bild auch von der Hernener Vereinsschiene nicht mehr favorisiert wurde. Der übrige Teil des Vereines lehnt eine derartige Aktion nach wie vor auf das entschiedendste ab. Für eine weitere Diskussion stehe ich für Frank und Sascha bezüglich interner Fragen außerhalb des Internets zur Verfügung. MfG Oliver (Ares Hjaldar de Borg)

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Eintrag #32 vom 12. Apr. 1999 08:04 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Ach Kinder, legt mal nicht jedes Wort von mir auf die Goldwaage, so von wegen mit Schwert vor Kamera rumfuchteln. War selber mal auf einem Bein Kameramann und weiß, was so ein Objektiv kostet. Außerdem bin ich der letzte, der dann abends schwertschwingenderweise in der Berliner Abendschau bewundert werden will. So was zieht die Szene nur ins falsche Licht. Manche Reporter sind aber wirklich zu aufdringlich und denen muß man meiner Meinung nach schon deutlich zu verstehen geben: Jetzt ist Schluß. Bisher gelang das noch immer durch einige deutliche Worte. Die verstehen das teilweise gar nicht, daß man nicht ins Fernsehen/Zeitung will. Sind dann regelrecht sauer. Also, nicht immer alles ganz ernst nehmen, was ich hier so zwischen die Zeilen quetsche. Gruß Joachim von Rudow

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Eintrag #31 vom 10. Apr. 1999 21:43 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Tach auch! Ich finde besonders die Idee eines Zusammentragens von Erfahrungen mit den Medien in Wort und Abbildungen schätzenswert und notwendig. Mir fiel besonders bei einigen Presseterminen auf, daß die Journalisten sehr dankbar für einige herausgehobene Begriffe sind, mit denen sie ihren roten Faden des Artikels bilden können. Da kann ein vorgefertigter Text Wunder wirken, ebenso Dokumentationsphotos (die helfen auch bei einem verregneten Pressetermin die Laune heben). Ein geregelter Umgang mit den Vertretern der Presse erscheint mir sehr notwendig, da nur Aufklärung helfen kann, Mißverständnisse zu beseitigen. Journalisten sind auch nur Menschen, die sich nur schwer von ihrer Vorstellungswelt lösen und (leider) viele Themen aus Zeitdruck nur streifen können. Mir persönlich ist auch aufgefallen, daß es immer “aus dem Wald herausschallt, wie hineingerufen wurde”, d.h. wenn man von vornherein genau klar stellt, was an Informationen an die Presse bei Interviews vermittelt werden soll, sehe ich kaum Probleme, auch mit sog. “Massenmedien” zu agieren. Ich muß mich nur über die Herablassung wundern, mit denen manche Journalistik-Azubis auf erfahrene Journalisten von Zeitungen mit hoher Auflage reagieren meinen zu müssen. Ich würde mir vom Herold des Herbularius - Oliver - wünschen, nicht den Eindruck des “Kollegenneides” erwecken zu wollen, sondern auch hier konstruktive Zusammenarbeit zu pflegen. Den vereinsgültigen Beschluß den Oliver anführt, auf die Anfrage einer Journalistin der Bild am Sonntag abschlägig zu reagieren gibt es nicht. Daher sind weitere ausführliche Gespräche geführt worden, die die Zielintention des Artikels - nicht etwa “Mystik und Zauberei”, sondern Oberthema “Nahendes Jahr 2000” - herausstellte. Von daher sehe ich die Möglichkeit und Herausforderung, auch mit dieser Art Medium einen - stark regelmentierten - Umgang zu pflegen und ggf. ein Interview zu geben. Hermann de Monasterium Frank Dierkes 2. Vorsitzender des Vereins “Herbularius”

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Eintrag #30 vom 10. Apr. 1999 12:08 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Erst mal: Toll, was da binnen zwei Tagen zusammen getragen worden ist. Die Anmerkungen zum Recht am eigenen Bild und die Tips zum Umgang mit Journalisten sind klasse. Die Möglichkeit ßffentlichkeit von privaten Veranstaltungen fern zu halten habe ich durchaus auch schon schätzen gelernt. Wenn wir uns aber “zur Schau stellen”, wie wir das ja auf Märkten tun, dann denke ich ist der Umgang mit Medienvertretern durchaus notwendig. Wir sollten sicher darauf achten, daß kein Zerrbild von der MA-Szene entsteht. Was der Journalist letztendlich berichtet, wird wohl immer auch von seinem Verständnis und seinr eigenen Meinung abhängen. Sonst wären Zeitungen ja sicherlich ein gutes Stück langweiliger. Was die “gespielte Sympatie” des Journalisten angeht sollte sich Oliver, als Eröffner dieses Themas, ja ganz gut auskennen, läßt Dich doch gerade selbst dazu ausbilden;-) Um so mehr bin ich verwundert, daß Du die Blöd so total ablehnst, eigentlich solltest Du doch wissen, für wie viele Menschen sie (leider) das einzige Printmedium ist, das sie in ihrem Leben in die Hand nehmen. Wäre es da nicht interessant, auch hier eine geeignete ßffentlichkeitsarbeit zu führen? Das auch an Dich, als Herold des Herbularius. Denn, den von Dir hier behaupteten Beschluß, nicht mit der Bild am Sonntag zu arbeiten, gibt es ja schlichterdings nicht. Ganz im Gegenteil, die Mehrheit des Vereins überlegte zuletzt, eine ßberdachte Zusammenarbeit auch mit dieser Art von ßffentlichkeit. Herzlichen Gruß Alexander von Dorpmunde (Sascha Sturm Pfennigmeister des Herbularius)

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Eintrag #29 vom 10. Apr. 1999 01:55 Uhr Matthias Schlegel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Schlegel eine Nachricht zu schreiben.

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Moin, moin ! Tja; das Problem mit der Presse … Ich kann darüber auch ein Liedchen singen, und das ist wörtlich gemeint - zumindest, wenn ich mit der Band unterwegs bin. Mann kann nicht mit ihnen leben, aber ohne sie auch nicht. Besonders nett wirds immer dann, wenn man nach 2 1/2 Stunden naßgeschwitzt von der Bühne kommt und die Jungs (oder Mädels)mit dem Diktiergerät im Anschlag bereits vor der Backstage warten. Auch wenn hier evtl. die ßberlegung angebracht erscheint ob es irgendjemandem auffällt, wenn ihr die Nervensäge an Ort und Stelle fachgerecht durch die Klospülung entsorgt, sollte man einige Grundregeln beachten. Christian hat dies in seinem Posting schon sehr deutlich beschrieben; ich möchte hier an dieser Stelle nur noch einige Punkte etwas ausführlicher behandeln : 1. Interviewtraining ist in jedem Fall sehr sinnvoll, zumal sich viele Journalisten gerne ihren “Favoriten” aus der Heerschar herauspicken … und das muß nicht immer der eigentliche “Pressebarde” sein ! 2. Auch Journalisten sind nur Menschen ! Es kann also passieren, daß ein Voluntär oder ein freier Mitarbeiter den Auftrag bekommt, der sich überhaupt nicht fürs MA interessiert. Seid auch zu diesem armen Knecht höflich und zuvorkommend, aber hinterlasst keine Schleimspur ! 3. Wenn ihr ein e.V. seid, besteht aufgrund der Gemeinnützigkeit eine gewisse Mitwirkungs- und Auskunftspflicht. Der bei Politikern standardisierte Spruch “Kein Kommentar” kann hier bei besonders hinterhältigen Zeitgenossen u.U. ernsthafte Folgen nach sich ziehen … kein Scherz; das ist einem Bekannten passiert, der diesen Spruch als Vorsitzender eines Angelvereins abgegeben hat. Das gab eine Abmahnung in Punkto “e.V.” und heftige Diskussionen … 4. Ein Presseinfo ist immer ein probates Hilfsmittel für Schreibfaule und Unwissende. Aber bitte nur mit Stil : - wenn Photos, dann Farbphotos ! - Schreibmaschinen mit klemmenden Großbuchstaben sind out … - zum Themenkomplex und der Darstellung passende Aufmachung. - keine Knitterkopien aus dem altersschwachen Bürogerät vom Scheibwarenladen um die Ecke ! Wer Hilfestellung bei der Erstellung eines Presseinfos benötigt, sollte einen guten Werbegrafiker kontaktieren. Wem ein 2-Seiten DIN A4 Blatt als Darstellungsfläche genügt, kann sich auch vertrauensvoll an mich wenden. Ich verdiene zwar damit meinen Lebensunterhalt, erkläre mich aber gerne bereit, für MA-Aktivitäten gegen Kostenerstattung (Papier, Toner, Porto)zu arbeiten. Bitte habt aber Verständnis; meine Antwort auf eine Email kommt prompt, die Abwicklung kann etwas dauern ! Das wars, Gruß Matthias

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Eintrag #28 vom 09. Apr. 1999 23:21 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Ihr vergeßt dabei alle, daß es durchaus Journalisten gibt, die sich nicht zu erkennen geben und sich ihre Artikel zusammenreimen. Die Möglichkeit, dagegen etwas zu unternehmen, ergibt sich dann erst NACH der Veröffentlichung; also Juristisch. Und dazu sind (mal ganz ehrlich) viele von uns zu faul oder schrechen davor zurück. Fakt: Hin und wieder ist man ausgeliefert. Mit Gottes Gruß v. Arlen

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Eintrag #27 vom 09. Apr. 1999 19:22 Uhr Christian G.   Nachricht

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Moin, moin! Zu Philipp: Da stecken viele gute Ideen in Deinem posting! Vor allem die Sache mit der Realitätsflucht … Neulich konnte man in der WELT lesen wie´s damit kommen kann. Da wurde in einem Artikel über LARPS ein Spieler interviewt, der arbeitslos war und vom “Eintauchen in eine andere Welt” schwärmte. Und hinterher haben sich die Larpies über die fast schon zwingende ;→ Zusammenführung von Fakt und Zitat aufgeregt. Selber Schuld! Aber zurück zum Thema: Die Idee mit dem Interviewtraining ist echt gut. Ich durfte soetwas in meiner Ausbildung (Dipl.-Journ.) auch machen. Besonders reizvoll ist die Variante, in der der Interviewer 2 Minuten hat, um dem Interviewten eine bestimmte Aussage zu entlocken, die dieser nicht kennt. Hier noch ein paar Anregungen, falls eine Gruppe Pressekontakt bekommt: 1. Journalisten sind eitel. Sagt ihnen nicht, was sie schreiben sollen (sonst schreiben sie das Gegenteil), sondern pinselt ihnen den Bauch. 2. Journalisten sind Generalisten - sie wissen über unheimlich viel unheimlich wenig. Nehmt also Rücksicht, zumal es bei Journalisten den Spruch gibt: “Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!” 3. Journalisten sind häufig a)überarbeitet oder b)faul und daher dankbar, wenn man fertiges Material für sie hat. Ein kurzes Skript über das, was man so treibt, wird sicher gern genommen. Wenn´s gut ist, werdet ihr es sogar wortwörtlich wiederfinden. Und warum nicht fertige Fotos anbieten (farbe und s/w)? Damit spart sich der Fotograf ne Menge Arbeit und ihr habt die Kontrolle übers Bildmaterial. 4. Findet jemanden, der sich um die Journaille kümmert. Wen diese Person vorbereitet und kontaktfreudig ist (und nicht über Journos ablästert, s.o.), sollte das Risiko eines fatalen Berichts schon deutlich verringert sein. Gruß aus Hamburg Christian

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Eintrag #26 vom 09. Apr. 1999 17:50 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thorsten, erst einmal Danke für die Zustimmung, schönes Wochenende Dir auch. Ein Freund hat einen Fernsehbericht über die MA-Szene auf VC. Ich werde mal schauen, ob ich mir den für eine gründliche Analyse leihen kann. Das ist als Aufforderung an alle zu verstehen. Sammelt, was ihr in Presse und Fernsehen über die MA-Szene finden könnt. Berichtet an dieser Stelle, was Euch nicht gefallen hat, und bringt Vorschläge dar, wie solche Passagen durch die “Opfer” zu vermeiden sein könnten. 1. Vorschlag. 1) Es ist zu vermeiden, gegenüber Reportern oder Jornalisten kritische Worte über andere Gruppen zu verlieren. - Selbst wenn diese Strickkettenhemden und Latexschwerter tragen! Da fällt mir direkt eine Stelle in dem Bericht ein: Ein Befragter äußerte sich in etwa so: “… im Mittelalter gab es viel mehr Individualismus…” Abgesehen davon, daß das Quatsch ist, liefert diese ßußerung den Eindruck, daß der Typ gerne im Mittelalter leben würde. Das Mittelalter ist für den DIN-Fernsehkonsumenten die Zeit der Hexenverbrennungen und der Pest. Und das findet einer toll - na prost Mahlzeit! Das führt zu Punkt 2: 2) Sachlichkeit ist geboten. Es darf nicht der Eindruck der Realitätsflucht entstehen. Das ist ungemein peinlich und stempelt in den Augen der Zuschauer/Leser die ganze Szene als Psychopathen ab. Das heißt im einzelnen: a) Nicht vor Reportern vom Mittelalter schwärmen. b) Nicht sagen: “Ich bin …” sondern “Ich stelle … dar.” c) Religiöse Ambitionen, seinen sie heidnisch oder christlich, völlig verschweigen. d) weitere Vorschläge … 3) Lautäußerungen: a) Reden wie Scharping: Langsaaaaaam und deutlich b) keine Ironie! Aus dem Kontext genommen ist Ironie leicht misverständlich! c) Blos nicht nervös oder euphorisch werden! Beides moduliert die Stimme, das klingt furchtbar. d) etc… 4) etc… Ich hoffe auf zahlreiche Vorschläge. Vielleicht hat auch schon der eine oder andere ein entsprechendes Seminar besucht, und kann mehr dazu sagen als ich. Vielleicht ist auch der eine oder andere meiner Punkte Quatsch oder unwichtig. Aber es ist ein Anfang… Philipp P.S. Vielleicht ist es nicht schlecht, innerhalb der Gruppe Interviewsituationen zu üben. Jeder denkt sich gemeine Fragen aus. Diese müssen von anderen Gruppenmitgliedern beantwortet und protokolliert werden, um dann analysiert zu werden. Dabei sollte jeder die gleiche Ambition haben wie ein Reporter: Den Gegenüber möglichst falsch zu verstehen, ihm die Worte im Mund zu verdrehen, und falls eine Videokamera dabei ist, die peinlichste Stelle auf dem ganzen Band zu finden. Auch wenn das weh tut. Es dürfte vermeidbare Fehler aufzeigen.

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Eintrag #25 vom 09. Apr. 1999 16:42 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Phillipp, halte ich für ´ne wirklich gute Idee. Laßt uns hier doch zusammen tragen, was alles rein kommen sollte. Wir müssen nur noch jemand finden, der´s dann zusammmen trägt - diesmal mach ich´s nicht ;-) Ich denke mir die Diskussion, in die´s beinahe abgeglitten wäre, würde sich auch eher um die Ambitionen der Darsteller drehen und weniger um die Qualität der Darstellung, die damit ja zusammen hängt. Ansonsten schon mal ein schönes Wochenende Thorsten

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Eintrag #24 vom 09. Apr. 1999 16:19 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Moment, da isser doch wieder (die 23) hää? und ´ne Antwort vom Thorsten noch dazu! Moin Thorsten, klar gibt es immer ein paar Dumme, die die Lästereien über die Touris ernst meinen, und lieber Sindbad von Xenakules darstellen. Aber die machen doch nicht den Großteil aus. Vorsicht, die Diskussion droht in Richtung “Qualität der Darstellung” abzugleiten. Mein (vorläufiges) Fazit: ßffentlichkeit ist OK, die Touris wollen Informationen und Spass. Die Gefahr durch Berichterstattung muß man in Kauf nehmen, wenn man ihnen das geben will. Schlechte Darstellungen gefährden das Image der Szene, da sie Angriffsfläche für Reporter bieten. Idee: Man könnte (ähnlich dem Anfängerhandzettel) einen Handzettel “Tips für den Umgang mit Presse und Fernsehen” o.ß. erstellen. Das mindert die Gefahr, daß sich jemand dergestalt äußert, daß das Mittelalterhobby als Realitätsflucht, als paramilitärisch, irgendwie politisch oder sonst wie falsch dargestellt wird. Was haltet Ihr von der Idee? Philipp

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Eintrag #23 vom 09. Apr. 1999 15:55 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Henry, ich hatte gerade einen langen Beitrag als Antwort geschrieben, der ist aber irgendwie nicht angekommen. Schmoll! Sch…technik! Dann eben kurz: Wir und viele andere suchen die ßffentlichkeit und finden Befriedigung u.A. in der Bestätigung durch das Publikum. Außerdem führt es bestimmt nicht zu einer positiven Berichterstattung, den Reporter rauszuschmeißen. (Auch wenn der umgekehrte Schluß fast genausowenig zutrifft.) Philipp

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Eintrag #22 vom 09. Apr. 1999 15:30 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Phillipp, das ein Großteil ßffentlichkeit will, glaube ich manchmal nicht, wenn ich mitkriege wie abfällig über Besucher geredet wird und wie bewußt historisch unkorrekt dargestellt wird, weil´s ja mehr Spaß macht ;-) Aber Du hast schon recht: auf dem Markt ist man “angreifbar”. Man kann sich höchstens schützen, indem man qualitativ und “denkemäßig” unpassende Gruppen nicht einlädt und auch bei den Besuchern aufpaßt. Mit “unangreifbaren” Events meinte ich halt die nichtöffentlichen, ´ne Thematik, die für mich als SCAler halt normal ist. Ich weiß nicht, Henry, ich habe mal gehört, daß bei öffentlcihen Wikiveranstaltungen Besucher, die sich “verkleidet” haben und dem allgemeinen Standard nicht entsprachen, gebeten wurden, die Klamotten abzulegen oder zu verstecken. Stimmt das? Bis dann Thorsten

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Eintrag #21 vom 09. Apr. 1999 15:16 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Henry, klar, in meiner Wohnung kann mir auch keiner. Nur: ein großer Teil von uns will ja die ßffentlichkeit. Wenn Du mal in unserer Homepage nachschaust, wirst Du folgende Formulierung finden: “… Ziel des Projektes ist es, die Ergebnisse der meist doch sehr theoretischen Arbeit in eine lebendige und anschauliche Darstellung umzusetzen und das Mittelalter so der breiten ßffentlichkeit nahezubringen. …” Da steht jedoch NICHT: “… um Reportern eine größere Angriffsfläche zu bieten. …” Zum Theame Reporter rausschmeißen: Ich habe noch nie einen Bericht gesehen, in dem die Tür vor der Kamera zugeschlagen wurde oder eine Aussage verweigert wurde, und dennoch positiv odewr neutral über das “Opfer” berichtet wurde. Philipp

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Eintrag #20 vom 09. Apr. 1999 14:55 Uhr Henry   Nachricht

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Hallo Philip! Du hast recht im Bezug auf öffentl. Veranstaltungen, sprich MA-Märkte. Aber ein “unangreifbares Umfeld” gibt es schon. Nichtöffentliche also Privatveranstaltungen ohne Publikum. Ich weiß, damit tut sich die HMA-Szene noch schwer, sie glaubt die Märkte wären ihre einzige Existenzberechtigung. Aber dem ist nicht so. Macht Lager, Treffen, Schlachten, Trainingswochenenden nur für Euch. Das macht rießig Spaß und ihr habt garantiert keinen ßrger mit den Medien. Die wissens nicht und kommen nicht und wenn doch seid ihr Hausherr und könnt sie höflich hinauskomplimentieren. Wir machen das seid Jahren und haben auf solchen “intern” Treffen definitiv den meisten Spaß. Ich denke es ist das selbe was Thorsten im Bezug auf die SCA meint. Grüße Sir Henry

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Eintrag #19 vom 09. Apr. 1999 14:46 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Thomas, Ich glaube, es macht auch einen Unterschied, ob man von irgendwelchen Privatsendern zerstückelt und ausgeschlachtet wird, oder ob öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten mit Bildungsauftrag über einen berichten. Soviel zu Hessischen Rundfunk. Thorsten, klar, wenn ich mich vor Publikum hinstelle und etwas besonderes zeige, muß ich damit rechnen, daß darüber berichtet wird. Nur habe ich keinen Einfluß darauf, wie, wenn der Berichterstatter nicht kooperativ ist. Es hilft NICHTS: meiner Meinug nach sind wir letztendlich alle der Presse ausgeliefert, und so etwas wie ein “unangreifbares Umfeld” gibt es nicht und kann es nicht geben. Philipp

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Eintrag #18 vom 09. Apr. 1999 14:20 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Miteinander, zum Mitlesen der von Philip und Gabriele erwähnte Artikel ist hier (sorry für die fehlenden Umbrüche) www.home.foni.net/~hilmar-becker/presse.tx Sorry für die Umbrüche, warn Schnellschuß Auch hier lesen sich Zitate nur wie Zitate. Wörtlich wurde manches so nicht gesagt. Also, selbst gute und engagierte Journalisten schreiben doch, was sie wollen. Hilmar

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